Kühlbrunnen

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik

Abkürzungen im SHK-Handwerk

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Um die Raumluft zu kühlen und zu entfeuchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben den luftumwälzenden Klimageräten, die in vielen Fällen eine zu hohe Geräuschentwicklung haben und  Zugerscheinungen verursachen, werden auch großflächige Kühlelemente (Kühldecken) eingesetzt. Diese kühlen die durch Konvektion an den Flächen vorbeistreichende Luft und bilden gleichzeitig eine Senke für die langwellige Strahlung von Personen und Gegenständen im Raum. Die Luftbewegung bewirkt keine störende Zugluft.

Zur Entfeuchtung der Raumluft eignen sich die Kühldecken nicht, da der in der Luft vorhandenen Wasserdampfes nicht an den kalten Flächen kondensieren soll, damit es nicht zu Schimmelpilzbildung kommt. Außerdem ist die Kühlleistung dieser Flächen nicht besonders groß.

Versuchsraum mit eingebautem Kühlbrunnen
Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Die oberen Einlassdüsen sind so eingestellt, dass auf der gesamten Fläche ein gleichmäßiger Wasserfilm entsteht. Das Wasser aus dem unteren Auffanggefäß wird einem externen Kühlaggregat zugeführt und anschließend wieder zu den oberen Einlassdüsen gepumpt.
Der Kühlbrunnen ist eine an der Wand montierten wasserführenden Ebene, der oben gekühltes Wasser oder eine andere Kühlflüssigkeit mit Hilfe von kleinen Düsen so zugeführt wird, dass sich ein gleichmäßiger Flüssigkeitsfilm bildet, der langsam in das untere Auffanggefäß fließt. Hier können  problemlos Temperaturen unterhalb des Taupunktes der Raumluft gefahren werden. Das hat sogar den Vorteil, dass die Raumluft beim Vorbeistreichen am Wasserfilm nicht nur gekühlt, sondern gleichzeitig auch noch entfeuchtet wird.
Erste Versuche haben bereits diese doppelte Wirkung zur Verbesserung der Raumluftbedingungen bestätigt. Auch die
akustische Behaglichkeit kann durch den Kühlbrunnen beeinflusst werden. Durch eine entsprechende Steuerung der Düsen sind verschiedene Varianten von völlig geräuschlos über ein leichtes Plätschern bis hin zum rauschenden Wasserfall einstellbar. In wieweit der gekühlte Wasserfilm auch als Geruchs- oder Schadstoffabsorber dienen kann, ist noch durch weitere Versuche zu klären.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
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