Chemische und elektrochemische Korrosion |
Chemische
Korrosion |
Mit einem
gasförmigen Korrosionsmedium reagiert ein Werkstoff bei der chemischen
Korrosion ohne Beteiligung eines Elektrolyten zu einem Metalloxid. Dieser
Korrosionsvorgang läuft bereits bei Raumtemperatur ab, wird aber
durch hohe Temperaturen noch beschleunigt. Es entsteht auf der Metalloberfläche
eine Oxidschicht, die z. B. vor dem Löten eines
Kupferrohres entfernt werden muss. Beim Warmbiegen von Stahlrohren entstehen
Anlauffarben und es bildet sich eine Zunderschicht, die auf chemische
Korrosionsvorgänge zurückzuführen sind. |
Auch auf der Oberfläche
von PVC-Rohren entsteht eine Oxidschicht, die vor dem Kleben dieser Rohre
ebenfalls die durch Abschälen oder durch Auftragen von Lösemitteln
entfernt werden muss. |
Auf Aluminium-
und Kupferflächen entsteht durch eine Oxidation eine gewünschte
dichte und feste Schutzschicht, die nicht durch äußere Einflüsse
zerstört werden darf, weil sonst der Werkstoff korrodiert und zerstört
wird. |
Elektrochemische
Korrosion |
Bei der elektrochemischen
Korrosion reagieren zwei unterschiedliche Metalle bzw.
Metallverbindungen mit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit
(Elektrolyt). In der Trinkwasserinstallation gibt es
diese Korrosionsart u. a. bei der Verarbeitung von Kupfer und verzinkten
Rohren, die in einem Kreislauf eingebunden sind (Zirkulationsleitung)
oder direkten Kontakt haben. Aber auch in Heizungs-, Solar- und Kühlsystemen
können die wechselweise angeordneten verschiedenen Metalle von Übel
sein, da es sich in diesen Anlagen immer um Kreisläufe handelt. |
Durch eine solche
Anordnung entsteht ein galvanisches Element. Hier entsteht
ein geschlossener elektrischer Stromkreis. Die Atome des unedleren Metalls
(z. B. Zink) geben Elektronen ab und gehen als positiv geladene Ionen
in Lösung. Das unedlere Metall wird dabei zersetzt. Der entstandene
Elektronenüberschuss fließt über den Leiter zum edleren
Metall (z. B. Kupfer). |
Der Potentialunterschied
zwischen den verschiedenen Metallen wird Tabellen oder Diagrammen als
elektrochemischen Spannungsreihe dargestellt. Die Metalle
sind nach ihrem elektrischen Potential (Ladungsunterschied gegenüber
Wasserstoff) geordnet. Wasserstoff hat dabei den Wert „Null“.
Je negativer das Potential eines Metalls gegenüber Wasserstoff ist,
desto unedler ist es und je positiver sein Potential ist, desto edler
ist es. |
![]() |
| . |
weitergehende
fachliche Informationen - Copyright © Franz Hetzer |
| Facharbeit
Leistungskurs Chemie - elektrochemische Korrosion, Schutz vor Korrosion |
| . |
|
|||||||||||||||
|
||||||||||||||
| . |
||||||||||||||
| . |
||||||||||||||
Hinweis!
Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website
aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines
unnötigen Rechtsstreites, mich
umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig
Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere
Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter
kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen
Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen
Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne
der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen. |