Da das Drain-Back-System mit reinem Wasser
(also ohne Frostschutzmittel) arbeitet, müssen sich die Kollektoren
und die frostgefährdeten Rohrleitungen vollständig entleeren
können. Nach dem Abschalten der Primärkreispumpe entleert
sich die Anlage aufgrund der Schwerkraft und wird gleichzeitig belüftet.
Unter bestimmten Bedingen werden auch Wasser-Glykolgemische eingesetzt. |
In diesen Anlagen kann es nicht zu Stagnationszuständen
kommen. |
Am häufigsten werden geschlossene
Kreisläufe mit Drücken bis 3 bar eingesetzt. Diese
Anlagen bestehen aus Metallrohren. Offene Kreisläufe
werden aufgrund der größeren Korrosionsgefahr mit temperaturegeeigneten
Kunststoffrohren und Bauteilen, die nicht korrodieren, ausgeführt. |
Vorteile |
- Reines Wasser als Wärmeträgermedium altert nicht
und hat keine zusätzlichen Korrosionsprobleme und Glykol kann
nicht Auscracken
- Reines Wasser hat bessere Wärmeübertragungseigenschaften
als Wasser-Glykolgemische (spezifische Wärme, Wärmeleitfähigkeit,
Viskosität)
- Wasser ist kostengünstiger
- Der Kollektorkreislauf arbeitet mit niedrigen Drücken
- Der Wartungsaufwand ist gering
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Nachteile |
- Die Auswahl der Kollektoren ist begrenzt
- Die Planung und Installation des Kollektorkreislaufes
muss fachgerecht durchgeführt werden
- Die Installation erfordert speziell geschultes Personal
- Die speziellen Kollektorarten haben anlagenbedingt kleine
Strömungsgeschwindigkeiten und ungünstige
Wärmeübergänge, die den Vorteil der besseren wärmetechnischen
Eigenschaften von Wasser wieder aufheben können
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Betriebszustände |
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Kollektoren
- befüllt |
Kollektoren
- unbefüllt - warm |
Kollektoren
- unbefüllt - kalt |
Quelle:
Buderus |
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| Diese Punkte sind besonders zu beachten |
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Quelle:
Buderus |
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- Das Gefälle der Rohrleitungen
sollte 1,5 bis 3 cm/m (> 1 cm/m - 1 bis 3 %) betragen.
Bei den Rohrbefestigungen muss die Wärmedehnung
eingeplant werden, damit es nicht zu Wassersäcken
kommt. Frei verlegte Rohre müssen vor dem Durchbiegen
geschützt werden.
- Auch bei den Fittings
und Verbindungen von Kollektoren muss das Gefälle
beachtet werden. Dies besonders bei übereinander
in Serie geschalteten Kollektoren. Nicht alle Ausführungsformen
der Kollektoranschlüsse sind für das DBS
geeignet.
- Die Kollektoren sollten
ein Gefälle von mindestens 0,5 cm/m (> 0,5
%) haben.
- Bei parallelgeschalteten
Kollektoren sind die Art der Kollektoranschlüsse
für die Verlegung der Vor- und Rücklaufleitungen
zu beachten.
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Der Querschnitt der Vorlaufleitung
ist besonders zu beachten. Einerseits muss über diese Leitung
der Kollektor belüftet werden und andererseits muss beim Systemanlauf
über diese Leitung die Luft durch das Wasser mitgerissen werden.
Das erfordert einen kleineren Querschnitt als bei der Rücklaufleitung.
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Systeme mit geschlossenem
Kreislauf, in dem sich Komponenten aus Stahl befinden, erzeugen
einige Zeit Korrosionsprodukte (Fe-Oxide), die sich ablagern und
z. B. im Kollektor Verstopfungen hervorrufen können. Hier sind
spezielle Filter vorzusehen. In offenen Systemen muss rostfreier
Stahl eingesetzt werden (z. B. in
Pumpen). Neben Kupfer oder Messing sind auch Kunststoffe geeignet.
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Die Solarkreispumpe muss
nicht nur den Strömungswiderstand im Normalbetrieb aufbringen
können, sie muss auch den Höhenunterschied zur Füllung
des Kollektors überwinden. Um parallelgeschaltete Kollektoren
problemlos füllen zu können ist ein Volumenstrom von etwa
40 – 80 l/m²h notwendig. Die hohen Füll-Volumenströme
sind nach einigen Minuten reduzierbar. Eine kleine Höhendifferenz
zwischen Kollektor und Vorratsbehälter führt auch zu kleineren
Pumpenförderhöhen.
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Bauteile
einer DBS-Anlage |
| Quelle:
Buderus |
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DrainMaster |
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Quelle:
SONNE HEIZT Solar & Energietechnik GmbH |
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| DrainMaster - Selbstentleerende
Solaranlagen |
Durch die Anordnung
des Bauteils direkt unter den Kollektoren werden nur die
Kollektoren entleert. |
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