Schutz von Elektroanlagen

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
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Der Elektroanlagenschutz dient primär dem Personenschutz (Schutz gegen elektrischen Schlag) und dem Sachschutz (Schutz vor Bränden und thermischen Einwirkungen). Die grundlegenden Anforderungen und Maßnahmen sind in Deutschland maßgeblich über die Normenreihe DIN VDE 0100 geregelt.
Die Sicherheit in Niederspannungsanlagen stützt sich auf ein dreistufiges Schutzkonzept gegen gefährliche Körperströme:
Basisschutz (1. Ebene): Schutz gegen direktes Berühren aktiver, spannungsführender Teile. Dies wird durch vollständige Isolierung, Abdeckungen, Umhüllungen oder sichere Abstände gewährleistet.
Fehlerschutz (2. Ebene): Schutz bei indirektem Berühren, falls ein Isolationsfehler auftritt (z. B. ein Gehäuseschluss). Er wird durch automatische Abschaltung im Fehlerfall (z. B. über Sicherungen oder Fehlerstrom-Schutzschalter an Schutzleitern) oder durch Schutzisolierungen bewirkt.
Zusatzschutz (3. Ebene): Ergänzender Schutz, falls Basis- und Fehlerschutz gleichzeitig versagen. Dieser wird zwingend durch hochempfindliche Fehlerstrom-Schutzschalter (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von maximal 30 mA realisiert, die extrem schnell auslösen und somit lebensgefährliche Herzkammerflimmern verhindern.
Neben dem Schutz gegen elektrischen Schlag schützen technische Komponenten die Anlage vor Überlastung und Zerstörung:
• Leitungsschutzschalter (LS-Schalter): Schützen Kabel und Leitungen vor Beschädigung durch zu hohe Erwärmung infolge von Überlast oder Kurzschluss.
• Brandschutzschalter (AFDD): Erkennen serielle und parallele Störlichtbögen (z. B. durch lose Klemmen oder Kabelbisse), die eine häufige Ursache für Kabelbrände sind.
• Überspannungsschutz (SPD): Schützt empfindliche elektronische Geräte vor den Folgen von Blitzeinschlägen oder Schaltvorgängen im Stromnetz.
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DIN VDE 0100:
Die Normenreihe für elektrische Sicherheit bei Installationen im Elektrohandwerk

VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung

Die neue internationale Bezeichnung eines Fi-Schutzschalters ist Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD - Residual current device).

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)

Quelle: ABB Asea Brown Boveri Ltd

Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung ( RCD) hat die Aufgabe, Betriebsmittel innerhalb einer Zeit von 0,2 bzw. 0,4 s allpolig abzuschalten, falls durch einen Isolationsfehler eine gefährliche Berührspannung auftritt.

Über einen Summenstromwandler in der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) werden die Ströme richtungsabhängig überwacht, die in die zu schützende elektrische Anlage hineinfließen. Beim Auftreten eines Fehlers in der Anlage fließt ein Teil des Stroms nicht über den Summenstromwandler, sondern z.B. über Erde zur Stromquelle zurück. Das im Wandler entstehende Ungleichgewicht wird von der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung als Auslösekriterium verwendet.

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Fehlerstromeinrichtung ohne Hilfsenergie

Zweipoliger Spannungsprüfer (Duspol)

Der zweipolige Spannungsprüfer hat gegenüber dem einpoligen Phasenprüfer oder Prüfschraubendreher den Vorteil, dass man festestellen kann, wie hoch die Spannung ist (das ist beispielsweise wichtig zum Unterscheiden von 230 V und 400 V) ob tatsächlich Spannung anliegt (die Glimmlampe des Phasenprüfers leuchtet auch bei Aufladung der Leitung oder einer Blindspannung) ob Null- und Schutzleiter angeschlossen sind, wobei man die beiden Leitungsarten allerdings nicht unterscheiden kann.
Zum Messen werden die beiden Prüfspitzen vom Duspol angelegt, z. B. an den beiden Kontakten einer Steckdose. Wenn die Glimmlampe vom Duspol leuchtet, liegt Spannung an. Zudem zeigt das Meßwerk an der Skala die Spannungshöhe an, beispielsweise 230 V oder 400 V. Bei anderen Fabrikaten wird möglicher-weise anders gearbeitet, z. B. zeigen einige Prüfer die Spannung erst an, wenn man vorher einen Knopf am Prüfer gedrückt hat. Die genaue Anleitung ist deshalb der beiligenden Gebrauchsanleitung zu entnehmen. Auf keinen Fall dürfen die Prüfspitzen während der Messung berührt werden, da sie unter Spannung stehen können. Aus Sicherheitsgründen darf der Duspol nur so verwendet werden, dass man mit jeder Hand einen der beiden Handgriffe anfasst.

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DUSPOL®-Spannungsprüfer
BENNING Elektrotechnik und Elektronik GmbH & Co. KG
Spannungsprüfer Vergleich 2026
vergleich.org - VGL Publishing AG

Kabelsuchgerät

Quelle: Cosmos Data

Phasenprüfer/Metall- und Stomsuchgerät

Quelle: Brennenstuhl

Metall- und Stromsuchgerät

Bei vielen Arbeiten auf der Baustelle ist es wichtig, Kabel und Leitungen, die "unter Putz" oder im Erdreich verlegt sind, zu erkennen bzw. zu wissen, wo Leitungen liegen, bevor man den Bohrer oder das Kernlochbohrgerät ansetzt.

 

Universalgeräte sind zum Lokalisieren und Auffinden von Kabel und Leitungen in Wänden und in der Erde, sowie zum Auffinden und Zuordnen von Sicherungen und Sicherungsautomaten geeignet. Auch Unterbrechungen und Kurzschlüsse in Leitungen und Bodenheizungen lassen sich einfach Lokalisieren. Metallische Wasser und Heizungsrohre können ebenfalls aufgespürt werden. Die meisten Geräte bestehen aus einem Sender und Empfänger.

Diese Geräte werden je nach Einsatz in verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals reicht schon ein einfaches Messgerät, um Schäden auszuschließen und hohe Schadensersatzkosten zu vermieden.

 

Kabelsuchgerät / Trassiergerät


Arbeitsschutz - Sicherheitsregeln

Für Arbeiten an und in elektrischen Anlagen gelten zum Schutz der Handwerker und Elektrofachkräfte die 5 Sicherheitsregeln, die zwingend in der exakten Reihenfolge angewendet werden müssen:
1. Freischalten (Anlage allpolig vom Stromnetz trennen).
2. Gegen Wiedereinschalten sichern (z. B. Schloss an den Schalter hängen).
3. Spannungsfreiheit feststellen (mit einem geeigneten zweipoligen Prüfer testen).
4. Erden und kurzschließen (bei Anlagen ab 1000 V oder Freileitungen obligatorisch).
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.
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Die 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik.

Kritischer Beitrag
Mit der Prüftaste des RCD's kann ein Fehler simuliert werden. Wichtig hierbei, damit kann nur das Auslösen geprüft werden nicht aber die Wirksamkeit des Schutzsystems.

Die Auslösung des FI-Schutzschalters ist vom Betreiber der Anlage bei nicht stationären Anlagen an jedem Arbeitstag und bei stationären Anlagen mindestans alle 6 Monate zu prüfen.


Phasen-/Spannungsprüfer

Warum sollen diese Dinger nicht benutzt werden?

die Bilder wurden auf Anordnung der Hersteller entfernt

Multitester

LCD-Volt-Check

Phasenprüfer

Spannungsmessungen (und darum geht es hier) werden durchgeführt, in dem man ein Messgerät an den Punkten einer elektrischen Schaltung anschließt, zwischen denen die Messung gewünscht ist.
Dabei gilt prinzipiell: je höher der Innenwiderstand des Messgerätes, desto weniger beinflusst das Meßgerät selbst als Teil der "Schaltung" die zu messende Spannung. Für möglichst genaue Spannungsmessungen in elektronischen Schaltungen ist ein hoher Innenwiderstand also sehr erwünscht.

Bei Spannungsprüfungen im "Dickstrom"-Bereich kommt es allerdings weniger auf die letzten mV an, sondern vielmehr gerade auf das Gegenteil: von anderen Quellen induzierte Störspannungen, kapazitive Kopplung von parallel verlegen Leitungen etc. sollen gerade nicht angezeigt werden, da es nicht auf diese Störsignale ankommt, sondern darauf, ob ein Leiter eben wirklich spannungsfrei ist oder nicht.

Um dies zu gewährleisten, bietet es sich an, ein Messinstrument zu wählen, das für eine entsprechede Spannungsanzeige einen gewissen Mindeststrom benötigt, d.h. der Innenwiderstand ist (deutlich) kleiner. Entsprechend kleine Störstöme fließen zwar durch das Meßinstrument durch, bewirken aber keinerlei Anzeige. Erst verlässlich anliegende Spannung, die auch unter Belastung nicht zusammenbricht, bewirkt die zuverlässige Anzeige.

Bei sogenannten "Lügenstiften", also einpoligen "Phasenprüfern" ist das Ganze nochmal schlimmer:

Es gibt keinen definierten Messwiderstand, da die Ableitung des Stromes durch den Menschen gegen die Erde ein Teil der Messstrecke ist.
Steht man sehr gut isoliert, dann zeigt der Stift u.U. gar nichts an, obwohl (echte) Spannung vorhanden ist.
Steht man nicht isoliert, kann das mit der Anzeige klappen, allerdings wird dann wieder aufgrund des hohen "Innenwiderstandes" der Messstrecke (Glimmlampe-Mensch-Boden bzw. hochohmige elektr. Messschaltung-Mensch-Boden) mit Fehlmesungen an offenen Leitern, denen eine Spannung induziert wird, rechnen müsssen.

Dann gibt es noch die "berührungslosen" Lügenstifte, die auf das elektrische Feld um einen Leiter reagieren. Klingt gut, ist in der Praxis aber ebenso mit Vorsicht zu genießen. Insbesondere bei mehreren Leitern auf kleinem Raum ist keine sichere Unterscheidung möglich.

Gleiches Fazit, wie schon mehrfach oben: Lügenstift in die Tonne, Spannungsprüfung mit einem niederohmigen (z. B. Tauchspul-)Messgerät!

Geschrieben von Joachim Borho

Bestandsschutz - elektrische Anlagen - Sven Bonhagen

Elektrische Anlagen- und Betriebsmittelprüfung

E-Check

Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
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