Rückstausicherung
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Rückstauverschluss
Rückstau
freier Durchfluss
Handbetätigung
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Fäkalien-Rückstauautomat
Betriebsverschlussklappe und Notverschlussklappe sind geöffnet, Wasser fließt ab
Bei Rückstau schließt der Betriebsverschluss automatisch. Ein optisches und akustisches Signal ertönt
Bei Bedarf kann der Notverschluss manuell verriegelt werden
 
Bilder: ACO Passavant GmbH
Damit das Abwasser nicht zurück in die Abwasserrohre, die sich unter der Rückstauebene im Gebäude befinden, kommt, werden Rückstausicherungen in trockene Schächte eingebaut. Die Rückstausicherungen haben zwei voneinander unabhängige Verschlüsse:

1. einen automatischen Hauptverschluss

2. und einen Notverschluss (von Hand zu betätigen)

Der Einbau von mechanischen handbedienten oder elektrisch betriebenen Rückstauverschlüssen ist in Ausnahmefällen zulässig. Es müssen jedoch vier Bedingungen für den Einbau erfüllt sein:

  • die Räume dienen untergeordneter Nutzung und werden nur gelegentlich betrieben (z.B. Hobby- oder Partyraum)
  • wesentliche Sachwerte können nicht zerstört werden
  • es steht ein WC oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung und der Benutzerkreis ist klein
  • bei Rückstau kann auf die Benutzung der Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene verzichtet werden

Der Rückstauverschluss entspricht der DIN EN 13564. Dieses Produkt ist speziell für den Einbau in die Bodenplatte konzipiert. Der Rückstauverschluss kann mit einem Abdichtungsflansch gegen drückendes Wasser aufgerüstet werden.
Der abgebildete Rückstauverschluss ist für den Einsatz bei fäkalienfreiem Abwasser bestimmt. Es dürfen ausschließlich Entwässerungsgegenstände mit fäkalienfreiem Abwasser angeschlossen werden, wie z.B. Bodenabläufe, Duschen oder Waschmaschinen, die sich unterhalb der Rückstau-ebene befinden.
Im normalen Betriebszustand pendeln beide Klappen. Wenn Abwasser abgeleitet wird, öffnen sich die Klappen durch den Wasserdruck und die Flüssigkeit kann in den Kanal abgeleitet werden. Im Rückstaufall drückt das Abwasser vom Kanal in die Rohrleitung. Die hintere Klappe wird dabei gegen den Dichtsitz gedrückt und verhindert ein Eindringen des Abwassers in das Gebäude. Die zweite Klappe dient zur Sicherheit, um bei eventuellen Verschmutzungen der hinteren Klappe die Dichtfunktion zu übernehmen.
Der Rückstauverschluss enthält zusätzlich einen Notverschluss. Dieser ist in der hinteren Klappe integriert. Er dient als zu-sätzliche Sicherheit und kann von Hand betätigt werden. Der Notverschluss kann leicht ohne hohen Kraftaufwand betätigt werden, die sichere Arretierung wird durch ein hörbares Einrasten angezeigt.
Wenn der Notverschluss verriegelt ist, kann kein Abwasser in den Kanal geleitet werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass, z.B. nach einem Urlaub, der Notverschluss wieder geöffnet wird.

Der abgebildete Fäkalien-Rückstauautomat entspricht der DIN EN 13564. Dieses Produkt ist speziell für den Einbau in die Bodenplatte konzipiert. Der Rückstauverschluss kann mit einem Abdichtungsflansch gegen drückendes Wasser aufgerüstet werden.
Der Fäkalien-Rückstauautomat ist für den Einsatz bei fäkalienhaltigem Abwasser bestimmt. Immer wenn eine Toilette unterhalb der Rückstauebene installiert ist, ist es notwendig einen Rückstauverschluss eines anderen Typs einzusetzen. Im normalen Betriebszustand sind beide Klappen geöffnet. Wenn Rückstau von der Kanalseite entsteht, wird der Betriebsverschluss automatisch verschlossen. Dies wird mit einer pneumatischen/elektrischen Steuerung vollzogen. Sobald das Abwasser in der Rohrleitung über die zulässige Füllhöhe steigt, wird durch den entstehenden Unterdruck ein Signal an die Steuereinheit gesendet. Das Steuergerät veranlasst, dass durch einen Elektromotor die Betriebsverschlussklappe geschlossen wird. Entspannt sich die Rückstausituation, wird dies durch die Steuerung erkannt, und die Klappe wird
Der Fäkalien-Rückstauautomat enthält zusätzlich einen Notverschluss. Dieser kann von Hand betätigt werden. Die Klappe kann dabei in 2 Positionen gebracht werden.

 

 

Rückstaudoppelverschlüsse
Quelle: Kessel AG

Objektsicherung

 

Rückstausicherungen für fäkalienfreie Abwässer
Mehrere Sanitärgegenstände, so z. B. , Ausgussbecken, Duschen, Badewannen und Waschmaschinen, können auch direkt abgesichert werden. Die Rückfluss- sicherung befindet sich dann direkt am Geruchsverschluss. Dieses Bauteil ist nur für Räume von untergeordneter Nutzung (z. B. Kellerraum) geeignet und wenn keine Gefährdung von hohen Sachwerten und Gesundheit der Bewohner stattfindet.
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Rückstausicherungen innerhalb vom Gebäude für fäkalienfreies Abwasser schützen die Sanitärobjekte vor dem Austritt von Abwasser, die unter der Rückstauebene eingebaut sind. Auch Kellerabläufe mit Rückstaueinsätzen durchgehende Abwasserleitung werden für kleiner Nennweiten angeboten.
In diesen Fällen muss keine Rückstausicherung in die Abwasssergrundleitung eingesetzt werden.
Voraussetzung ist natürlich, dass das Abwassersystem auf Dichtheit geprüft ist.

 

 

 

 

 

Objektsicherung - Aufgesteckt auf den Geruchverschluss

Doppelte Rückflusssicherung
Handbetätigung der 2. Klappe
Rückfluss-Sicherung für den waage- und senkrechten Einbau mit eingebautem Ballventil
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Quelle: Dallmer GmbH + Co KG
Nach DIN EN 12056  ist die Entwässerung über der Rückstauebene (Straßenoberkante) nur mit Schwerkraft zulässig. An diese Entwässerungrohre sind unterhalb der Rückstauebene keine Objekte anzuschließen. So können die Rohre der oberen Stockwerke auch unter der Kellerdecke nach drausen führen. Da keine Öffnungen unterhalb der Rückstauebene bestehen, kann das Wasser in den oberen Geschossen auch bei Rückstau fließen, ohne in den Keller zu laufen. In Ausnahmefällen sind Rückstauverschlüsse für fäkalienfreies Abwasser zulässig, z.B. unbewohnter Keller mit geringem Einrichtungswert.

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