Lötverbindungen
Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Werkzeuge Kundendienstfahrzeug
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Gefahren
beim Flammlöten |
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Beim Gasschweißen
und Flammlöten wird mit einem Brenngas-Sauerstoff-Gemisch
gearbeitet. Während beim Gasschweißen ausschließlich
Acetylen als Brenngas benutzt wird, kommen beim Flammlöten auch
Erdgas, Propan und Wasserstoff zum Einsatz. Brenngas-Luft-Gemische mit
Acetylen sind bei 300 °C zündfähig, mit Propan bei 470
°C, mit Wasserstoff bei 560 °C und mit Erdgas bei 590 °C.
Eine Explosionsgefahr besteht für Brenngas-Luft-Gemische
ab 2 Vol.-% Brenngasanteil. |
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Reiner Sauerstoff
ist selbst nicht brennbar, fördert aber jede Verbrennung erheblich
und führt zu einen schneller und intensiver Verbrennung. Außerdem
macht es die Flamme heißer und kann Öl und Fett schlagartig
zünden. Deshalb darf man Sauerstoff nie zweckentfremden, nie mit
Sauerstoff belüften oder kühlen, nie mit Sauerstoff die Kleidung
ausblasen, nie Öl und Fett in den Sauerstoffstrom bzw. an die Sauerstoffarmaturen
bringen und vorallen nie mit öligen oder fettigen Händen in
den austretenden Sauerstoffstrom greifen. |
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| Undichtigkeiten an den Armaturen oder Schläuchen führen oft zu einem unbemerkten Austreten von Brenngas oder Sauerstoff. Deshalb muss man immer vor Beginn der Arbeit auf die Dichtigkeit aller Anschlüsse und Verbindungen achten und angeschlossene Brenner dürfen nicht in die Werkzeugkiste gelegt werden. Gasschläuche sind eine Schwachstelle und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Gasschläuche müssen gegen Abrutschen von den Schlauchtüllen gesichert werden, poröse oder beschädigte Schläuche müssen ausgewechselt und die Gasschläuche müssen gegen Überfahren gesichert werden. Allgemein darf nur mit intakten Geräten gearbeitet werden und die Flaschenventile sollten langsam aber zügig geöffnet werden. |
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Sowohl beim Gasschweißen
wie beim Flammlöten entstehen bei der Verbrennung
Schadstoffe, wobei die wesentlichen Gefährdungen
von nitrosen Gasen (= Stickoxide = NOX) ausgeht. Nitrose
Gase sind im wesentlichen NO2 (MAK: 5 ml/m3)
und NO, N2O2, N2O3 und sind
Reizgase mit einem stechenden Geruch, die zu Übelkeit und Kopfschmerzen
und sogar zu schweren Lungenschäden führen können. Da
beim Flammlöten ein Flußmittel eingesetzt wird, entstehen
dort auch Fluor-, Kalium- und Borverbindungen. Bei beiden Verfahren
können giftige Rauchgase beim Verarbeiten von Blei- und Kupferwerkstoffen,
verzinkter oder cadmierter Teile oder farb- oder kunststoffbeschichteter
Teile entstehen. Dann ist eine zusätzliche örtliche Absaugung
notwendig. |
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Als Vorsichtsmaßnahme
sollte man die Flamme nicht unnötig brennen lassen und den Brenner
auch in kurzen Pausen zwischen den Arbeitsgängen abschalten. Außerdem
ist eine gute allgemeine Raumlüftung notwendig und wegen dem Auftrieb
der heißen Gase sollte die Entlüftungsöffnung in der
Nähe der Decke angeordnet sein. |
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