Für
die Errichtung und Nutzung eines privaten Wasserkraftwerkes
muss nach dem Wasserrecht
eine Genehmigung vorhanden sein oder eingeholt werden. Die Grundlagen
sind im Wasserhaushaltsgesetz
(WHG) und in den Landeswassergesetzen vorgegeben.
|
Mini-Wasserkraftwerke
gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Es gibt Inselsanwendungen,
d. h. es ist keine öffentliche Stromversorgung vorhanden. Außerdem
wird der Wunsch, Strom zum Eigengebrauch oder/und zur
Einspeisung in das öffentliche Stromnetz zu erzeugen,
immer aktueller. Natürlich sind solche Lösungen als Beitrag
zur CO2-Reduzierung sinnvoll. |
Wenn ein Bach oder Fluss durch
ein Stauwerk aufgestaut wird, so ist dieses Hinderniss
durch entsprechende Fischtreppen
zu umgehen. |
| Ein kurzer Blick in die Vergangenheit: |
Wasserräder
wurden in Mesopotamien schon vor 5.000 Jahren zum Schöpfen
von Wasser eingesetzt. Im 2. Jahrhundert vor Chr. werden
einfache Wasserräder (Stoßrad)
zum Antrieb von Getreidemühlen eingesetzt. Dabei
wurden die Mahlsteine ohne weitere Übertragungselemente direkt an
der Welle des Wasserrades angebracht. 100
vor Chr. soll es in Westanatolien wasserbetriebene Kornmühlen
gegeben haben. Große Wasserräder sind meist unterschlächtig.
Die Wasserräder
von Mühlen in Mitteleuropa sind meistens oberschlächtig..
Damit erzielten sie einen größeren Nutzeffekt, da nicht nur
die Strömungs-, sondern auch die Fallenergie des Wassers ausgenutzt
wurde. Die Wasserkraft
inform von Wasserrädern setzt sich als Antriebsquelle
für die verschiedensten Anwendungen im Mittelalter
bis ins 19. Jahrhundert immer mehr durch. Ab 1830 werden
die Wasserräder zunehmend durch leistungsstärkere
Maschinen (Turbinen) ersetzt. |
|
| Kleinkraftwerk - Wassermühle |
Warum ist eine Technik, die sich
jahrhundertelang bewährt hat, in Vergessenheit geraten? Bei diesen
Bauwerken treibt fließendes Wasser ein Rad an, dass über eine
Welle, z. B. Mühlsteine, drehen lässt. Vor einigen Jahrzehnten
gab es auch entsprechende Wassermühlen, die ein
Generator zur Stromerzeugung genutzt haben. Durch die
aufkommende Technik (Dampfmaschine, Staudämme) kam diese relativ
einfach Technik aus der Mode. Inzwischen wird die Entwicklung
neuer Wasserräder für kleine, dezentrale Strommühlen
durch die EU wieder gefördert. Leider sind die Genehmigungsverfahren
solcher Anlagen sehr aufwendig, sodass viele Interesssenten abgestoßen
werden. Aber auch Windmühlen haben sich, ein wenig
umgebaut zu Windkraftanlagen, inzwischen wieder durchgestzt.
Warum soll das bei den Wassermühlen nicht auch machbar sein? |
|
|
|
Wasserrad
mit integriertem Generator |
Quelle:
Hartmuth Drews Ing. (grad.) |
| . |
|
|
|
|
|
Bei
dem Stoßrad sind die Schaufeln horizontal
in den Fluß eingetaucht. Dadurch wird nur die Bewegungsenergie
des Wassers genutzt. Dieses Prinzip ist schon seit dem 2.
Jahrhundert vor Chr. bekannt. |
Diese
ersten Wassermühlen wurden in unterschlächtiger
Ausführung betrieben. Dabei schlägt das
Wasser von unten an das Schaufelrad. Die
Drehung des Mühlrades wird nur durch die Strömung
des Wassers erreicht. Bei den einfachen Räder bestehen
die Schaufeln aus Holzbretter, die inzwischen durch speziell
gebogene Blechschaufeln einenbesseren Wirkungsgrad erzielen. |
 Bei
den mittelschlächtigen (rückschlächtigen)
Wasserräder wird das Wasser auf Nabenhöhe
zugeführt. Sie können als Zellenrad
oder Schaufelrad gebaut werden. |
 Bei
den oberschlächtigen Mühlen wird
das Wasser von oben auf das Rad zugeführt. Damit das
Wasserrad betrieben werden kann, muss immer ausreichend Wasser
und ein genügend großes Gefälle vorhanden
sein. Das Wasserrad besteht aus wasserdichten Zellen (Holzbrettern
oder Metall) und wird deswegen auch Zellenrad
genannt. Das Rad wird durch die Gewichtskraft des aufgenommenen
Wassers (Aufschlagwasser) in Bewegung versetzt. Wenn das Rad
stillstehen soll, wird das Wasser am Rad vorbeileitet. |
| Quelle
der Abbildungen: Tropfsteingrotte Alaunwerk Mühlwand-Reichenbach
e.V. |
|
|
|
| Linöwsche Wasserkraftwerkanlage
|
Dieses Mini-Wasserkraftwerk
des russischen Erfinders Nikolaj Iwanowitsch Linöw ist für fließende
Gewässer entwickelt. Es braucht keine Staudämme und auch keine
Kanäle oder Röhren. Da die Drehgeschwindigkeit (50 Umdrehungen
pro Minute) relativ klein ist, ist der Verschleiß sehr gering. |
Die Anlage besteht aus einem ca.
2 m breiten Anlagenblock und kann praktisch in jedem Gewässer mit
Fließwasser verwendet werden. Auch Flüsse mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit
sind geeignet. |
|
Prinzip - Linöwsche
Wasserkraftwerkanlage
|
|
Linöwsche
Wasserkraftwerkanlage |
Quelle:
Nikolay I. Lenew |
|
| Die Wasserkraftwerkanlage besteht aus folgenden
Komponenten: |
• ein Block (Gehäuse,
Platten, Kettenräder, Ketten)
Platten - sind flach und gerade - Länge und
Höhe - 78 x 500 mm - Winkel von 45 Grad
Kettenrad
Durchmesser - ab 35 cm
Kette
Kette mit Schritt 31,75 mm - Bruchkraft 2300 kN
• ein Drehmomentvervielfältiger
• ein Generator
|
Variante A: So wurde eine
kleine Partie (10 Blöcke) auf einem Werk gefertigt (Handarbeit).
Die betriebsfähige Anlage (für eine Flussgeschwindigkeit
1m/s) mit Generator für 10 kVA. Abmessungen des Blockes:
1,5 x 1,0 x 0,5 m.
Wenn die Flussgeschwindigkeit an die 0,1 m/s geht, dann sind
zwei solcher Blöcke notwendig, die hintereinander gestellt
werden. Der Generator wird nur an den hinteren Block angeschlossen.
Der vordere Block dient in diesem Fall zur Beschleunigung des
Wasserstromes, da bei dieser Konstruktion die Wassergeschwindigkeit
am Ausgang eines Blockes höher ist als am Eingang. Auf
diese Weise werden in einem stillen Fluss auch 10 kVA gewonnen.
|
| Variante B: Die Anlage,
die z. Z. in Sanaksari gebaut wird, ist für 50kVA konzipiert.
Die Fließgeschwindigkeit dort beträgt 0,5 m/s. Und
es werden zwei Blöcke verwendet, die 6 m breit sind. Sie
werden auch hintereinander aufgestellt. |
|
|
Die Konstruktion ist
sehr leicht zu bauen. Diese Linöwsche Wasserkraftwerkanlage darf
für private Zwecke nachgebaut werden. Die gewerbliche Herstellung
und der Vertrieb muss mit dem Erfinder
nach dem Patentrecht geregelt werden. Quelle:
Russlandforum
- Anonymous |
|
| Picokraftwerk |
In Regionen ohne
öffentlichem Versorgungsnetz werden u.a. Pico-Wasserkraftwerke zur
Stromerzeugung eingesetzt (Inselanwendung). Die nutzbare
Leistung wird durch die hydraulischen Parameter, Wassermenge und Nettofallhöhe
bestimmt. |
|
Pelton-Turbine |
|
|
Anlagenschema |
Quelle:
Peter Maurer |
|
Eine Pelton-Turbine hat
eine horizontale Laufradanordnung. Der Abfluss erfolgt über
ein Rohr auf dem die Turbine platziert ist. An den Bajonettkupplungen
wird die Wasserzuleitung angeschlossen. Je nach der vorhandenen
Wasseremnge sind bis zu drei Düsen möglich. Das Wasser
verlässt die Turbine drucklos.
Diese Kraftwerke werden sehr kompakt und wartungsfrei ausgeführt.
|
| Anwendungsgebiete |
- Energieversorgung für Alpen
- Berghütten und Jagdhütten
- Wochenendhäuser
- Datenmessstationen
- Entwicklungsländer
|
| Eigenschaften |
- hoher Energieertrag durch Dauerbetrieb
8760 h/Jahr
- Einfacher, robuster Aufbau
- wartungsarm, keine Verschleißteile
- trinkwassergeeignet
- leicht anpassbar
- sehr gut mit Photovoltaik kombinierbar
- geringes Gewicht
- guter Wirkungsgrad
- preiswert
|
| . |
|
|
|
|
| Wasserwirbelkraftwerk |
Grundlage diese Kraftwerkes
ist eine neuartige Wasserwirbelturbine. Diese entzieht
dem mächtigen Wasserwirbel Rotationsenergie und treibt einen Generator
an. |
|
Wasserwirbelkraftwerk |
Quelle:
ZOTLOETERER |
|
| Anwendungsbereiche: |
- Energiegewinnung aus Wasserkraft
an Standorten mit geringer Fallhöhe
- Energiegewinnung aus Wasserkraft
an ökologisch sensiblen Fließgewässern
- Kleinwasserkraftwerkstechnologie
im Leistungsbereich von einigen kW bis etwa 150kW
- Nutzung der Wasserkraft in Kläranlagen
- Als Ökostrom produzierender
Fischauf- und -abstieg
- Als Ökostrom produzierendes
Restwasser-dotierungsmodul ohne zusätzliche Fischaufstiegshilfe
|
|
|
|
|
|
| Schwimmendes Flusskraftwerk |
|
Schwimmendes
Flusskraftwerk |
Quelle:
Wasser- und Elektrizitätswerk der Gemeinde Buchs SG |
|
Mit einem speziellen
Wasserrad, das die Firma Lippuner EMT Grabs nach
den Plänen des EWB gebaut und finanziert hat, wird die
Strömungsenergie des Wassers in eine Drehbewegung umgeformt.
Das Wasserrad hat einen Durchmesser von 1,8 Meter und eine
Länge von ebenfalls 1,8 Meter. Die Schaufeln, ......>
mehr |
| |
|
|
|
|
| Fließwasserturbine |
|
Fließwasserturbine |
Quelle:
EmoWa UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG |
|
Dieses Laufwasserkraftwerk
benötigt keine Querverbauungen und Feinrechen.
Durch die spezielle Bauart wird der Fischbestand
in den Gewässern nicht gefährdet.
Abhängig von der Fließgeschwindigkeit (ab 2,5 m/s)
des Gewässers kann eine Turbine zwischen 0,5 und 300
kW Strom produzieren. Der Strömungswandler kann auch
in einem großen Fließgewässer unter einem
Ponton und in Fließgewässern ohne Gefälle
mit entsprechender Wassergeschwindigkeit eingesetzt werden.
> mehr
|
|
| |
|
|
|
|
|
Mini-Wasserkraftwerke
- Energie für den Hausgebrauch -- Video
1 + Video
2 |
|
|
|
PowerFluid
- Mini-Kraftwerk in einer Wasserarmatur |
|
powerFLUID-Wasserarmatur |
|
Wirkprinzip |
Quelle:
wbk - Informationsdienst Wissenschaft e. V. |
|
Automatische Armaturen
benötigen Strom, damit die Lichtschranke
den Wasserfluss auslösen kann. Dieser Strom kommt bisher
aus dem Stromnetz oder aus einer Batterie. Doch schon bald könnten
automatische Armaturen in Serie gehen, die ihren eigenen Strom
erzeugen. PowerFluid heißt das Projekt, an dem ein Armaturenhersteller
mit Projektpartnern arbeitet. Das Ziel ist, eine Armatur zu entwickeln,
die ihre eigene Energie erzeugt.
Das PowerFluid Prinzip nutzt
die Energie, die das Wasser beim Abfließen selbst erzeugt.
Dies ist vergleichbar mit der Stromerzeugung in einem Wasserkraftwerk,
bei dem fließendes Wasser eine Turbine antreibt. Der erzeugte
Strom wird dann in einen neu entwickelten Speicher geleitet, aus
dem die Energie für die elektrische Steuerung und das Magnetventil
entnommen wird. Eine zusätzliche Solarzelle liefert die Energie
für den Sensor zur Betätigung. Auf diese Weise ist die
Armatur auch über Jahre vollkommen unabhängig von externen
Stromlieferanten. Ein Netzanschluss oder eine Batterie sind nicht
mehr nötig. Das spart nicht nur Energie, sondern vermeidet
auch die aufwändige und umweltschädliche Entsorgung
von Batterien. Damit bietet die PowerFluid Technologie gerade
im öffentlichen Bereich, wo viele automatische Armaturen
im Einsatz sind, deutliche Vorteile hinsichtlich der Wasser- und
Energieeinsparung gegenüber herkömmlichen Armaturen.
powerFLUID
- Entwicklung und Umsetzung energieautarker Funktionsmodule in
der Fluidtechnik
|
|
|
HydroPowerTechnik |
Eine Alternative
zur Zündflamme ist die HydroPowerTechnik.
Hier wird das Gas über einen Strom aus einer Wasserturbine
im Kaltwasserzulauf gezündet. |
Die Funktion der
HydroPowerTechnik ist mit einem Mini-Wasserkraftwerk
vergleichbar, das mit einer Turbine Strom
erzeugt.
Der hydrodynamische Generator ist im
Kaltwasserzulauf der Gas-Warmwasserwärmers
eingebaut. Der Zündstrom zum Zünden des Gasbrenners
wird nach dem Öffnen der Zapfstelle durch das fließende
Wasser erzeugt.
Durch diese Technik können auch Geräte mit
Gebläseunterstützung auf eine ständig brennende
Zündflamme verzichten. Mit diesem Verfahren lässt
sich der Gasverbrauch um 25 %
reduzieren.
|
| |
| |
|
|
HydroPower-Technologie |
|
Wirkprinzip
der Turbine |
Quelle:
Junkers/Bosch Thermotechnik GmbH |
|
|
| |
|
| |
|
. |
Hinweis!
Schutzrechtsverletzung: Falls Sie
meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden,
bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich
umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig
Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere
Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter
kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen
Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende
Kontaktaufnahme mit mir könnte daher im Sinne der Schadensminderungspflicht
als unbegründet zurückgewiesen werden. |
| |
|
| Videos
aus der SHK-Branche |
SHK-Lexikon |
|
|
|
|
| |
| |