| Sick Building Syndrom - SBS Building Related Illness - BRI |
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| Vor allem in modernen
Büro- und Verwaltungsgebäuden treten Beschwerden
auf, die überwiegend unspezifisch sind, d.h. sie sind bei vielen
Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen auch spontan zu beobachten
und werden meistens nicht als Krankheit angesehen. |
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| Folgende Symptome
werden wahrgenommen: |
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Auch
über trockene, juckende Haut und asthmoide Beschwerden wird berichtet.
Allgemein gesagt, es wird über eine fehlende Behaglichkeit geklagt,
was sich auch am Krankenstand bemerkbar macht. |
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Noch wird darüber
gestriiten, welche Rolle psychosoziale Variablen bei
der Entstehung des SBS spielen. Es ist möglich, dass die auf die
genannten Faktoren zurückgeführten Beschwerden durch psychischen
Stress verstärkt oder auch erst zum Vorschein gebracht
werden. Hier kann speziell das Mobbing am Arbeitsplatz
auch eine Rolle spielen. |
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Dazu kommen bürotypische
Expositionen (Bildschirmtätigkeit, Lärm,
falsche raumklimatische Bedingungen (Olf)
oder Passivrauchen am Arbeitsplatz), die einen Einfluss haben. Auch
der so genannten Elektrosmog durch Computer, Fax- und
Kopiergeräte können Auslöser sein. |
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Die Gespräche
mit Betroffenen ("Welche Beschwerden treten wann und wo auf?, welche
Tätigkeiten übt der Betroffene aus?, haben sich Bedingungen
am Arbeitsplatz kürzlich geändert?, wie sieht das Betriebsklima
aus?") haben Vorrang vor einem ungezielten umweltanalytischen
Messprogramm. Erst bei konkretem Verdacht auf mögliche Ursachen
(Ausdünstungen, Klimaanlagen, raumklimatische Verhältnisse)
wird versucht, diesen durch Messungen zu objektivieren. |
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Oftmals
wird das Sick-Building-Syndrom mit der so genannten "Building
Related Illness" (BRI) verwechselt. Beim
SBS dagegen handelt es sich um ein kollektives Phänomen mit meist
komplexen Ursachen. Sowohl das Sick-Building-Syndrom, als auch das BRI
gehören zu den gebäudebezogenen Gesundheitsstörungen.
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Unter Building
Related Illness versteht man sehr unterschiedliche,
jedoch klinisch klar definierte Krankheitsbilder, die durch gebäudebezogene
Ursachen gekennzeichnet sind. Es kann sich z. B. um infektiöse,
chemischtoxische oder allergische Stoffe handeln. Da ein eindeutiger
Bezug zum Gebäude besteht, lassen sich die Beschwerden meistens
nach der Identifikation der Quelle beseitigen. Beim BRI handelt es sich
um Beschwerden, die von Einzelpersonen berichtet und auf wohlbekannte
Ursachen wie z. B. Legionellen oder Schimmelpilze ("Befeuchterfieber")
zurückgeführt werden können. |
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BRI-Faktoren
werden in zwei Gruppen eingeteilt, medizinische
Bedingungen aus identifizierbaren Ursachen
und medizinischen Bedingungen vor der Exposition
gegenüber bekannten Wirkstoffen. Die Symptome werden verursacht
und verschlimmert durch niedrige Qualität der Raumluft und Luftverschmutzung
in Innenräumen, durch das Einatmen von chemischen und biologischen
Verunreinigungen. Andere Faktoren wie physikalische, organisatorische,
psychologische und psychosomatische können auch dazu beitragen.
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| Das Gebäude selbst spielt eine große Rolle in dem erhöhten Risiko der Entwicklung einer BRI. Bauliche Faktoren können schlechte architektonische Gestaltung, eine Verschlechterung des Bauwerks, die Innenausstattung und defekte Betriebssysteme sein. Die größten Risiken gehen von RLT-Anlagen aus, vor allem von Systeme, die nicht regelmäßig gepflegt, gereinigt und repariert werden. |
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