|
Radon
(Rn) ist ein radioaktives Zerfallsprodukt.
Radon wird durch den natürlichen Zerfall von Uran
und Thorium aus seinem Mutternuklid Radium
ständig neu gebildet. Da man es nicht sieht,
nicht riecht und nicht schmecken kann, steigt es durch
Zwischenräume und Risse der Hausbodenplatte und des
Mauerwerks unbemerkt in die Wohnungen. Das radioaktive
Radon hat eine sehr hoher Dichte und kann sich in Gebäuden,
besonders in Kellern und den unteren Stockwerken, in physiologisch
bedeutenden Mengen ansammeln. |
Wissenschaftlich
wurde nachgewieden, dass dieses natürlich vorkommende
Edelgas an der 2. Stelle
(nach dem Rauchen) der Ursachen für tödlichen
Lungenkrebs steht. |
| Radon ist |
- geruchlos
- geschmacklos
- radioaktiv
- farblos
- schwer
- inert
|
Das Thema "Radon"
wird in der Öffentlichkeit sehr selten bis überhaupt
nicht diskutiert. Vor dem Neubau
eines Hauses, sollte besonders in belasteten
Gebieten (Radonkarte),
die Radonaktivitätskonzentration
in der Bodenluft bestimmt werden, um vorbeugende Radonschutzmaßnahmen
empfehlen zu können. |
|
|
Quelle:
Radon Analytics Kemski, Klingel GbR |
|
Die
Radonexposition in Wohnräumen
oder am Arbeitsplatz wird
durch Langzeitmessungen (mehrere
Wochen bis 1 Jahr) am einfachsten mit Kernspurdetektoren
(Exposimeter)
festgestellt. Bei diesem "passiven Messverfahren"
haben die Geräte keine elektronischen
Bauteile und arbeiten ohne Stromversorgung
oder Batterien. Dieses Messverfahren kann
auch von ungeschulten Laien durchgeführt
werden. , ermittelt werden soll, muss Ein
Exposimeter muss in jedem Raum, in dem die
Radonkonzentration gemessen werden soll, aufgestellt
werden. Danach werden sie im Labor durch einen
Fachmann ausgewertet und bewertet. Bei dem
Überschreiten der Grenzwerte
(Weltgesundheitsorganisation WHO
empfiehlt 100 Bq/m3)
sind detaillierte Untersuchungen (z. B. Aufspüren
von Radoneintrittspfaden ins Gebäude)
und Sanierungsansätze zu besprechen. |
Zeitauflösende
Messungen der Radonaktivitätskonzentration
sind dann notwendig, wenn der Einfluss von
Lüftung, Raumbegehung oder den Arbeitsbedingungen
zu bewerten ist. |
|
|
| |
| |
| |
|
Übersicht
über die Radonkonzentration in der Bodenluft |
Radonkonzentration
in der Raumluft in Privathaushalten |
|
|
| |
| die
neuesten Messungen von |
| |
| |
| |
| |
| |
| |
|
|
|
|
Radoneintrittsstellen
- Wohnhaus |
|
Radoneintrittsstellen
- Keller |
|
|
Obwohl das Radon
ein schweres Gas ( 9,73 kg/m3)
ist, tritt es in Verbindung mit der Luft durch Luftdruckunterschiede
über Spalten und Risse in Gesteinen und durch einen
durchlässigen Untergrund ins Freie
aus. Danach kann es durch den Temperaturunterschied (Kaminwirkung)
über Undichtigkeiten der bodenberührenden
Bereiche (Bodenplatte, Fundament, Rohrdurchführungen)
der Gebäude in die Innenräume
gesaugt werden. Hier gelangt es in zunehmend verdünnem
Gehalt über Treppenhäuser, Aufzüge oder Kaminschächte
auch in höher gelegene Geschosse. |
Der durchschschnittliche
Radongehalt in der Raumluft in deutschen Wohnräumen
liegt bei etwa 50 Bq/m3 (Becquerel
pro Kubikmeter Luft), Dabei ist der Gehalt ca. drei- bis
viermal höher als im Freien. |
Je nach der Gegend
des Standortes eines Gebäudes können Messwerte
von wenigen bis zu einigen 1.000
Bq/m3 auftreten. Oberhalb eines dauerhaften
Radongehalts von ca. 250 Bq/m3
in der Raumluft besteht das Risiko evtl. an Lungenkrebs
zu erkranken (Strahlenschutzkommission 2000). |
Das radioaktive
Radon kann sich aufgrund ser sehr hoher Dichte besonders
in Kellern bzw. Kriechkellern
in großen Mengen ansammeln. Hier darf auf keinem Fall
die Luft für eine Kontrollierte
Wohnungslüftung angesaugt werden. |
| . |
|
|
|
|
|
|
Ein Blick auf die Radonkarte
sollte ausreichen, um sich über das Thema "Radon"
Gedanken zu machen. Eigentlich sollten die Bauämter
und Architekten bzw. Bauingenieure
dieses Problem kennen. Aber auch hier werden wohl, wie bei vielen anderen
gesundheitsrelevanten Themen in der Haustechnik
(z. B. Legionellen,
Viren
im Trinkwasser, Hygiene
in der Trinkwasserinstallation, Verschlammung
von Heizungs- und Kühlsystemen), die Augen verschlossen.
In radonexponierten Gebieten sollten eigentlich bei
jeder Baugenehmigung ein Baugutachten
vorgelegt werden, um entsprechende bauliche Maßnehmen vornehmen
zu können. Hier haben sich Drainagesysteme unter
der Boden- bzw. Fundamentplatte als besonders wirkungsvoll erwiesen. |
Wenn in bestehenden Gebäuden
ein Verdacht auf einen zu hohen Radongehalt in der
Raumluft besteht, sollte auf jeden Fall eine Langzeitmessung
in Aufenthaltsräumen, z.B. in Wohnräumen
(Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer) und in Räumen, in denen
sich Personen nicht nur vorübergehend aufhalten, durchgeführt
werden. Hier bieten sich Kernspurdetektoren (Exposimeter)
an. Wenn ein erhöhter Radon-Gehalt
in der Raumluft nachgewiesen ist, müssen entsprechende Maßnahmen
ergriffen werden. |
Bei Messwerten zwischen 200
Bq/m3 bis 400 Bq/m3
sollte ein Wert unter 200 Bq/m3 angestrebt
werden. Hier bieten sich lüftungs- und/oder einfache bautechnische
Maßnahmen an. Die einfachste Maßnahme ist
das intensive und richtige Lüften aller Räume.
|
Wenn durch eine Stoß-
oder Querlüftung keine ausreichende
Absenkung des Radongehaltes erreicht wird, dann muss das
Gebäude durch eine lüftungstechnische Anlage im
Überdruck gehalten werden. Ein Unterdruck (z.B. durch
Ventilatoren in Nassräumen [WC)] und Küchen [Ablufthauben]
und thermische Auftriebe in Kaminen [offene Kamine]) im
Haus muss auf jeden Fall vermieden werden. |
Außerdem sollten
alle offensichtlichen Radoneintrittsstellen
(Risse, Fugen, Rohr- und Kabeldurchführungen) mit einem
geeignetem Material (z.B. Silikon) fachmännisch abgedichtet
werden. |
Werden in bestehenden
Häusern im Jahresmittel Radongehalte über
von 400 Bq/m3 gemessen, sollten
in Abhängigkeit von der Höhe des Raumluftgehaltes
geeignete Maßnahmen zur dauerhaft wirksamen Verringerung
der Radonbelastung ergriffen werden. |
Diese Maßnahmen
erfordern aufwändige bautechnische Verfahren.
So können z. B. durch den Einbau von Kunststofffolien,
Beschichtungen und Bitumenbahnen im Fundamentbereich eine
radondichte Sperrschicht zwischen Untergrund und Gebäude
oder wenigstens zwischen Keller und Wohnbereich erreicht
werden. |
| Bei
besonders hohen Radongehalt kann auch das nachträgliche
Einbringen eines schlangenförmigen Drainagerohres
unter dem Gebäude
mit Zwangslüftung über das Dach
notwendig werden. |
|
|
Radondrainage |
Quelle:
Bundesamt für Strahlenschutz |
|
|
| Wenn ein besonders hoher
Radongehalt im Boden vorhanden ist, dann bieten sich bei Neubauten
folgende präventive Maßnahmen gegen den
Eintritt von Radon in das Gebäude an: |
-
kein Streifenfundament, sondern
eine durchgehende Bodenplatte
-
Drainage mit dauerhafter mechanischer
Luftabführung im Unterbau bzw. unter dem Gebäude über
das Dach
-
radondichte Folie unter die Bodenplatte
-
Wanddurchführungen (Abwasser,
Wasser, Stromkabel, Erdsonden) ins Erdreich sorgfältig abdichten
-
Treppenhäuser mit luftdichten
Türen
|
|
|
|
|
Das natürliche
radioaktive Edelgas ist nicht nur gesundheitsschädlich,
sondern wird auch auf Grund seiner Wirkung auf den menschlichen Organismus
als Heilmittel bzw. Kurmittel angewandt. |
| Zu therapeutischen Zwecken
kann es folgendermaßen in den menschlichen Körper
gebracht werden: |
|
Das Radon
soll eine entzündungshemmende, das Immunsystem und die Zellreparaturmechanismen
anregende und aktivierende Wirkung zur Bildung körpereigener schmerzlindernder
Stoffe haben. |
|
|
|
|
|
| |
Hinweis!
Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website
aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung
eines unnötigen Rechtsstreites, mich
umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit
zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis:
Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung
einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht
nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote
einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit
mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet
zurückgewiesen. |