Querstrom-
ventilator

Ventilator-
auslegung

Ventilator
ohne Rotorflügel

TDA
Wärmerückführung

Saugventilator
Rauchsauger

Kleinventilatoren
Zimmerventilatoren

Kühleffekt

Ein Ventilator (alte Begriffe "Gebläse" und "Lüfter") ist eine Strömungsmaschine zur Förderung von Luft oder anderen Gasen. Er besteht in der Regel aus einem Gehäuse mit rotierendem Laufrad. Dabei entsteht zwischen Ansaug- und Druckseite ein Druckverhältnis zwischen 1 und 1,3 (Kleinventilatoren bis 1,03). Die Ventilatoren unterscheiden sich durch ihre Bauart, Strömungsführung, Einbauart und Betriebsart.
Ventilatoren werden nicht nur in dezentralen oder zentralen Lüftungsanlagen, Rauch- und Wärmeabzuganlagen, Öl- und Gasbrenner, Wärmepumpen und Abgasanlagen eingesetzt, sondern auch in Form von Kleinventilatoren (Tischventilator, Standventilator, Säulenventilator, Deckenventilator) zur "Kühlung" in Räumen verwendet.
Ventilatorbauarten - Anton Schweizer
Ventilatoren - ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
Axialventilator
Axialventilator
Quelle: Maschinenbau Lohse GmbH
Die Luft durchströmt das Laufrad in Richtung der Drehachse. Ein Axialventilator besteht aus einem Gehäuse oder nur einem Rohrstück (Wandring), dem Laufrad (Nabe mit Laufradschaufeln) und dem Antrieb. Die Wirkung des Axiallaufrades beruht auf der Aerodynamik eines Flügels im Luftstrom. Beim Verlassen des Laufrades bekommt die Luftströmung einen Drall, der sich im anschließenden Kanalsystem fortsetzt. Da dieser Drall durch Reibung abgebaut wird, wird er als Verlust gerechnet. Feststehende Leitschaufeln vor oder nach dem Laufrad können einen Teil der Drallenergie in Druckenergie umgewandeln, die den Verlust verringert. ergeben eine Möglichkeit, Den Förderstrom kann durch erstellbare Leitschaufeln geregelt werden.
Nach der Bauart unterscheidet man
  • Wand- bzw. Fensterventilatoren
  • Rohrventilatoren
  • Propellerventilatoren
  • Axialventilatoren ohne Leiträder (für geringe Drücke)
  • Axialventilatoren mit Leiträdern (für höhere Drücke)
  • gegenläufige Axialventilatoren

Gegenläufige Axialventilatoren haben neben einer Verdoppelung des Förderdrucks auch einen sehr guten Wirkungsgrad, da sich der Drall durch die Gegenläufigkeit aufhebt.

 

Radialventilator
Der Radialventilator (Zentrifugalventilator) wird in Raumlufttechnischen Anlagen am häufigsten eingesetzt. Radial heißt, strahlenförmig von der Achse ausgehend.
In einem EC-Ventilator (electronically commutated - elektronisch kommutierter, permanentmagneterregter Motor) wird ein Gleichstrommotor eingesetzt, der sich gegenüber den AC-Motoren (Asynchron) durch eine größere Laufruhe, stufenlos regelbare Drehzahlen und einen hohen Wirkungsgrad auszeichnet. Durch die elektronische Kommutierung über Halbleiterbausteine sind EC-Motoren nahezu verschleißfrei und haben eine lange Lebensdauer.
Bauteile eines Radialventilators
Quelle: Nicotra Gebhardt GmbH
Radialventilator
Quelle: Metalltechnik Buschek GmbH & Co. KG
Im Laufrad (Schaufelkanal) findet eine Energieumsetzung statt. Die in dem Laufrad über die Welle vom Antriebsmotor zugeführte mechanische Energie wird in Druck- und Geschwindigkeitsenergie umgesetzt.
Das Spiralgehäuse hat zwei Aufgaben:
  • die aus dem Laufrad ausströmende Luft führt zu einem gemeinsamen Austritt sammeln
  • umwandeln eines Teils der Geschwindigkeitsenergie (dynamischer Druck) in Druckenergie (statischer Druck) - (Diffusoreffekt) durch die stetige Querschnittserweiterung in Strömungsrichtung
Radialventilatoren gibt es in verschiedenen Ausführungen.
  • mit rückwärts gekrümmten Schaufeln
  • mit vorwärts gekrümmten Schaufeln
Sehr kompakt werden die Ventilatoren, wenn ein EC-Motor direkt im Laufrad integrierten ist. Dadurch ist ein Riemenantrieb zwischen dem AC-Motor und dem Laufrad nicht notwendig. Das reduziert das Einbauvolumen und den Montageaufwand.

.

.

Platzersparnis durch den Einsatz von EC-Ventilator (oben) - Systemen mit AC-Ventilator und Riemenantrieb (unten)
Quelle: ebm-papst
EC-Rohrventilator

schallgedämmter EC-Rohrventilator
Quelle: Systemair
EC-Ventilatoren zeichnen sich durch ihren sparsamen Umgang mit Energie und ihre ausgezeichnete Regelbarkeit aus.
Angetrieben von Energiesparmotoren besitzen EC-Ventilatoren eine elektronische Regelung (Kommutierungseinheit), die stets auf den optimalen Betrieb einstellt. Prinzipbedingt laufen diese Motoren synchron, haben keinen Schlupf und damit auch keine Schlupfverluste. Dadurch ist der Anteil der effektiv genutzten Energie im Vergleich zu AC-Motoren um ein Vielfaches höher.
EC-Motoren lassen sich durch die integrierte Steuerungselektronik stufenlos in der Drehzahl den Lüftungsanforderungen anpassen und arbeiten mit hohen Wirkungsgraden. Daher verbrauchen sie bei gleicher Luftleistung deutlich weniger Energie als AC-Antriebe.
Als weitere Besonderheit bieten EC-Motoren Energieeinsparpotentiale nicht nur im Volllastbetrieb, sondern auch vor allem im Teillastbetrieb. Sie verlieren im Teillastbereich weit weniger von ihrer Effizienz (Wirkungsgrad) als Asynchronmotoren gleicher Leistung.

Ein weiterer Umweltaspekt ist gerade im Zusammenhang mit luft- und klimatechnischen Geräten die Geräuschentwicklung. Auch hier sind EC-Antriebe im Vorteil, da sie im geregelten Zustand weniger Motorgeräusche verursachen.

Diagonalventilator

Diagonalventilator

Schnitt durch einen Diagonalventilator
Quelle: ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG

Der Diagonalventilator nutzt das Prinzipien der Axial- und Radialventilatoren. Dabei wird der "Schaufeleffekt" der Ventilatorflügel und die Zentrifugalbeschleunigung ausgenutzt.
Der Diagonalventilator hat eine konischen Läufernabe, die als Kegelmantel ausgebildet ist und hat im Einzugsbereich einen kleinen Querschnitt. Die Luft wird axial angesaugt. Da der Durchmesser zur Förderseite größer wird, steigt die Umfangsgeschwindigkeit der Schaufelspitzen am Auslass an. Dadurch entsteht eine höhere Zentrifugalbeschleunigung der Luft. Der Strömungsweg wird so den aerodynamischen Vorgängen angepasst. Eine Verwirbelung des Luftstromes wird durch die Kegelform des Lüfterrades klein gehalten. Der Ventilator arbeitet bei hoher Drehzahl bzw. hohem Druckaufbau sehr leise.

.

Querstromventilator
Der Querstromventilator (Tangentialventilator) hat in vielen Anwendungen erhebliche Systemvorteile gegenüber den Axial- und Radialventilatoren. Insbesondere dort, wo ein gleichmäßiger, breiter Luftstrom gebraucht wird.
Die kompakte Bauweise bietet platzsparende Einbaumöglichkeiten und durch die relativ geringen Luftgeschwindigkeiten ergibt sich gleichzeitig ein leises Laufverhalten. Der Querstromventilator kommt in der Regel ohne Luftverteilungseinrichtungen und Leitbleche aus.

Die Querstromventilatoren haben sich in Gebläsekonvektoren, Luftschleier, Kfz-Klimatisierung, Trocknungsanlagen, Klimaschränke und Elektronikkühlung bewährt. Durch die große Typenvielfalt an Walzendurchmessern von 60 bis 120 mm und Längen bis zu 1,20 m lässt sich für nahezu jeden Anwendungsfall der passende Ventilator finden. Je nach Einbau, oder mit zusätzlichem Leitblech kann die Durchströmung zwischen 90 und 180° variieren.
verschiedene Querstromventilatoren
Querstromventilator
Quelle: Ziehl-Abegg AG
Merkmale von Querstromventilatoren

  • hoher spezifischer Druck
  • großer Volumenstrom
  • Volumenstrom fast unabhängig von der Druckerhöhung
  • Querstromventilatoren eignen sich durch ihre Temperaturunempfindlichkeit besonders für den Einsatz in thermisch beanspruchten Anlagen
  • niedrige gestreckte Ausführung zur idealen Integration in Industrieanlagen, insbesondere für gleichzeitige 90°-Umlenkung
  • beliebige Einbaulage
  • rechteckige saug- und druckseitige Anschlusskanäle für gleichmäßige Tiefenbeaufschlagung
  • baukastenförmig gegliederte isolierte Ventilatorseitenteile für Fördermedientemperaturen von -70° C bis +600°C
  • voll verschweißte Gehäuse- und Laufradelemente aus hochlegierten, korrosionsfesten oder hitzebeständigen Materialien
  • außerhalb des Mediumsstromes angeordnete Lager und Antriebe, dadurch erhöhte Korrosionsbeständigkeit
  • geringer Geräuschpegel, kein Drehklang. Geräuschdämpfende elastische Lagerkapselung mit wartungsfreundlicher Lager-Klemmhülsenbefestigung
  • auch für Hochtemperaturbereich mit handelsüblichen, beidseitig gedichteten Kugellagern ausgerüstet, wobei Welle und Lagerschild zwangsgekühlt werden
    laufruhig
Ventilatorauslegung
Die Leistungsdaten von Ventilatoren werden in Kennlinien oder Kennfeldern angegeben. Dabei handelt es sich um Norm-Kennlinien, die auf Normprüfständen nach DIN 24163 bei definierten ungestörten saug- und druckseitigen Anschlussbedingungen ermittelt wurden.
Bei direktgetriebenen Ventilatoren ist die Drehzahl abhängig von der Drehzahl des Antriebsmotors, die sich wiederum belastungsabhängig durch Schlupf verändert. Die Ähnlichkeitsgesetze können deshalb nicht ohne Kenntnis der Drehmomenten-Drehzahl-Charakteristik des Antriebsmotors angewendet werden.
Bei riemengetriebenen Ventilatoren gelten die Kennlinien für konstante Drehzahlen und konstante Luftdichte (1,2 kg/m2) am Ventilatoreintritt. Sie sind nach den Gesetzen der Ähnlichkeitsmechanik aus Prüfstandsdaten berechnet.
Normkennlinien haben für einen in eine Anlage oder in ein Gerät integrierten Ventilator nur dann Gültigkeit, wenn die Zu- und Abströmbedingungen denen auf dem Prüfstand entsprechen. In der Regel wird das bei gemessenen Gerätekennlinien erfüllt. Bei Ventilatoren weichen die Kennlinien im Einbauzustand von den Normkennlinien ab und sie müssen deshalb durch Abschätzung der Störeinflüsse ermittelt werden.
Ventilator ohne Rotorflügel - Air Multiplier™ Technologie
Bei der Air Multiplier™ Technologie wird die Luft durch einen schmalen Schlitz beschleunigt. So baut sich ein ringförmiger gleichmäßiger Luftstrahl auf. Dieser wird über eine Schräge geführt, die wie eine Tragfläche geformt ist, um die Richtung des Luftstroms zu kanalisieren. Zusätzlich wird die umgebende Luft angesaugt und um das 15fache verstärkt (das so genannte Erzeugen und Mitreißen - Induktion).
Die Technologie des Helmholtz-Resonators findet sich unter anderem in hochwertigen Lautsprechern und Auspuffanlagen von Automobilen. Wenn Schallwellen auf einen Helmholtz-Resonator treffen, wird die Schallwelle aufgrund der Druckschwankung in der Kammer reflektiert, um das Geräusch zu neutralisieren. Für die Dyson Cool™ Ventilatoren bedeutet das, dass ein großer Teil der akustischen Energie des Motors bereits im Gerät absorbiert wird.

Die Air Multiplier™ Technologie kann auch zur Luftreinigung, Luftbefeuchtung und als Heizlüfter eingesetzt werden.

Funktionsweise
Pro Sekunde werden bis zu 27 Liter Luft von einem energieeffizienten, bürstenlosen Motor angesaugt, um den primären Luftstrom aufzubauen. Durch die Kombination von Technologien, die bei Turboladern und Düsentriebwerken genutzt werden, entsteht ein kraftvoller Luftstrom.
Die Luft wird durch einen 1,3 mm schmalen Schlitz geführt, um den ringförmigen Luftstrahl aufzubauen. Dieser wird über eine Schrägegeführt, die wie eine Tragfläche geformt ist, um die Richtung des Luftstroms zu kanalisieren.
Die Luft (Sekundärluft) hinter dem Ventilator wird in den primären Luftstrom induziert, wodurch sich der Luftstrahl um das 15fache vergrößert.


Funktionsprinzip - Air Multiplier™ Technologie


Neueste Luftreinigertechnologie
Quelle: Dyson GmbH

.

                           

TDA - Wärmerückführung

Die Wärmerückführung (TDA - Temperatur-Differenz-Ausgleich-System) wird besonders im gewerblichen Bereich, in dem es große hohe Räume (Fertigungs- und Lagerhallen, Werkstätten, Verkaufsräume, Sporthallen, Zelte) gibt, eingesetzt. Hier staut sich die warme Raumluft unter der Decke und führt dort zu hohen Wärmeverlusten durch das Dach. Aber auch in Häusern mit einer Ofenheizung kann das System sinnvoll sein.
Auf Grund der offenen Bauweise kann sich die warme Luft einer Ofenheizung in sehr hohen Räumen unter der Decke "aufhängen". Nicht nur bei einfachen Kamin- oder Warmluftöfen, sondern auch bei Grund- oder Specksteinöfen (Strahlungswärme) erwärmt sich die Raumluft. Eine evtl. vorhandene kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) kann diese Wärme nicht nach unten abtransportieren.



Wirkungsweise der Wärmerückführung
Quelle: CasaFan GmbH

Die Wirkungsweise:
1. Die Hallenbeheizung erfolgt durch Warmlufterzeuger, die die warme Luft Richtung Boden blasen.
2. Da die erwärmte Luft ein geringeres spezifisches Gewicht als die kalte Umgebungsluft hat, steigt sie in den Deckenbereich und sammelt sich dort (horizontale Luftpolster).
3. Der Decken- und Bodenfühler des TDA-Systems erfasst die entstehende Temeraturdifferenz und steuern die TDA-Ventilatoren so, dass die warme Luft zugfrei in den Aufenthaltsbereich zurückgeführt wird. Nach dem Ausgleich der Temperatur zwischen Boden und Decke schaltet die Steuerung die Ventilatoren wieder ab.
Die gestaute warme Luft kann aufwendig durch eine lüftungstechnische Anlage zurück in das Gebäude transportiert werden. Aber aus Kostengründen kann der Einsatz von Deckenventilatoren sinnvoller sein.
Mit diesen Wärmerückführungssystem (TDA) kann das Wärmepolster im Deckenbereich am effektivsten abtransportiert und über eine temperaturgesteuerte Drehzahlsteuerungen kommt die Wärme wieder in den Aufenthaltsbereich. Bei der Planung dieser Ventilatoren ist die Wurfweite (8 m bis 20 m) zu beachten. Die Luft muss zugfrei, aber gut durchmischt, in den Aufenthaltsraum gefördert werden.
Die Deckenventilatoren sorgen bis in die hintersten Winkel des Deckenbereiches für eine leichte Luftbewegung und unterdrücken die Kondensation von Feuchtigkeit. Dadurch wird eine Schimmel- und Rostbildung vermieden.
Saugventilator / Rauchsauger
Rauchsauger
Bauteile - Rauchsauger
Quelle: Kutzner + Weber GmbH
Der Rauchsauger wird auf die Kaminmündung montiert und erzeugt durch sein elektrisches Gebläse einen sicheren Zug (Unterdruck) im Schornstein. Alle mechanischen Bauteile sind außerhalb des Kaminquerschnittes angeordnet. Das Bauteil ist für alle Brennstoffe geeignet.
Das Gebläse (Radialventilator) kann mit stufenloser Drehzahl betrieben werden. So kann man individuell den jeweilig nötigen Zug herstellen (z. B. beim Anheizen hoher Zug, bei Glut geringer Zug). Die Ansteuerung kann manuell oder automatisch erfolgen.
Der Rauchsauger nutzt eine strömungstechnische Gesetzmäßigkeit, um alle mechanischen Bauteile außerhalb des Kaminquerschnittes anzuordnen. Dadurch ergeben sich drei Vorteile:
1. Der Kaminquerschnitt bleibt offen und für den Kaminkehrer frei zugänglich.
2. Das Gebläse und die elektrischen Bauteile sitzen außerhalb der aggressiven und heißen Abgase und sind deshalb wartungsarm.
3. Der freie Querschnitt des Schornsteins bleibt erhalten. So muss der Rauchsauger bei genügendem Zug nicht permanent laufen. Die Abgasanlage bleibt auch bei einem Stromausfall offen und behindert das Abströmen des Abgases nicht.
Der Einsatz von Rauchventilatoren kann  besonders zur Verminderung von Emissionen und zur Erhöhung der Betriebssicherheit für Feuerstätten mit zugsensiblen festen Brennstoffen (Holz, Pellets, Hackschnitzel), aber auch bei Öl- und Gasfeuerstätten kann aufgrund witterungsbedingten Zugproblemen (Fallwinde) notwendig werden.
Rauchsauger
Quelle: exodraft a/s
Diese Rauchsauger sind speziell konstruierte Abluftventilatoren, die die Rauchgase horizontal auswerfen und sind mit Auswurföffnungen mit Gittern aus rostfreiem Stahl als Finger- und Vogelschutz versehen. Der Ventilator wird auf dem Schornstein montiert. Die aus Gussaluminium hergestellten Rauchsauger sind für Temperaturen bis 250 °C im Dauerbetrieb konstruiert und mit einem Axialventilator aus rostfreiem Stahl ausgestattet.
Der außerhalb des Rauchgasvolumenstromes sitzende Motor ist ein temperaturbeständiger, eingekapselter Asynchronmotor mit geschlossenen und wartungsfreien Kugellagern. Ein spezieller Kühlfügel sowie Kühlluftschlitze sorgen für eine konstante Kühlung des Motors.
Damit der Schornsteinfeger problemlos den Schornstein fegen kann, ist der Rauchsauger aufklappbar.
Wenn eine natürliche Lüftung (freie Lüftung) nicht richtig funktioniert, kann man diese durch einen windangetriebenen Ventilator unterstützen.
windgetriebener Ventilator
Quelle: Madac GmbH
Diese Ventilatoren werden direkt vom Wind angetrieben. Durch die Rotation wird in dem System, auf dem der Ventilator montiert ist, ein Unterdruck erzeugt und die Luft bzw. das Abgas aktiv abgesaugt. Durch die spezielle Form wird das Eindringen von Regenwasser und Fremdkörpern (wie z. B. Laub, Vögel, Wespen etc.) verhindert. Sie arbeiten schon bei geringen Windgeschwindigkeiten und unabhängig von der Windrichtung.
Sie verhindern zuverlässig Abgasrückstau auf Schornsteinsystemen und halten den Schornsteinzug konstant. Durch die ständige Ventilation wird der Schornstein trocken gehalten und so der Versottung vorgebeugt. Diese Ventilatoren unterstützen vorhandene Lüftungssysteme und ermöglichen darüber hinaus eine stetige Entlüftung von Dachböden, Kellern, Ferienhäusern und -wohnungen, Garagen, Stallungen, Scheunen,Produktions- und Lagerhallen.
Windgetriebene Ventilatoren ohne "Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis" dürfen nicht auf Abgasanlagen montiert werden!
Es dürfen ausschließlich windgetriebene Ventilatoren mit Prüfzeugnis für den Schornstein eingesetzt werden. Aber auch hier sollte vorher der Schornsteifeger gefragt werden.
 
Kleinventilator
Kleinventilatoren (Zimmerventilator, Sommerventilatoren) werden hauptsächlich in den Sommermonaten in Wohn- und Arbeitsräumen eingesetzt, wenn keine Klimaanlage oder Raumklimageräte vorhanden sind. Mit den Ventilatoren erreicht man einen "Kühleffekt".
Ein Ventilator kann keine kühle Luft erzeugen und auch die Raumtemperatur nicht absenken. Ein Kühleffekt wird über den erzeugten Luftstrom erreicht. Der Luftzug eines Ventilators fühlt sich bei hohen Raumtemeraturen für den Menschen "kühlend" an, weil er die Temperaturregulierung des menschlichen Körpers beeinflusst.
Beseitigen das Wärmestaus am Körper und herstellen der "Verdunstungskälte"
Wenn die Körpertemperatur eines Menschen zu stark ansteigt, dann versucht der Körper diese zu senken, indem er Wärme an die Umgebung abgibt. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich um jeden Körper, der eine höhere Temperatur als die Umgebungstemperatur besitzt, eine dünne Luftschicht bildet, die wärmeisolierend wirkt. Auch den Menschen umgibt diese "Isolierungsschicht" und erschwert ihm damit die Temperaturregulierung. Hier kommt nun der Ventilator ins Spiel. Oder genauer gesagt der Luftstrom des Ventilators. Dieser verwirbelt nämlich auch die dünne "Isolierungsschicht" und verringert damit den Wärmestau.
Gleichzeitig hilft der Ventilator auch beim Erzeugen von sogenannter Verdunstungskälte. Um seine Temperatur zu senken beginnt der Körper des Menschen mit dem Schwitzen. Der erzeugte Schweiß gelangt über die Poren in der Haut auf unsere Hautoberfläche und verdunstet dort, was einen kühlenden Effekt für uns hat. Durch den Luftstrom des Ventilators kann der Schweiß besser verdunsten und die Temperaturregulierung wird noch einmal erleichtert.Quelle: Thomas Putz - Raumtemperatur.info
Auch bei einer Fassadenbegrünung gibt es neben dem aktiven Sonnenschutz den Kühleffekt durch Verdunstungskälte. Die Fassadenbegrünung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der energetischen Optimierung des Gebäudes. Im Sommer soll die Fassade begrünt sein, während das Sonnenlicht im Winter die Glasfassade ungehindert passieren kann. Ein zweiter Effekt ist die Erzeugung von Verdunstungskälte zur Verbesserung des Mikroklimas innerhalb des Gebäudes und im unmittelbaren Gebäudeumfeld. Hier wird aber die Luft abgekühlt. > mehr

Um bei großer Hitze den Aufenthalt in Wohn- und Arbeitsräumen angenehmer zu gestalten, werden bei fehlender Klimaanlage Klein- bzw. Sommerventilatoren eingesetzt. Diese Ventilatoren zeichnen sich durch den moderaten Anschaffungspreis und relativ niedrigen Betriebskosten aus. Außerdem können sie flexibel jederzeit überall eingesetzt werden. Diese Ventilatoren verursachen je nach Leistung und Herstellungsqualität mehr oder weniger Lärm. Nur wenige arbeiten sehr leise (z. B. Ventilatoren ohne Rotorflügel).
Die Preise für Ventilatoren sind sehr unterschiedlich und von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Einen kleinen Mini-Ventilator für den Tisch gibt es bereits für ca. 5 bis 20 Euro. Ein größerer Turm- bzw. Standventilator kostet etwa 40 bis 200 Euro. Ein luxuriöser Deckenventilator hingegen kann auch schon mal 1000 Euro oder sogar mehr kosten. Die Kosten werden vor allem durch die Eigenschaften des Ventilators bestimmt. Hier gibt es große Unterschiede in Sachen Größe, Lautstärke, Kühlleistung oder Stromverbrauch.
Damit der gewünschte Kühleffekt erreicht wird, muss der Ventilator so positioniert werden, dass sich die Personen im Luftstrom befinden. Am günstigsten ist es, wenn jede Person ihren eigenen Ventilator hat, um die für sich richtige Einstellung vorzunehmen. Als unangenehm wird ein zu starker seitlicher Luftstrom oder ein Luftstrom von hinten empfunden. Natürlich sollte man auch nicht zu dicht vor dem Ventilator sitzen, damit es nicht zu Zugerscheinungen führt.
Als angenehm wird die Oszillationsfunktion angesehen. Dabei dreht der Ventilator automatisch von einer Seite zur anderen. Durch diese Drehbewegung des Ventilators (in der Regel 90° bis 180°) erreicht der Luftstrom einen deutlich größeren Bereich, so dass teilweise der ganze Raum abgedeckt wird. Außerdem wird die Person nicht ständig mit dem Luftstrom belastet.

Tischventilatore ohne Rotorflügel
Quelle: Dyson GmbH

Tisch-, Boden- und Wandventilatoren
Quelle: CasaFan GmbH

Standventilator
Quelle: Dyson GmbH

Standventilator
Quelle: CasaFan GmbH
Turmventilator
Quelle: Dyson GmbH

Turmventilator
Quelle: CasaFan GmbH


Deckenventilatoren

Quelle: CasaFan GmbH

Da die verschiedenen Ventilatorarten über jeweils unterschiedliche Eigenschaften und Vor- bzw. Nachteile verfügen, sollte man sich vor der Anschaffung überlegen, welche Anforderungen man an den Ventilator stellt und für welche Gegebenheit das Gerät zum Einsatz kommen.
In der Regel sind alle Ventilatoren mit 3 Laufgeschwindigkeiten, einem 4-Stufen-Schalter (0-1-2-3 [z. B. Standard, Natur,  Nachtruhe]) und einer abschaltbaren 90° Oszillationsfunktion ausgestattet. Außerdem gibt es Ventilatoren mit einer LED-Anzeige, Timer-Funktion und einer Fernbedienung.

Zimmerventilatorarten:
• Tischventilator / Bodenventilator / Wandventilator

Der Tischventilator (typgleich > Boden- und Wandventilator) ist der am häufigsten verwendete Zimmerventilator. Er ist in der Regel ein kleiner Axialventilator, bei dem sich das Laufrad mit den Flügeln (durch Schutzkorb gesichert, [dies ist bei den flügellosen Ausführungen nicht notwendig]) auf einer Achse befindet, die wiederum über einen Elektromotor angetrieben wird. Die einfache Ausführung verfügt meistens über eine relativ geringe Leistung und deckt nur die direkte Umgebung mit einem Luftstrom ab.
"Gute" Ventilatoren sollten 3 Geschwindigkeitsstufen, eine einstellbare vertikale Neigung und eine abschaltbare mechanische 85°-Oszillation haben.
Die flügellosen Ventilatoren können mit der Air Multiplier™ Technologie auch zur Luftreinigung, Luftbefeuchtung und als Heizlüfter eingesetzt werden.
• Standventilator

Der Standventilator ist die größere Ausführung eines Tischventilators.. Er unterscheidet neben den meist größeren Dimensionen vor allem in der Tatsache, dass Standventilatoren über eine Teleskopstange verfügen, die in der Höhe verstellbar sind. Die Laufräder samt Flügel sind durch ein Gittergehäuse nach außen hin abgesichert (dies ist bei den flügellosen Ausführungen nicht notwendig) und die Geräte haben stabilere Standfüße. Sie sind leistungsfähiger und können dadurch einen größeren Bereich des Raumes abdecken und sollten 3 Geschwindigkeitsstufen, eine einstellbare vertikale Neigung und eine abschaltbare mechanische 85°-Oszillation haben.
Turmventilator (Säulenventilator)
Der Turmventilator saugt die Luft auf der Hinterseite an und durch die unterschiedliche Konstruktionsart bzw. Gehäuseform wird die angesaugte Luft auf der Vorderseite über die gesamte Ventilatorhöhe wieder herausgeblasen. So kann auch ein Raum mit wenig Platz mit einem aureichendem zugfreien Luftstrom versorgt werden, um einen "Kühleffekt" zu erreichen. Sie sollten 3 Geschwindigkeitsstufen und eine abschaltbare mechanische 85°-Oszillation haben.
• Deckenventilator
Durch den Anbau an der Raumdecke kann der Deckenventilator relativ einfach mit einer für den jeweiligen Raum optimierten Flügelgröße versehen werden. Diese angepasste Flügelgröße und die Positionierung des Ventilators an der Decke sorgt dafür, dass der Luftstrom des Deckenventilators den gesamten Raum abdecken kann. Außerdem kann der Deckenventilator zur Wärmerückführung genutzt werden.


Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
das neue Videoportal von HaustechnikDialog mit vielen interessanten Informationen und Anleitungen aus der Haustechnik
Videos aus der SHK-Branche
SHK-Lexikon

Brennstoffzellen - Photovoltaik -Solar - Topliste