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Aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H)
entsteht die chemische Verbindung "Wasser" (H2O). Unter dem Begriff "Wasser"
versteht man allgemein den flüssigen Aggregatzustand1. Aber Wasser gibt es auch im festen (gefrorenen) Zustand
(Eis) und im gasförmigen Zustand (Wasserdampf bzw. Dampf). Neuerdings wird auch von einem gelartigen Zustand des Wassers gesprochen. Dieser Zustand bildet sich natürlicherweise an allen wasserliebenden Grenzflächen (z. B. zwischen Wasser und Luft oder auch überall in unserem Organismus an Zellmembranen, Blutgefäßen)..
Wasser hat besondere Stoffeigenschaften gegenüber anderen
Flüssigkeiten.
• Wasser hat bei +4 °C die höchste Dichte (Anomalie2)
• Wasser hat die größte Oberflächenspannung aller Flüssigkeiten
(in feuchter Luft 72 mN/m bei +20 °C [außer Quecksilber 435 mN/m]).
• Wasser hat die höchste Wärmekapazität3 aller Flüssigkeiten (4,187 kJ/(kg·K)
• Wasser hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit (guter Wärmespeicher)
• Wasser hat die größte Verdampfungwärme bzw. Verdampfungsenthalpie4 aller Flüssigkeiten (2257 kJ/kg) und eine hohe Schmelzenthalpie5(334 kJ/kg)
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1 Aggregatzustand von Wasser - In der Natur ist Wasser der einzige Stoff, der in allen drei Aggregatzuständen vorkommt (fester Zustand [Schnee, Hagel, Eis], flüssiger Zustand [Grund-, Oberflächen- und Regenwasser} und gasförmiger Zustand [Wasserdampf in der Luft]).
Die drei Zustandsformen lassen sich durch die Ordnung der kleinsten Teilchen feststellen. Die Veränderung der Temperatur führt zu einer Änderung der Bewegungsenergie der Teilchen. Bei zunehmender Temperatur wird ihre Bewegung stärker, bei abnehmender Temperatur schwächer.
• Im festen Zustand nehmen die Teilchen feste Plätze ein und liegen sehr dicht aneinander. Sie bewegen sich geringfügig.
• Im flüssigen Zustand nehmen die Teilchen keine festen Plätze ein und sie sind gegeneinander beweglich.
• Im gasförmigen Zustand sind die Teilchen frei beweglich und ihre Abstände sind sehr groß.
• Ein gelartiger Zustand im Wasser bildet sich natürlicherweise an allen wasserliebenden Grenzflächen (Das Thema wird strittig diskutiert)
Aggregatzustand einfach erklärt
Studyflix GmbH
Die Phasen des Wassers - eine Faszination vor allem im Winter
Dipl.-Met. Lars Kirchhübel, Deutscher Wetterdienst
Der vierte Aggregatzustand von Wasser
Josef Gamon, WORLDTIMES
Plasma wird als "vierter" Aggregatzustand bezeichnet. Wenn mit steigender Temperatur alle Stoffe gewöhnlich nacheinander vom festen in den flüssigen und dann in den gasförmigen Zustand übergehen, entsteht bei weiter steigender Temperatur und steigendem Druck ein Plasma. Das ist ein Stoff, dessen Bestandteile teilweise oder vollständig in Ionen und Elektronen aufgeteilt sind. Plasma lässt sich durch starkes Erhitzen von gasförmigen Stoffen oder mithilfe von elektrischen Feldern erzeugen und hat eine hohe elektrische Leitfähigkeit.
Das Verhalten der spezifischen Wärmekapazität eines Plasmas von der Temperatur unterscheidet sich von dem in festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen. Sie steigt bei den Temperaturen sehr stark an, bei denen ein großer Teil der zugeführten Energie in Ionisationsprozessen verbraucht wird. Verstärkt wird dieser Effekt noch dadurch, daß sich durch das Aufspalten der Atome oder Moleküle in Elektronen und Ionen die Anzahl der Teilchen stark vergrößert. Der Verlauf der spezifischen Wärmekapazität eines Plasmas zeigt deshalb eine Folge von einem maximale Ziel, die das Auftreten einfacher, doppelter, dreifacher usw. Ionisation ausweisen.
Chemisch gesehen ist Plasma sehr reaktiv und kann mit Oberflächen, Flüssigkeiten oder Mikroorganismen in Wechselwirkung treten.
Die Eigenschaften von Plasma lassen sich nicht genau festlegen, da sie in Abhängigkeit von Bedingungen der Umgebung (Temperatur, Feldstärken) sehr unterschiedlich sein können. Beobachten kann man Plasma als Naturphänomene (Blitze, Polarlicht, Sonnenatmosphäre). .... .....
Plasmaforschung: Der vierte Aggregatzustand
Stefan Stohl, GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, Darmstadt / Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V.
In der Technik gibt es einige Anwendungen, in denen Plasma erzeugt wird (z. B. Gasentladungslampe [Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen]), in denen ein gasförmiger Stoff (z. B. Quecksilberdampf, Neon, Argon) durch elektrische Spannung ionisiert.
Ein Plasma hat ganz andere Eigenschaften als ein normales Gas. Zum Beispiel ist ein Plasma elektrisch leitend. Seine Bewegung lässt sich daher durch elektrische und magnetische Felder beeinflussen. Diese Eigenschaft machen sich Fusionsanlagen des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Garching bei München (ASDEX Upgrade) und in Greifswald (Wendelstein 7-X) zunutze. Sie schließen das heiße Plasma in einen "Magnetfeldkäfig" ein.
Die Plasmaphysik beschäftigt sich mit den physikalischen Eigenschaften von Plasmen
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
In der Biologie wird unter dem Plasma das Protoplasma verstanden, die Zellflüssigkeit mit ihren kolloidalen Bestandteilen, Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, usw. Das Protoplasma wird in Zytoplasma und Karyoplasma unterteilt.
In der Medizin wird das Plasma häufig mit dem Blutplasma gleichgesetzt. Selten kann auch das Seminalplasma gemeint sein.

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Die Anomalie des Wassers beschreibt eine Abweichung vom Normalen, das Volumen von Wasser sinkt beim Abkühlen nur bis zu einer Temperatur von 4 °C ab. Wenn es ab dieser Temperatur weiter abgekühlt oder erwärmt wird, nimmt das Volumen in beiden Fällen zu. Ein höheres Volumen führt zu einer geringeren Dichte (Dichteanomalie).

Wassertemperaturen im Teich, See oder Meer
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Dichteanomalie bedeutet, dass sich die Dichte von Wasser anders verhält als sich die Dichte von Stoffen normalerweise verhält. Normal ist, je niedriger die Temperatur, desto größer ist die Dichte. Wasser hat die größte Dichte allerdings bei 4 °C. Eis hat eine deutlich geringere Dichte als Wasser und schwimmt deshalb an der Wasseroberfläche. Die geringe Dichte ergibt sich aus der Kristallstruktur des Eises. Die Wassermoleküle sind weiter voneinander entfernt als beim Wasser im flüssigen Zustand.
Anomalie des Wassers
Studyflix GmbH
Anomalie des Wassers
LEIFIphysik - Joachim Herz Stiftung
Dichteanomalie
LEIFIphysik - Joachim Herz Stiftung
Die Anomalien des Wassers
St. Leonhards Akademie gGmbH

3
Die Wärmekapazität ist ein Begriff aus der Thermodynamik und bezeichnet das Vermögen eines Körpers, Energie in Form von thermischer Energie statistisch verteilt auf die Freiheitsgrade zu speichern. Die Wärmekapazität gilt nicht über Phasengrenzen hinweg (Schmelzwärme und Verdampfungswärme) und ist innerhalb eines Aggregatzustandes mehr oder weniger von der Temperatur abhängig, Sie gibt an, welche Energie man einer bestimmten Masse eines Stoffes zuführen muss, um seine Temperatur um ein Kelvin zu erhöhen. Sie wird im Allgemeinen durch das Formelzeichen c dargestellt. Die abgeleitete SI-Einheit der spezifischen Wärmekapazität ist daher:
Die Gleichung, um Wärme, Masse, Temperaturänderung und spezifische Wärmekapazität in Zusammenhang zu bringen, ist: 
dabei ist Q die Wärme, die der Materie zugeführt oder entzogen wird, m ist die Masse der Substanz (in kg), c ist die spezifische Wärmekapazität (in kJ·kg-1·K-1) und ΔT ist die Temperaturänderung (in K).
Einheit: [Q] = 1 J (1 Joule)
Beispiel
Es soll 1 Liter Wasser von 20 °C auf 90 °C erhitzen.
Der Wert c für Wasser mit einer Temperatur von 20 °C beträgt 4,1851 kJ·kg-1·K-1. (bzw. 4,1851 J·g-1·K-1.)
Da wir ja 1 Liter Wasser erhitzen wollen ist der Wert für m folglich 1 kg.
ΔT ist in dem Beispiel 70 K (363 K - 293 K).
Die Gleichung sieht demnach wie folgt aus:
Wärmekapazität - Hans-Peter Willig, ChemieSchule

4 Verdampfungsenthalpie bzw. Verdampfungswärme (Verdampfungsenergie) > Wenn ein Stoff vom flüssigen Zustand in den gasförmigen Zustand übergeht, so spricht man von Verdampfung. Erhitzt man zum Beispiel flüssiges Wasser in einem Kopftopf stark, so wird es zu Wasserdampf. Wird hingegen der Wasserdampf wieder zu flüssigem Wasser, so nennt man dies Kondensieren. Beim Verdampfen von Flüssigkeiten sprich man auch von Sieden. Während des Siedens bleibt dabei die Flüssigkeit in ihrer Temperatur gleich; die zugeführte Wärme wird für den Wechsel des Aggregatzustandes verwendet. Die Siedetemperatur ist dabei vom Druck abhängig.
Wird der Dampf wieder kälter, so verflüssigt sich der Stoff wieder. Diese Verflüssigung bezeichnet man als Kondensation. Die Kondensationstemperatur und die Siedetemperatur sind gleich hoch.
Unter der Bedingung, dass der Druck konstant ist, gilt die folgende Formel zur Berechnung der Verdampfungswärme / Kondensationswärme:

"QV" die Verdampfungswärme / Kondensationswärme in Joule [ J ]
"qv" die spezifische Verdampfungswärme des Stoffes in Joule pro Kilogramm [ J / kg ]
"m" die Masse in Kilogramm [ kg ]
Quelle: Dennis Rudolph, Frustfrei-lernen
Verdampfungswärme - Hans-Peter Willig, ChemieSchule

Volumen - flüssiges Wasser und gasförmiges Wasser (Wasserdampf)
Die Verdampfungsenthalpie kann in einen Anteil, der die Änderung der inneren Energie ΔU in Form geänderter Bindungsenergie bewirkt, und in einen Anteil der die Volumenänderung zur Folge hat, aufgeteilt werden.

Die Summe aus innerer Energie und dem Produkt aus Druck und Volumen wird in der Thermodynamik auch als Enthalpie bezeichnet. Die Gleichung gibt somit die Änderung der Enthalpie des Stoffes durch die isobare Zufuhr der Verdampfungswärme wieder. Die Verdampfungswärme wird deshalb auch als Verdampfungsenthalpie bezeichnet.
Bei einer isobaren Verdampfung kommt die zugeführte Verdampfungswärme vollständig der Änderung der Enthalpie zugute und wird deshalb auch als Verdampfungsenthalpie bezeichnet!
Beachte, dass die Verdampfungswärme und die Verdampfungsenthalpie zwar im Wert identisch sind, jedoch unterschiedliche thermodynamische Bedeutungen haben. Die Enthalpie ist eine Zustandsgröße, die den energetischen Zustand eines Stoffes anhand der inneren Energie und des Drucks bzw. Volumens beschreibt (alle drei Größen sind Zustandsgrößen!). Die Wärme ist hingegen eine Prozessgröße und beschreibt lediglich den Prozess der Energieübertragung in ein System hinein bzw. von einem System heraus. Die über die Systemgrenze hinweg zugeführte Verdampfungswärme ist sozusagen die Ursache für die Änderung der Enthalpie des Systems. Die Verdampfungswärme ist folglich die Ursache und die Enthalpieänderung die hieraus resultierende Wirkung.
Verdampfungsenthalpie von Wasser
Für Wasser soll die Verschiebearbeit während der Verdampfung im Folgenden ermittelt werden. Zunächst nimmt 1 Kilogramm flüssiges Wasser bei einem Druck von 1 bar ein Volumen von rund 1 Liter ein. Nach dem vollständigen Verdampfen ist das Volumen auf rund 1692 Liter angestiegen (dieser Wert kann mit Hilfe der Van-der-Waals-Gleichung ermittelt werden). Die Volumenänderung nach dem Verdampfen beträgt somit ΔV = 1691 Liter. Für diese Volumenänderung ist folglich eine Energie von rund 169 kJ erforderlich:

Die insgesamt zuzuführende Verdampfungswärme für 1 Kilogramm Wasser beträgt gemäß Literatur 2257 kJ. Somit entfallen bei einem Umgebungsdruck von 1 bar folglich rund 7,5 % der insgesamt zugeführten Verdampfungswärme auf die Energie, die zur Vergrößerung des Volumens aufzuwenden sind. Die restlichen 92,5 % der Verdampfungswärme werden dann tatsächlich für die Änderung der Bindungsenergie (Änderung der inneren Energie) genutzt.
Quelle: Andreas Höfler, tec-science

5 Schmelzwärme bzw- Schmelzenthalpie bezeichnet die Energie, die benötigt wird, um eine Stoffprobe (z, B. Wasser) von dem festen in den flüssigen Aggregatzustand zu überführen. Dabei werden Bindungskräfte zwischen Molekülen bzw. Atomen überwunden, ohne deren kinetische Energie und damit ihre Temperatur zu erhöhen. Erstarren ist der umgekehrte Übergang vom flüssigen in den festen Aggregatzustand.
Wird einem festen Körper Wärme zugeführt, dann geht er bei der Schmelztemperatur in den flüssigen Aggregatzustand über. Die zum Schmelzen erforderliche Wärme wird als Schmelzwärme bezeichnet.
Wird einer Flüssigkeit Wärme entzogen, dann geht sie bei der Erstarrungstemperatur in den festen Aggregatzustand über. Die beim Erstarren frei werdende Wärme wird als Erstarrungswärme bezeichnet.
Während des Schmelzens und des Erstarrens bleibt die Temperatur eines Körpers gleich groß.
Beim Schmelzen vergrößert sich das Volumen eines Körpers, bei Erstarren verringert es sich.
Wasser ist eine Ausnahme. Bei Wasser wird im Unterschied zu anderen Stoffen das Volumen beim Gefrieren (Erstarren) größer. Um 1 kg Eis mit 0 °C vollständig zu 1 kg Wasser mit 0 °C zu schmelzen, benötigt man eine Energiemenge von 334 kJ (Schmelzwärme [Schmelzenthalpie] und Erstarrungswärme [Kristallisationswärme])
Schmelzwärme
Dennis Rudolph, Frustfrei-lernen
Kristallisationswärme
Andreas Höfler, tec-science |
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Wasser ist (über)lebenswichtig |
Da Wasser für uns Menschen (über)lebenswichtig ist, ist es das
wichtigste Gut der Erde. 70 % der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Aber 97,5 % ist Salzwasser
in den Meeren und Ozeanen. Nur ca. 1 % des weltweiten Süßwasservorkommens ist nur für den Menschen als
Trinkwasser nutzbar, kann zur Versorgung in der Tierhaltung und zur Herstellung von Produkten
verwendet werden. Der größere Teil ist als Eis an den Erd-Polen vorhanden.
Das Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Der Lebensraum von Pflanzen und
Tieren sind die Bäche, Flüsse, Seen, Meere und Feuchtgebiete. Das Grundwasser ist unser Trinkwasserspender,
das für unsere Ernährung und die tägliche Hygiene verwenden. Außerdem ist Wasser als Energiequelle,
Transportmedium und Rohstoff ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Deshalb muss das Wasser geschützt
und sparsam bzw. nachhaltig genutzt werden. |
Wasserknappheit:
Die unterschätzte Gefahr für Energiewirtschaft, Industrie und Kommunen
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Umkämpfte Wasserressourcen: Konflikte um Wasser
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Droht die große Dürre?
WWF Deutschland
Wasser und Ozeane erforschen
Deutsche UNESCO-Kommission e. V.
15 Fakten und Tipps rund ums Wasser
Culligan Austria GmbH
Der nachhaltiger Umgang mit Wasser ist besonders wichtig
Berliner Wasserbetriebe
Weltwassertag: 10 Fakten über Wasser
Nina Kegel, SALZWASSER.EU GmbH
10 Fakten, die man über Wasser wissen sollte
Plan International Deutschland e.V. |
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Wasserarten
Wasser wird je nach Gewinnung und Verwendung anders bezeichnet.
Trinkwassergewinnung:
• Oberflächenwasser / Tagwasser
• Grundwasser (Brunnenwaser)
• Quellwasser
Wasser zum Trinken:
• Trinkwasser (Kaltwasser und erwärmtes Trinkwasser [Warmwasser])
• Leitungswasser (Kaltwasser und erwärmtes Trinkwasser [Warmwasser])
• Osmosewasser
• Tafelwasser
• Mineralwasser
Weitere Wasserarten:
• Betriebswasser (Brauchwasser - Nutzwasser)
• Prozesswasser
• Regenwasser
• Meerwasser
• Süßwasser
• Salzwasser
• Brackwasser
• Abwasser (Schmutzwasser [Schwarz- und Grauwasser] - Industrieabwasser - Fremdwasser - Regenwasser)
• Tauwasser
• Virtuelles Wasser
Quelle: SHKwissen - BitSign GmbH
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Wasserfussabdruck
In Deutschland verbrauchen wir durchschnittlich 120 Liter Wasser pro Person am Tag. Das ist aber nur der
direkte Wasserverbrauch (z. B. Trinken, Kochen, Waschen, Baden, Duschen, Toilette). Interessanter ist aber der Wasserfußabdruck.
Dieser berücksichtigt auch das Wasser, das in Konsumgütern und Dienstleistungen versteckt ist. Dieses sogenannte
virtuelle Wasser ergibt unseren täglicher Wasserfußabdruck von ca. 4.000 Liter/Person. Die Hälfte
steckt in Produkten, die wir importieren. Wir leben also auch auf Kosten anderer Länder und tragen (teilweise unbewusst) zu Wassermangel
und -verschmutzung in anderen Ländern bei. |

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Das virtuelle Wasser (indirekter Wasserverbrauch) kommt nicht aus der
Wasserarmatur einer Trinkwasserinstallation. Nein, es versteckt sich in der Nahrung, Kleidung und in den Gegenständen, die wir ge- oder verbrauchen. Es ist der Hauptanteil des Wasserfussabdrucks.
In derm Zusammenhang spricht man vom
Grünen Wasser, das als Regen im Boden gespeichert ist und für das Pflanzenwachstum gebraucht wird. Leider ist die
Niederschlagsmenge weltweit sehr unterschiedlich.
Blauen Wasser, das zur künstlichen Bewässerung von Pflanzen, zur Versorgung in der Tierhaltung oder zur Herstellung von
Produkten verwendet wird. Dieses wird dem Grundwasser, den Seen oder Flüssen entnommen und ist immer ein Eingriff in das Ökosystem.
Grauen Wasser, das bei der Herstellung von Produkten verunreinigt wurde oder um verschmutztes Wasser durch Verdünnung
wieder zu neutralisieren (z. B. durch den Einsatz von Pflanzenschutz- oder Düngemitteln).
Da Wasser für uns Menschen (über)lebensnotwendig ist, ist es das wichtigste Gut der Erde. 70 % der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt.
Aber 97,5 % ist Salzwasser in den Meeren und Ozeanen.
Nur ca. 1 % des weltweiten Süßwasservorkommens ist nur für den Menschen als Trinkwasser nutzbar, kann zur
Versorgung in der Tierhaltung und zur Herstellung von Produkten verwendet werden. Der größere Teil
ist als Eis an den Erd-Polen vorhanden. Deswegen ist ein
nachhaltiger Umgang mit Wasser besonders wichtig.
Ein Beispie:
Wieviel virtuelles Wasser ich als Kaffeetrinker für eine Tasse Kaffee
verbrauche, war mir nicht bekannt. Eine durchschnittliche Tasse Kaffee wird mit 125 ml Wasser gebrüht. Hierfür nutze ich für eine normal starken Kaffee
7 Gramm gemahlenes Kaffeepulver. Um 7 Gramm Kaffeepulver zu erhalten müssen ca. 52 Gramm Kaffeekirschen geerntet werden. Bis
zur Ernte werden dabei für diese 52 Gramm Kaffeekirschen 21 Liter Wasser benötigt. Je nach Niederschlagsmenge im Anbaugebiet wird mehr oder weniger
blaues Wasser zur Bewässerung verwendet, um diesen Wasserbedarf zu decken.
Weitere 119 Liter Wasser werden verbraucht, während die Kaffeekirschen zu gerösteten Kaffeebohnen verarbeitet werden.
Hierzu werden sie getrocknet, vom Fleisch der Kirsche befreit und schließlich geröstet. Insgesamt verbraucht eine Tasse Kaffee also etwa
140 Liter virtuelles Wasser. Quelle: OroVerde

Der Wasserverbrauch für den Anbau der 28 verglichenen Lebensmittel (pro Kilo)
Quelle: obs/Warenvergleich.de |
Das meiste verwendete Wasser wird virtuell (also nicht wirklich)
verbraucht und wird später wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Auch wenn die verfügbare
Süßwassermenge fast konstant bleibt, kann es aufgrund der immer mehr exportierte Produkte, besonders aus den
Entwicklungsländern, zu Problemen führen. Das verbrauchte Wasser wird besonders in trockenen Gebieten dem Grundwasservorkommen entnommen, verbraucht so Grundwasserreserven, fehlt dann der heimischen Landwirtschaft
und den Menschen vor Ort als trinkbares Süßwasser. Dazu kommt, dass dort besonders wasserintensive Produkte
(Kaffee, Kakao, Reis, Baumwolle) angebaut werden. Außerdem bereitet das graue Wasser
große Probleme, weil große Wassermengen verschmutzt werden und das sich nicht mehr vollständig bzw. nur mit hohen Kosten wieder
reinigen lässt.
Es stellt sich die Frage, warum immer noch riesige Wassermenngen für die Toilettenspülung über das Abwassersystem verschwendet werden. Mit einem Vakuumentwässerungssysterm könnten große Trinkwassermengen eingspart werden, denn die Regenwassernutzung ist in diesem Bereich auch nicht der richtige Weg. Regenwasser sollte vor Ort versickern können und nicht in Kanäle und Flüsse abgeleitet werden. Außerdem wird der Regen in vielen Regionen immer seltener. Die Folge ist, dass eine Bewässerung der Pflanzen und Rasenflächen zunehmend zu bestimmten Tageszeiten verboten wird, damit das kostbare Wasser nicht verdunstet, sondern in den Boden versickert und an die Wurzeln der Pflanzen kommt.
Täglicher Wasserverbrauch: Fast ein Drittel geht auf das Konto der WC-Spülung
HausTechnikDialogNews
Wasserfußabdruck
Umweltbundesamt
Tipps und Tricks zum Verkleinern deines eigenen Wasserfußabdrucks
Weltfriedensdienst e.V.
Wassernot - Der persönliche Wasserfußabdruck
Tobias Aufmkolk - planetwissen.de
Virtuelles Wasser: So durstig sind unsere Produkte
Aleyna Ceylan - Neven Subotic Stiftung |
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Unterirdische Gewässer und eiszeitliche Rinnen
Unterirdische Gewässer (Flüsse und Seen) entstehen durch versickerndes Niederschlagswasser und auch im Umkreis von Flüssen (Fließgewässer), Seen und Meeren durch Eindringen von Oberflächenwasser in den Boden. Diese sammeln sich über einer undurchlässigen Schicht (Grundwasser) an. In Karstgebieten (Karst) bilden sich auch unterirdische Flüsse und Seen in Höhlen. |
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Eiszeitliche Rinnen (Buried Valleys) sind eine besondere Art von Trinkwasserspeicher, die während der Eiszeit entlang der Nordseeküste entstanden sind. Dies sind verborgene Rinnen, die bis zu 500 Meter in der Tiefe sein können und riesige Mengen Grundwasser aufbewahren. Dieses Wasser wird in der Zukunft aufgrund des immer häufiger auftretenden Trockenzeiten bzw. fehlenden versickernden Regenwassers immer wichtiger für die Trinkwasserversorgung.

>>>> ausführlicher - Eiszeitliche Rinnen <<<< |
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Süßwasserlinse
Süßwasserlinsen, wie sie auf vielen Inseln und in Küstenregionen vorkommen, sind für die lokale Wasserversorgung unersetzlich. Aufgrund der geringeren Dichte des Süßwassers schwimmt es auf dem umgebenden Salzwasser und bildet eine Süßwasserlinse. Da sich das frische Grundwasser kaum oder nur langsam mit dem Meerwasser vermischt und durch Niederschläge ständig erneuert wird, kann es für die Trinkwasserversorgung vieler nordfriesischer und ostfriesischer Inseln genutzt werden. |

Quelle: Wasser-Wissen - Dr.-Ing. Thorben Helmers
| So hat sich z. B. unter den Dünen der ostfriesischen Inseln jeweils eine Süßwasserlinse ausgebildet. Es ist ein uhrglasförmig aufgewölbter Grundwasserkörper. Seitlich und in der Tiefe wird dieser Körper durch eine Brackwasserzone (2 - 3 m Breite) vom Salzwasser abgeschottet. Das Grundwasser dieser Linse resultiert allein aus Niederschlägen. Da Süßwasser leichter ist als Salzwasser schwimmt das Süßwasser wie ein Fettauge auf dem Salzwasser.
Quelle: Wasser-Wissen - Dr.-Ing. Thorben Helmers |
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Aufbau des Sylter Inselkern
Die Nordseeinsel "Sylt" liegt im Salzwasser, das ist kein Geheimnis. Auch in den Erdschichten unter und neben der Insel ist Salzwasser vorhanden, dennoch spricht man immer von einer Süßwasserblase unter der Insel. Wie kommt das zustande?
Versickerndes Regenwasser hat eine andere Dichte als Salzwasser – somit kommt es ähnlich wie bei Wasser und Öl – nicht zur Vermischung, sondern zur Ablagerung bzw. Auflastung. Das bedeutet, dass das Süßwassser unter Sylt, wie in einer Linse "lagert" und sich nicht direkt mit dem Salzwasser vermischt. Da liegt nun keine Blase aus Süßwasser, sondern ein nasses Sand-Erde-Süßwasser-Gemisch. Der Inselkern besteht somit aus "Sand mit Süßwasser" und "Sand mit Salzwasser". Durch regelmäßigen Niederschlag und unser Fördern des Süßwassers als Trinkwasser, hat sich ein Gleichgewicht über die Jahre gebildet. Fördern wir mehr, als an Niederschlag nachfließt, käme es zu Salzwasser in den Brunnen. Da wir nur einen Bruchteil des Vorrates entnehmen, entleert sich die Blase regelmäßig zu den Seiten ins Meer. Der nasse Sand an den Dünenkanten kann somit nicht immer nur salzig sein, sondern auch süß.
Die Süßwasserblase ist satte 100 m an ihrer breitesten Stelle tief – unsere Brunnen sind maximal 50m tief und werden beim Bau streng durch Geologen bewacht. Was uns Sorge bereitet sind Erdbohrungen, die die sensible, äußere Schicht der Süßwasserblase passieren. Natürlich, über jahrtausende gewachsene, Barrieren, werden verletzt. So können wir eine Verunreinigung unseres Trinkwassers nicht ausschließen.
Um das einzugrenzen, gibt es auf Sylt zwei Trinkwasserschutzgebiete:
1. Wasserschutzgebiet List
2 .Wasserschutzgebiet Inselkern Sylt
In beiden Gebieten muß jeder Erdaufschluss (Bohrungen, Brunnenbauten) tiefer als 10m vom Kreis Nordfriesland genehmigt werden. In den Gebieten selbst sind keine Erdwärmepumpen mit Tiefenbohrung zulässig. Durch Erdwärmesonden, die mittels Bohrung für den privaten Bereich üblicherweise bis in Tiefen von 100 Meter unter Geländeoberkante hergestellt werden, können Verunreinigungen des Trinkwassers nicht ausgeschlossen werden.
Auch Brunnen zur Gartenbewässerung sind genehigungspflichtig.
Für den Schutz des Lebensmittels "Wasser" besteht die höchste Priorität.
Quelle: Ver- und Entsorgung Nordörfer GmbH |

Aufbau des Sylter Inselkern
Ver- und Entsorgung Nordörfer GmbH - VEN
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Trinkwasser auf Sylt
Wasser – lebensnotwendige Ressource
Insel Sylt Tourismus-Service GmbH
Wasser aus der Inseltiefe
Sylter Trinkwasserversorger untersuchen die Süßwasserlinse
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG - shz
FLIN – Freshwater Lens Investigations
(Erforschung von Süßwasserlinsen)
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Untersuchung von Süßwasserlinsen durch physikalische Experimente (homogener Fall)
Video - Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Geophysikalische Untersuchungen zur Salz-Süßwasser-Grenze
an der Westküste Schleswig-Holsteins
Riewert Ketelsen, Jahresbericht - Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein. |
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Osmosewasser
Das normale Leitungswasser (Trinkwasser) kann bis zu 30.000 unterschiedliche Stoffe gelöst enthalten. Davon werden in der Trinkwasserverordnung (Neu ab 3. Januar 2018) nur 32 dieser Stoffe und in der Mineral- und Tafelwasserverordnung werden 10 Inhaltsstoffe überprüft und nachgemessen, ob die Grenzwerte eingehalten werden. So können im Trinkwasser- und Mineralwasser viele verschiedene Rückstände (Schwermetalle, Chlorverbindungen, Pestizide, Nitrate, Medikamente, Hormone, radioaktiven Substanzen,
Keime, Bakterien, Pilzsporen, Parasiten, Kalk) enthalten sein. Alle diese Stoffe sind im Osmosewasser nicht enthalten.
Osmosewasser wird mit der Umkehrosmose-Technik hergestellt. Das ist das Gegenteil der Osmose. Hierbei wird anstelle des Ausgleichs das größtmögliches Ungleichgewicht angestrebt. Also nicht eine gleich hohe Salzkonzentration beiderseits der Membran ist das Ziel, sondern ein maximaler Salzgehalt auf der einen Seite und ein vollkommen salzfreies Wasser auf der anderen Seite. Deswegen wird Osmosewasser oft mit VE-Wasser verwechselt.
Obwohl Osmosewasser ein hochgradig reines, von allen bekannten Schadstoffen nahezu vollständig befreites Wasser ist, besteht immer wieder der angezweifelt, ob das Wasser gesünder als Leitungswasser bzw. Trinkwasser und viele Mineralwässer ist, die Stoffe enthalten, die gesundheitliche Schäden zufügen können. Eine Meinung ist, dass man früher oder später an Mangelerscheinungen leiden wird, wenn man ausschließlich Osmosewasser trinkt. Bei einer richtigen Ernährung wird man aber die notwendigen Mineralstoffe in ausreichender Menge bekommen. Der Streit wird wohl nie beseitigt.
Für die Praxis gibt es 3-Wege-Armaturen (Osmosearmatur). Damit kann das Osmosewasser getrennt vom Leitungswasser gezapft werden.
Einsatzgebiete für Osmosewasser:
• Osmosewasser verhindert, dass sich Kalk in wasserführenden Haushaltsgeräten (z. B. Kaffeemaschine, Teemaschine, Luftbefeuchter, Dampfbügeleisen) absetzen kann.
• Osmosewasser eignet sich bestens zum Kochen, weil die im Leitungswasser gelöste Stoffe nicht vorhanden sind und nicht den Geschmack verfälschen.
• Da Osmosewasser keinen Kalk enthält, verringert sich der Putzmitteleinsatz und hinterlässt keine lästige Kalkflecken.
Dies ist auch bei der Körperpflege für Haut und Haare von Vorteil.
• Osmosewasser wird gerne von Hobbygärtnern und Aquariumfreunden eingesetzt.
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Osmosewasser – was ist Wasser aus der Umkehrosmose? |
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Umkehrosmose-Technik |
Bei
der Umkehrosmose-Technik (reverse
osmose) werden die im Wasser gelösten Kationen1 und Anionen2 durch eine Membran aus dem Wasser entfernt. Da VE-Wasser in der
Regel aus Trinkwasser hergestellt wird, das evtl. einen
hohen Gehalt an Calcium (Härtebildner) aufweist, sollte bei dieser
VE-Wasser-Erzeugung eine Enthärtungsanlage vorgeschaltet
werden, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Die
Umkehrosmose erfordert keine Regeneration, da die erzeugten
Konzentrate ständig abgeleitet werden. |
1 Kationen (positiv geladene Ionen) > Natrium (Na+), Kalzium (Ca++), Magnesium
(Mg++), Kalium (K+), Eisen (Fe+++), Mangan (Mn++) und Wasserstoff
(H+)
2 Anionen (negativ geladene Ionen) > Chloride (Cl-), Sulfate (So4--),
Nitrate (No3--), Karbonate (Co3--), Silikate (SiO2-)
und Hydroxid (OH-) |
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Funktionsweise
Umkehrosmose
Quelle:
LWM Andreas Trappberger |
Quelle:
Hardo Heuer GmbH |
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Größenvergleich
einzelner Moleküle |
Quelle:
ROS - Reverse Osmosis Systems |
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Die Umkehrosmose-Technik ist eine extrem feine Filtration (Hyperfiltration).
Dabei wird das Osmoseprinzip (Konzentrationsausgleich
zweier Flüssigkeiten durch eine halbdurchlässige
Membran) angewendet. Bei dem Konzentrationsausgleich der Osmose wechselt das Lösungsmittel (Wasser)
durch die Wand (Membran) auf die Seite der höheren
Ionen- Konzentration und die Lösung wird verdünnt. |
Bei der Umkehrosmose wird das Osmose-Prinzip umgekehrt. Auf der Seite mit den hohen Ionen- Konzentrationen (Roh-, Leitungs-,
Trinkwasser) wird ein Druck angelegt (Leitungsdruck),
der das Wasser in die andere Richtung zwingt, also auf die
Reinwasserseite (VE-Wasser) mit der niedrigeren Konzentration. |
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Während des Betriebs einer Umkehrosmoseanlage fließt kontinuierlich Wasser
mit den vorhanden Ionen nach, die von der Membran zurückgehalten
werden. Damit die Membran nicht verstopft, müssen die Stoffe inform
von Abwasser ständig abgeführt werden. |
| Die Umkehrosmose-Membrane kann durch eine grobe Vorfiltration (Kohlefilter und
Sedimentfilter) geschützt werden. |
Die Anwendungsgebiete der Technik |
- Herstellung von Reinstwasser (Osmosewasser) und VE-Wasser
- Trinkwasser-Recycling-System (z. B. in
der Raumfahrt)
- Abwasser-Recycling (Industrie)
- großtechnische Meerwasserentsalzung
- Medizin (z. B. Dialyse)
- Lebensmittelindustrie
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| Anwendungen von VE-Wasser-Anlagen |
- Versorgung von Dampfkesseln und Dampfreinigungsgeräten
- Luftbefeuchtungseinrichtungen
- Kühlwasserkreisläufe
- Nachspeisung bei Heißwaschgeräten
/ Hochdruckwäschern
- Spülbäder und Galvanische Bäder
- Wasser für Metallreinigungsanlagen aller
Art mit alkalischer oder saurer Basis
- Prüfwasser (z. B. Armaturenprüfung)
- Textilreinigungsanlagen
- Schleifwasser (z.B. Stein-, Glas- und Schmuckindustrie)
- Wasch- und Spülwasser für die Rissprüfung
- Versorgung für Gleitschleifwasser
- Kühlschmierstoffe
- Erodierwasser
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VE-Patronen - GAWU Gesellschaft für Anlagenbau, Wasser- und Umwelttechnik mbH |
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Meerwasserentsalzung
Die stetig wachsende Weltbevölkerung und der sich daraus ergebende steigende Bedarf an Frischwasser für Kommunen, Landwirtschaftsbetriebe und die Industrie, führt zum Wachsen der Herausforderungen an die Anbieter innovativer Technologien für die Sicherstellung des globalen Wasserbedarfs. Denn während der Frischwasserbedarf steigt, sinkt dessen Verfügbarkeit dementsprechend, und nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Umweltverschmutzung verschärfen die weltweite Wasserkrise. Der Trend geht dadurch vermehrt zur Rückgewinnung von Trinkwasser aus Salzwasser.
Der stetig wachsende Bedarf an trinkbarem Süßwasser, der aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen wird, wird immer weniger. Deswegen ist es nur sinnvoll Salzwasser aus den Meeren zu verwenden.
Heutzutage gibt es mehrere gängige Verfahren, um Wasser zu entsalzen. In entsprechenden Meerwasser-Entsalzungsanlagen kommen das sogenannte MSF-Verfahren, die Umkehrosmose, die Membrandestillation und die Elektrodialyse zum Einsatz.
MSF-Verfahren
Die am häufigsten eingesetzte Variante, um Trinkwasser aus Meerwasser zu gewinnen, ist das MSF-Verfahren (Multi-Stage Flash), welches im Deutschen auch als "mehrstufige Entspannungsverdampfung“ bezeichnet wird. Hier wird durch die Abwärme thermischer Kraftwerke das Meerwasser bis zur Verdampfung erhitzt. Der entstehende Dampf schlägt sich dann als Kondensat an Kühlrohren nieder und kann hier als salzfreies Wasser zurückgewonnen werden.
Umkehrosmose
Die Umkehrosmose kann man sich grundsätzlich wie einen Filter oder Sieb vorstellen. Hierbei wird mit hohem Druck Wasser durch eine Membran mit einem Porendurchmesser von 0,5 bis 5 Nanometer gepresst. Größere Teile wie die Salze im Meerwasser können diese nicht durchdringen und bleiben zurück, sodass es zu einer Entsalzung kommt. Der hohe Druck ist deswegen vonnöten, um den natürlichen osmotischen Druck zu überwinden, mit dem sich Salz und Wasser verbinden – daher auch der Name Umkehrosmose.
Membrandestillation.
Die Membrandestillation ist gewissermaßen eine Kombination der beiden vorherigen Verfahren. Hier wird zunächst Salzwasser erhitzt, bis es verdampft. Anschließend steigt es durch eine Membran auf, die zwar durchlässig für den gasförmigen Wasserdampf, nicht aber für das flüssige Wasser ist. Hinter der Membran wird der Wasserdampf dann wieder so weit heruntergekühlt, bis er kondensiert und zu salzfreiem Wasser wird.
Elektrodialyse
Eine weitere Methode, um Meerwasser zu entsalzen, ist die Elektrodialyse. Bei der Elektrodialyse wird Salzwasser zwischen zwei Elektroden geleitet, die ein elektrisches Feld erzeugen. Durch kleine Kammern mit speziellen Membranen, die nur bestimmte Ionen durchlassen, entstehen zwei Ströme – einer mit klarem Wasser und einer mit einer Salzlösung. Das Verfahren ist meist nicht rentabel und lässt sich nur bei Wasser mit einem Salzgehalt von unter einem Prozent anwenden, weshalb dieses Verfahren nicht weit verbreitet ist.
An vielen Orten der Erde ist die Meerwasserentsalzung notwendig, um die Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen. So ist etwa in Ländern wie Spanien, Katar oder Saudi-Arabien nicht genug Süßwasser vorhanden, was den Betrieb von Entsalzungsanlagen unumgänglich macht. Der weltweite Wassermangel ist nicht nur ein akutes Problem, sondern wird sich in Zukunft noch weiter verschärfen. Um den Bedarf von Menschen, Tieren und Pflanzen mit klarem Wasser zu decken, wird deshalb auch der Bedarf für Meerwasserentsalzung absehbar eher steigen als fallen.
Quelle: swb AG |
Meerwasserentsalzung
chemie.de - LUMITOS AG
Wie funktioniert die Meerwasserentsalzung?
swb AG
Meerwasserentsalzung
Bundesverband Geothermie e.V.
Kernfragen in der Meerwasserentsalzung
Lenntech B.V.
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Aus Salzwasser trinkbares Wasser herstellen
Mit Salzwasser besitzt du eine unerschöpfliche Ressource an Trinkwasser. Alles, was du dafür benötigst, ist Hitze oder Sonneneinstrahlung und Geduld.
• Entsalzung ist der Prozess, Salz aus Wasser zu entfernen, um es trinkbar zu machen. Es gibt verschiedene Methoden, um dies zu erreichen.
• Du kannst Meerwasser über dem Feuer entsalzen, indem du das Wasser kochst und den Dampf auffängst, der das Salz zurücklässt.
• Die Entsalzung von Meerwasser durch Sonnenlicht (Solar-Destillierapparat) ist eine energieeffiziente Methode, die jedoch Geduld erfordert.
• Es ist auch möglich, Salzwasser mit einer Plastikflasche und einer Blechdose zu entsalzen. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn du nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung hast.
• Wenn du an einem Strand gestrandet bist und nur eine Gasflasche zur Verfügung hast, kannst du diese verwenden, um Meerwasser zu entsalzen.
• Es gibt auch kommerzielle Produkte wie den Aquamate aufblasbaren Solar-Destillierapparat, der Salzwasser in Trinkwasser umwandeln kann. |

Entsalzung von Wasser über dem Feuer
Quelle: survival-kompass.de – Martin Gebhardt
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Entsalzung von Wasser über dem Feuer mit einer Plane
Quelle: survival-kompass.de – Martin Gebhardt
| In der Wildnis bzw. auf Wanderungen ist Trinkwasser lebensnotwendig
. Aber in bestimmten Umgebungen kann es schwierig sein, eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung zu finden. Aber Salzwasser ist an Küsten reichlich vorhanden. Dennoch ist es nicht trinkbar. Die Lösung besteht darin, einen Weg zu finden, Salz aus dem Wasser zu entfernen.
Für die Entsalzung von Meerwasser gibt es verschiedene (auch einfache) Methoden, die man auch in einem Survival-Setting umsetzen kann. Einige erfordern mehr Ausrüstung, andere sind auch ohne viel Inventar möglich.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tötet eine Wassertemperatur von 70 °C 99,999 % der Bakterien, Krankheitserreger, Protozoen und Viren in weniger als 1 Minute ab. Wasser, welches bei 100 °C kochte, kann also bedenkenlos getrunken werden – es sei denn, es handelt sich um Salzwasser.
Um Meerwasser trinkbar zu machen, muss es nicht nur dekontaminiert und gereinigt, sondern auch entsalzt werden. |
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Fünf Methoden, um aus Salzwasser trinkbares Wasser herzustellen
1 Entsalzung von Meerwasser über dem Feuer
2 Entsalzung von Meerwasser durch Sonnenlicht (Solar-Destillierapparat).
3 Entsalzung durch Solar-Destillation mit Plastikflasche und Blechdose.
4 Als Gestrandeter mit einer Gasflasche Trinkwasser aus Meerwasser zubereiten
5 Aufblasbares Solar-Still als Entsalzungsanlage
Destilliertes Wasser ist nicht gefährlich zu trinken, aber es kann auf andere Weise gefährlich sein. Menschen, die destilliertes Wasser trinken, können an einer Hyponatriämie (Elektrolytstörung, niedrige Natriumkonzentration im Blut) leiden, da es keine Mineralien oder Elektrolyte enthält. Bis dies aber eintritt, muss viel Zeit vergehen. |
5 Möglichkeiten, Salz aus Wasser zu entfernen (damit du es trinken kannst)
survival-kompass.de – Martin Gebhardt
Trinkwasser finden, sammeln, filtern und trinkbar machen – der ultimative Wasser-Guide
survival-kompass.de – Martin Gebhardt |
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Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls
Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden,
bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich
umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig
Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere
Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter
kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen
Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme
mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen. |
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