Schornsteinbrand - Rußbrand

.
 Durch falsches Heizen mit Holz, das meistens auf Unwissenheit und falschverstandenes Energiesparen beruht, aber auch durch falsches Brennmaterial, billige Öfen und falsche Verbrennungslufteinstellung, kann es zu Rußablagerungen im Rauchrohr und Schornstein kommen. Dieser Glanzruß kann sich entzünden. 
Der Schornsteinbrand ist fachlich ausgedrückt ein Rußbrand. Hierbei wird der Schornsteinbrand durch Hart- oder Glanzruß im Schornstein ausgelöst. Der Ruß entsteht durch Brennstoffe, die zur Teerbildung neigen, so z. B. Holz, Torf, Rohbraunkohle. Es handelt sich dabei um Kohlenwasserstoffe, die nicht in den Feuerstätte verbrannt werden und sich im Rauchrohr und Schornstein ablagern.
04:35
04:39
04:42
04:43
05:11
05:18
Quelle: BSM Gerhard Oltersdorf
Ursachen für die Entstehung von Glanz- oder Hartruß
  •   ungeeignete Feuerstätte
  •   falscher Brennstoff für die Feuerstätte
  •   feuchter Brennstoff
  •   falsche Bedienung
  •   Verbrennungsluftmangel
  •   Unterschreitung des Taupunktes der Rauchgase
  •   falsche Größe des Brennstoffes
Da im Ruß keine Feuchtigkeit und sonstige nichtbrennbare Bestandteile mehr enthalten sind, brennen die festen Rußschichten und Teerbeläge im Schornstein noch besser als der eingesetzte Brennstoff.
Der Schornsteinbrand entsteht durch das Eintragen von Funken über die Züge der Feuerstätte in den Schornstein, die bei der Verbrennung von langflammiger Brennstoffe oder Nadelhölzern entstehen.
Da bei einem Schornsteinbrand Temperaturen von 1.000 bis 1.300 °C auftreten können. Darf niemals Wasser, zum Löschen verwendet werden. So werden z. B. aus 10 Liter Löschwasser schlagartig 17.000 Liter Wasserdampf. Durch den dadurch entstehenden Druck kann der Schornstein auseinandergedrückt werden.
Brandphasen
1. Anfangsphase
  •  Starke Rauchentwicklung
  •  Noch feuchter Ruß
  •  Temperatur von ca. 600 °C

2. Durchbrandphase

  •  Der Rauch lässt nach, hört ganz auf
  •  Die Flammen schlagen aus der Schornsteinmündung hinaus
  •  Temperatur von ca. 1000 °C
3. Nachheizphase
  •   Durchbrand bis zum Mauerwerk
  •  Gefahr, dass sich der Ruß aufbläht (7 - 9fach)
  •  Verengung des Querschnittes und Hitze kann nicht entweichen
  •  Das Gebäude kann verqualmen
Ausbrennarbeiten darf nur ein Schornsteinfegermeister (einige sagen auch Kaminkehrermeister) durchführen. Außerdem ist diese Tätigkeit der Feuerwehr bzw. der Polizei mitzuteilen.
Die Feuerwehr bzw. der anwesende Schornsteinfeger lassen den Schornstein kontrolliert ausbrennen. Da sich der Ruß aufbläht und sich der Schornsteinquerschnitt verringert bis zulaufen kann, kann es zu einer Schornsteinexplosion kommen. Mal lässt eine Gütekette in den Schornstein mit dem man den Ruß abschlagen kann oder wirft Fallgewichte (Ausbrennkugeln) in den Schornstein. Deshalb sollte der Schornstein von oben ausgebrannt werden. Dabei werden sogenannte Brennelemente entzündet und mittels einer Gütekette immer tiefer gelassen. Quelle: Uwe L
Eine Alternative zum Ausbrennen ist das Ausschlagen. Hierzu wird eine motorgetriebene Kette von der Mündung aus eingeführt und reinigt den Kamin durch die kreisende (schlagende) Bewegung der Kette. Diese Methode sollte man anwenden, wenn das Brandrisiko (z. B. in Altbauten mit Holzbalkendecke) nicht abschätzbar ist oder wenn man nichts über den Zustand des z. B. einschaligen Schornsteins weiß.
.
.
Danach müssen der Schornstein, die Feuerstätte und die angrenzenden Räume auf ihre Feuersicherheit überprüft werden.

Vortrag - Schornsteinbrand - Thomas Kuntke (BSM)
.
.
das neue Videoportal von HaustechnikDialog mit vielen interessanten Informationen und Anleitungen aus der Haustechnik
Videos aus der SHK-Branche
SHK-Lexikon

Tell-A-Friend

 

Gelistet bei den ENERGIE-TOP10 von energieportal24.de!Energieliga.de