Schornsteinbrand - Rußbrand
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Durch
falsches Heizen mit Holz, das meistens auf Unwissenheit
und falschverstandenes Energiesparen beruht, aber auch durch falsches
Brennmaterial, billige Öfen, falsche Verbrennungslufteinstellung
und einer Durchfeuchtung des Schornsteins, kann es zu Rußablagerungen
im Rauchrohr und Schornstein kommen. Dieser Ruß kann sich entzünden. |
Der Schornsteinbrand
ist fachlich ausgedrückt ein (ungewollter) Rußbrand.
Hierbei wird der Schornsteinbrand durch Flocken- bzw.
Staubruß, Hart- oder Glanzruß
im Schornstein ausgelöst. Der Ruß entsteht durch Brennstoffe,
die zur Teer- und Pechbildung neigen, so z. B. Holz,
Torf, Rohbraunkohle. Es handelt sich dabei um Kohlenwasserstoffe, die
nicht in den Feuerstätte verbrannt werden und sich im Rauchrohr
und Schornstein ablagern. Bevor Hart- oder Glanzruß entsteht
bildet sich Schmierruß. |
Die
festen Rußschichten aus unverbrannten
Kohlenstoff-, Teer- und Pechablagerungen im
Schornstein und im Rauchrohr haben bessere Verbrennungungseigenschaften
als der eingesetzte Brennstoff, weil sie keine Feuchtigkeit und sonstige
nichtbrennbare Bestandteile enthalten, die sonst im Brennstoff gebunden
sind. |
Bei einem
Rußbrand im Schornstein entzündet sich der
an den Schornsteinwandungen haftende Ruß, der das Produkt einer
unvollkommenen Verbrennung ist. Bei einer unvollkommene
Verbrennung vor setzt sich der Kohlenstoff, bei einer Unterkühlung
des Rauches, an den Schornsteinwandungen ab. Solange der Ruß
eine trockene Substanz ist, haftet er locker an den Schornsteinwandungen
und läßt sich einfach mit den Kehrgeräten des Schornsteinfegers
entfernen. Deshalb kommt es bei Schornsteinen mit dieser Rußart
(Flocken- und Staubruß) nur
selten zu einem Rußbrand. |
Die Gefahr
eines Rußbrandes im Schornstein (Schornsteinbrand)
steigt jedoch bei durchfeuchtetem Ruß, der aber
im feuchten Zustand noch nicht brennt. Da Rauchgase
nur eine begrenzte Menge an Wasser-,
Teer- Pechdämpfen aufnehmen können, kommt
es zur Kondensatbildung (Übergang vom gasförmigen in den flüssigen
Aggregatzustand), wenn bei dem Erreichen des Sättigungspunktes
weitere Feuchtigkeit zugeführt wird. Die überschüssigen
Teer-, Pech- und Wasserdämpfe
schlagen sich an Schornsteinwandungen nieder. Dort
bildet sich dann ein Gemisch von Teer-,
Pech- und Wasserdampfkondensat, welches
den anhaftenden Ruß zu einer schmierigen bis
flüssigen Masse (Schmierruß)
macht, der mit den üblichen Kehrgeräten nicht immer zu entfernen
ist. Solange Ruß noch in einem schmierig-flüssigen Zustand
ist, kann eine Entzündung ausgeschlossen werden. |
Bei
steigender Rauchgastemperatur verdunsten die niedergeschlagenen
Teer-, Pech- und Wasserdämpfe. Der entstehende Schmierruß
trocknet aus und wird zu Hartruß bzw. Glanzruß. Erst jetzt
entsteht eine Entzündungsgefahr. Aufgrund der
verschiedenen Rußarten gibt es auch verschiedene
Ruß- bzw. Schornsteinbrände, die
grundsätzlich von einem Schornsteinfeger unter
Beobachtung der Feuerwehr bekämpft werden soll. |
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Flocken- und Staubrußbrände
Flocken- und Staubrußbrände erkennt man an starkem Funkenflug.
Die durch einen Rußbrand im Schornstein angestiegene Temperatur
bewirkt eine Erhöhung des Auftriebes, der den locker an der
Schornsteinwandung anhaftende Flocken- und Staubruß losgereißt
und zum Schornstein hinaustransportiert. Hier sind nun die in Windrichtung
liegenden Gebäude oder sonstigen brennbaren Gegenstände
gefährdet. Um den Funkenflug zu unterbinden oder einzudämmen,
kann ein Funkenfänger auf der Schornsteinmündung angebracht
werden. Diese Art des Schornsteinbrandes ist noch relativ einfach
beizukommen. Durch die lockere Struktur dieser Rußart ist
es ohne weiteres möglich, dem Rußbrand die Nahrung zu
nehmen, indem mit einem Stahlbesen der Ruß heruntergekehrt
wird.
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Hartrußbrände
Die Bekämpfung von Rußbränden in Schornsteinen mit
Hartrußansatz ist schwieriger, weil der Ruß bei der
Erwärmung zu einer zähen sirupartigen Masse wird. Diese
kann so stark aufblähen, dass der lichte Querschnitt geschlossen
wird, was durch herabfallende Rußstücke zusätzlich
begünstigt werden kann. Um eine Querschnittsverengung zu verhindern,
muß während der Dauer des Brandes eine Kugel in den Schornstein
hinabgelassen werden. Die Bekämpfung eins Hartrußbrandes
besteht in der Beseitigung des Rußbelages mit einem starken
Stahldrahtbesen.
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Glanzrußbrände
Der gefährlichste Rußbrand im Schornstein entsteht durch
Glanzruß. Anders als Staub- bzw. Flockenruß und Hartruß
kann der Glanzruß durch einen Stahldrahtbesen nicht
mehr entfernt werden. Dieser Brand kann in der Regel nur durch ein
kontrollierten Ausbrennen beendet werden. Durch die starke Entgasung
des Rußbelages entsteht oftmals meterhohe aus dem Schornstein
schlagende Flamme. Dabei können Temperaturen bis zu 1.500 °C
auftreten.
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| Ursachen
für die Entstehung von Glanz- oder Hartruß |
- feuchte Brennstoffe
- ungeeignete Feuerstätten
- falscher Brennstoff für die Feuerstätte
- falsche Bedienung
- Verbrennungsluftmangel
- Unterschreitung des Taupunktes der Abgase
- falsche Brennstoffstückung
(z. B. Größe)
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Da im Ruß
keine Feuchtigkeit und sonstige nichtbrennbare Bestandteile
mehr enthalten sind, brennen die festen Rußschichten und
Teerbeläge im Schornstein noch besser als der eingesetzte
Brennstoff. |
Der Schornsteinbrand
entsteht durch das Eintragen von Funken über die Züge
der Feuerstätte in den Schornstein, die bei der Verbrennung
von langflammiger Brennstoffe oder Nadelhölzern entstehen. |
Da bei einem
Schornsteinbrand Temperaturen von 1.000 bis 1.500 °C
auftreten können. Darf niemals Wasser, zum Löschen
verwendet werden. So werden z. B. aus 10 Liter Löschwasser
schlagartig 17.000 Liter Wasserdampf. Durch
den dadurch entstehenden Druck kann der Schornstein auseinandergedrückt
werden. |
| Brandphasen |
| 1. Anfangsphase |
- Starke Rauchentwicklung
- Noch feuchter Ruß
- Temperatur von ca. 600 °C
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| 2. Durchbrandphase |
- Der Rauch
lässt nach, hört ganz auf
- Die Flammen schlagen aus der Schornsteinmündung
hinaus
- Temperatur von ca. 1000 °C
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| 3. Nachheizphase |
- Durchbrand
bis zum Mauerwerk
- Gefahr, dass sich der Ruß
aufbläht (7 - 10fach)
- Verengung des Querschnittes und
Hitze kann nicht entweichen
- Das Gebäude kann verqualmen
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Ausbrennarbeiten
darf nur ein Schornsteinfegermeister (einige sagen auch Kaminkehrermeister)
durchführen. Außerdem ist diese Tätigkeit der
Feuerwehr bzw. der Polizei mitzuteilen. |
Die Feuerwehr
bzw. der anwesende Schornsteinfeger lassen den Schornstein kontrolliert
ausbrennen. Da sich der Ruß aufbläht (7
bis 10fach) und sich dadurch der Schornsteinquerschnitt verringert
bis zulaufen kann, kann es zu einer Schornsteinexplosion
kommen. Man lässt eine Gütekette in den Schornstein
mit dem man den Ruß abschlagen kann oder wirft Fallgewichte
(Ausbrennkugeln) in den Schornstein. Deshalb sollte der Schornstein
von oben ausgebrannt werden. Dabei werden sogenannte
Brennelemente entzündet und mittels einer Gütekette
immer tiefer gelassen. Quelle:
Uwe L |
Für
diese Arbeit kann auch das Sternbrennverfahren
mit Flüssiggas eingesetzt werden. Dabei wird der
Brenner kontrolliert von der Schornsteinmündung bis zur
Sohle geführt. |
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Eine Alternative
zum Ausbrennen ist das Ausschlagen. Hierzu
wird eine motorgetriebene Kette von der Mündung aus eingeführt
und reinigt den Kamin durch die kreisende (schlagende) Bewegung
der Kette. Diese Methode sollte man anwenden, wenn das Brandrisiko
(z. B. in Altbauten mit Holzbalkendecke) nicht abschätzbar
ist oder wenn man nichts über den Zustand des z. B. einschaligen
Schornsteins weiß. |
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Danach müssen
der Schornstein, die Feuerstätte und die angrenzenden Räume
auf ihre Feuersicherheit überprüft werden. |
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Warum
ist ein Schornsteinbrand so gefährlich? |
Durch
den Funkenflug und der Wärmestrahlung besteht die Gefahr der Brandausbreitung.
So können z.B. Funken durch Undichtigkeiten der Dachhaut den Dachstuhl
in Brand setzen. Durch die Wärmeentwicklung kann der Schornstein
einstürzen und das Rauchrohr durch eine Ausglühen zerstört
werden. Auch kann die Wärmestrahlung Möbel in der Nähe
des Schornsteines entzünden.
Eine weitere Gefahr liegt in der Quellfähigkeit Da Ruß sehr
stark aufquellen kann, besteht die Gefahr, dass der Schornstein die
heißen Gase und Dämpfe nicht mehr ungehindert abführen
kann und dann evtl. durch Reinigungsklappen oder durch die Feuerstätte
austreten. |
Gefahren |
- Brandausbreitung durch Wärmestrahlung
- Brandausbreitung durch Funkenflug
- Rissbildung im Schornstein
- Einsturz des Schornsteins durch Rissbildung
- Einsturz durch die Wärmeausdehnung
- Verstopfung des Schornsteins durch Aufquellen
des brennenden Rußes
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Woran
erkennt man einen Schornsteinbrand? |
- Flammen lodern aus der Schornsteinmündung
- starker Funkenflug aus der Schornsteinmündung
- erhebliche Rauch- und Geruchsbelästigung
- die Schornsteinwangen erwärmen
sich
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Welche
Maßnahmen müssen getroffen werden? |
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• Feuerwehr Notruf 112 benachrichtigen
• Schornsteinfeger informieren
• Keinesfalls mit Wasser löschen!
• Auf Feuerwehr und Schornsteinfeger warten
• Brennbare Gegenstände vom Schornstein abrücken
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Ein brennender
Schonstein darf nicht mit Wasser gelöscht
werden! Da bei einem Schornsteinbrand Temperaturen von über
1500 °C auftreten können, würde das zugeführte Wasser
sofort verdampfen. Dadurch entstehen großen Dampfmengen (1 Liter
Wasser ergibt 1700 Liter Wasserdampf), die den Schornstein zerreißen
können. |
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| Ein Schornsteinbrand kann in
den meisten Fällen nicht gelöscht werden. |
- Die Feuerwehr beobachtet gefährdete Stockwerke
mit Kleinlöschgeräten.
- Nahe am Schornstein stehende brennbare Möbel
müssen in Sicherheit gebracht werden, Bilder und Dekorationen
müssen abgehängt werden.
- Brennbare Gebäudeteile (Holzbalken) müssen
evtl. mit Wasser befeuchtet und beobachtet werden.
- Bei sehr starkem Funkenflug sollten auch die
Nachbarn aufgefordert werden ihre Dachluken zu schließen.
- Damit der Schornstein durch den aufquellenden
Ruß nicht verstopft, wird die Feuerwehr mit dem Bezirksschornsteinfeger
den Schornstein kehren und den brennenden Ruß unten im Schornstein
entfernen und ablöschen. Der Schornstein wird "ausgekehrt".
- Wenn ein Auskehren nicht möglich ist, wird
bei erhebliche Gefahren der Schornstein "durchgezogen" und
kann evtl. durch einen Pulverlöscher gelöscht werden.
- Wenn das Feuer erfolgreich bekämpft wurde,
werden alle Stockwerke und Deckenführungen auf Dehnungsrisse
überprüft.
- Danach wird gezielt nach Glutnestern auf dem
Dachboden gesucht.
- Die Einsatzstelle wird dem zuständigen
Bezirksschornsteinfeger übergeben.
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Ich sehe schon ein
zu langes Rauchrohr zum Schornstein, das evtl. auch
noch aus missverstandenen "Sparversuchen" zur vermehrten Wärmeabgabe
"vergewaltigt" wurde, zu Glanzruß in
diesem Rohr führen und unter ungünstigen Verhältnissen
zu einem Brand in diesem Rohr führen kann. Wenn das Rohr erst einmal
hellrot glüht, wird es kritisch. Deswegen sollten solche Anlagen,
besonders mit Billig-Kaminöfen,
nie ohne Beaufsichtigung betrieben werden. Das oftmals
falsch gelagertes
Holz (feuchtes Holz) verwendet wird, erhöht diese
Gefahr zusätzlich. |
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Ausbrennen
eines Schornsteins |
Ausbrennarbeiten
darf nur ein Schornsteinfegermeister (einige sagen auch Kaminkehrermeister)
durchführen. Außerdem ist diese Tätigkeit der
Feuerwehr bzw. der Polizei mitzuteilen. |
Die Feuerwehr
bzw. der anwesende Schornsteinfeger lassen den Schornstein kontrolliert
ausbrennen. Da sich der Ruß aufbläht (7 bis
10fach) und sich dadurch der Schornsteinquerschnitt verringert
bis zulaufen kann, kann es zu einer Schornsteinexplosion
kommen. Man lässt eine Gütekette in den Schornstein
mit dem man den Ruß abschlagen kann oder wirft Fallgewichte
(Ausbrennkugeln) in den Schornstein. Deshalb sollte der Schornstein
von oben ausgebrannt werden. Dabei werden sogenannte
Brennelemente entzündet und mittels einer Gütekette
immer tiefer gelassen. Quelle:
Uwe L |
Für diese
Arbeit kann auch das Sternbrennverfahren mit
Flüssiggas eingesetzt werden. Dabei wird der Brenner
kontrolliert von der Schornsteinmündung bis zur Sohle geführt. |
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Vorgehen
beim Ausbrennen von Feuerungsanlagen (Abgasanlagen) |
- Die gesamte Anlage (Schornstein, Rauchrohr,
Ofen) ist vom Schornsteinfeger (Kaminkehrer) auf ihren baulichen Zustand
zu untersuchen.
- Die Feuerwehr stellt eine der Brandgefahr
entsprechende Löschgruppe auf und lässt die erforderlichen
Schlauchleitungen erstellen und unter Druck setzen.
- In den Fußböden und auf dem
Dachboden ist jedes brennbare Material um die Abgasanlage herum zu
entfernen.
- Das Dach ist zu kontrollieren.
- Dachluken, Fenster, Einfahrtstore und
dergleichen im Haus und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sind
zu schliessen.
- Weichgedeckte Dächer sind mit Wasser
zu benetzen.
- Elektrische Freileitungen in der Nähe
der Schornsteinmündung müssen durch den Netzverteiler spannungsfrei
gemacht und isoliert werden.
- In jedem Geschoss und auf dem Dachboden
ist ein Gefäss mit Wasser, ein Handfeuerlöscher oder eine
Eimerspritze bereit zu stellen.
- Vor jeder Revisionsöffnung ist der
Boden mit nassen Tüchern zu belegen.
- Der Schornsteinfeger (Kaminkehrer) muss
das Ausbrennen der Abgasanlage nach dem neuesten Stand der Technik
vornehmen. Er muss die Feuerungsanlage während des Ausbrennens
ständig unter Kontrolle
halten.
- Nach dem Ausbrennen sind die Stellen,
an denen die Abgasanlage durch Balkendecken und andere Holzteile führt,
mehrere Stunden nach Wärmestauungen und Glutnestern abzusuchen.
- Die Abgasanlage ist nach Beendigung der
Ausbrenn- und Reinigungsarbeiten genau abzuspiegeln oder durch eine
Kamera zu kontrollieren.
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Ausschlagen
eines Schornsteins |
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Kettenausschlaggerät |
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Ausschlagkette |
Quelle:
: RESS GmbH & Co.KG |
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Zu dem Ausschlagen
eines Schornsteins wird eine motorgetriebene Kette,
die auf einer rotierenden Welle befestigt ist, von der
Mündung aus eingeführt und reinigt den Kamin
durch die kreisende (schlagende) Bewegung der Kette. Diese
Methode sollte man anwenden, wenn das Brandrisiko (z.
B. in Altbauten mit Holzbalkendecke) nicht abgeschätzt
werden kann oder wenn man nichts über den Zustand
des z. B. einschaligen Schornsteins weiß. |
Hierbei gibt es
keine thermische Belastung des Schornsteins.
Bei einem intakten, fachgerecht erstellten Schornstein
aus Mauerwerk gibt es bei der mechanischen Belastung
keine Probleme. Aber wenn der Schornstein vorgeschädigte
Steine oder Fugen hat, werden diese weiter beschädigt.
Für gemauerte Schornsteine, besonders in älteren
Gebäuden ist diese Methode auf Grund des Brandschutzes
dem Ausbrennen vorzuziehen. Der Reinigungsgrad ist aber
nicht so hoch wie bei der Ausbrennmethode. |
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Austrocknen
eines Schornsteins |
Zur Entfernung
von Feuchtigkeit aus dem Schornsteinmauerwerk
wird der Schornstein ausgebrannt. Die Austrocknungsarbeit wird bei bereits
vorhandenen oder sehr fortgeschrittenen Schornsteinversottungen
angewendet. Diese Methode ist die einzige kurzfristige Möglichkeit,
die eingelagerten Kondensate und damit aufgetretene Geruchsbelästigungen
zu entfernen. Für diese Arbeit wird das Sternbrennverfahren
mit Flüssiggas eingesetzt. Der Brenner wird kontrolliert
von der Schornsteinmündung bis zur Sohle geführt. |
Es kann auch die
Methode, die bei dem Ausbrennen eines Schornsteins
auf Grund von Glanzruß eingesetzt wird, eingesetzt
werden. Hier werden Fallgewichte (Ausbrennkugeln) in den Schornstein
geworfen und der Schornstein von oben ausgebrannt.
Dabei werden sogenannte Brennelemente entzündet und mittels einer
Gütekette immer tiefer gelassen. |
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Die Austrocknungsarbeiten
dürfen nur durch den Schornsteinfegermeister
(Kaminkehrermeister) ausgeführt werden, der vorher den Schornstein
inspizieren muss. |
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| Von einer
Schornsteinversottung spricht man, wenn ein Schornstein
längere Zeit zu feucht ist und während der
Stillstandszeiten des Wärmeerzeugers nicht austrocknet. Die ersten
Anzeichen einer Versottung sind im Außenbereich des Schornsteins
durch einen braunfarbigen Ausschlag an den Schornsteinwangen
bzw. Raumwänden zu erkennen. Am häufigsten kommt es bei einschaligen
gemauerten Schornsteinen mit alte Heizungsanlagen vor, die durch neue
Heizkessel mit niedrigen Ab-/Rauchgastemperaturen umgebaut wurden und
bei denen es zur Bildung von Wasserkondensat im Schornstein kommt. |
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Schornsteinversottung
mit zersetzem Mauerwerk |
Quelle:
Haustechnikdialog |
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Besonders häufig
kommt es bei der Verbrennung von Holz
(auch bei gut gelagertem Holz mit wenig Restfeuchte) zu
einer Versottung, weil die Wärmeerzeuger (Kaminofen,
Holzvergaser)
auf Grund von Unwissenheit und falschverstandenen Energiesparens
falsch betrieben werden. Durch die Drosselung der Verbrennungsluftzufuhr
wird die Verbrennungs- und auch die der Abgastemperatur
gesenkt. Diese können den Wasserdampf dann nicht
bis ins Freie transportieren. Das Kondensat mit den Rauchgasanteilen
bleibt im Schornstein am Mauerwerk haften und zieht ein.
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Dieses Kondensatgemisch
ist sehr "korrosiv" (schweflige
Säure) und kann normales Mauerwerk zersetzen
und durchdringen. Das Gemisch aus Teer und Schwefel dringt
durch die Mauerfugen und sorgt im inneren des Hauses für
einen unangenehmen Geruch. Ein Extremfall
wäre das Bilden von Hart- oder Glanzruß,
was zu einen Schornsteinbrand führen
kann. |
In vielen Fällen
kann ein Zugregler
(Nebenluftvorrichtung) ein Durchfeuchten vorbeugen. Damit
wird die Ableitung der Abgase beschleunigt und der Schornstein
wird ständig mit trockener Luft belüftet. Wenn
diese Maßnahme nicht ausreicht, muss der Schornstein
saniert werden. In den Schornstein wird ein Rohr, z. B.
aus Edelstahl eingezogen. In vielen Fällen
wird gleichzeitig die Anlage auf ein Luft-Abgas-System
(LAS) umgerüstet. |
Vor einer
Sanierung sollte der
Schornstein von einem Schornsteinfeger-meister ausgetrocknet
werden. |
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Für
das Reinigen eines Schornsteins gibt
es verschiedne Methoden. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen
„kehren“ und „kratzen“. |
Das Kehren
(Fegen) wird mit einer weichen, meist aus Stahlblech
bestehenden Kehreinlage vorgenommen. Dabei wird der
Kehrbesen von oben nach unten in den Schornstein heruntergelassen.
Der richtige Reinigungsvorgang beginnt mit dem Hochziehen des Kehrgerätes
und nicht beim Herunterlassen. Das Ziel ist es, die lockeren, weichen
und trocknen Verbrennungsrückstände zu entfernen. Keinesfalls
soll dabei das Schornsteinmaterial mit abkratzen, weil nur die brandgefährlichen
Ablagerungen beseitigt werden sollen. Der Schornstein soll dabei nicht
zerstört werden. |
Beim
Kratzen werden sehr harte, messerscharfe Kratzeinlagen
benutzt. Diese sind nicht rund wie die Kehreinlagen, sondern in der
Form wie der entsprechende Schornsteinquerschnitt. Für einen rechteckigen
Schornstein, z. B. 14 x 20 cm, haben die ca. das Maß 18 x 28 cm.
Davon werden immer mindestens zwei mal zwei Einlagen verwendet. Also
zwei Einlagen zusammen und diese in einem Abstand von ca. 30 cm. Dieses
Kratzgerät wird nicht mit einer Leine durch den Schornstein gezogen,
sondern mit einer Seilwinde. Diese Arbeit wird durch zwei Personen ausgeführt.
Einer der oben die Winde betätigt und einer der unten die Kratzeinlage
in den Schornstein einbringt. In der Regel wird dieses Kratzgerät
vier bis zehnmal durch den Schornsteinzug gezogen. Diese Kratzeinlagen
müssen nach ca. vier Schornsteinen erneuert werden. Dadurch wird
das Auskratzen eines Schornsteins entsprechend teuer. Quelle:
Uwe L |
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Schornstein-Werkzeugsatz
DIN 14800-4 |
Quelle:
: RESS GmbH & Co.KG |
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| Schornstein-Werkzeugsatz DIN
14800-4 |
2 Paar Hitzeschutzhandschuhe kurzzeitig
belastbar bis 1000°C
2 Sternschlüssel aus Stahl
2 Schultereisen
1 Rußschaufel
2 Teleskop-Kaminspiegel
1 Fallgranate 4 kg
1 Kehrgerät bestehend aus Schlagkette 50 cm, Aufschlagbolzen
mit Öse, Edelstahl-Schlagstück, Notglied, Karabinerhaken
und Schlagapparat Messing
1 Feuerwehrkette 4 x 32 mm 20 Meter lang
1 Edelstahl-Leinstern mittelhart Ø 250 mm
1 Kratzfedereinlage 13,5 - 16 cm
1 Kratzfedereinlage 16 - 20 cm
1 Kratzfedereinlage 19 - 24,5 cm
2 Stahlstangen “B” mit 2x M10 Innengewinde 3 Meter
lang
1 Endhandkugel
1 Rollenöffner
2 Stoßbesen M10 aus Federstahl mittelhart Ø 250
mm
1 Wasserpumpenzange
1 Schlitz-Schraubendreher
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