Kaminöfen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Sie bestehen aus Gusseisen oder Stahlblech mit Schamotteauskleidung, haben eine geschlossene Brennkammer (im Gegensatz zu dem offenen Kamin) und sind nur als Zeitbrandheizungen geeignet. Sie werden hauptsächlich mit Holz, einige auch mit Kohle und Briketts, befeuert.
Die einfachen Ausführungen geben die Wärme hauptsächlich über Wärmestrahlung ab. Andere Öfen sind so konstruiert, dass sie ihre Wärme auch über Konvektion an die Raumluft abgeben. Sie heizen sich schnell auf, kühlen aber auch relativ schnell wieder ab. Kachel-, Grund- und Specksteinöfen haben ein sehr gutes Wärmespeichervermögen und gelten nicht als Kaminöfen.
Kanonenofen
Quelle: Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung GmbH
Der Werkstattofen ist die einfachste Ausführung eines Kaminofens. Er besteht aus Gusseisen und hat in der Regel eine einfache Form und eine Wärmeplatte. Auch die Bedienung ist einfach. Wie es die Bezeichnung sagt, wurden diese Öfen hauptsächtlich in Werkstätten und auf Baustellen eingesetzt. Sie wurden als Allesbrenner verwendet. Heutzutage ist der Einsatz eher selten, weil sie oftmals nicht mehr den Bestimmungen der 1. BImSchV entsprechen.
Werkstattofen - Beispiel - Wamsler
 
Heylo-Baustellen-Öfen, diese wurden auch in den Gärtnereien oft eingesetzt. Alles was brannte, auch Altöl und die andern Gemische aus der Autowerkstatt usw. konnten diese Ungetüme sehr gut vertragen.... Quelle:Olaf T.
Werkstattofen
Quelle: WAMSLER Haus- und Küchentechnik GmbH
Quelle: ENERGETEC Gesellschaft für Energietechnik mbH
Der "Bullerjan®" ist ein Warmluftofen, der durch seine Konstruktion eine hohe Wärmeleistung bringt. Die gebogenen Stahlrohren bilden eine zylindrische Brennkammer. Der größte Teil der Rohroberfläche liegt dabei innerhalb der Brennkammer, dadurch wird ein sehr guten Wärmeaustausch gewährleistet.
Während des Betriebs erhitzt sich die Luft in den Rohren sehr schnell. Durch das Konvektionsprinzip steigt sie nach oben und tritt als Warmluft aus den Rohren aus. Kalte Luft strömt von unten nach, wird erwärmt und folgt dem Schwerkraftkreislauf. Durch diese andauernde Umwälzung verteilt sich die Luft schnell und gleichmäßig im Raum.

Nachteilig wirkt sich die Staubversengung der Luft aus.

Bullerjan®  - ENERGETEC
Funktion
Quelle: ENERGETEC Gesellschaft für Energietechnik mbH
drehbarer Kaminofen
Quelle: Erwin Koppe Keramische Heizgeräte GmbH

Der Kaminofen ist im Design ein wenig hochwertiger gegenüber dem Werkstattofen. Der Brennraum ist mit Schamottesteinen oder keramischem Kunststoff ausgekleidet. Die meisten Öfen haben eine doppelwandige Brennkammer (außen ein Stahlmantel oder Kachelflächen). Diese Öfen erzeugen auch Warmluft, die durch Konvektion über Öffnungen in den Wohnraum abgegeben wird.

Die Asche lässt sich durch ein Rüttelrost in eine Aschenlade entfernen. Eine große Tür aus feuerfestem Glas ist ein Merkmal dieser Öfen. So kann das Feuer beobachtet werden und verbessert die Wärmestrahlung nach außen.
Es sollten nur Kaminöfen verwendet werden, die die Verbrennungsluft kontrolliert zuführen. Dazu wird Raumluft an einem Regler angesaugt und in einem Kanal am Brennraum vorbeigeführt und dabei erhitzt (ca 300 Grad). Die heiße Luft (Sekundärluft) hinterspült die Türscheibe und entzündet die aus dem Holz austretenden brennbaren Gasen.
Kaminofen
Quelle: Kerma Tech

Anheizen ohne Rauch

Bei einem Kaminofen muss in der Anheizphase ausreichend Verbrennungsluft vorhanden sein. Schon mit dem richtigen Anheizen werden die Weichen für eine emissionsarme rußfreie Verbrennung gestellt. Bei den Feuerstätten mit oberen Abbrand, also ohne Feuerungsrost (Z. B. Grundofen), hat sich das Anheizen von oben bewährt. Nachdem der Holzaufbau brennt kann nachgelegt und die Verbrennungsluft einreguliert werden. Die Luftzufuhr ist richtig eingestellt, wenn das Innere des Ofens hell und ohne schwarze Rußablagerungen bleibt. Jede Bedienungsanleitung gibt das richtige Betreiben des jeweiligen Ofens vor, da es verschiedene Ofenarten gibt. Jeder Betreiber muss die richtige Betriebsweise für seinen Ofen selber finden.

Anheizen von oben
Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach oben oder zur Seite auf dem Feuerraumboden legen.
Die Anzündhölzer (trockene dünne Scheite aus Tannenholz) quer über die Scheite legen. Dazwischen, auf einem der Scheite, den Anzünder (wachsgetränkte Holzwolle, keine Grillanzünder) legen.
Eine weitere Anzündhölzer mit Abständen quer darüber legen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sehr wenig unverbrannte Brenngase den Feuerraum verlassen. Sie dauert etwas länger als das Anheizen von unten.
Diese Methode wird auch für Öfen mit stehenden Scheite verwendet.
Anheizen von unten
Anzündhölzer (trockene dünne Scheite aus Tannenholz) einlagig über den Bodenrost legen, dazwischen den Anzünder (wachsge tränkte Holzwolle, keine Grillanzünder) legen.
Eine weitere Schicht Anzündhölzer mit Abständen quer darüber legen.
Zwei bis drei nicht zu große Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach unten oder zur Seite nebeneinander auf den Anzündhölzern legen. Verbrennungsluftschieber öffnen. Diese Anheizmethode wird für Öfen mit Feuerungsrost empfohlen.

Scheibenspülung
Damit die Scheibe eines Kaminofens sauber und durchsichtig bleibt, haben gut konstruierte Öfen eine sog. Scheibenspülung. Dadurch wird eine Schwärzung der Scheibe verhindert. Hier wird vorgeheizte Verbrennungsluft von innen an der Scheibe entlanggeführt. Dieses „Einspülen“ der vorgewärmten Luft im oberen Teil der Scheibe sorgt dafür, dass der Sauerstoff optimal mit den Holzgasen oxidiert, gut verbrennt und gleichzeitig zieht die an der Scheibe entlanggeführte Luft Rußteilchen von der Scheibe weg, zurück in die Verbrennungszone.
Bei dem Anheizen, wenn die Scheibe eines Kaminofens noch kalt ist, können dort Abgase und Teer kondensieren und dadurch verschmutzen. Die Scheibenspülung tritt erst in Kraft, wenn der Ofen seine Betriebstemperatur erreicht hat. Eine anfängliche Trübungen der Scheibe ist also völlig normal. Auch bei zu wenig Brennmaterial kann die Vorerwärmung unzureichend sein und der Ofen kann dann den Ruß nicht verbrennen und dieser setzt sich an der Scheibe fest.
1 - 1. Umlenker Vermiculite
2 - 2. Umlenker Vermiculite
3 - 3. Umlenker Vermiculite
4 Verbrennungsluft Sekundär 1 - Scheibenspülung
5 Verbrennungsluft Sekundär 2 - Scheibenspülung unten
6 Verbrennungsluft Primär über AK - Feineinstellbar
7 Umluft kalt
8 Warmluft Prisma Rohr
9 Vermiculite oder Rippenguss
19 Boden-Schamotte
11 Warmluft
12 Sekundär Verbrennungsluft oben und unten
13 Primär Verbrennungsluft
14 Kaltluft

Zunehmend werden auch Pellet-Kaminöfen eingebaut. Diese Öfen gibt es als reine Warmluft-Zimmeröfen, die aber auch mit Wassertaschen ausgestattet werden können. Der Vorteil dieser Öfen ist, dass sie vollautomatisch betrieben werden können. Wobei evtl. die Pellets als Sackware nachgefüllt werden müssen, weil ein Fördersystem oft als zu laut empfunden wird.
Pellet-Kaminofen
Schnitt-Pellet-Kaminofen
Pellet-Kaminofen
Quelle: Wodtke GmbH
Vor der ersten Inbetriebnahme oder besser vor dem Schornsteinanschluss muss der zuständigen Schornsteinfegermeister informiert bzw. gefragt werden, weil die Feuerstätte genehmigungspflichtig ist.
Die Kaminöfen benötigen eine Zulassung für Feuerungsanlagen mit CE-Kennzeichnung und der Zulassung durch nationale Institute (z. B. DIBt-Zulassung). Auch sollten sie der 1. Stufe und möglichst auch schon der 2. Stufe der BImSchV entsprechen.

Bio-Ethanolkamin - Ethanolkamin
Über die Sinnhaftigkeit eines mit Ethanol betriebenen Kaminofens (Bio-Ethanolkamin, Ethanolkamin) mit echtem Feuer lässt sich streiten. Da diese Verbrennung keinen Rauch erzeugt, erfordert dieser Kamin keinen Schornstein. Es entsteht kein Geruch oder Ruß. Bei der Verbrennung entsteht in geringem Maße CO2 (abhängig von der Brennbox des Kamins) und Wasserdampf. Aber die Stiftung Warentest weist auf die Gefährlichkeit dieser Kamine hin.

Dauerbrand - Zeitbrand
Bei den Feuerstätten mit festen Brennstoffen unterscheidet man zwischen „Dauerbrand – Zeitbrand“.
Der Begriff „Dauerbrand“ hat nichts mit dem Begriff „Dauerbetrieb“ zu tun. Die DIN EN 13240 bzw. DIN EN 13229 beschreiben damit die Fähigkeit, den Abbrand mit einer einmaligen Beschickung und einmaliger, extrem gedrosselter (Luft-)Einstellung je nach Brennstoffart bis zu 12 Stunden ausdehnen zu können. Ein Holzvergaserkessel ist eine typische derartige Feuerstätte.
Ein Grund- oder Specksteinofen sind „Zeitbrandfeuerstätten“. Hier wird eine relativ große Brennstoffmenge in kurzer Zeit mit hohem Luftüberschuss sehr schadstoffarm verbrannt. Die freigesetzte Energie wird in der Ofenmasse gespeichert und langsam an den Raum abgegeben.
Auch sagt die Einteilung als Zeitbrand- oder Dauerbrand-Feuerstätte nichts über die mögliche tägliche Betriebsdauer aus. Dauerbrand- und Zeitbrandfeuerstätten können ohne zeitliche Einschränkung ununterbrochen betrieben werden, wenn der Hersteller keine Einschränkung in den technischen Unterlagen angegeben hat.
"Feuerstätten für den gelegentlichen Betrieb" (baurechtliche Einteilung), z. B. der offene Kamin, der nicht die Mindestanforderung im Bezug auf den Wirkungsgrad erfüllt, dürfen nach der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung nur "gelegentlich" betrieben werden. Nach einem Urteil des OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz darf ein offener Kamin nicht mehr als an 8 Tagen im Monat für jeweils 5 Stunden betrieben werden. In dem Urteil wird auch von einem "Lustfeuer" gesprochen.

Wassergeführter Kaminofen - Wassertasche
Doppelwandiger Kaminofen
Quelle: Wodtke GmbH
Wasseranschlüse am doppelwandigen Kaminofen
Quelle: Wodtke GmbH
Standregister
Tunnelofen
Quelle: Wertstein
Wassergeführte Kaminöfen gibt es in zwei unterschiedlichen Arten.
 
1. Ein aus doppelwandigem Stahl gebauter wassergeführter Kaminofen ist von vornherein für die Zwecke der Wärmeabgabe über Luft und Wasser konzipiert. Mit diesen wasserführenden Kaminöfen kann eine hohe Heizleistungen in die Heizungsanlage abgegeben werden.
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2. Kaminöfen mit nachgerüsteten Wärmetauschern (Wassertaschen) haben im Feuerungsraum keine doppelwandigen wasserführenden Wände und sind dort in der Regel mit Schamottsteinen ausgestattet. Diese Bauart hat je nach Einbindung in die Heizungsanlage eine geringere Heizleistung, weil nur die Wärme aus den Rauchgasen entnommen wird.
Wassertaschen gibt es in verschiedenen Ausführungen.

• Standregister
• Aufsteckregister
• Anhängewassertaschen

 
Standregister eignen sich zur Nachrüstung von Warmluft-Kachelöfen und können hinter einen freistehenden Kaminofen angeordnet werden.
 
Aufsteckregister sind einfacher zu installieren und besser zugänglich.
 

Anhängewassertaschen werden zur Reduzierung der Abstrahlung in den Raum angebracht. Außerdem kann dadurch die Heizleistung besser ausgenutzt und eine Erhöhung der Heizwasserleistung erzielt werden.

 
Ein wasserführender Kaminofen soll auf Grund seiner hohen Heizleistung grundsätzlich in einen Pufferspeicher hydraulisch eingebunden werden. Wassertaschen mit geringen Heizleistungen können auch in den Heizungsrücklauf zum Kessel eingeschleift werden. Aber auch hier ist der Anschluss an einen Speicher sinnvoller. kann bei Unter bestimmten Bedingungen auch mit einer spezielle Regelung ohne Pufferspeicher geplant werden.
Jeder wassergeführter Kaminofen und jede Wassertasche muss sinnvoll und fachlich richtig in die Heizungsanlage integriert werden. Wichtig ist auch die sicherheitstechnische Absicherung des Wärmetauschers. Das setzt eine Wasseranschluss- und Abflussmöglichkeit für die thermische Ablaufsicherung (TAS) voraus. Die Ausblasleitung des Sicherheitsventils benötigt einen Abwasseranschluss. Außerdem müssen alle Bauteile und die Reinigungsöffnungen der Rauchgaszüge gut zugänglich sein.
Der Einbau ist grundsätzlich vor Beginn der Aufstellung mit dem Schornsteinfeger und einem Heizungsfachbetrieb abzusprechen!

 

   
Aufsteckregister
Anhängewassertaschen
Quelle: Wertstein

Der wasserseitige Anschluss muss durch einen entsprechend qualifizierten Fachhandwerker erfolgen. Für die TAS ist eine ausreichende und fachgerechte Frischwasser-versorgung bauseits sicherzustellen. Hauswasserwerke sind nicht zulässig, da auch bei Stromausfall die Frischwasserversorgung der TAS mit ausreichend Druck zur Verfügung stehen muss.
Der Ausgang der TAS ist bauseits an einen frostsicheren und fachgerechten „freien Auslauf“ anzuschließen.
Achtung! Die Funktion der TAS muss bei Installation sowie turnusmäßig wiederkehrend mind. 1x jährlich auf seine Funktion geprüft werden. (Text aus einer Einbauanleitung von Kaminöfen)

Wasserführender Naturzug-Holzvergaserofen
Quelle: Wallnöfer H.F. GmbH
Im Gegensatz zu den Kaminöfen mit oberen Abbrand gibt es auch Naturzugvergaser mit unterem Abbrand (Sturzbrandofen). Diese Öfen arbeiten ohne Druckgebläse bzw. Saugzugventilator und somit auch ohne Elektroanschluss.
Der Ofen hat zwei Brennkammern. In der oberen Kammer wird das Holz angezündet und die dabei entstehenden heißen Gase werden in die untere Kammer geleitet, mit Sekundärluft angereichert und bei hohen Temperaturen nachverbrannt. Über die heißen Rauchgase wird das Heizungswasser aufgeheizt.
Prinzip des Naturzugvergaserofens
Quelle: Wallnöfer H.F. GmbH

Glutbettfeuerung
Rost- und Glutbettfeuerung
Die meisten Kaminöfen und der Specksteinofen arbeiten mit einer Rostfeuerung. Hier wird die Verbrennungsluft von unten durch einen Rost mit großen oder kleinen Öffnungen dem Feuer zugeführt.
Der Nachteil ist, dass die Verbrennung abkühlt und die Asche nach unten in die Aschenlade fällt. Auf dem Rost sollte immer eine Ascheschicht liegen, denn diese schützt das Rostmaterial vor zu schnellem Verschleiß. Außerdem brennt das Feuer im Aschebett besser.
Bei der Glutbettfeuerung eines Grundofens brennt das Feuer in der Aschenglut, was zu einer gleichmäßigeren Verbrennung führt. Auch das Anzünden eines neuen Feuers wird durch die Restglut einfacher. Die Ascheschicht auf dem Feuerraumboden sollte ca. 3 bis 5 cm betragen.
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Die Novelle der 1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) bedeutet für viele Betreiber von älteren Kachelöfen, dass sie den Heizeinsatz austauschen müssen. Bei der jährlichen Emissionsprüfung durch den Schornsteinfeger werden einige dieser Anlagen eine zeitlich begrenzte Betriebserlaubnis erhalten. Die Übergangsfristen sind unterschiedlich lang und meist abhängig vom Einbaujahr. Vier Termine wurden in der BImSchV festgelegt – je nach Gerät endet die Zulassung in den Jahren 2014, 2017, 2020 oder 2024.

RLU-Feuerstätte
Zunehmend wird bei einem parallelen Betrieb einer Feuerstätte, besonders bei Kaminöfen, mit einer kontrollierter Wohnungslüftung (KWL) oder/und einer Dunstabzugshaube mit Abluftbetrieb über die Sicherheit gesprochen.
Die Kaminöfen benötigen eine Zulassung für Feuerungsanlagen mit CE-Kennzeichnung und der Zulassung durch nationale Institute (z. B. DIBt-Zulassung). Auch sollten sie der 1. Stufe und möglichst auch schon der 2. Stufe der BImSchV entsprechen. Außerdem muss der Ofen eine Zertifizierung bezüglich der Dichtheit, z. B. von dem Deutschen Institut für Bautechnik (DiBT), haben. Heizkessel (Holzvergaserkessel, Pelletkessel) werden grundsätzlich mit Luft aus dem Freien über ein LAS betrieben.
Raumluftunabhängig geprüfte Kaminöfen haben eine Zulasstungs-Nummer des DiBT's und erfüllen folgende Kriterien:

• Sie sind aufgrund ihrer Bauart gegenüber dem Aufstellungsraum so dicht, dass bei einem statischen Überdruck in der Feuerstätte keine Abgase in gefährlicher Menge in den Aufstellungsraum gelangen können
• Sie werden über einen Luftkanal bzw. Luftleitung direkt aus dem Freien mit Verbrennungsluft versorgt. Hier sollte möglichst das LAS zur Anwendung kommen
• Sie sind mit einer selbstschließenden Feuerraumtür ausgestattet

Der raumluftunabhängige Betrieb (RLU) kann über ein Luft-Abgas-System oder über eine besondere Verbrennungsluftleitung aus dem Freien direkt zur Feuerstätte erreicht werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass keine Verbrennungluft aus der Wohnung bzw. dem Haus entnommen werden muss. Dies ist besonders wichtig, weil in Altbauten durch neue dichte Fenster und Türen oder in Neubauten durch die luftdichte Bauweise nicht genügend Verbrennungsluft zur Verfügung stehen.
Quelle: PLEWA SchornsteinTechnik und Heizsysteme GmbH
Quelle: Schiedel GmbH & Co. KG

Küchenherd
Quelle: WAMSLER Haus- und Küchentechnik GmbH
Der holzbefeuerte Küchenherd bzw. Heizungsherd ist auch heutzutage in einigen Gegenden noch im Einsatz und wird sogar zunehmend wieder eingebaut. Eine besondere Bauart sind die Kachelherde, die als vorgefertigte Bausätze angeboten werden.
Die Zentralheizungsherde werden je nach Auslegung als vollwertige Hausheizung oder Zusatzkessel eingesetzt. Wichtig ist, dass alle sicherheitstechnischen Einrichtungen einer Warmwasserheizung vorhanden sind, so z. B. ein Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil, thermische Ablaufsicherung.
Die Asche kann manuell entfernt oder über einen "Aschefall" im Untergeschoss gesammelt werden, damit im Aufstellungsraum kein Staubanfall auftreten kann.
 
Die hervorragende Eigenschaft dieser Herde ist, dass sie auf Koch- bzw. Heizbetrieb umstellbar sind. Damit im Kochbetrieb das Feuer möglichst dicht an der Herdplatte brennt, ist der Koch-Feuerraum niedrig (Flachfeuerung), da die Rosthöhe hoch eingestellt ist. Im Heizbetrieb wird der Rost heruntergeklappt, so dass der gesamte Füll- bzw. Feuerraum über dem darunter liegenden zweiten Rost genutzt werden kann und die Heizleistung sich etwa verdoppelt. Die die Umstellung kann bei einigen Modellen auch während des laufenden Betriebs erfolgen.
Umstellbarer Zentralheizungsherd
Quelle: WAMSLER Haus- und Küchentechnik GmbH

Abgas-/Rauchgasthermostat
Rauchgasthermostat zum Einbau in das Rauchrohr
Thermostat mit Anlegefühler an das Rauchrohr
Quelle: PROSAT - Heiztechnik

Der Rauchgasthermostat wird in das Rauchrohr eines Festbrennstoffkessels zur Überwachung bzw. Feststellung der Rauchgastemperatur eingebaut, wenn ein Öl- oder Gaskessel mit dem Festfoffkessel mit einem gemeinsamen Schornsteinzug betrieben werden. Sobald der der Feststoffkessel in Betrieb ist, schaltet der Öl- oder Gasbrenner ab. Der Einstellbereich liegt z. B. zwischen 40 - 215 °C. Derartige Installationen sind heutzutage nicht mehr üblich.

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Bei Holzvergaserkessel verhindert der auf ca. 65 °C eingestellte Rauchgasthermostat, dass das Verbrennungsluftgebläse bei abgebranntem Brennstoff unnötig in Betrieb verbleibt, das gilt auch für die Umwälzpumpen (Rücklaufanhebung - Ladepumpe).
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Eine andere Verwendung ist die Verriegelung einer unterdruckverursachenden Lüftungsanlage in Kombination mit Kamin- oder Kachelöfen.
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Auch zum Ein- und Ausschalten der Ladepumpe zwischen Kessel und Pufferspeicher in Verbindung mit dem Anschluss eines Laddomats kann ein Rauchgasthermostat eingesetzt werden. Hier kann ein Anlegefühler von außen an das Rauchrohr angebracht werden, da es sich um keine sicherheitsrelevante Einrichtung ist. Der Rauchrohrthermostat startet die Pumpe, sobald das Rauchrohr seine Betriebstemperatur erreicht hat. Der Einstellbereich liegt zwischen 50 - 120 °C. Die Pumpe wird wieder ausgeschaltet, wenn sich das Rauchrohr abgekühlt hat.

 


Luft-Abgas-System
Das Luft-Abgas-System - auch Luft-Abgas-Schornstein - (LAS) ist heutzutage Stand der Technik. Ein Luft-Abgas-System ist ein Schornstein oder eine Abgasleitung mit zwei parallel verlaufenden Strömungskanälen. In voneinander getrennten Kammern wird das Abgas bzw. Rauchgas abgeleitet und gleichzeitig dem Wärmeerzeuger die benötigte Verbrennungsluft zugeführt. Das System kann als gemauerter LAS-Schornstein oder als Doppelrohr-Abgasleitung ausgeführt werden.
Quelle: PLEWA SchornsteinTechnik und Heizsysteme GmbH
Quelle: Schiedel GmbH & Co. KG
Die Züge für die Luft- und Abgas- bzw. Rauchgasführung können in getrennten oder parallelgeführten Kanälen aufgeführt werden. Bei den parallelgeführten Zügen ist eine Vorwärmung der Verbrennungsluft möglich. Dadurch wird eine bessere Energienutzung erreicht. Für feste Brennstoffe (Rauchgase) eignet sich eher die getrennte Ausführung.
getrennte Züge
parallele Züge
Die raumluftabhängige Betriebsweise von Wärmeerzeugern sollte eigentlich der Vergangenheit angehören. Wenn kein LAS (Luft-Abgas-System) möglich ist, dann sollte wenigstens die Verbrennungsluft von Außen direkt an den Brenner oder die Verbrennungsluftöffnung des Wärmeerzeugers durch einen Luftkanal zugeführt werden. Auch hier ist der Einsatz einer Verbrennungsluftklappe sinnvoll, damit keine Auskühlung während der Stillstandszeiten erfolgt. Diese Variante sollte besonders bei dem Einsatz von Kamin- oder Pelletöfen in Wohnräumen ausgeführt werden, weil es hier evtl. zu einem Kaltlufteinfall kommen kann.

Anlaufstrecke
Atmosphärische und schlecht ziehende Feuerstätten für feste oder flüssige Brennstoffe sollten unmittelbar hinter dem Abgasstutzen eine senkrechte Anlaufstrecke von mindestens 1 m haben, damit die Ab- bzw. Rauchgase abziehen können.

Wenn eine natürliche Lüftung (freie Lüftung) nicht richtig funktioniert, kann man diese durch einen windangetriebenen Ventilator unterstützen.
 
windgetriebener Ventilator
Quelle: Madac GmbH
Diese Ventilatoren werden direkt vom Wind angetrieben. Durch die Rotation wird in dem System, auf dem der Ventilator montiert ist, ein Unterdruck erzeugt und die Luft bzw. das Abgas aktiv abgesaugt. Durch die spezielle Form wird das Eindringen von Regenwasser und Fremdkörpern (wie z.B. Laub, Vögel, Wespen etc.) verhindert. Sie arbeiten schon bei geringen Windgeschwindigkeiten und unabhängig von der Windrichtung.
Sie verhindern zuverlässig Abgasrückstau auf Schornsteinsystemen und halten den Schornsteinzug konstant. Durch die ständige Ventilation wird der Schornstein trocken gehalten und so der Versottung vorgebeugt. Diese Ventilatoren unterstützen vorhandene Lüftungssysteme und ermöglichen darüber hinaus eine stetige Entlüftung von Dachböden, Kellern, Ferienhäusern und -wohnungen, Garagen, Stallungen, Scheunen,Produktions- und Lagerhallen.
Windgetriebene Ventilatoren ohne "Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis" dürfen nicht auf Abgasanlagen montiert werden!
Es dürfen ausschließlich windgetriebene Ventilatoren mit Prüfzeugnis für den Schornstein eingesetzt werden. Aber auch hier sollte vorher der Schornsteifeger gefragt werden.
 
 
Wenn ein windangetriebener Ventilator zu ungleichmäßig ist oder der Schornstein ist zu kurz, dann kann ein Saugventilator eingesetzt werden.  
Rauchsauger
Quelle: Kutzner + Weber GmbH
Der Rauchsauger wird auf die Kaminmündung montiert und erzeugt durch sein elektrisches Gebläse einen sicheren Zug im Schornstein. Alle mechanischen Bauteile sind außerhalb des Kaminquerschnittes angeordnet.
Das Gebläse kann mit stufenloser Drehzahl betrieben werden. So kann man individuell den jeweilig nötigen Zug herstellen (z. B. beim Anheizen hoher Zug, bei Glut geringer Zug). Die Ansteuerung kann manuell oder automatisch erfolgen.
Das Bauteil ist für alle Brennstoffe geeignet.
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Bauteile - Rauchsauger
Quelle: Kutzner + Weber GmbH
 

 
Deckenventilator - Wärmerückführungssysteme
Auf Grund der offenen Bauweise kann sich die warme Luft einer Ofenheizung in sehr hohen Räumen unter der Decke "aufhängen". Nicht nur bei einfachen Kamin- oder Warmluftöfen, sondern auch bei Grund- oder Specksteinöfen (Strahlungswärme) erwärmt sich die Raumluft. Eine evtl. vorhandene kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) kann diese Wärme nicht nach unten abtransportiert werden.
Quelle: n o r d l u f t Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co KG
Die gestaute warme Luft kann aufwendig durch eine lüftungstechnische Anlage zurück in das Gebäude transportiert werden. Aber aus Kostengründen kann der Einsatz von Deckenventilatoren sinnvoller sein.
Mit diesen Wärmerückführungssystem kann das Wärmepolster im Deckenbereich am effektivsten abtransportiert und über eine temperaturgesteuerte Drehzahlsteuerungen kommt die Wärme wieder in den Aufenthaltsbereich. Bei der Planung dieser Ventilatoren ist die Wurfweite (8 m bis 20 m) zu beachten. Die Luft muss zugfrei, aber gut durchmischt, in den Aufenthaltsraum gefördert werden.
Die Deckenventilatoren sorgen bis in die hintersten Winkel des Deckenbereiches für eine leichte Luftbewegung und unterdrücken die Kondensation von Feuchtigkeit. Dadurch wird eine Schimmel- und Rostbildung vermieden.
Wärmerückführung Energie - BSH Luft + Klima Geräte GmbH

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Heizen mit Holz - Umweltbundesamt
Handbuch - Bioenergie-Kleinanlagen - TFZ - Technologie- und Förderzentrum Bayern
Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS)
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Für die Vorauswahl > Beispiel 1 + Beispiel 2
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Pellet-Wandtherme - Guntamatic
Hersteller - Pelletanlagen
Pelletheizung - Michael Schreistetter
Kachelofenbau - Fritz Kruckemeyer
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