Leitungswasserschaden

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
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Leckage-
Erkennung

Leitungswasserschaden
Sanierung
Leckageschutz
Leckage-Erkennung
Leckageschutz

Schäden, die durch undichte Rohrleitungen entstehen, können beträchtlich werden. In der Regel werden immer Wände und Böden in Mitleidenschaft gezogen und je länger es dauert bis die Ursache lokalisiert und der Schaden behoben ist, desto beträchtlicher kann der Schaden werden.
Der Schaden, der aufgrund eines Lecks in der Rohrleitung entstehen kann, sollte nicht unterschätzt werden – ein Leck mit einem Durchmesser von 0,5 mm kann zu einem Verlust von 20 l Wasser pro Stunde führen  – wodurch in kürzester Zeit ein kapitaler Leitungswasserschaden entstehen kann.

Leitungswasserschaden
Ein Leitungswasserschaden liegt dann vor, wenn Leitungswasser unkontrolliert (bestimmungswidrig) aus Wasserinstallationen ausgetreten ist. Das gilt für Zufluss- und Abflussrohre, Anschlüsse an Wasch- und Spülbeckenbecken, Spül- und Waschmaschinen und Heizungsrohre. Die Versicherer unterscheiden in den Versicherungsbedingungen, ob sich die Rohre innerhalb oder außerhalb von Gebäuden befinden. Außerdem gibt es die Abgrenzungen bei den Wasserschäden, zu denen auch Sachschäden durch Überflutung, Rückstau oder Löschwasser gehören.


Ursachen für Leitungswasserschäden
Quelle: Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS)

Ein Leitungswasserschaden kann in einer Gebäude- und Hausratversicherung versichert werden. Die Gebäudeversicherung zahlt für Schäden am Gebäude und den damit fest verbundenen Sachen. Die Hausratversicherung zahlt Schäden am Hausrat (Einrichtungs- und Verbrauchsgegenstände). Sinnvoll können beide Versicherungen sein.

Die Gebäudeversicherung zahlt je nach den Versicherungsbedingungen bei Leitungswasserschäden durch
  • Rohrbruchschäden innerhalb des Gebäudes
  • Rohrbruchschäden außerhalb des Gebäudes
  • Schäden an Rohren zur Wasserversorgung
  • Rohre - Heizung, Trinkwassererwärmer und vergleichbare Anlagen (Soleleitungen)
  • Wasserhähne, Ventile, Wassermesser bzw. Wasserzähler
  • Bade- und Duscheinrichtungen, Wasch- und Spültische bzw. -becken
  • Wasserlöschanlagen, Berieselungsanlagen
  • Klima-, Wärmepumpen- und Dampfheizung
  • Regenwassernutzungsanlagen
  • Nässeschäden durch Schwimmbecken, Wasserbetten, Aquarien, Zimmerbrunnen
  • Rohrverstopfung
  • Frostbedingte Rohrbruchschäden
Bei einigen Versicherungen ist eine zusätzlich Hausratversicherung notwendig, wenn die Gebäudeversicherung nicht alle möglichen Schäden abdeckt (z. B. Wasserlöschanlagen und Berieselungsanlagen). Außerdem zahlt die Versicherung auch Nässeschäden am Hausrat (Einrichtungs- und Verbrauchsgegenstände) durch Aquarien, Wasserbetten und Schwimmbecken.
Wenn Leitungswasserschäden in den ersten Jahren nach dem Bau bzw. einer Sanierung auftreten, sind diese in der Regel auf Installationsfehler oder Produktmängel (Gewährleistung/Sachmängelhaftung) zurückzuführen, alterungsbedingte Schäden sind je nach der Technischen Lebensdauer der Bauteile nach ca. 15 bis 50 Jahren zu erwarten. Wichtig ist, dass die von den Herstellern der Anlagenteile geforderte Wartungen durchgeführt wurden.
Einige Versicherungen schreiben bei alten Anlagen oder nach dem ersten Schaden eine Leckagesicherung in Trinkwasserinstallationen vor.

Streitfälle
• Wohngebäudeversicherung muss für Schäden durch undichte Silikonfuge in Wand und Decke eingetretenes Duschwasser aufkommen. Bestimmungswidriges Austreten von Leitungswasser im Sinne der Versicherungsbedingungen. Tritt Duschwasser aufgrund einer undichten Silikonfuge in die dahinterliegende Wand und Decke und verursacht dadurch einen Schaden, so muss dafür die Wohngebäudeversicherung aufkommen. Denn in diesem Fall liegt ein bestimmungswidriger Austritt von Leitungswasser aus einer sonstigen mit dem Rohrsystem verbundenen Einrichtung vor. Dies hat das Amtsgericht Düsseldorf Az.: 42 C 9839/01) entschieden.
• Aus undichter Duschwanne ausgetretendes Duschwasser stellt keinen versicherten Leitungswasserschaden darGebäudeversicherung zur Leistungsverweigerung berechtigt. Tritt aufgrund einer Undichtigkeit der Duschwanne Duschwasser in das Mauerwerk ein und verursacht dort einen Wasserschaden, so besteht kein Anspruch auf Versicherungsschutz durch die Gebäudeversicherung. Denn das Wasser ist nicht bestimmungswidrig aus Zu- und Ableitungsrohren der Dusche ausgetreten. Dies geht aus einer Entscheidung des Landgericht München I, Urteil vom 30.04.2009 - 26 O 19450/08 hervor.
In dem zugrunde liegenden Fall beanspruchte ein Hauseigentümer seine Gebäudeversicherung, da Duschwasser nach dem Duschen durch Haarrisse in der Duschwanne in die Wände und den Boden eingedrungen war und dort einen Wasserschaden verursachte. Die Versicherung hielt den Schaden für nicht versichert und weigerte sich daher eine Schadensregulierung vorzunehmen. Der Hauseigentümer erhob daraufhin Klage....
• Wasserschaden bei Abwesenheit durch abgerissenen Waschmaschinenschlauch - Kürzung der Versicherungsleistung um 70 %. Nichtverschließen des Wasserhahns und fehlender Aqua-Stopp begründet grob fahrlässiges Handeln. Kommt es während der Abwesenheit des Wohnungsinhabers aufgrund eines abgerissenen Zulaufschlauchs einer Waschmaschine und fehlender Sicherungsmaßnahmen zu einem Wasserschaden, kann die Versicherung ihre Leistungen um 70 % kürzen. Der Versicherungsnehmer handelt in diesem Fall nämlich grob fahrlässig. Dies geht aus einer Entscheidung des Landgericht Osnabrück, Urteil vom 20.04.2012 - 9 O 762/10 hervor.
Einstandspflicht der Wohngebäudeversicherung für alle innerhalb der Vertragslaufzeit erkennbar werdenden Leitungswasserschäden. Für Versicherungsnehmer nicht erkennbare Ursächlichkeit der Wasserschäden vor Vertragsbeginn unerheblich. Eine Wohngebäudeversicherung ist für die Leitungswasserschäden einstandspflichtig, die innerhalb der Vertragslaufzeit erkennbar werden, auch wenn die Ursachen für die Schäden für den Versicherungsnehmer nicht erkennbar schon vor Vertragsbeginn gesetzt worden sind. Dies hat das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 19.02.2015 - 16 U 99/14 entschieden.
Vermieter muss Wasserrohre nicht regelmäßig inspizieren. Wasserschäden zählen zu den allgemeinen Lebensrisiken. Ein Vermieter ist nicht dazu verpflichtet, Wasserrohre regelmäßig einer Generalinspektion zu unterziehen. Entsteht durch ein undichtes Rohr ein Wasserschaden, hat der Mieter in der Regel keinen Anspruch auf Schadensersatz. Dies entschied das Landgericht Duisburg, Urteil vom 18.05.2010 - 13 S 58/10.
 
 

Wasserschadensanierung
Ein Wasserschaden im Gebäude kann verschiedene Ursachen (Rohrbruch in Boden oder Wand, ein geplatzter Wasserschlauch an der Wasch- oder Spülmachine, eine undichte Dachkonstruktion, eine übergelaufene Badewanne, Löschwasser nach einem Feuer, Hochwasser oder eine Überschwemmung durch Starkregen) haben. In jedem Fall muss schnell gehandelt werden, um die Schäden an Haus und Inventar einzugrenzen und langfristige Folgeschäden und Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Nach der Leckortung müssen die Leckage beseitigt, die elektrischen Anlagen überprüft  und die betroffenen Bereiche abgrenzt bzw. abgeschottet werden.

Vorgehensweise bei einem Leitungswasserschaden, Überschemmung durch Starkregen und Hochwasser
Hauptabsperrventil am Hauswasseranschluss oder Etagenabsperrventile (Kalt- und Warmwasser) schließen.
Stromzufuhr an der Hauptsicherung unterbrechen oder die Sicherungen im Schadenbereich abschalten.
Stehendes Wasser mit Hilfe eines Nass-Saugers entfernen und/oder mit Tüchern das ausgetretene Wasser aufnehmen. Bei größeren Wassermengen sollte die Feuerwehr verständigt werden, um mit Hilfe von Pumpen das Wasser abzusaugen. Die durchfeuchteten Gebäudeteile, die durch Abwasser- und/oder Hochwasser betroffen sind, müssen sach- und fachgerecht entsorgt werden.
Einrichtungsgegenstände aus dem Schadensbereich entfernen, um größere Schäden an Möbeln zu vermeiden. Oder die Gegenstände auf auf nichtwassersaugende Füße (Styropor, Kunststoff) stellen.
Den Schaden mit reichlich Fotos aller vom Wasserschaden geschädigten Gegenstände dokumentieren.
Schaden bei der zuständige Versicherung anzeigen und klären, welche Maßnahmen übernommen werden und welcher Sachverständige hinzugezogen werden soll.
Nach der Klärung mit der Versicherung eine Sanitär-Heizungs-Firma und/oder Spezialfirma mit der Schadensanierung beauftragen. Evtl. wird auch eine Firma von dem Versicherungsunternehmen empfohlen bzw. beauftragt.

Wasserschaden sanieren
Die Ursachen eines Wasserschadens sind vielfältig. Neben einem Rohrbruch führen auch Leckagen, Starkregen, Hochwasser oder Löschwasser nach einem Feuer zu feuchten Wänden, tropfenden Decken, durchweichte Böden und schimmelnden Dämmstoffe. Damit die Folgeschäden möglichst gering gehalten werden, wird direkt nach der Leckortung die Wasserschadensanierung eingeleitet. Bei umfangreichen Sanierungsaufgaben sollten alle notwendigen Arbeiten aus einer Hand durchgeführt werden.

Technische Trocknungsverfahren
Nach der Aufnahme des Restwassers muss so schnell wie möglich die technische Trocknung eingeleitet werden, damit eine Schadenausbreitung und ein mikrobieller Befall (Schimmelpilz, Schwamm, Bakterien [z. B. SBS]) verhindert wird. Welches bzw. welche Trocknungsverfahren zum Einsatz kommen, kann nur eine Fachfirma vor Ort entscheiden, muss aber mit der Versicherung bzw. dessen Gutachter besprochen werden.

Adsorptionstrocknung
Infrarottrocknung
Kondensationstrocknung
Fugenkreuztechnik
Estrich-Dämmschicht-Trocknung

Wasserschaden-Sanierung - svt Holding GmbH


Adsorptionstrocknung
Quelle: svt Holding GmbH

CONSORB - das Grundverfahren der Adsorptionstrocknung mittels Trocknungsrotor
Quelle: FREY GmbH

Adsorptionstrocknung
Ein Adsorptionstrockner macht sich die physikalische Eigenschaft eines Trockenmittels (hygroskopisches Material) zunutze, Wasserdampf bei einer hohen relativen Luftfeuchte aufzunehmen und diesen unter Einwirken einer dazu geringeren Luftfeuchte wieder abzugeben.
Bei diesem Verfahren wird die Raumluft angesaugt und über ein Trocknerrad (Sorptionsrotor [Rotationswärmetauscher]) geleitet. Der Rotor besitzt in axialer Richtung viele mikrofeine Kanäle, die mit einem hygroskopischen Material beschichtet sind. Durch diesen Aufbau wird der vorbeistreifenden Luft eine sehr große Fläche geboten. Das hygroskopische Material entzieht dabei der Luft Feuchtigkeit.
Da die Beschichtung einen gewissen Sättigungsgrad hat, bei dessen Erreichen die Feuchtigkeit durchschlagen würde, muss sie regeneriert werden. Die Regeneration erfolgt durch einen zweiten stark erhitzten Luftstrom, der separat im Gerät erzeugt wird. Der Rotor rotiert langsam und wird segmentweise durch den zweiten Luftstrom wieder getrocknet. Dadurch werden die mit hygroskopischem Material beschichteten Kanäle wieder aufnahmefähig.

Adsorptionstrocknung - svt Holding GmbH
Adsorptionstrocknung - FREY GmbH

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Großflächige Wandtrocknung mit IR-Heizplatten
Quelle: BKG Bannasch

Infrarottrocknung
Die Infrarottrocknung ist eine effiziente und materialschonende Bautrocknungsmethode für Massivwände. Durch die Wärmewellenerzeugung gelangt die Kernfeuchte über den Kapillarsog an die Bauwerksoberfläche.


Infrarottrocknung
Quelle: svt Holding GmbH

Bei der Infrarottrocknung wird durch die Wärmestrahlung nur der angestrahlte Körper erwärmt, die umgebende Lufttemperatur bleibt nahezu unverändert. Luft kann die Infrarotstrahlung nur sehr begrenzt absorbieren und unbestrahlte Bereiche bleiben in ihrer Temperatur unverändert. Die Wärmestrahlung wird somit annähernd verlustfrei an das feuchte Bauteil abgegeben und erwärmt dieses.
Durch das entstehende Temperaturgefälle wird die Feuchtigkeit durch kapillare Wirkungsweise aus dem Inneren des feuchten Bauteils an deren Oberfläche transportiert, wo sie verdampft und in die Raumluft diffundiert. Abhängig von der Jahreszeit wird empfohlen, die Raumluft zusätzlich zu erwärmen, damit diese eine höhere Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ein regelmäßiger Luftaustausch durch Lüften und mit der Kombination anderer Trocknungsverfahren ist eine optimale Bautrocknung möglich. Oft wird die Infrarottrocknung in Intervallen ausgeführt.

Infrarottrocknung - svt Holding GmbH
Infrarottrocknung - BKG Bannasch


Kondensationstrocknung
Quelle: svt Holding GmbH

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Kondensationstrocknung
Quelle: FREY GmbH

Kondensationstrocknung
Luft kann bei gleichbleibendem Druck im warmen Zustand erheblich mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Kühlt man die Luft ab, so kondensiert die Feuchtigkeit aus der Luft. Das heißt, die Luft hat ihre maximale Sättigung, den Taupunkt, erreicht.
Bei der Kondensationstrocknung wird die feuchte Raumluft über kalte Flächen geleitet, an der sie sich abkühlt. Beim Unterschreiten des Taupunktes kondensiert das Wasser und wird in Auffangbehältern gesammelt bzw. über einen Schlauch direkt in einen Ablauf geleitet. Anschließend wird die entfeuchtete Luft wieder erwärmt und in den Raum abgegeben. Eine höhere Feuchtigkeitsaufnahme ist somit möglich.
Um bei der Bauteil- und Oberflächentrocknung kürzere Trocknungszeiten zu erreichen, empfiehlt es sich, fu¨r eine erhöhte Luftumwälzung zu sorgen. Eine geeignete Maßnahme ist ein Ventilator oder auch Turbinen.

Jeder Kondensationsluftentfeuchter basiert auf dem Wärmepumpenprinzip.
Warme feuchte Luft wird über einen Luftkühler (Direktverdampfer eines Kältekreislaufs) soweit gekühlt, dass durch Taupunktunterschreitung Wasserdampf auskondensiert und als Wasser abgeschieden werden kann. Anschließend wird die zuvor gekühlte Luft mittels Abwärme aus dem Wärmepumpenkreislauf durch den Kältemittelverflüssiger auf über Ansaugtemperaturzustand erwärmt.

Infrarottrocknung - svt Holding GmbH
Kondensationstrocknung / Kondensationstrockner - Michael Finger

Fugenkreuztechnik
Ein Wasserschaden ist oft größer, als man sieht. Man muss sich wundern, wieviel Wasser zwischen der Bodenplatte und dem Estrich vorhanden ist.Dazwischen befinden sich Hohlräume mit einer Trittschall- und/oder Wärmedämmung. Hier reicht es nicht aus, nur einen Luftentfeuchter in den Raum zu stellen. Hier ist die Fugenkreuztechnik oder eine  Estrich-Dämmschicht-Trocknung (Unterflurtrocknung) notwendig, die die Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum rausholt und die Funktion der Dämmung wieder herstellt.


Fugenkreuztechnik
Quelle: svt Holding GmbH

Bei der Fugenkreuzsystem (Mikrosystemtrocknung) handelt es sich um eine Trocknungstechnologie für verflieste Oberflächen. Hierbei werden mit einem Spezialbohrer in den Kreuzfugen Bohrungen bis in die Dämmschicht vorgenommen. Bei der Mikrosystemtrocknung wird das Unterdruckverfahren eingesetzt.
Bei dem Unterdruckverfahren wird die feuchte Luft über spezielle Bohrungen aus der Dämmschicht gesaugt. Die erwärmte Raumluft strömt über die Dehnungsfugen (Randstreifen) bzw. Entlastungsbohrungen nach. Speziell bei diesem Verfahren muss ein Wasserabscheider vorgeschaltet sein. Die angesaugte Luft kann u¨ber Filter gereinigt werden.
Stand der Technik ist heute das Unterdruck- bzw. Vakuumverfahren. Damit verhindert man den Austritt von möglichen Schimmelpilzsporen, Staub und Mikroorganismen.

Fugenkreuztechnik - svt Holding GmbH

Estrich-Dämmschicht-Trocknung
Ein Wasserschaden ist oft größer, als man sieht. Man muss sich wundern, wieviel Wasser zwischen der Bodenplatte und dem Estrich vorhanden ist. Dazwischen befinden sich Hohlräume mit einer Trittschall- und/oder Wärmedämmung. Hier reicht es nicht aus, nur einen Luftentfeuchter in den Raum zu stellen. Hier ist eine Estrich-Dämmschicht-Trocknung oder die Fugenkreuztechnik (Unterflurtrocknung) notwendig, die die Feuchtigkeit aus dem Zwischenraum rausholt und die Funktion der Dämmung wieder herstellt.


Estrich-Dämmschicht-Trocknung
Quelle: svt Holding GmbH

Bei der Estrich-Dämmschicht-Trocknung wird zwischen dem Über- und Unterdruckverfahen unterschieden.
Bei dem Überdruckverfahren wird trockene erwärmte Luft über spezielle Bohrungen in die Dämmschicht gedrückt. Die so aufbereitete Luft nimmt die Feuchtigkeit auf und gelangt über die Dehnungsfuge (Randstreifen) in den Raum. Dadurch können, insbesondere bei älteren Wasserschäden, auch Schimmelpilzsporen, Staub und Mikroorganismen in die Raumluft gelangen. Aus diesem Grund wird heute fast ausschließlich das Unterdruckverfahren eingesetzt.
Beim Unterdruckverfahren bzw. Vakuumverfahren wird die feuchte Luft über spezielle Bohrungen aus der Dämmschicht gesaugt. Die erwärmte Raumluft strömt über die Dehnungsfugen (Randstreifen) bzw. Entlastungsbohrungen nach. Speziell bei diesem Verfahren muss ein Wasserabscheider vorgeschaltet sein. Die angesaugte Luft kann über Filter gereinigt werden.
Stand der Technik ist heute das Unterdruck- bzw. Vakuumverfahren. Damit verhindert man den Austritt von möglichen Schimmelpilzsporen, Staub und Mikroorganismen.

Estrich-Dämmschicht-Trocknung - svt Holding GmbH
Dämmschichttrocknung - DÖLCO GmbH

 
 

Leckortung
Schäden, die durch undichte Rohrleitungen entstehen, können beträchtlich werden. In der Regel werden immer Wände und Böden in Mitleidenschaft gezogen und je länger es dauert bis die Ursache lokalisiert und der Schaden behoben ist, desto beträchtlicher kann der Schaden werden.
Der Schaden, der aufgrund eines Lecks in der Rohrleitung entstehen kann, sollte nicht unterschätzt werden – ein Leck mit einem Durchmesser von 0,5 mm kann zu einem Verlust von 20 l Wasser pro Stunde führen  – wodurch in kürzester Zeit ein kapitaler Leitungswasserschaden entstehen kann.
Durch den Einsatz der neuesten Technologien können kostengünstig und zerstörungsarm Undichtigkeiten punktgenau geortet werden. Das Aufstemmen von Wänden und Fußböden sollten der Vergangenheit angehören. Die Art der Leckagesuche ergibt nur eine unnötige Verschlimmerung des schon vorhandenen Schadens. Natürlich ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll, die Entstehung des Wasserschadens zu erkennen und einzugrenzen.
Die Ursache eines Wasserschadens ist in vielen Fällen auf den ersten Blick nicht zu erkennen, muss aber schnell und nachhaltig beseitigt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Mit einer gezielten Leckortung, die mit einer professionellen Messtechnik und modernen Technologien durchgeführt wird, kann austretendes Wasser auch an verborgenen Stellen sichtbar oder hörbar gemacht werden. Mit viel Erfahrung lassen sich auch kleinsten Leckagen punktgenau orten und beseitigen. Eine Lecksuche bzw. Rohrbruchortung kann deswe
gen nur von Spezialfirmen durchgeführt werden.
 
 

Akustische Leckortungs-Verfahren
Bei der Leck- und Rohrbruchortung wird zwischen akustischen (z. B. Geophone) und elektroakustischen Verfahren (z. B. AQUAPHON®) unterschieden. Bei beiden Verfahren wird der Leitungsverlauf und die Ursache eines Wasserschadens oder Rohrbruchs mit speziellen Messgeräten gesucht. Leckgeräusche, die für das menschliche Ohr nicht zu hören sind, werden verstärkt. So kann eine Austrittsstelle bis auf wenige Zentimeter genau lokalisiert werden. Die Messgeräte bestehen aus einem Mikrophon und einem Verstärker. Um Nebengeräusche zu unterdrücken, sind elektrische Filter integriert. Natürlich sollten für den Zeitraum der Leckagesuche potentielle akustische Störquellen (z. B. Spülmaschinen, Waschmaschinen, Heizungs- und WW-Zirkulationspumpen) ausgeschaltet werden. Eine Leckstelle kann über Schwingungen des betroffenen Rohres und/oder über das Leckgeräusch (Bewegung des Wassers) geortet werden.

Geophon
Quelle: ZfPBau-Kompendium

Geophone
Bei der akustischen Lecksuche erfassen hochsensible Mikrophone den Körperschall und reproduzieren den Geräuschpegel. Auch die kleinsten Lecks erzeugen Geräusche, welche mit dem Geophon klar zu hören sind. Diese Technologie garantiert eine einwandfreie, exakte Ortung auch sehr kleiner undichter Stellen in Sanitär-, Heizungs- und Kühlwasserinstallationen.
Bei der akustischen Lecksuche mit Geophon sorgen 256 automatische und manuelle Filtereinstellungen für die bestmögliche Störgeräuschunterdrückung und somit für ein eindeutiges Ergebnis. Mittels der automatischen Ansteuerung der Verstärkung und Filtereinstellung werden selbst kleinste Leckagen eindeutig erkannt und angezeigt.

Quelle: F.A.S.T GmbH ©
Quelle: Hermann Sewerin GmbH

AQUAPHON®
Bei der elektroakustische Wasserlecksuche werden Leckagen an Druckrohrleitungen (z. B. Wasser- oder Heizungsleitungen) geortet, da Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Bruchstelle ins Erdreich oder in den Estrich strömt. Das Rohrmaterial wird an der Austrittsstelle zum Schwingen angeregt. Diese Schwingungen werden vom Rohr übertragen.
Nichtmetallische Rohrmaterialien übertragen Körperschall schlechter als metallische. Eine Überprüfung der Rohrleitung alleine an den Armaturen mit dem Teststab bringt in der Regel keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Zusätzlich muss mit dem Flächenmikrofon die Trasse oder der Fußboden bzw. die Wand zwischen den Armaturen untersucht werden.

Korrelator und elektroakustisches Wasserlecksuchgerät in Kombination

 

Elektroakustische Leckortung im Heizungskreislauf
Quelle: MBS Maier Brand & Wasser Schadenmanagement GmbH

 
 


SNOOPER mini
VARIOTEC 460 Tracergas
Tracergas zur Lokalisation von Lecks in Wasserleitungen
Quelle: Hermann Sewerin GmbH

Tracergas-Verfahren
Das Tracergas-Verfahren (Gasdetektionsverfahren, Formiergas-Verfahren) wird angewendet, wenn bei der Ortung eines vermutetem Rohrbruch oder defekten Behälters Ausströmgeräusche fehlen oder überdeckt werden, weil die Leckstelle zu klein ist. Dabei wird die Rohrleitung bzw. der Behälter mit einem Formiergasgemisch (95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff) geflutet und auf Druckverlust geprüft werden. Auch bei einem sehr kleinen Lecks strömt das Gasgemisch aus und kann mittels Detektoren zugeordnet werden. Das Gas ist geruchs- und geschmacksneutral, nicht brennbar, nicht explosiv, nicht giftig, leichter als Luft.und für Mensch und Umwelt ungefährlich. Das Messverfahren wird auch zur Bestätigung anderer Messverfahren (z. B. Leck Pen, Thermografie) eingesetzt.

Bei flüssigkeitsführenden Systemen wird zuerst eine Druckprobe mit einem Manometer durchgeführt, um zu bestimmen, welche Leitung betroffen ist. Danach wird die betroffende Leitung vollständig entleert und das Rohrsystem mit einer vorab berechneten Menge eines geeigneten Formiergasgemisch gefüllt und mit leicht erhöhtem Überdruck verschlossen. Das Tracergas tritt an der Leckstelle aus und diffundiert auch durch relativ dichte Bauteile (Beton, Estrich, Fußbodenbeläge). Ein Sensor (Sniffer), der eine selektive Empfindlichkeit für das verwendete Gas besitzt, wird entlang des angenommenen Leitungsverlaufs geführt. Der Verlauf der Leitung kann vorab mit einer Thermografiekamera bestimmt werden. Das Gasspürgerät meldet bereits Gasspuren im einstelligen ppm-Bereich (ppm - part per million), so dass die Leckstelle punktgenau geortet werden kann.

Das Tracergas-Verfahren kann bei jedem Hohlkörper, der von 2 Stellen zu befüllen bzw. entlüften ist, z. B.
Gasleitungen
Wasserleitungen
Heizungssystemen
Abwasseranlagen
Sprinkleranlagen
Fernmeldekabeln
Rohrpostanlagen
Rohrsystemen für hochbelastete Kabel
Tanks
Druckbehältern

Das Tracergas-Verfahren wird bei anderen Undichtigkeiten eingesetzt:
Überprüfung von Installationsschächten
Überprüfung von Terrassenabdichtungen
Flachdachleckagen
Dichtigkeitsprüfungen

Kombination von Ortungsverfahren für die Wasserlecksuche

 

 

 

 
 

Flexibles Videoendoskop
Quelle: Fischbach Services GmbH & Co. KG

Schiebe-Schwenkkopfkamera
Quelle: HAAS Abwassertechnik und Kanaltechnik
Endoskopie
Aus einer Vielfalt von technischen Endoskopen kann in allen Dimensionen Einsicht in den Untergrund erfolgen. Kleinste Bohrkanäle (d = 3,0 mm) reichen aus, um unzugängliche Hohlräume (z. B. Duschen, Badewannen und Medienkanäle oder Schächte) restlos zu inspizieren. Aber auch im Bereich der Schmutzwasserleitungen sind Inspektionen praktisch ohne Einschränkungen möglich.
Generell wird hier zwischen starren, flexiblen und Videoendoskopen unterschieden. Zum Einführen des Endoskops wird nur eine sehr geringe Öffnung benötigt. Oftmals ist hierzu eine Kernbohrung von wenigen Millimetern Durchmesser in Wänden oder Böden bereits ausreichend. Die Endoskopie wird u. a. zum Aufspüren von Undichtigkeiten in Boden- oder Wandschächten, vorrangig jedoch zur Untersuchung der Baumaterialien in Hohlräumen eingesetzt. So werden z. B. Holzbalkenkonstruktionen in Boden- und Wandaufbauten auf Schäden überprüft, so dass eine evtl. erforderliche Sanierung im richtigen Umfang vorgenommen werden kann.

Videoskopie - DUKO GmbH SchadensManagement

Rohrkamera
Bei der Leckortung mit einer Rohrkamera stehen Handabrollgeräte und computergesteuerten Roboter zur Verfügung. Diese Leckortungsart wird hauptsächlich zur Untersuchung von Abwasserleitungen mit einem Rohrdurchmesser von minestens 50 mm im Innen- und Außenbereich verwendet. Für kleinere Durchmesser werden Endoskopiegeräte eingesetzt. Die Kameraköpfe können mit einem Peilsender zur genauen Ermittlung der Schadenstelle ausgerüstet werden. Zum Einführen der Kameras werden Toiletten oder Revisionsöffnungen geöffnet, die Befahrung direkt vom Kanalschacht her ist ebenso üblich. Mit der Rohrkamera können auch Wurzeleinwuchs, Rohrversatz und Rohrverstopfung ermittelt werden.

Schiebe-Schwenkkopfkamera - HAAS Abwassertechnik und Kanaltechnik

 

 
 


Rechnergestützte Ortung mit SeCorr 08

Korrelator und elektroakustisches Wasserlecksuchgerät - SeCorrPhon AC 06
Professionelle PC-Korrelation mit SeCorr 300
Quelle: Hermann Sewerin GmbH

Korrelator
Bei der Lokalisation von Leckstellen ist der Einsatz von Korrelatoren ein Standardverfahren. Dabei werden die Geräusche einer Leckstelle zeitgleich von zwei Mikrofonen aufgenommen und die Laufzeitdifferenz wird berechnet. Für die Ermittlung des Abstands der Leckage von den beiden Messpunkten sind auch die Rohrleitungslänge und die Schallgeschwindigkeit von erheblicher Bedeutung. In einem bestimmten Rohrleitungsabschnitt wird über die Berechnung der Schallgeschwindigkeit ein oder mehrere Leckagen zugeordnet.
Die Korrelatoren werden bei verschiedenen Messverfahren eingesetzt.

  • Kompaktes rechnergestütztes System mit analoger Mikrofontechnik
  • Kombinationsgerät aus Korrelator und elektroakustischem Wasserlecksuchgerät
  • Professioneller PC-Korrelator mit digitaler Mikrofontechnik

Korrelator für die rechnergestützte Ortung
Korrelatoren arbeiten unabhängig von der Lautstärke der Leckgeräusche. Dadurch ist das Messverfahren unempfindlich gegen Umweltgeräusche. So kann auch im Gegensatz zu dem elektroakustische
n Verfahren an stark befahrenen Straßen während des Tages erfolgreich korreliert werden. Auch die Verlegetiefe, Oberfläche, Art des Bodens oder störende Umweltfaktoren (z. B. Wind oder Regen) haben keinen Einfluss auf die Genauigkeit des Messergebnisses. Zugleich ist der Erfolg bei der Lecksuche nicht mehr vom Gehör und der Erfahrung des Anwenders abhängig. Korrelator und elektroakustisches Wasserlecksuchgerät
Durch die Kombination elektroakustischer Wasserlecksuche oder Korrelation werden die Stärken bzw. Vorteile beider Verfahren eingesetzt. Dadurch wird die Sicherheit, die Leckstelle genau zu orten, auf das maximal erreichbare Niveau angehoben.
Professioneller PC-Korrelator mit digitaler Mikrofontechnik
Durch die vollständig digitale Signalverarbeitung und Signalübertragung werden Störungen, wie sie bei herkömmlichen Korrelatoren häufig zu Problemen führen, weitgehend vermieden.

Beim Digitalfunk spielt das bekannte Rauschen von Funkstrecken keine Rolle. Auch die enge Bandbreite analoger Module stellt keinen Engpass mehr dar. Die aufgenommenen Leckgeräusche werden bereits im Mikrofon digitalisiert und Rückkopplungen über die Kabel so eliminiert. Dies bringt besonders auf Kunststoffleitungen erhebliche Vorteile, auf denen die vom Leck ausgehenden Geräusche sonst in aller Regel sehr schlecht fortgeleitet werden und daher sehr leise sind. Das Ergebnis ist eine verbesserte Ortungsweite von Lecks auf nicht-metallischen Rohrleitungen, wie sie heute immer mehr in Wasserrohrnetzen vorhanden sind.
Zur Auswertung der Messungen können Notebooks und Desktop-PCs aber auch Tablet-PCs oder Feldnotebooks, die speziell für den Einsatz unter widrigen Bedingungen konzipiert wurden. Durch die Verwendung des USB-Standards kann das System problemlos mit den Rechnern verbunden werden.

Leckortung im Trinkwasserrohrnetz mittels Korrelation - Dipl.-Ing. (FH) Dirk Becker | Hermann Sewerin GmbH | Gütersloh

Leckortungskorrelatoren

 

 
 
Quelle: Detectro GmbH

Leck Pen
Mit dem Leck Pen wird akustisch und visuell zugeordnet, welcher Leitungsabschnitt eine undichte Stelle aufweist. Mit dem Abhorchgerät lassen sich selbst kleinste Leckstellen problemlos erkennen. Bei unterschiedlichen Arbeiten in der Wasserversorgung ist eine schnelle Leckkontrolle der Wasserleitungen in der näheren Umgebung möglich und Wasserverluste lassen sich auf eine einfache Weise erkennen.

Das Gerät wird auch bei der Leckkontrolle an Hydranten und Schiebern und beim "Zähler ablesen" eingesetzt. Die kabellose Übertragung durch Funkfrequenz auf den Kopfhörer erleichtert die Arbeit in der Praxis. Der Sendebereich ist von der Art des Gerätes und der Anwendung abhängig. Wird der Leck PEN zur Überprüfung von Armaturen verwendet, die von Gusseisen umgeben sind, ist die Reichweite des Radius auf 2 m begrenzt. Im freien Gelände beträgt die Übertragungsentfernung ca. 20 m.


Der kleinste Wasserleck-Tester
Quelle: WAGAMET AG

 
 

Elektroimpuls-Verfahren
Besonders schwierig ist die Leckortung von Rissen und Löchern in Flachdächern, aber auch bei Terrassen und Balkone, weil das Austreten des Wasser weit entfernt von der Leckagestelle austreten kann. Hier eignet sich das Elektroimpuls-Verfahren (Potentialausgleichsmessung, EFVM [Electric Field Vector Mapping]). Bei diesem Messverfahren kann die Fläche (z. B. Dachhaut, Kiesschüttung oder Erdreich mit Pflasterung, begrüntes Dach, Teiche, Wasserbehälter) auch unterschiedlich nass sein. Wichtig ist, dass z. B. auf der Dachfläche kein Erdungspotenzial (z. B. Blitzschutz, Stahlgeländer, Trittschutz) vorhanden sein darf, weil der Stromimpuls zu den geerdeten Teilen führt. Auch bei Hohlräumen in der Dachkonstruktion ist dieses Verfahren nicht anwendbar, weil hier der Stromfluss unterbrochen wird.

Beim Elektroimpuls-Verfahren wird an der Unterseite der der Fläche ein Stromimpuls mit ca. 40 Volt Gleichstromspannung über den Schutzleiter des Stromnetzes angelegt. Hierbei wird eine Ringleitung mit Minuspol, z. B. auf der Oberfläche der Dachabdichtung, am Rand verlegt. Dabei darf eine über dem Kranzgesims befindliche Aufmauerung oder eine Abschlusswand zur Verdeckung des Daches nicht berührt werden. Der Pluspol, der mit einer Erdungsbuchse verbunden ist, befindet sich an der Unterseite der Decke (Betondecke, Schalbretterfläche).

Potentialausgleichsmessung
Quelle: ILD Deutschland GmbH

 

 

 

Da eine Dachhaut in der Regel nichtleitend ist, muss die Dachabdichtung beim Elektroimpuls-Verfahren mit Wasser benetzt werden, damit die 40 Volt-Spannung an der defekten Stelle, an der die Dachhaut unterbrochen ist, nach oben gelangen kann. Der ausgelöste Stromimpuls sucht sich nun den Weg von der Dachkonstruktion (+) über die Feuchtigkeit zur Leckstelle in der Abdichtung nach oben, von wo er über die feuchte Dachhaut nach allen Seiten zur Ringleitung (-) fließt. Mit dem Elektroimpulsempfänger wird der Stromfluss auf dem Dach ausgemessen, wodurch die Austrittsstelle des Impulses gefunden wird. Dieser Punkt zeigt genau die Stelle, an der das Wasser ins Dach eintritt.

Quelle: MBS Maier Brand & Wasser Schadenmanagement GmbH
 

Leckortung – Rohrbruchortung - Otto Richter GmbH - Feuchteklinik®
Infrarot-Thermografie
Dipl. Ing. Architekt Thomas Verweyen, Dipl.-Ing. (FH) für Architektur A. Rothenburg, Bausachverständiger Dipl. Bauing. Schmalfuß

Systeme für die Leitungsortung - Hermann Sewerin GmbH
Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen – angewandte Forschung und Praxis
Technischer Umweltschutz - EURANORD GmbH

 
 
Leckage-Erkennung / Leckage-Meldung
Natürlich ist es sinnvoll, einen entstehenden Leitungswasserschaden bei der Entstehung zu erkennen und einzugrenzen. Erst dann kann eine Leckortung stattfinden. Einen entstehenden Wasserschaden im Bereich einer Trinkwasserinstallation kann durch technische Maßnahmen (Leckagesicherung) festgestellt und begrenzt werden. In anderen haustechnischen Anlagen (Heizung-, Solar- und Kühlsysteme) werden in besonders sensiblen Bereichen Leckage-Erkennungs- und Leckage-Meldung-Systeme eingesetzt. Die Systeme können Undichtigkeiten, die von von leitfähigen Flüssigkeiten entstehen, erkennen und einschränken.
Es gibt viele Bereiche in der Haustechnik und Industrie, in denen verschiedenartige Anwendungsfälle vorkommen.
Kapazitive Sensoren
Konduktive Sensoren
Wassersensor
Quelle: Jola Spezialschalter K. Mattil & Co. KG
Um einen Leckageschutz fachgerecht ausführen zu können, sind ausreichende Kenntnisse notwendig, um das jeweils passende System einsetzen zu können.
Das kapazitive Messprinzip wird bevorzugt für die Detektion von elektrisch nicht leitfähigen (isolierenden) Flüssigkeiten eingesetzt. Es können jedoch auch elektrisch leitfähige Flüssigkeiten detektiert werden. Elektrisch nicht leitfähige Flüssigkeiten sind hauptsächlich organische Flüssigkeiten wie Öle und Lösungsmittel. Eine Elektrodenanordnung bildet einen Messkondensator, wobei das Dielektrikum entweder Luft oder Flüssigkeit ist. Die Dielektrizitätskonstante von Luft ist 1 und die Dielektrizitätskonstante der zu delektierenden Flüssigkeit ist größer. Für die kapazitiven Sensoren muss die Dielektrizitätskonstante größer als 2 (Type CPE) bzw. 1,8 (Typen OWE und COW) sein.

Das konduktive Messprinzip wird für die Detektion von elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten eingesetzt. Es ist für die Detektion von elektrisch nicht leitfähigen Flüssigkeiten nicht geeignet.
Elektrisch leitfähige Flüssigkeiten sind hauptsächlich wässrige Lösungen von Salzen, Säuren oder Laugen. Die Moleküle dieser Stoffe dissoziieren im Wasser zu positiven und negativen Ionen, welche der wässrigen Lösung die elektrische Leitfähigkeit verleihen. Der konduktive Leckage-Detektor erkennt, wenn eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit präsent ist, und es erfolgt ein Meldesignal. Die Messung erfolgt mit Wechselstrom, damit eine präzise Ansprechempfindlichkeit sichergestellt ist und galvanische Prozesse an den Elektroden unterbunden werden. Der konduktive Leckage-Detektor enthält eine integrierte Auswertelektronik mit galvanisch getrennten Stromkreisen.

In besonders sensiblen Anwendungsfällen kann eine Leckagesonde in Verbindung mit einem geeigneten Auswertegerät zur konduktiven Leckageüberwachung von elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten eingesetzt werden. Hier können bei Prozesstemperaturen von -20 °C bis +60 °C Leitfähigkeiten ab 1 µS/cm erfasst werden. Die Leckagesonden sind auch für die Leckagesicherung mit Leitungsüberwachung gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zugelassen. Dieses System kann nur über ein Auswertegerät eine Warnmeldung ausgeben.
Leckagesonde
Quelle: IST e. K.
Waterswitch
Quelle: Kemo-Electronic GmbH
Ein fachfaches System ist ein Gerät, das "Alarm" über einen Relaiskontakt gibt, wenn die Sensor-Drähte mit Wasser in Berührung kommen.
Bei dem Modul "Waterswitch" werden die beiden Kabel mit 2 blanken Metallteile rostfrei verbunden. Die Schraubenköpfe müssen dort montiert werden, wo die Luftfeuchtigkeit überwacht werden soll.
Auf der einen Seite kann die elektrischen Energieversorgung mit einem 9 V Steckernetzteil (stabilisiert und eine Leistung von mindestens von 100 mA) oder einer größeren Batterie durchgegeführt werden. Auf der anderen Seite kann entweder ein akustischer oder optischer Alarm aktiviert oder ein trinkwasserzugelassenes Magntventil durch ein sekundäres Relais geschaltet werden.
Die beschriebenen Geräte dürfen nur durch entsprechendes, qualifiziertes Fachpersonal eingebaut, angeschlossen und in Betrieb genommen werden!
 
 

Leckagesicherung
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

Leckageschutz / Leckagesicherung

Systeme zur Leckage-Erkennung, Leckage-Meldung und Leckagesicherung sind besonders in Altanlagen sinnvoll bzw. werden von den Versicherungen nach dem ersten Leitungswasserschaden vorgeschrieben. Diese Systeme können zentral oder dezentral in besonders gefährdeten Anlagenteilen bzw. sensiblen Räumen eingesetzt werden.

In hochsensiblen Gebäudeteile im gewerblichen, aber auch privatem Bereich, können die Sicherungen .... > mehr

Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Änderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.
Schadenschwerpunkt Flexschläuche + Marktübersicht - Leckageschutz für Leitungswasserinstallationen
- Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS)

 
 

Feuchtemessung nach Wasserschäden
Nach einem Wasserschaden, der durch ein Wasserrohrbruch oder einer Überschwemmung entstanden ist, müssen die Wände und Fußböden getrocknet werden. Außerdem kann die Feuchtigkeit auch in höhergeliegende Bauteile kapillar aufgestiegen sein und diese durchfeuchtet haben.
Die Feuchte in den Baustoffen kann direkt oder indirekt gemessen werden. Mit den direkten Methoden (CM-Methode, Darr-Messung) wird die genaue Menge an Wasser im Estrich bestimmt. Bei den indirekten Feuchtemessmethoden wird die elektrische Leitfähigkeit mit einem elektronischen Messgerät gemessen.
Bei dem elektronischen Feuchte-Messgerät nach dem Widerstandsprinzip wird mit zwei Elektroden Strom durch die zu messende Bausubstanz geführt. Bei trockenen Baustoffen ist der Widerstand sehr hoch, da trockene Baustoffe den Strom schlecht leiten. Die Messgeräte zeigen dann einen geringen Messwert an. Steigt der Feuchtegehalt der Bausubstanz an, nimmt auch die Leitfähigkeit stark zu, da das im Baustoff enthaltene Wasser den Strom gut leitet. Hier ist der angezeigte Messwert hoch. Mit diesem Messverfahren lässt sich sowohl der Feuchtegehalt an der Materialoberfläche als auch in tieferen Bauteilschichten messen. Dazu sind Bohrungen notwendig und in die längere Elektroden eingeführt werden. So kann überprüft werden, ob eine Wand nur oberflächlich oder auch schon tiefer im Wandaufbau getrocknet ist.
Bei dem elektronischen dielektrischen Feuchte-Messgerät wird ein elektrisches Streufeld mit einem meist kugelförmigen Sensor zerstörungsfrei einige Zentimeter tief in die Bausubstanz hinein gemessen. Dieses Verfahrens kann sehr gut und schnell den durchfeuchteten Bereich von Bauteilen eingrenzen.


Feuchtigkeitsmesser
Quelle: Wetekom

Um die Feuchtigkeit in Flächen zu überprüfen, wird in der Praxis häufig die Leitfähigkeitsmessung (Elektrische Widerstandmessung) eingesetzt.

Dabei werden zwei Elektroden in den Baustoff eingelassen. Der vom Gerät erzeugte Messstrom fließt durch die Elektrode in den Baustoff und über die zweite Elektrode wieder zurück zum Gerät.

Je leitfähiger der Baustoff (Feuchtigkeit, Salze usw.) umso mehr Strom fließt zurück. Es wird ein Wert in Digis ausgegeben.

Mikrowellen-Feuchtemesssysteme

Quelle: Trotec GmbH & Co. KG

Bei dem Mikrowellen-Messverfahren wird der Unterschied der Dielektrizitätskonstante (DK) von Wasser und des Baustoffes ermittelt. Wegen des großen Unterschiedes zwischen diesen beiden Werten lassen sich bereits kleine Wassermengen sehr gut detektieren.

Das Anwendungsspektrum reicht dabei von Präzisionsmessungen an Materialien mit geringen Feuchtegehalten bis in die Bauwerksdiagnostik im mittleren Feuchtebereich bis in den Hochfeuchtebereich, z. B. für Messungen in organischen Materialien. Die materialspezifische Kalibrierung macht eine reproduzierbare Feuchtemessung in Masse-% möglich.

 

Die richtige Feuchte-Messung nach Wasserschäden - Trotec GmbH

Feuchtigkeitsmessgerät mit Sucher- und Nadelmodus für die Messung von Feuchte in Holz und Baustoffen.

Baustoffe und Holz mit glatter Oberfläche werden im  Suchermodus (kapazitive Messung). Holz mit rauer Oberfläche im Nadelmodus (Leitfähigkeitsmessung) evtl. auch mit Einschlag-Elektroden für Tiefenmessungen in Hölzern.

Das Messgerät ist auch für geeignet, um Feuchtigkeitsdifferenzen im Estrich zu erkennen. Dabei erfolgt die Messung zerstörungsfrei und schnell. Bei zu hohen Feuchtewerten erübrigt sich eine zerstörende Messung im Trockenschrankverfahren oder mit der CM-Methode. Innerhalb eines Raumes können große Feuchtedifferenzen vorhanden sein, deshalb ist eine zerstörungsfreie Messung vorteilhaft um die kritischen Stellen für eine genauere Untersuchung zu ermitteln. Die Zahl der notwendigen, aber zeitaufwendigen, Messungen wird reduziert.

 

 
 
CM-Messung
Die Estrichfeuchte kann direkt oder indirekt gemessen werden. Mit den direkten Methoden (CM-Methode, Darr-Messung) wird die genaue Menge an Wasser im Estrich bestimmt. Bei den indirekten Feuchtemessmethoden wird z. B. die elektrische Leitfähigkeit mit einem elektronischen Messgerät gemessen. Ein "normales° Feuchtigkeitsmessgerät ist für die Restfeuchtemessung der verschiedenen Estricharten für die Belegreife nicht geeignet. Die CM-Messung ist die einzige rechtssichere Methode.
Da es verschiedene Estricharten (Zementestrich, Zementheizestich, Anhydritestrich, Anhydritheizestrich) gibt, sollte man die genaue Zusammensetzung kennen. Jeder mineralische Baustoff nimmt unterschiedlich viel Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie, in Abhängigkeit von der relativen Feuchte der umgebenden Raumluft, wieder ab. Außerdem trocknet jeder neu eingebrachte Estrich anders und unterschiedlich schnell.
Die CM-Messung ist die älteste und bewährteste Methode für die Bestimmung der Restfeuchte im Estrich. Die Belegreife muss vor den Bodenbelag- und Parkettarbeiten bekannt sein. In der Praxis werden keine Unterschiede bei den verschieden Bodenbelagsarten (Teppichboden, Fliesen, Laminat, Parkett, Kork) gemacht. Bei den Heizestrichen wird die Restfeuchtemessung nach dem Funktionsheizen vorgenommen. Evtl. ist auch noch ein Belegreifheizen erforderlich.
Der genaue Punkt (möglichst feuchte Stelle) der Probennahme des Stemmgutmaterials in den Räumen wird mit einem elektronischen Messgerät an der Estrichfläche gesucht. Bei einem Heizestrich (Fußbodenheizung) legt Heizungsplaner nach DIN EN 1264 Teil 4 in der Installationszeichnung eine Messstelle pro Raum fest, der 10 cm Abstand zu Heizungsrohren haben muss. Hier müssen natürlich die Anordnung bzw. das Verlegen der Rohrleitungen nach der Planungsvorgabe ausgeführt werden, damit die Messung ohne Beschädigung der Rohre dürchführen zu können..


CM Messpunkte - e-Stix PRO und EVO
Quelle: Guggemos GmbH

CM-Messpunkt
Um bei der Messung der Belegreife des Estrichs im Boden  verlegeten Rohre der Fußbodenheizung, Leerrohre und/oder Kabelkanäle nicht zu beschädigen, sollten grundsätzlich CM-Messpunkte (Estrich-Höhenmesspunkte) gesetzt werden. Dies ist die einfachste Methode, um die richtigen Stellen für die Messung zu finden. Andere Methoden (Thermografie, Thermofolie, Thermobildfolie, Metall- und Stromsuchgerät) sind zu ungenau oder können nichterwärmte bzw. nichtmetallische Bauteile nicht auseichend erkennen.
Diese CM-Messpunkte bestehen aus PVC, das sehr flexibel, stabil und unkaputtbar ist. Ein Aufschwimmen oder Ausreißen wird durch Widerhaken in der Dämmungund bei einigen Ausführugen durch eine zusätzliche Klebeplatte verhindert. Die Höhenmesspunkte sind die einfachste Möglichkeit, im Estrich eine CM-Messstelle einzurichten. Die Messpunkte werden in der Regel zwischen zwei Heizrohren eingebaut. Durch ihre Signalfarbe sind sie beim Estricheinbingen und im Estrich gut zu erkennen.

CM Messpunkte - e-Stix-Serie - Guggemos GmbH

Die Probenentnahme für die CM-Messung wird aus dem unteren Estrichdrittel entnommen. Der CM-Gerätekoffer hat alle erforderlichen Messgeräte und Werkzeuge zur Stemmgut-Probenentnahme.
Die Ergebnisse der Messungen sind in einem Protokoll einzutragen. Das Messprotokoll zur Feuchtigkeitsmessung sollte auf jedem Fall durch eine verantwortliche Person mit unterschrieben werden. Das Protokoll muss gut aufbewahrt werden, damit es in einem Schadensfall vor Gericht verwendet werden kann.
Restfeuchte für die Belegreife
               - Zementestrich < 2,0 CM%
               - Zementheizestich < 1,8 CM%
               - Anhydritestrich < 0,5 CM%
               - Anhydritheizestrich < 0,3 CM%
Kurze Erläuterung der CM-Messung nach DIN 18560-4
  • CM-Gerät, geprüfte Druckflasche nach Richtlinie 97/23/EG mit Manometer, montiert nach EN 837-2 (max. absoluter Fehler 25 mbar), Waage, Fehlergrenze ± 2 g, Beutel, aus Polyethylen (PE)
  • Durchschnittsprobe über den ganzen Querschnitt des Estrichs entnehmen und in einen PE-Beutel einfüllen, Probe im PE-Beutel in der Schale zerkleinern, Homogenisieren der Probe durch Umfüllen in einen weiteren PE-Beutel
  • Aus dem vorbereiteten Prüfgut eine Materialprobe abwiegen: Calciumsulfatestrich 100 g, Magnesiaestrich 50 g, Zementestrich 50 g
  • Prüfgut und Stahlkugeln und im Anschluss Glasampulle mit Calciumcarbid vorsichtig in das CM-Gerät einfüllen. Nach dem Verschließen des CM-Gerätes 2 Minuten kräftig schütteln, 5 Minuten später nochmals eine Minute schütteln, sowie 10 Minuten später nochmals kurz (~ 10 s) aufschütteln und Wert ablesen
  • Prüfgutkontrolle durchführen: wenn das Prüfgut nicht vollständig zerkleinert ist, Prüfergebnis verwerfen und Messung wiederholen
Ausführliche Erläuterung der CM-Messung nach DIN 18560-4
  • Legen Sie vor dem Einbringen des Estrichs die Messpunkte fest. Mehrere pro Etage sind sinnvoll, falls eine erneute Prüfung notwendig ist. Halten Sie dabei genug Abstand zu den Heizungsrohren. So können Sie auch einen Schaden an Ihrer Fußbodenheizung vermeiden.
  • Nachdem der Estrich eingebracht ist, stellt sich die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für eine Feuchtigkeitsprüfung ist. Denn einen Messpunkt kann man nur einmal benutzen.
  • Wichtig ist, das bei einer Fußbodenheizung zuvor das Aufheizprotokoll des Heizungsbauers durchgelaufen ist. Erst danach können Sie überhaupt an eine Messung denken.Sollte die Trocknung nicht schnell genug vorangehen, können Sie mit Trocknungsgeräten (Luftentfeuchter, Raumentfeuchter) den Vorgang beschleunigen.
  • Legen Sie das CM-Gerät an der Prüfstelle bereit. Bauen das die nötigen Prüfwerkzeuge wie den Druckbehälter, die Federwaage, Zerkleinerungsschale und vor allem das Prüfmittel, die Calciumcarbid-Ampullen, von den Sie nur eine pro Messung benötigen.
  • Schützen Sie die Estrichprobe vor Verfälschung, indem Sie Schutzhandschuhe tragen.
  • Öffnen Sie die Prüfstelle mit dem Hammer und Meißel. Auch ein Bohrhammer ist zur Probennahme zugelassen.
  • Nun beachten Sie die Tabelle in der beiliegenden Beschreibung des CM-Gerätes. In diesem Fall entnehmen wir 100 g Estrichprobe, um unsere Restfeuchte zu bestimmen. Dazu zerstoßen Sie die Probe in der Zerkleinerungsschale so fein wie möglich vorab. Die Federwaage misst auf den Gramm genau.
  • Füllen Sie nun die genau abgemessenen 100 g Estrichprobe in den Behälter, fügen die 4 Stahlkugeln hinzu sowie eine Calciumcarbid-Ampulle. Verschließen Sie den Druckbehälter mit dem Manometer-Verschluss.
  • Schütteln Sie die Probe zunächst 2-5 Minuten. Die Reaktion Wasser und Calciumcarbid findet statt. Es baut sich Druck im Behälter auf.
  • Nach einigen Minuten Wartezeit wiederholen Sie den Vorgang. Nach ca. 10 Minuten stellt sich das Endergebnis ein, das Sie auf dem Manometer ablesen können. Wir liegen bei einem optimalen Wert von 0,25% Restfeuchte.
  • Bitte entnehmen Sie die notwendigen Werte der Tabelle für maximale Feuchtigkeitsgehalte von Estrichen. Sie sind notwendig, um die Belegreife des Estrichs festzustellen. Quelle: F & P GmbH - planeo.de
CM-Messung, aber richtig - IFR Sachverständigenbürogesellschaft für Fußbodentechnik und Raumausstattung mbH
CM-Messung ist das Maß aller Dinge - Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF)
CM-Messgerät
Mit diesem Messgerät kann schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit in Baustoffen bestimmt werden.

Während und nach dem Funktionsheizen von Fußbodenheizungen und dem Belegreifheizen kann die Restfeuchtigkeit von Unterlagsböden nach der Carbid-Methode (CM) festgestellt werden. Die Feuchtigkeit kann auf dem Manometer ohne Umrechnungstabelle direkt abgelesen werden. Das Manometer hat eine Drosselschraube, wodurch die Lebensdauer wesentlich verlängert wird. Die robuste mechanische Federwaage ist mit einer Ablesehilfe aller gängigen Einwaagen versehen.

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Quelle: DS Messwerkzeuge

Entfeuchtungs- bzw. Trocknungsgeräte gibt es für die verschiedensten Einsatzfälle.

Quelle: Einhell
Quelle: Trotec GmbH & Co. KG
Quelle: Trotec GmbH & Co. KG
 
 
Messtechnik und Gebäudetrocknung - Ewald Lümmen GmbH
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