Leck- und Rohrbruchortung

in haustechnischen Anlagen

 

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC

akustischeLeckortung
Tracergas-Verfahren
LeckPen
Elektroimpuls-Verfahren

Thermografie

Thermobildfolie

Thermografie
Thermobildfolie
Rohrkamera
Feuchtigkeitsmessgeräte

Leckage-Erkennung

Leckage-Erkennung
Leckageschutz
Blower-Door-Test
CM-Messung

Schäden, die durch undichte Rohrleitungen entstehen, können beträchtlich werden. In der Regel werden immer Wände und Böden in Mitleidenschaft gezogen und je länger es dauert bis die Ursache lokalisiert und der Schaden behoben ist, desto beträchtlicher kann der Schaden werden.
Der Schaden, der aufgrund eines Lecks in der Rohrleitung entstehen kann, sollte nicht unterschätzt werden – ein Leck mit einem Durchmesser von 0,5 mm kann zu einem Verlust von 20 l Wasser pro Stunde führen  – wodurch in kürzester Zeit ein kapitaler Wasserschaden entstehen kann.

Durch den Einsatz der neuesten Technologien können kostengünstig und zerstörungsarm Undichtigkeiten punktgenau geortet werden. Das Aufstemmen von Wänden und Fußböden sollten der Vergangenheit angehören. Die Art der Leckagesuche ergibt nur eine unnötige Verschlimmerung des schon vorhandenen Schadens. Natürlich ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll, die Entstehung des Wasserschadens zu erkennen und einzugrenzen.
Die Ursache eines Wasserschadens ist in vielen Fällen auf den ersten Blick nicht zu erkennen, muss aber schnell und nachhaltig beseitigt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Mit einer gezielten Leckortung, die mit einer professionellen Messtechnik und modernen Technologien durchgeführt wird, kann austretendes Wasser auch an verborgenen Stellen sichtbar oder hörbar gemacht werden. Mit viel Erfahrung lassen sich auch kleinsten Leckagen punktgenau orten und beseitigen. Eine Lecksuche bzw. Rohrbruchortung kann deswe
gen nur von Spezialfirmen durchgeführt werden.
Die Dichtheit eines Gebäudes wird mit einem Blower-Door-Test überprüft.
Nachdem die Leckstelle bzw. der Rohrbruch gefunden wurde, muss eine geeignete Maßnahme zur Beseitigung überlegt werden. Abhängig von den Feuchtigkeitsschäden ist zusätzlich ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, welches die Folgen (z. B. Schimmelpilz, Schwammbildung) der Undichtigkeit beseitigt. In vielen Fällen ist auch eine Bautrocknung notwendig. Da es sich bei diesen Schäden in der Regel um ein Versicherungsschaden handelt, wird die Versicherung immer ein Gutachten in Auftrag geben. In diesem Zusammenhang sollte man auch über Leckage-Erkennungs-, Leckage-Meldungs- und Leckage-Überwachungs-Systeme nachdenken, besonders dann, wenn es sich um ältere Gebäude handelt.
 
 

Wärmebildkamera/
Infrarotkamera

Quelle: Testo SE & Co. KGaA
Rohrbruch Heizungsleitung
Quelle: Rohrservice Schade

Thermobild einer FBH
Quelle: Munters Euroform GmbH

 

 

 

Thermografie
Mittels Erfassung der emittierten Strahlungsenergie entsteht eine bildhafte Darstellung des Leitungsverlaufs z. B. einer Fußbodenheizung. Die Thermografie liefert absolut zuverlässige Messdaten für die Leckortung, Gebäudethermografie und Zustandsanalyse. Die Grundlage für das Erstellen von Wärmebildern ist die VATh-Richtlinie - Bauthermografie "Bauthermografie zur Planung, Durchführung und Dokumentation infrarotthermografischer Messungen an Bauwerken oder Bauteilen von Gebäuden".
In der Bauwerksdiagnostik und bei der vorbeugenden Instandhaltung ist die Thermografie ein wichtiges Verfahren, Bauwerke z. B. hinsichtlich ihrer Wärmedämmung individuell untersucht zu können oder Leckagen zu orten. Auch Wärmebrücken, Mängel in der Hüllenkonstruktion und Feuchtenester können zuverlässig aufgespürt werden.
Mit der Wärmebildkamera (Infrarotkamera) wird thermische Energie an Objekten gemessen und bildlich dargestelt. Diese thermische oder infrarote Energie wird durch Lichtwellen übertragen. Dieses elektromagnetische Spektrums nimmt man als Wärme wahr.
Jedes Objekt, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, strahlt thermische Energie (messbare Wärme) ab. Aus diesem Grunde können auch sehr kalte Objekte, so z. B. Eiszapfen, thermografisch erfasst werden, wenn die Kamera innerhalb dieses Temperaturbereiches thermische Energie erfasst.
Wärmebildkameras erfassen die infrarote Strahlung präzise und berührungslos und erzeugen aus den erfassten Daten bildliche Darstellungen als Wärmebilder (Thermogramme). Mit dieser Technik können Baukonstruktionen und Rohrleitungen zuverlässig auf ihre Dämmeigenschaften und Dichtigkeit untersucht werden.
Um verwertbare Wärmebilder zur Leckortung zu erhalten, müssen die Mediumtemperatur, die Verlustmenge pro Zeiteinheit und die Leitungstiefe stimmen. Wenn aufgrund der Verlustmenge und Verlegetiefe keine Wärmebilder möglich sind, dann sind andere Leckortungsverfahren anzuwenden.
Wenn eine Undichtigkeit auf einem Wärmebild vermutet wird, dann ist zu prüfen, ob mehrere Bereiche für ein Leck in Frage kommen oder nur ein kleiner Bereich zu sehen ist. Alle Messungen sind zu dokumentieren und die Wärmebilder zu speichern und Sichtfotos zu machen. Hat man sich auf eine Stelle festgelegt, so sollte über eine weitere Messmethode (z. B. Leck Pen, Tracergas-Verfahren) der Verdacht bestätigt werden. Wenn die Leckstelle festgelegt wurde, muss überlegt werden, ob diese Stelle geöffnet werden soll und die Leckstelle abgedichtet werden soll, oder ob eine Alternativlösung durch einen Austausch der Rohrleitung notwendig wird. Soll die Stelle geöffnet werden so ist es in vielen Fällen empfehlenswert, vorher eine Probebohrung (CM-Messverfahren) einzubringen und evtl. die Wassertemperatur im Bodenaufbau zu messen und bei Hohlräumen mit dem Endoskop das Messergebniss noch einmal zu überprüfen.
Über die Untersuchung ist ein Protokoll zu erstellen. Die Struktur, der Inhalt und Umfang des Untersuchungsprotokolles hängt von den konkreten Aufgabenstellungen ab. Die Kosten werden in der Regel von den Versicherungen übernommen.
Bestandteile des Protokolls:
• allgemeine Angaben: Aufgabenstellung, Objektbeschreibung, Zeit, weitere Randbedingungen, Angaben über verwendetes Thermografiesystem, Sichtfotos und Besonderheiten
• Auswertung der Infrarotbilder mit Erläuterungen
• Schlussfolgerungen mit Schadensursache bezogen auf die konkrete Aufgabenstellung, wenn möglich Fotos von der geöffneten Leckstelle

Leckortung – Thermografie - Otto Richter GmbH - Feuchteklinik®
VATh Richtline Leckortung - Thermografie +
Welche Infrarotkamera ist die Richtige?
VATh
/ Bundesverband für Angewandte Thermografie e.V
Rohrbruch - Beispiele - Rohrservice J. Schade


MH Thermofolie
Quelle: Mair Heiztechnik

Thermobildfolie CPM-Monitor
Quelle: Dr. Radtke CPM Chemisch-Physikalische Messtechnik AG

Thermobildfolie
Um wärmeführende Rohrleitungen im Fußboden-, Decken- und Wandbereich sichtbar zu machen, können Folien mit einer Spezialbeschichtung eingesetzt werden. Diese Thermobildfolie zeigt innerhalb von Sekunden einfache Bildkontraste (Verfärbung). Das Temperaturfenster bei 3 verschiedenen Folien liegt bei 18 - 22 °C, 22 - 26 °C und 26 - 30 °C.
Die besten Ergebnisse zeichnen sich nach ca. 1 bis 2 Stunden Anlagebetrieb ab (bei Niedertemperatursystemen sollen die Heizleitungen mindestens 4 Stunden im Betriebszustand stehen). Der CPM-Monitor wird auf die zu untersuchende Stelle gelegt. Der Bodenaufbau ist dabei nicht von Bedeutung. CPM-Monitore sind auf Betonböden und Estrichen ebenso gut einsetzbar, wie auf Fliessen, Parkett oder Teppichböden (z. B. Nadelfilz).
Die Thermobildfolie (Thermofolie) kann eingesetzt werden, um die richtige Stelle für Bohrungen im Estrich oder der Wand zu finden, Rohrabstände zu ermitteln oder Rohrundichtigkeiten zu orten. Die Folien können beliebig oft eingesetzt werden.
So wird es gemacht:
- Vor Beginn muss die zu untersuchende Fläche abgekühlt sein.
- Die Temperatur am Thermostat erhöhen, so dass die Fläche beheizt wird.
- Nach einiger Zeit (je nach Stärke und Art des Putzes bzw. Estrichs) sind die Heizrohre genügend aufgeheizt.
- Die Thermofolie an die Fläche halten bzw. legen. Die Lage der Heizrohre und eine evtl. Undichtigkeit ist auf der Folie zu sehen.

Bei dem CM-Messverfahren (Feuchtemessung) bietet diese Folie zusätzlichen Schutz, da die verlegten Rohre der Fußbodenheizung sichtbar gemacht werden kann und somit kann eine Probeentnahme des Estrich völlig gefahrlos entnommen werden.

 
 

Akustische Verfahren
Hochsensible Mikrophone erfassen den Körperschall und reproduzieren den Geräuschpegel. Auch winzig kleine Lecks erzeugen Geräusche, welche mit dem Geophone klar zu hören sind. Diese Technologie garantiert eine einwandfreie, exakte Ortung auch sehr kleiner undichter Stellen in Sanitärinstallationen, usw.

Quelle: ZfPBau-Kompendium

 

 

Geophone
Hochsensible Mikrophone erfassen den Körperschall und reproduzieren den Geräuschpegel. Auch winzig kleine Lecks erzeugen Geräusche, welche mit dem Geophone klar zu hören sind. Diese Technologie garantiert eine einwandfreie, exakte Ortung auch sehr kleiner undichter Stellen in Sanitärinstallationen, usw.

                                           

Quelle: Hermann Sewerin GmbH

AQUAPHON®
Bei der elektroakustische Wasserlecksuche werden Leckagen an Druckrohrleitungen geortet, da Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Bruchstelle ins Erdreich strömt. Das Rohrmaterial wird an der Austrittsstelle zum Schwingen angeregt. Diese Schwingungen werden vom Rohr übertragen
Nichtmetallische Rohrmaterialien übertragen Körperschall schlechter als metallische. Eine Überprüfung der Rohrleitung alleine an den Armaturen mit dem Teststab bringt in der Regel keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Zusätzlich muss mit dem Bodenmikrofon die Trasse zwischen den Armaturen untersucht werden.

Korrelator und elektroakustisches Wasserlecksuchgerät in Kombination

 
 

Tracergas-Verfahren
Alle Medienleitungen können mit einem Formiergasgemisch, welches aus 95 % Stickstoff und 5 % Wasserstoff besteht, geflutet und auf Druckverlust geprüft werden. Auch bei noch so kleinen Lecks strömt das Gasgemisch aus und kann mittels Detektoren zugeordnet werden.


Quelle: Volta

Lecksuche mit Tracergas

 

                                         

Quelle: Planungsbüro Schilling

 

 

 

 

Endoskopie/Rohrkamera
Aus einer Vielfalt von technischen Endoskopen kann in allen Dimensionen Einsicht in den Untergrund erfolgen. Kleinste Bohrkanäle (d=3,0 mm) reichen aus, um unzugängliche Hohl-räume wie z.B. bei Duschen, Badewannen und Medienkanälen oder Schächten restlos zu inspizieren. Aber auch im Bereich der Schmutzwasserleitungen sind Inspektionen praktisch ohne Einschränkungen möglich.

                                            

Quelle: Hermann Sewerin GmbH

 

 

 

 

Korrelator
In einem bestimmten Rohrleitungsabschnitt wird über die Berechnung der Schallgeschwindigkeit ein oder mehrere Lecks zugeordnet. Diese digitale Messmethode wird bildhaft erfasst und per PC bearbeitet und ausgewertet. Dieses Verfahren eignet sich für alle gebräuchlichen Werkstoffe oder Rohrtypen.

                                       

Quelle: Detectro GmbH

Leck Pen
Mit dem Leck Pen wird akustisch und visuell zugeordnet, welcher Leitungsabschnitt eine undichte Stelle aufweist. Mit dem Abhorchgerät lassen sich selbst kleinste Leckstellen problemlos erkennen. Bei unterschiedlichen Arbeiten in der Wasserversorgung ist eine schnelle Leckkontrolle der Wasserleitungen in der näheren Umgebung möglich und Wasserverluste lassen sich auf eine einfache Weise erkennen.

Das Gerät wird auch bei der Leckkontrolle an Hydranten und Schiebern und beim "Zähler ablesen" eingesetzt. Die kabellose Übertragung durch Funkfrequenz auf den Kopfhörer erleichtert die Arbeit in der Praxis. Der Sendebereich ist von der Art des Gerätes und der Anwendung abhängig. Wird der Leck PEN zur Überprüfung von Armaturen verwendet, die von Gusseisen umgeben sind, ist die Reichweite des Radius auf 2 m begrenzt. Im freien Gelände beträgt die Übertragungsentfernung ca. 20 m.


Der kleinste Wasserleck-Tester
Quelle: WAGAMET AG

 
 

Elektroimpuls-Verfahren
                                                                

 
 
Feuchtigkeitsmesser
Quelle: Wetekom
Feuchtigkeitsmessgerät
Um die Feuchtigkeit in Flächen zu überprüfen, wird in der Praxis häufig die Leitfähigkeitsmessung (Elektrische Widerstandmessung) eingesetzt.

Dabei werden zwei Elektroden in den Baustoff eingelassen. Der vom Gerät erzeugte Messstrom fließt durch die Elektrode in den Baustoff und über die zweite Elektrode wieder zurück zum Gerät.

Je leitfähiger der Baustoff (Feuchtigkeit, Salze usw.) umso mehr Strom fließt zurück. Es wird ein Wert in Digis ausgegeben.
Dieses Messgerät kann  helfen, den Bereich einer Leckage festzustellen. (> weitere Messgeräte)

Leckortung – Rohrbruchortung - Otto Richter GmbH - Feuchteklinik®
Infrarot-Thermografie
Dipl. Ing. Architekt Thomas Verweyen, Dipl.-Ing. (FH) für Architektur A. Rothenburg, Bausachverständiger Dipl. Bauing. Schmalfuß

Systeme für die Leitungsortung - Hermann Sewerin GmbH
Wasserstoff-Lecksuche (Tracergas)
Technischer Umweltschutz - EURANORD GmbH

 
 
Blower-Door-Messverfahren
Quelle: Dipl.-Ing. Herbert Trauernicht, Gebäudemesstechnik
Blower-Door-Test
Die Dichtheit eines Gebäudes mit dem Blower-Door-Test nach der DIN 13 829 - 2001-02 (Verfahren A - Gebäude im Nutzungszustand oder Verfahren B - Prüfung der Gebäudehülle) festgestellt.

Verfahren A: Das Gebäude wird im Nutzungszustand gemessen. Dabei ist die Gebäudehülle im Zustand des Heizungs- und Lüftungsbetriebes. Dieses Verfahren wird zur Endabnahme ausgeführt und gilt als EnEV-Nachweis.

Verfahren B: Die Messung erfolgt nach Fertigstellung der Gebäudehülle bzw. luftdichten Ebene. In diesem Fall werden alle absichtilch vorhanden und einstellbaren Öffnungen abgedichtet bzw. geschlossen. Hierbei sollten die Wände verputzt und alle möglichen Öffnungen müssen noch zugänglich sein.

Dichte Gebäude sind die Voraussetzung für eine richtig funktionierende raumluftechnische Anlage (RLT) und den Ausschluss von Infiltration/Exfiltration. > mehr
 
 
Leckage-Erkennung / Leckage-Meldung
Natürlich ist es sinnvoll, einen entstehenden Wasserschaden bei der Entstehung zu erkennen und einzugrenzen. Erst dann kann eine Leckortung stattfinden. Einen entstehenden Wasserschaden im Bereich einer Trinkwasserinstallation kann durch technische Maßnahmen (Leckagesicherung) festgestellt und begrenzt werden. In anderen haustechnischen Anlagen (Heizung-, Solar- und Kühlsysteme) werden in besonders sensiblen Bereichen Leckage-Erkennungs- und Leckage-Meldung-Systeme eingesetzt. Die Systeme können Undichtigkeiten, die von von leitfähigen Flüssigkeiten entstehen, erkennen und einschränken.
Es gibt viele Bereiche in der Haustechnik und Industrie, in denen verschiedenartige Anwendungsfälle vorkommen.
Kapazitive Sensoren
Konduktive Sensoren
Wassersensor
Quelle: Jola Spezialschalter K. Mattil & Co. KG
Um einen Leckageschutz fachgerecht ausführen zu können, sind ausreichende Kenntnisse notwendig, um das jeweils passende System einsetzen zu können.
Das kapazitive Messprinzip wird bevorzugt für die Detektion von elektrisch nicht leitfähigen (isolierenden) Flüssigkeiten eingesetzt. Es können jedoch auch elektrisch leitfähige Flüssigkeiten detektiert werden. Elektrisch nicht leitfähige Flüssigkeiten sind hauptsächlich organische Flüssigkeiten wie Öle und Lösungsmittel. Eine Elektrodenanordnung bildet einen Messkondensator, wobei das Dielektrikum entweder Luft oder Flüssigkeit ist. Die Dielektrizitätskonstante von Luft ist 1 und die Dielektrizitätskonstante der zu delektierenden Flüssigkeit ist größer. Für die kapazitiven Sensoren muss die Dielektrizitätskonstante größer als 2 (Type CPE) bzw. 1,8 (Typen OWE und COW) sein.

Das konduktive Messprinzip wird für die Detektion von elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten eingesetzt. Es ist für die Detektion von elektrisch nicht leitfähigen Flüssigkeiten nicht geeignet.
Elektrisch leitfähige Flüssigkeiten sind hauptsächlich wässrige Lösungen von Salzen, Säuren oder Laugen. Die Moleküle dieser Stoffe dissoziieren im Wasser zu positiven und negativen Ionen, welche der wässrigen Lösung die elektrische Leitfähigkeit verleihen. Der konduktive Leckage-Detektor erkennt, wenn eine elektrisch leitfähige Flüssigkeit präsent ist, und es erfolgt ein Meldesignal. Die Messung erfolgt mit Wechselstrom, damit eine präzise Ansprechempfindlichkeit sichergestellt ist und galvanische Prozesse an den Elektroden unterbunden werden. Der konduktive Leckage-Detektor enthält eine integrierte Auswertelektronik mit galvanisch getrennten Stromkreisen.

In besonders sensiblen Anwendungsfällen kann eine Leckagesonde in Verbindung mit einem geeigneten Auswertegerät zur konduktiven Leckageüberwachung von elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten eingesetzt werden. Hier können bei Prozesstemperaturen von -20 °C bis +60 °C Leitfähigkeiten ab 1 µS/cm erfasst werden. Die Leckagesonden sind auch für die Leckagesicherung mit Leitungsüberwachung gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zugelassen. Dieses System kann nur über ein Auswertegerät eine Warnmeldung ausgeben.
Leckagesonde
Quelle: IST e. K.
Waterswitch
Quelle: Kemo-Electronic GmbH
Ein fachfaches System ist ein Gerät, das "Alarm" über einen Relaiskontakt gibt, wenn die Sensor-Drähte mit Wasser in Berührung kommen.
Bei dem Modul "Waterswitch" werden die beiden Kabel mit 2 blanken Metallteile rostfrei verbunden. Die Schraubenköpfe müssen dort montiert werden, wo die Luftfeuchtigkeit überwacht werden soll.
Auf der einen Seite kann die elektrischen Energieversorgung mit einem 9 V Steckernetzteil (stabilisiert und eine Leistung von mindestens von 100 mA) oder einer größeren Batterie durchgegeführt werden. Auf der anderen Seite kann entweder ein akustischer oder optischer Alarm aktiviert oder ein trinkwasserzugelassenes Magntventil durch ein sekundäres Relais geschaltet werden.
Die beschriebenen Geräte dürfen nur durch entsprechendes, qualifiziertes Fachpersonal eingebaut, angeschlossen und in Betrieb genommen werden!
 
 

Leckagesicherung
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

Leckageschutz / Leckagesicherung

Systeme zur Leckage-Erkennung, Leckage-Meldung und Leckagesicherung sind besonders in Altanlagen sinnvoll bzw. werden von den Versicherungen nach dem ersten Wasserschadensfall vorgeschrieben. Diese Systeme können zentral oder dezentral in besonders gefährdeten Anlagenteilen bzw. sensiblen Räumen eingesetzt werden.

In hochsensiblen Gebäudeteile im gewerblichen, aber auch privatem Bereich, können die Sicherungen .... > mehr

Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Änderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.

Feuchtigkeitsmesser
Quelle: Wetekom
Um die Feuchtigkeit in Flächen zu überprüfen, wird in der Praxis häufig die Leitfähigkeitsmessung (Elektrische Widerstandmessung) eingesetzt.

Dabei werden zwei Elektroden in den Baustoff eingelassen. Der vom Gerät erzeugte Messstrom fließt durch die Elektrode in den Baustoff und über die zweite Elektrode wieder zurück zum Gerät.

Je leitfähiger der Baustoff (Feuchtigkeit, Salze usw.) umso mehr Strom fließt zurück. Es wird ein Wert in Digis ausgegeben.

 

CM-Messung
Die Estrichfeuchte kann direkt oder indirekt gemessen werden. Mit den direkten Methoden (CM-Methode, Darr-Messung) wird die genaue Menge an Wasser im Estrich bestimmt. Bei den indirekten Feuchtemessmethoden wird z. B. die elektrische Leitfähigkeit mit einem elektronischen Messgerät gemessen. Ein "normales° Feuchtigkeitsmessgerät ist für die Restfeuchtemessung der verschiedenen Estricharten für die Belegreife nicht geeignet.
Da es verschiedene Estricharten (Zementestrich, Zementheizestich, Anhydritestrich, Anhydritheizestrich) gibt, sollte man die genaue Zusammensetzung kennen. Jeder mineralische Baustoff nimmt unterschiedlich viel Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie, in Abhängigkeit von der relativen Feuchte der umgebenden Raumluft, wieder ab. Außerdem trocknet jeder neu eingebrachte Estrich anders und unterschiedlich schnell.

Die CM-Messung ist die älteste und bewährteste Methode für die Bestimmung der Restfeuchte im Estrich. Die Belegreife muss vor den Bodenbelag- und Parkettarbeiten bekannt sein. In der Praxis werden keine Unterschiede bei den verschieden Bodenbelagsarten (Teppichboden, Fliesen, Laminat, Parkett, Kork) gemacht. Bei den Heizestrichen wird die Restfeuchtemessung nach dem Funktionsheizen vorgenommen. Evtl. ist auch noch ein Belegreifheizen erforderlich.

Restfeuchte für die Belegreife
               - Zementestrich < 2,0 CM%
               - Zementheizestich < 1,8 CM%
               - Anhydritestrich < 0,5 CM%
               - Anhydritheizestrich < 0,3 CM%

Der genaue Punkt (möglichst feuchte Stelle) der Probennahme des Stemmgutmaterials in den Räumen wird mit einem elektronischen Messgerät an der Estrichfläche gesucht. Bei einem Heizestrich (Fußbodenheizung) legt Heizungsplaner nach DIN EN 1264 Teil 4 in der Installationszeichnung eine Messstelle pro Raum fest, der 10 cm Abstand zu Heizungsrohren haben muss. Hier müssen natürlich die Anordnung der Rohrleitungen nach der Planungsvorgabe ausgeführt werden.
Die Probenentnahme für die CM-Messung wird aus dem unteren Estrichdrittel entnommen. Der CM-Gerätekoffer hat alle erforderlichen Messgeräte und Werkzeuge zur Stemmgut-Probenentnahme.
Die Ergebnisse der Messungen sind in einem Protokoll (Beipiel 1, Beispiel 2) einzutragen.

Kurze Erläuterung der CM-Messung nach DIN 18560-4

  • CM-Gerät, geprüfte Druckflasche nach Richtlinie 97/23/EG mit Manometer, montiert nach EN 837-2 (max. absoluter Fehler 25 mbar), Waage, Fehlergrenze ± 2 g, Beutel, aus Polyethylen (PE)
  • Durchschnittsprobe über den ganzen Querschnitt des Estrichs entnehmen und in einen PE-Beutel einfüllen, Probe im PE-Beutel in der Schale zerkleinern, Homogenisieren der Probe durch Umfüllen in einen weiteren PE-Beutel
  • Aus dem vorbereiteten Prüfgut eine Materialprobe abwiegen: Calciumsulfatestrich 100 g, Magnesiaestrich 50 g, Zementestrich 50 g
  • Prüfgut und Stahlkugeln und im Anschluss Glasampulle mit Calciumcarbid vorsichtig in das CM-Gerät einfüllen. Nach dem Verschließen des CM-Gerätes 2 Minuten kräftig schütteln, 5 Minuten später nochmals eine Minute schütteln, sowie 10 Minuten später nochmals kurz (~ 10 s) aufschütteln und Wert ablesen.
  • Prüfgutkontrolle durchführen: wenn das Prüfgut nicht vollständig zerkleinert ist, Prüfergebnis verwerfen und Messung wiederholen
CM-Messung ist das Maß aller Dinge - Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF)
CM-Rechner + Erklärvideos - Dr. Radtke CPM Chemisch-Physikalische Messtechnik AG
CM-Messgerät
Mit diesem Messgerät kann schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit in Baustoffen bestimmt werden.

Während und nach dem Funktionsheizen von Fußbodenheizungen und dem Belegreifheizen kann die Restfeuchtigkeit von Unterlagsböden nach der Carbid-Methode (CM) festgestellt werden. Die Feuchtigkeit kann auf dem Manometer ohne Umrechnungstabelle direkt abgelesen werden. Das Manometer hat eine Drosselschraube, wodurch die Lebensdauer wesentlich verlängert wird. Die robuste mechanische Federwaage ist mit einer Ablesehilfe aller gängigen Einwaagen versehen.

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Quelle: DS Messwerkzeuge
Quelle: Trotec GmbH & Co. KG
Bei dem Mikrowellen-Messverfahren wird der Unterschied der Dielektrizitätskonstante (DK) von Wasser und des Baustoffes ermittelt. Wegen des großen Unterschiedes zwischen diesen beiden Werten lassen sich bereits kleine Wassermengen sehr gut detektieren.
Das Anwendungsspektrum reicht dabei von Präzisionsmessungen an Materialien mit geringen Feuchtegehalten bis in die Bauwerksdiagnostik im mittleren Feuchtebereich bis in den Hochfeuchtebereich, z. B. für Messungen in organischen Materialien. Die materialspezifische Kalibrierung macht eine reproduzierbare Feuchtemessung in Masse-% möglich.
 

Entfeuchtungs- bzw. Trocknungsgeräte gibt es für die verschiedensten Einsatzfälle.

Quelle: Einhell
Quelle: Trotec GmbH & Co. KG
Quelle: Trotec GmbH & Co. KG
 
 
Messtechnik und Gebäudetrocknung - Ewald Lümmen GmbH
Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir könnte daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen werden.
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