Hier von mir eine Kurzfassung,
die auch fast nur die Überschußfeuchte aus
dem Estrich behandelt, aber auch gleichermaßen für andere
Bauteile mit Überschusswasser gilt. Als Vorlage
diente ein Fachartikel aus der Estrichfachzeitschrift >Estrichtechnik< |
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Durch immer kürzere Bauzeiten
und neuen Bauweisen (Wärmeverbundsysteme, Luftdichtigkeit) kann
die normal durch die Baustoffe eingebrachte Baufeuchte nicht mehr vollständig
austrocknen. Schäden durch zu hohe Restfeuchtegehalte sind vorprogrammiert.
Ebenso Unbehaglichkeit, welche sich nicht nur durch die hohen Heizkosten
der ersten 2-3 Jahre durch noch zu feuchte Bauteile einstellt. Damit
auch nachvollzogen werden kann, über welche Mengen Überschusswasser
wir hier reden: |
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Bei einem 40 mm starken Anhydritfließestrich
müssen je Quadratmeter 8 Liter Wasser an die Raumluft abgegeben
werden, um die Verlegereife zu erreichen. Bei einem Einfamilienhaus
mit 150m² Wohnfläche sind das 1.200 Liter. Und dies nur vom
Estrich. |
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| Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der Bausubstanz die überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Anhydritestriche lassen sich
sofort nach Freigabe zum Begehen, Zementestriche nach 10 Tagen Abbindezeit
zwangstrocknen. Bei Zementestrichen kann zu frühe Zwangstrocknung
zu Festigkeitsverlusten führen. |
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| 1. Lüften | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beim Lüften sollte die Außentemperaturen
über 12° C sein, da darunter die Luft nur wenig Feuchtigkeit
aufnehmen kann. Je höher die Raumtemperatur, desto höher ist
das Abdampfvermögen von feuchten Bauteilen. Und es braucht trockene
Außenluft mit geringer relativer Luftfeuchte. |
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Diese Methode wird durch das
Klima in unseren Breitengraden aber stark eingegrenzt. Entgegen der
weit verbreiteten Meinung ist das Trocknungsverhalten im Sommer ähnlich
schlecht wie im Winter. Auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit (besonders
bei sinkenden Nachttemperaturen) kann die Luft keine Feuchtigkeit mehr
aus dem Estrich aufnehmen. Durch Lüften zum falschen Zeitpunkt
kann es sogar zu Kondenswasserbildung auf den kalten Innenbauteilen
kommen. Wir haben etwa sechs Monate (März - August) im Jahr, wo die rel. Luftfeuchte tagsüber weniger als 70% beträgt. Nachts ist sie das ganze Jahr durch Temperaturabfall über 80%. Deshalb ist es bei dieser Methode Lüften bei unseren klimatischen Bedingungen nicht möglich, einen Bau zügig und planbar zu trocknen. Es findet oftmals eine er-neute Befeuchtung der Materialien - meistens während der Nachtstunden - statt. Feuchte Luft, die in den Bau gelangt, kühlt ab, der Taupunkt wird unterschritten und das überschüssige Wasser kondensiert an den kältesten Stellen, in der Regel dem Estrich. Dieser absorbiert die Feuchte, um seine eigene Gleichgewichtsfeuchte zu er-höhen. Hinzu kommt, daß Zementestriche ab 70% rel. Luftfeuchte und bestimmten Temperaturen schon wieder soviel Feuchtigkeit aufnehmen, daß der Grenzwert für dampfdichte Beläge über-schritten wird. Bei Anhydritestrichen liegt dieser Wert bei 80%. Durch gezieltes Lüften ist eine Bautrocknung nur in den Monaten April - Juli möglich, wo durchschnittliche rel. Luftfeuchten von 54% tagsüber gegeben sind. |
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| 2. Heizen und Lüften | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wie schon beim Lüften erwähnt,
erhöht sich das Abdampfverhalten bei steigenden Temperaturen. Bei
einer Erhöhung der Raumtemperatur von 10° C auf 20° C um
fast 100%. |
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| 3. Adsorptionstrockner | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adsorptionstrockner haben einen
hohen Energieverbrauch im Vergleich mit Kondenstrocknern und es besteht
die Gefahr eines zu schnellen, einseitigen Feuchtig-keitsentzuges mit
der Folge von Rissbildung und Schüsselung. Die abgegebene Luft
hat nur eine rel. Feuchte von etwa 10%, wodurch sie wieder effizienter
bei extrem niedrigen Temperaturen sind. Dem sollte aber nicht zuviel
Bedeutung beigemessen werden, da bei Temperaturen unter 10° C sowieso
kaum Feuchte in der Luft vor-handen ist. |
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| 4. Kondenstrockner | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kondenstrockner sind am wirtschaftlichsten
einzusetzen. Der Energieverbrauch ist sehr viel niedriger, weil die
Prozeßwärme nicht verloren geht. |
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| Der Wirkungszusammenhang von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf das Bautrocknungsverhalten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bei allen eingesetzten Verfahren zur Bautrocknung ist die Temperatur ein entscheidener Parameter. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die obigen Beispiele sollen
unterstreichen, je geringer die Temperatur, desto weniger Wassergehalt.
Bei sinkender Raumtemperatur und konstanter rel. Luftfeuchtigkeit nimmt
der absolute Wassergehalt in der Luft ab. Sinkt die Raumtemperatur unter
10°C, macht eine Bautrocknung nach Wirtschaftlichkeit kaum noch
Sinn, da nur noch sehr wenig Wasser in der Luft enthalten ist. |
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Wichtig in diesem Zusammenhang
ist, daß hohe Temperaturen allein einen Estrich nicht austrocknen
können. Die rel. Luftfeuchte muß auch deutlich unter 70%
gebracht werden, um ihn auch trocknungsmäßig für dampfdichte
Beläge vorzubereiten. Aus diesem Grund müssen Estriche selbst
im Sommer, wenn eine hohe rel. Luftfeuchte gegeben ist, mit technischer
Unterstützung getrocknet werden. Und es kann passieren, das selbst
schon verlegereife alte Estriche bei zu hohen rel. Luftfeuchten wieder
Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb funktionieren auch die vielen Estrichtrocknungsbeschleuniger
nicht in einem Neubau. Aber das ist ein anderes Thema. |
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| Bernhard Fitz, Estrichlegermeister | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Entfeuchtungs- bzw. Trocknungsgeräte gibt es für die verschiedensten Einsatzfälle. |
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Messtechnik
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| Technischer Umweltschutz - Rainer Kretzschmar |
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