Hydraulischer und thermischer Abgleich in Trinkwasserzirkulationssystemen |
Die meisten Zirkulationsleitungen
in zentralen Trinkwassererwärmungsanlagen, vor allen Dingen in
kleinen Anlagen, sind hydraulisch und thermisch nicht abgeglichen. Der
Grund liegt wohl darin, dass der Sinn eines Abgleich nicht bekannt ist. |
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Nach DIN
1988-3 und DVGW-Arbeitsblatt W 553 "Bemessung
von Zirkulationssystemen in zentralen Trinkwassererwärmungsanlagen"
sollen bei der Bemessung der Rohrnennweiten für Zirkulations-leitungen
Fließgeschwindigkeiten zwischen 0,2 und 0,5 m/s
angenommen werden. Diese Geschwindigkeiten reichen in jedem Fall für
einen optimalen Wasserwechsel und den Ausgleich der in den Rohrleitungen
entstehenden Wärmeverluste aus. Es ist technisch und wirtschaftlich
nicht sinnvoll, größere Wassermengen als erforderlich umzuwälzen.
Eine Begrenzung der Fließgeschwindigkeit auf die oben genannten
Werte trägt gleichzeitig zur Vermeidung von Erosionkorrosion
bei. |
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Lediglich in Ausnahmefällen
kann eine maximale Fließgeschwindigkeit von 1,0 m/s in pumpennahen
Zirkulationsleitungen notwendig sein (DVGW-Arbeitsblatt W 553). In bereits
bestehenden Anlagen, in denen Umwälzpumpen mit zu großer
Förderhöhe eingesetzt wurden und ein Pumpenaustausch nicht
oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, kann der Zirkulationsvolumenstrom
durch Einbau geeigneter Regulierventile nachträglich verringert
werden. |
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Generell ist in
verzweigten Zirkulationssystemen ein hydraulischer Abgleich der einzelnen
Stränge untereinander vorzusehen. Auch hierzu werden Strangregulierventile
verwendet. Die Berechnung der Zirkulation nach W 553 und zum hydraulischen
Abgleich (Anlagenkennlinie) bilden die Grundlage für die Auswahl
einer geeigneten Zirkulationspumpe (Pumpenkennlinie), weshalb hierauf
in keinem Fall verzichtet werden kann! |
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| Hydraulischer Abgleich | ||||||||||||
Wasser sucht sich
immer den Weg des geringsten Widerstandes. Je nach der Länge und
dem Durchmesser der Rohre sowie der Anzahl der Einzelwiderstände
(Bögen, T-Stücke, Armaturen) ist der Druckverlust in den einzelnen
Warmwassersträngen unterschiedlich. Zur weit entfernten Zapf-stelle
im Dachgeschoss fließt das Wasser also nicht so »gerne«,
wie zur Zapfstelle im Erdgeschoss direkt über dem Trinkwasserspeicher.
Der Zirkulationsstrang zum Dachgeschoss wird also nicht so gut durchströmt,
es besteht die Gefahr der Bildung von Biofilmen, der Lebensgrundlage
für Legio-nellen und andere Krankheitserreger. Beim korrekten hydraulischen
Abgleich werden die Differenz-drücke der einzelnen Warmwasserstränge
ermittelt und durch »einstellbare Hindernisse« im Leitungsnetz
ausgeglichen. Dort, wo zu viel Wasser fließt, wird durch ein Regelventil
(z.B. „Aqua-strom T plus“) in der Zirkulationsleitung der
Wasserdurchfluss über die Voreinstellung gebremst. So kann der
Druckverlust für alle Stränge gleich eingestellt werden. |
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| Thermischer Abgleich | ||||||||||||
Um in der gesamten
Warmwasserinstallation den geforderten maximalen Termperaturabfall am
Eintritt der Zirkulationsleitung in den Warmwasserwärmer sicherzustellen,
sollte ein eingebautes Regelventil (z. B. Aquastrom
T plus) gleichzeitig in den Zirkulationssträngen den Volumenstrom
über den Thermostat selbsttätig so eingestellt werden, dass
sich auch für den ungünstigsten Strang die notwendige Wassertemperatur
4 K unter der eingestellten Versorgungstemperatur ergibt.
Temperatur und Basisvolumenstrom können am Ventil voreingestellt
werden. |
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Zusätzlich
kann eine Trinkwasser-Zirkulationspumpe (z. B. Wilo-Star-Z
15 TT) zur automatischen thermischen Desinfektion beitragen.
Ihr eingebauter Thermostat erfasst die Wassertemperatur vor Eintritt
in den Trinkwassererwärmer und reguliert die Durchflussmenge so,
dass der vorge-schriebene Temperaturbereich eingehalten wird. Außerdem
unterstützt sie zusammen mit dem Regelventil die automatische thermische
Desinfektion, indem sie sich automatisch einem eventuell höheren
Volumenstrom anpasst. Bei der thermischen
Desinfektion wird in der Nacht die Wasser-temperatur
unabhängig von den an Ventilen und Zirkulationspumpe eingestellten
Sollwerten kurzfristig für mindestens 3 Minuten (max. 2 Stunden)
im gesamten System auf 70 °C angehoben, um alle Legionellen abzutöten.
Die Pumpe wird über Zeit- oder Temperatursteuerung ein- und ausgeschaltet.
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Datenschieber
- Trinkwasserzirkulation - Oventrop |
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auch für
die TW-Zirkulation gibt es Effizienzpumpen |
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DVGW-Arbeitsblatt
W 551 ”Technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums in Neuanlagen” |
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