| Die Erwärmung
des Trinkwassers steht auf Grund der vielfältigen
Möglichkeiten immer häufiger im Mittelpunkt der Diskussionen,
wenn es um die Planung einer Trinkwasser- bzw. Heizungsanlage
geht. |
Der Warmwasserbedarf
liegt durchschnittlich zwischen 30 und 50 Litern pro Tag und Person.
In den bestehenden Gebäuden sind dies ca. 10 bis 15 % und
bei dem heutigen Baustandard (Niedrigenergie- oder Passivhaus)
kann der Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung
jedoch bis zu 30 bis 50 % des gesamten Energiebedarfs ausmachen. |
| Trinkwasser kann auf drei
verschiedenen Arten erwärmt werden. |
- Speicher
- Boiler
- Durchlauferwärmer
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Doppelmantelspeicher |
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Trinkwassererwärmer
(Speicher) |
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Pufferspeicher |
Quelle:
B & R Haustechnik |
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Ein Speicher
ist eine Einrichtung zur Lagerung von Energie, Material
oder Information (nicht verwenden und aufbewahren).
So z. B. ein Pufferspeicher, der
Energie aus einer thermischen Sorlaranlage speichert,
die evtl. gar nicht genutzt wird oder ein Speicher,
der Trinkwasser über einen
schlechten Wirkungsgrad erwärmt und für
einen evtl. Abruf bereithält. |
Man unterscheidet
zwischen der Speicherung von erwärmtem
Trinkwasser und Heizungswasser. |
Jede Speicherung
von Energie hat mehr oder weniger Verluste,
die mit erheblichen Aufwand minimiert werden müssen.
So sind die Verluste durch falsche oder zu wenig
Dämmung und durch falsch betriebene Speicheranlagen
erheblich. |
Ein Vorteil
der Speicher ist, dass über verschiedene
Wärmequelle Energie eingebracht werden können.
So z. B. durch Kesselanlagen (Öl, Gas, feste
Brennstoffe), thermische Solaranlagen, Wärmepumpen
(Luft, Wasser), Geothermie und auch über elektrische
Beheizung. |
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Die einfachste
Art eines Speichers ist der Doppelmantelspeicher,
der schon zu Zeiten der Schwerkraftheizung
eingesetzt wurde, weil er geringe heizungsseitige
Widerstände hat und das gesamte Speicherwasser
voll durchwärmt. |
Quelle:
alternate-energy |
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Dimensionierung
der Warmwasserbereitung |
Bei der Auslegung eines
Trinkwasserspeichers für Ein- und Mehrfamilienwohnhäusern
kann von einem Warmwasserbedarf von 30 bis 50 Liter pro Person/Tag
bei einer Temperatur von 45 °C ausgegangen werden. In einem
Einfamilienwohnhaus mit ca. 150 m² Wohnfläche ergibt
sich daraus für einen 4-Personen-Haushalt ein Warmwasserverbrauch
von 160 Litern pro Tag und somit eine erforderliche Wärmemenge
von 6,51 kWh (160 Liter von 10 °C auf 45 °C ). |
Der spezifische
Wärmebedarf beträgt von 15,8 kWh/(m²
* a). Die EnEV gibt einen Standardwert von 12,5 kWh/(m²
* a) vor. Bei zukünftig steigendem Warmwasserkomfort und
auf Grund der Legionellenproblematik (> 60
°C) besteht hier kein Einsparpotenzial. |
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Für jeden Anwendungsfall
bzw. Wärmequelle gibt es die passenden Pufferspeicher
und Trinkwassererwärmer (TW-Speicher). Da
die Speicherarten so vielfältig sind, ist die Auswahl der
richtigen Art der Speicherladung, um die eingespeicherte Wärme
möglichst effizient nutzen zu können, besonders wichtig.
Man unterscheidet zwischen |
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Kaskadenschaltung
- Reihenschaltung |
Eine Kaskade
ist die Anordnung gleicher Teile in Reihe (Reihenschaltung
- Kaskadenschaltung). Das können Wärmeerzeuger
(Heizkessel, Heizthermen, Wärmepumpen), Trinkwasser- bzw.
Pufferspeicher, Solarkollektoren oder Heizleisten sein. Letztendlich
ist eine Einrohr-Heizung auch eine Kaskade. |
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Kaskadenspeicher |
Quelle:
Exergy Systems Engineering |
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In vielen
Gebäuden sind die örtlichen Gegebenheiten
derart beengt, dass große Speicher nicht möglich
sind. |
Hier ist der
Einsatz von Speicherkaskaden (Speicherbatterien)
angebracht. Diese bestehen aus mehreren kleineren
Speichereinheiten, die eng nebeneinander aufgestellt
werden. Die Verbindung wird mit Gummikmpensatoren
hergestellt, die nicht nur die Wärmeausdehnung
der Anschlüsse aufnehmen, sondern auch Maßungenauigkeiten
ausgleichen. Bei den in Reihe geschalteten Speichern
sind die Temperaturen in jedem Speicher
unterschiedlich. Die Kaskadenschaltung
wird von einigen Herstellern auch bei unterschiedlichen
Pufferspeichern (verschiedene Inhalte oder verschiedene
Konstruktionen) empfohlen. |
Bei der in
der Abbildung dargestellten Kaskadenart sind keine
weiteren wärmeabgebende Anschlüsse notwendig. |
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Die Parallelschaltung
wird auch Neben- oder Nebeneinanderschaltung
genannt. Der Begriff kommt aus der Elektrotechnik,
bei der jedes Element der Schaltung an die gleiche Spannung angeschlossen
ist. |
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Seriall
parallele Anschlussart (nicht
abgeglichen) |
Quelle:
Exergy Systems Engineering |
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Parallel
angeschlossene Speicher |
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Bei der Speicherung
von Wärme sind mehrere Speicher
nebeneinander angeordnet und werden gleichzeitig
oder nacheinander geladen. Auf gleicher Weise wird
auch die Wärme entnommen. Aber
auch Wärmeerzeuger (Heizkessel,
Heizthermen, Wärmepumpen, Solarkollektoren) werden
parallel geschaltet. |
Parallel geschaltete
Trinkwasser- oder Pufferspeicher führen zu einer
Erhöhung der Speicherkapazität
bzw. Schüttleistung. Der Anschluss
mehrerer Speicher mit dem Tichelmannsystems
sorgt hier besonders gut zu einer gleichmäßigen
Aufladung. "Normal"
angeschlossene Speicher und Speicher unterschiedlicher
Größe müssen hydraulisch abgeglichen
werden, damit eine gleichmäßige Belandung
gewährleistet ist. |
Auch Wärmeerzeuger
(Heizkessel, Wärmepumpen, Solarkollektoren) werden
zur Erhöhung der Leistung
in einer Parallelschaltung betrieben. Letztendlich
sind die Heizkörper in einem Zweirohrsystem
parallel geschaltet, wodurch jeder angeschlossene
Heizkörper mit der gleichen Vorlauftemperatur
versorgt wird. |
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Im Gegensatz
zur Kaskadenschaltung kann eine Speicherung
auch über spezielle Ventile in großvolumigen
Speichern erfolgen. Dabei wird über eine Regelung der Speicher
schichtweise geladen. Mit den gleichen Ventilen
kann auch die Wärme schichtweise entnommen
werden. |
| Aber auch ohne Spezialventile
ist eine Wärmeschichtung in Speichern möglich.
Wenn ein Speicher hoch genug ist und einen größeren
Durchmesser hat, dann wird sich bei einer "sanften"
Ladung (geringe Fließgeschwindigkeit bei der Ladung)
das warme Wasser schichtweise einlagern. Dazu muss der Volumenstrom
richtig eingestellt bzw. bei mehreren Speicher hydraulisch
abgeglichen werden. Eine andere Art der Schichtenspeicherung
wird durch einen Thermosiphonspeicher
erreicht. Aber auch durch den Einsatz von mehreren Wärmetauschern
(bi- oder multivalente Speicher) in verschiedenen Höhen im
Speicher und mit verschieden hohen Temperaturen kann eine Schichtung
aufgebaut werden. |
In allen Fällen darf
bei der Entnahme die Schichtung nicht
durch zu hohe Fließgeschwindigkeiten zerstört
werden. |
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Der multivalente
Mischer hat 5 Anschlüsse.
Er kann handbetätigt oder automatisch
mit Stellmotor und Regelung betrieben werden. |
| Einsatzmöglichkeiten |
1.
Der Mischer hat 4 Auslässe,
die die Wärme im Mischbetrieb
aus den verschiedenen Zonen eines Pufferspeichers
oder von anderen Wärmequllen beziehen. |
2.
Als Zonenmischer mit einem Stellmotor
und einer Regelung können sie die Zonen eines
Pufferspeichers beladen oder entladen. |
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Eine spezielle
Ausführung eines 4-Wege-Mischers ist der bivalente
Mischer. Dieser Mischer mit rotierendem Einsatz
wurde für bivalente Heizungsanlagen (Hybrid-Heizung)
konstruiert. Mit einem Stellmotor
und einem Regelgerät kann die
Wärme von 2 verschiedenen Wärmequellen verteilt
bzw. gemischt werden. |
| Einsatzmöglichkeiten |
1.
Der BIV-Mischer hat zwei
Zuläufe, an die zwei verschiedene Wärmequellen
angeschlossen werden. Hier wird zwischen einer Primär-
und Sekundärwärmeqelle
unterschieden wird. Zuerst öffnet der Primäranschluss.
Wenn die Wärmezufuhr nicht ausreicht wird der
Sekundäranschluss und über einen Mischbetrieb
wird die Warme weitergegeben. Bei voller Leistungsanforderung
ist nur noch der Sekundäranschluss geöffnet.
Man könnte auch sagen, dass dieser Mischer die
Funktion von zwei 3-Wege-Mischern
übernimmt. |
2.
Bei dem Einsatz an einem Pufferspeicher
wird der Mischer an dem oberen und
mittleren Anschluss des Speichers
angeschlossen. So kann entweder die höhere Temperatur,
die kühlere Temperatur aus der Mitte oder eine
Mischtemperatur in die Heizungsanlage gegeben werden.
Dies hat den Vorteil, dass die höhere Temperatur
im Speicher zwischenzeitlich zur Trinkwassererwärmung
genutzt werden kann. Der Heizungsrücklauf wird
unten am Speicher angeschlossen. |
3.
Eine dritte Einbaumöglichkeit ist das Beladen
eines Pufferspeichers. |
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Die Ladung
eines Warmwasserspeichers (Trinkwassererwärmung)
kann herkömmlich über einen in dem Speicher eingebauten
Wärmetauscher (Rohrbündel) oder durch einen externen
Plattenwärmetauscher
(PWT) erfolgen. |
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Schichtladespeicher
verkürzen die Aufheizzeit des Warmwassers |
Quelle:
Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG |
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Ein Schichtenspeicher,
der über einen externen Plattenwärmetauscher
geladen wird , stellt schon nach kurzer Aufheizzeit
eine Nutztemperatur zur Verfügung. |
Bei diesem System
entnimmt eine Umwälzpumpe das
Wasser aus dem unteren, kälteren Speicherbereich
und speist das über den PWT
aufgeheizte Wasser oben in den Speicher (Obenladung)
und schichtet entsprechend der Ladezeit das warme
Wasser ein. |
Dadurch steht
schon nach kurzer Zeit warmes Wasser
in brauchbarer Temperatur zur Entnahme zur Verfügung.
Die Art der Ladung ist besonders bei kleineren Heizleistungen,
so z. B. bei modellierende Brennwertthermen mit geringer
Maximal-Leistung, Wärmepumpen
oder thermischen
Solaranlagen, von Vorteil. |
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| Ein weiterer Vorteil besteht
darin, dass gegenüber der Rohrschlangenwärmeübertragung
die Speichergröße kleiner gewählt
werden kann. Dadurch werden auch die Bereitschaftsverluste
und Legionellenproblematik reduziert. |
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Quelle:
Dipl.-Ing. Winfried Hesse |
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Bei dem drucklosen
Pufferspeicher befindet sich der
Wasserdruck nicht im eigentlichen Speicher, sondern
sich nur in den Rohrleitungen. Dieser Speicher lässt
sich einfacher in bestehende Gebäude wegen der
oft engen Türen und Treppenabgänge einbauen.
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Hierfür
wird ein im Keller geschweißter Tank verwendet.
Dieser Wärmespeicher für Heizung und Warmwasser
ist ein sehr einfach zu erstellender Kunststofftank
mit 4.000 bis 6.000 Litern Inhalt (z. B. 1,5m x 1,5m
und 2m hoch fassen gut 4.000 Liter). So wird ein kompaktes
und größeres Volumen hergestellt. |
| Mit Wärmeleitkörper
und Doppeltrichter schichtet dieser Speicher warmes
Wasser oben ein und führt kaltes nach unten.
Als weiteren wesentlichen Vorteil wird mit dieser
Technik die Bildung bzw. Vermehrung von Bakterien
(Legionellen) im warmen Wasser verhindert. |
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Solare
Trinkwassererwärmung |
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Anlage
mit bivalentem Speicher (EFH) |
Quelle:
Viessmann Werke GmbH & Co. KG |
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Voraussetzung für
die solare Trinkwassererwärmung ist
eine zentrale Trinkwassererwärmung
mit geeigneten Systemkomponenten.
Die optimale Auslegung
von Warmwasser-Solaranlagen ermöglichen
solare Jahres-Deckungsraten von ca. 40 - 70 % (in Einzelfällen
auch mehr), wobei in den Sommermonaten eine Volldeckung
des Warmwasserbedarfs anzustreben ist, um einen unwirtschaftlichen
Teillastbetrieb des Wärmeerzeugers in der Heizungsanlage
in dieser Zeit zu vermeiden.
Unverschattete Süddächer
mit einer Neigung von ca. 30 - 45 Grad bieten die günstigsten
Voraussetzungen für solare Trinkwassererwärmungs-anlagen
und ermöglichen hohe Energieausbeuten von etwa
.... > weiter |
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Wärmedämmung
eines Speichers |
Eine wirkungsvolle
Wärmedämmung von Trinkwasser-
und Pufferspeichern ist besonders wichtig, um
die mit mehr oder weniger Aufwand und Kosten erzeugte bzw. "geerntete"
Wärme über einen längeren Zeitraum möglichst
verlustfrei zu speichern. Dies trifft gerade dann zu, wenn die
eingespeicherte Wärme nicht am gleichen Tag genutzt werden
kann. Auch die Hinweise (sogar von Fachleuten), dass die Wärmeverluste
dem Haus unmittelbar zugute kommen, rechtfertigen eine nachlässige
Dämmung nicht, da die Wärme unkontrolliert, nicht regelbar
an Räume, die nicht unbeding beheizt werden sollen, abgegeben
wird. |
So nutzt z.
B. die beste thermische Solaranlage oder Wärmeerzeugungsanlage
nichts, wenn der Warmwasser- und/oder Pufferspeicher hohe Wärmeverluste
hat. Ein Speicher zur kombinierten Warmwasser-bereitung und Heizungsunterstützung
muss so effizient gegen Wärmeverluste gedämmt werden,
dass die Wärme auch 5 Tage später noch genutzt werden
kann. |
In vielen Fällen
reicht die vom Hersteller angebrachte Dämmung nicht aus.
Auch sollte bedacht werden, dass Rohrleitungs-
und Anschlussverluste, aber auch eine falsche
hydraulische Anbindung, zu erheblichen Verlusten führen
können. Über die noch vertretbaren Verluste
wird in Fachkreisen immer wieder gestritten. Allgemein besteht
die Meinung, dass ein Speicher mit 60 °C max.
4 K und mit 90 °C max. 6
K in 24 Stunden abkühlen darf. |
| Um diese Werte zu erreichen, muss
ein gutes Dämmkonzept vorliegen .
Dieses besteht aus |
- Dämmmaterial der Speicherwandung
- Bodendämmung
- Anschlussdämmung
- Rohrleitungsdämmung
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Die üblichen
Dämmaterialien für Speicher bestehen
PU-Weichschaum, PU-Hartschaum, Melamin (Harzschaum), EPP (Partikelschaumstoff)
und EPS (Polystyrol > Styropor). Die Wärmeleitfähigkeit
von PU-Weichschaum ist um bis zu knapp 60 %, die von PU-Hartschaum
und Melamin um bis zu 10 % und die von EPP um bis zu 25 % größer
als die von EPS. Eine Aluminiumfolie vermindert
den Strahlungsaustausch zwischen der Speicherwandung und der Dämmung.
Viele Speicher, die in Eigenbau nachträglich verkleidet und
gedämmt werden, bekommen eine Dämmung aus Schüttdämmstoffen
(Einblasdämmstoffe) z. B. Zelluloseflocken, Silikatleichtschaum,
Steinwolle-, Perlit- oder EPS-Granulat. |
Der Speicherboden
kann mit zu einem Wärmeverlust des Speichers
(bis zu 25 %) beitragen. Im ungedämmten
Keller oder in Räumen außerhalb der beheizten Gebäudehülle
können auch bei gut schichtenden Speichern verhältnismäßig
große Wärmeverluste zum Fußboden entstehen. Die
Wärmeverluste über den Speicherboden kommen zu einem
großen Teil aus der Wärmeleitung über
die Stahlfüße oder den Standring.
Deswegen sollten diese wenigstens aus Kunststoff
bestehen. Besser wäre auf jeden Fall eine tragfähige
Dämmplatte unter dem Speicher. |
Dass auch
die Speicheranschlüsse und Armaturen
mit dicken Dämmaterial bzw. Dämmschalen versehen werden,
sollte selbstverständlich sein. So kann eine Verschraubung
oder ein Ventil aufgrund der großen Oberfläche etwa
die Wärmemenge eines 2 bis 5 m langen ungedämmten Rohres
abgeben. Studien über dieses Thema sind in Arbeit. |
Alle vom
Speicher abgehenden Rohrleitungen sollten während
der Stillstandszeit möglichst nicht
warm werden. Das kann nur erreicht werden, wenn in den
Rohren keine Mikrozirkulation (Eigenzirkulation)
entsteht. Hier wirkt eine gute dicke Wärmedämmung dem
Effekt entgegen. Aber je nach den Gegebenheiten muss trotztdem
eine Schwerkraftbremse,
ein Thermosiphon
oder Magnetventile eingesetzt werden. Viele Speicherhersteller
haben schon in die Speicheranschlüsse solche Bremsen
eingebaut, die aber je nach dem auftretenden Umtriebsdruck
der Anlage nicht wirksam sind. |
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Untertischgerät |
Quelle:
Stiebel Eltron |
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In der Praxis
gibt es viele Fälle, in denen eine zentrale
Trinkwassererwärmung nicht wirtschaftlich
ist. Wenn z. B. in gewerblichen Räumen an den
Entnahmestellen einer Teeküche und an Handwaschbecken
warmes Wasser zur Verfügung zu stellen. dann
bietet sich ein einfaches Kochendwasserrgerät
über der Spüle oder ein 5 Liter-Elektrospeicher
über bzw. unter dem Waschtisch an. |
Auch im Wohnungsbau
bieten sich deratige Lösungen für weit entferntliegende
oder selten genutzte Entnahmestellen an. |
Probleme mit
alten Anlagen gibt es dann, wenn die zentrale Anlage
zurückgebaut werden soll. Das bedeutet, dass
alle Warmwasser- und Zirkulationsleitungen total aus
dem System rausgenommen werden müssen. |
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Zirkulationsleitungen
sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil einer Trinkwarmwasseranlage,
da sie zur Sicherstellung der Hygiene
notwendig sind. Nach den technischen Merkblättern W 551 und
W 553 des DVGW sind für alle Trinkwarmwasseranlagen
(außer „Kleinanlagen”) Zirkulationssysteme
(Leitungen, Regelarmaturen, Zirkulationspumpe) einzubauen, um
die für die Bekämpfung von schädlichen
Mikroorganismen (z. B. Legionellen)
benötigte Soll-Wassertemperatur von 60
°C im Leitungssystem (einschließlich Auslaufarmaturen)
einzuhalten. |
Wenn
eine Zirkulationsleitung vorhanden ist, dann muss
auch eine Zirkulationspumpe
installiert und in Betrieb sein. Eine Schwerkraftzirkulation
ist nicht mehr zulässig.
Das Schalten der Pumpe über Taster-
oder Funksysteme werden in der Praxis kontrovers
diskutiert und entsprechen nicht den technischen Vorgaben.
Die Fließrichtung der Pumpe ist grundsätzlich
in Richtung Trinkwassererwärmer und
der Einsatz eines Ruckflussverhinderers
(zugelassene Schwerkraftbremse) ist zwingend notwendig,
um eine Schwerkraftzirkulation und ein Zapfen durch die
Zirkulationsleitung zu verhindern. Außerdem ist die
Zirkulation einzuregulieren, damit
die Fließgeschwindigkeit nicht zu hoch ist (Erosionskorrosion)
und die Speicherschichtung nicht zerstört wird. |
In vielen
Kleinanlagen werden zur "Komfortsteigerung"
auch, oft unnötiger Weise, Zirkulationsleitungen mit
Zirkulationspumpe eingebaut. |
| Kleinanlagen
sind |
- Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern
(in Zweifamilienhäusern wir trotztdem eine ZL empfohlen)
- Anlagen, in denen die einzelnen
Rohrleitungen zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers
bis zur letzten Entnahmestelle einen Inhalt von < 3
Liter haben (z. B. auch in kleinen Bürogebäuden)
- Anlagen mit Trinkwassererwärmer
von < 400 Liter Inhalt
|
In diesen
Anlagen sollte auf jeden Fall die Temperatur von 60 °C
im Trinkwassererwärmer aufgrund der Hygiene vorhanden
sein. |
| Großanlagen
sind |
- Anlagen in Mehrfamilienhäusern
(Wohngebäuden)
- Anlagen in Altenheimen und
Krankenhäusern
- Anlagen in Bädern, Schwimmbädern
und Sportanlagen
- Anlagen in Hotels und auf Campingplätzen
- Anlagen in Industriegebäuden
|
Nicht
nur die Kaltwasserleitungen, sondern auch
die Warmwasserleitungen, sollten grundsätzlich
immer regelmäßig durchströmt
werden. Hier bietet sich die "Reihenleitung"
an. Stockwerks- und Einzel- bzw. Stichleitungen), die nicht
ständig durchströmt werden, und über
3 Liter Wasserinhalt haben, sind in das Zirkulationssystem
einzubinden. Das System muss hydraulisch
und thermisch abgeglichen werden.
Dadurch wird ein gleichmäßiges Durchströmen
und eine kleine Wassermenge in allen Leitungen gewährleistet.
Außerdem wird die Schichtung im Speicher nicht zerstört. |
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Die Zirkulationsanlage
ist 24 Stunden am Tag in Betrieb
zu halten. Bei Hygienisch einwandfreien Kleinanlagen
kann die Laufzeit auf 16 Stunden reduziert
werden. Da in diesen Anlagen ständig warmes Wasser
umgewälzt wird, müssen diese Leitungen nach den
Vorgaben der EnEV
gedämmt werden, damit die Energieverluste
gering gehalten werden. Das Zirkulationswasser darf nicht
mehr als 5 K abkühlen. |
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| Inliner-Zirkulation |
| 1 Etagenabgang
Warmwasser |
| 2 Warmwasser-Verteilleitung |
| 3 Zirkulations-Sammelleitung |
| 4 Anschlussstutzen |
| 5 Innenliegende
Zirkulationsleitung |
| 6 Warmwasser-Steigleitung |
| 7 Endverschlussstück |
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Quelle:
Viega GmbH & Co. KG |
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Bei
dem Inliner-Zirkulationssystem
kann auf eine separate Zirkulationsleitung verzichtet
werden. Dies ist besonders bei der Sanierung
in größeren Wohngebäuden interessant. |
Hierbei
wird im letzten T-Stück des Warmwasser-Steigestranges
ständig Wasser durch den Inliner zurück
in den Trinkwassererwärmer geleitet und
durch Warmwasser ersetzt wird. Dadurch ist gewährleistet,
dass ausreichend warmes Wasser in hygienisch
unbedenklichen Temperaturen an jedem Etagenabgang
verfügbar ist. |
Für
die kurzen Etagenleitungen ist keine Zirkulation
notwendig. |
Gegenüber
der herkömmlichen Zirkulation, fällt
die Temperatur bei der Inliner-Zirkulation nicht
kontinuierlich ab, da das Zirkulationswasser
im warmen Trinkwasser zurückströmt.
Die Temperatur des zurückströmenden
Wassers ist somit höher als bei konventionellen
Zirkualtionen, was wiederum energetische Vorteile
hat. |
| . |
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Quelle:
Geberit Vertriebs GmbH
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Zirkulations-Regulierventil |
1
Temperatureinstellung - 2 Zirkulations-Reguliermodul
- 3 Pressanschluss - 4 Ventilgehäuse
aus Rotguss - 5 Aufnahme für Thermometer
oder Temperaturfühler - 6 Desinfektions-Regulierventil |
Quelle:
Viega GmbH & Co. KG |
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Das
Zirkulations-Regulierventil (ZRV)
gewährleistet in Warmwasser-Zirkulationsleitungen
eine konstante Temperatur. Der Volumenstrom
wird in Abhängigkeit von der Temperatur
der Zirkulations-Steigleitung durch das
selbsttätiges Öffnen und Schließen
reguliert. Außerdem wird die kontrollierte
Thermische
Desinfektion mit 70 °C
bis 75 °C in allen Steigleitungen
gesteuert. |
Wenn
die Temperatur über den eingestellten
Wert steigt, schließt der Ventilkegel
des Zirkulations-Reguliermoduls 2 und
reduziert damit den Zirkulationsfluss.
Sinkt die Temperatur wieder unter den
eingestellten Wert, öffnet der Ventilkegel
das Ventil und gibt den Durchfluss in
der Zirkulationsleitung frei. |
Das
ZRV ist sowohl in parallel geführten
als auch in innenliegenden Zirkulationsleitungen
einsetzbar. |
| . |
| |
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Eine
thermostatische Mischarmatur wird dann
notwendig, wenn das erwärmte Trinkwasser eine
hohe Speichertemperatur hat. Dies ist besonders der Fall,
wenn der Speicher über eine thermische
Solaranlage aufgeheizt wird. Aber auch
in Mehrfamilienhäusern muss die Speichertemperatur
aus hygienischen Gründen auf >
60 °C gehalten werden. Diese Armatur regelt
die Wassertemperatur zu den Zapfstellen auf ca.
40 °C runter. |
Die
Armatur kann zentral am Trinkwassererwärmer
oder dezentral vor den Zapfstellen eingebaut
werden. Eine dezentrale Anordnung wird immer dann notwendig,
wenn in der Anlage Zapfstellen vorhanden sind, die eine
höhere Warmwassertemperatur verlangen (z. B. Küchen). |
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Thermostatischer
Wassermischer mit Verbrühschutz |
Quelle:
Honeywell GmbH |
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Der im
Ausgangsstutzen zentral angeordnete hochempfindliche
Thermostat steuert eine Regulierhülse,
die in Abhängigkeit der Mischwassertemperatur
den Zustrom von Kalt bzw. Warmwasser regelt.
Der Steuerkolben besitzt auf der Kalt- und Warmwasserseite
Weichdichtungen, die einen dichten Abschluss
auf der Warmwasser-seite bei Ausfall der Kaltwasserversorgung,
unter Voraussetzung, dass die Warmwassertemperatur
min. 10 K höher ist als die eingestellte
Mischwassertemperatur und eine Unterbrechung
der Kaltwasserzufuhr bei Ausfall der Warmwasserversorgung.
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In der
Zirkulationsleitung muss ein
Rückflussverhinderer eingebaut
werden, der verhindert, dass an den Zapfstellen
Kaltwasser über die Zirkulationsleitung
beigemischt wird. |
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Schnitt
durch den thermostatischen Wassermischer |
Quelle:
Honeywell GmbH |
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Einbaubeispiele
einer Mischarmatur |
Quelle:
Honeywell GmbH |
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| Thermostatischer
Wassermischer mit Verbrühschutz
- Honeywell GmbH
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Flussanordnungen |
Quelle:
ESBE GmbH |
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Je
nach der Installation eignen sich verschiedene
Flussanordnungen (symmetrisch
/ asymmetrisch), wodurch sich die Systemeffizienz
verbessern kann. |
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Wärmezähler
(WMZ - Speicherzähler) |
Seit
dem 1. Januar 2009 muss bei Neuanlagen
der Energieverbrauch für die zentrale
Warmwasserbereitung mit einem geeichten
Wärmemengenzähler gemessen werden. |
Ab dem
1. Januar 2014 muss der Energieeinsatz
für die Warmwasserbereitung mit einem
Wärmezähler erfasst werden (§
9, Absatz 2 - HKVO). |
– Nur wenn der Gebäudeeigentümer
hier einen "unzumutbar hohen Aufwand"
nachweisen kann, kann der Warmwasserkostenanteil auch
mit einem Wasserzähler und einer neuen Formel berechnet
werden. Hierbei ist unklar, was ein unzumutbar hoher Aufwand
ist
– Die bisherige Regelung (pauschal 18 %) entfällt
mit Inkrafttreten der Novelle. Liegenschaften ohne WMZ-Speicherzähler
müssen die Warmwasserkosten, mit Inkrafttreten der
neuen HKVO bis zum 31.12.2013, mit einer neuen Formel
berechnet werden.
|
Der
Bestandsschutz für Warmwasserkostenverteiler
(WKV) und nicht normgerechte HKV-V entfällt. Diese
und andere, nicht mehr den anerkannten Regeln der Technik
entsprechende, Mess- und Verteilgeräte (wie z.B. vor
dem 01.07.1981 montierte Heizkostenverteiler) müssen
bis spätestens 31.12.2013 ausgetauscht
werden (§ 5, Absatz 1 u. § 12, Absatz 2 - HKVO) |
Duch
diese Regelung ist die Erfassung der Warmwasserkosten nach
der bisher üblichen Praxis inform einer rechnerisch
ermittelten Wärmemenge bei der Warmwasserbereitung
ist ab dem Januar 2014 nicht mehr zulässig.
Die entfallende Wärmemenge bei der
zentralen Warmwasserversorgung ist mit
einem Wärmezähler zu messen
(§9 Absatz 2). |
Der
Gesetzgeber
erlaubt eine rechnerische Ermittlung des Energieanteils
an der Warmwasserbereitung nur noch, wenn die Erfassung
der Wärmemenge mit einem unzumutbar hohen Aufwand verbunden
ist, Die dafür anzuwendenden Formeln wurden geändert,
z. B. wird der pauschale, prozentuale Warmwasseranteil
durch einen flächenbezogenen Faktor
ersetzt, weil durch den verbesserten Dämmstandard des
Gebäudes der Anteil des Energieverbrauchs zur Warmwasserbereitung
am Gesamtenergieverbrauch steigt. Auch die Heizwerttabelle
der Brennstoffarten wurden mit den
Holzpellets und Holzhackschnitzel,
erweitert. |
Nur
die Eigentümer von Passivhäusern
(aus dem Enerieausweis ersichtlich) werden
durch eine Ausnahmeregelung belohnt (§11
Absatz 1–1a). Hierbei handelt es sich um Gebäude,
die einen Heizwärmebedarf von weniger
als 15 kWh/m2a und ausweisen.
In diesem Fall sind die §§ 3 bis 7,
soweit sie sich auf die Versorgung mit Wärme beziehen,
nicht anzuwenden. Eine verbrauchsabhängige Abrechnung
von Kalt- und Warmwasser in Passivhäusern ist trotzdem
sinnvoll, weil dadurch ein Spareffekt zu beobachten ist. |
Zur
Zeit sieht die Heizkostenverordnung keine
Erfassung der solaren Trinkwassererwärmung
vor, weil die Kosten für Heizung und Warmwasser unterschiedlich
weiterverteilt werden, wird bei jeder Heizkostenabrechnung
der Energieanteil zur Warmwasserbereitung ermittelt. Außerdem
unterstützen in unseren Breitengraden die Solaranlagen
die Warmwasserbereitung meistens nur im Sommer. Deshalb
dürfen die anfallenden Strom- und Wartungskosten auch
nur diesem Kostenbereich zugerechnet werden. Für die
solare TWE gibt es keine Berechnungsgrundlagen. |
Eine Aufteilung
der Kosten in Mehrfamilienhäuser mit
solarunterstützen Heizungsanlagen
und TWE muss also vertraglich festgelegt
werden. Hier wird anhand der Kollektorfläche und der
Kollektorleistung berechnet, wie viel Energie die Sonnenkollektoren
zur Warmwassererwärmung beigetragen haben. Die so berechnete
Solarwärme wird von der Gesamtenergie zur Warmwasserbereitung
abgezogen werden kann. Der Einbau eines Wärmezählers
zeigt genau, wie viel Energie die Solaranlage im Abrechnungszeitraum
produziert und somit eingespart hat. |
Die
VDI-Richtlinie 6002 Blatt 1 - Solare
Trinkwassererwärmung - "Allgemeine Grundlagen,
Systemtechnik und Anwendung im Wohnungsbau" ist immer
noch in Arbeit. Nur die VDI
6002 Blatt 2 - Solare Trinkwassererwärmung
- "Anwendungen in Studentenwohnheimen, Seniorenheimen,
Krankenhäusern, Hallenbädern und auf Campingplätzen"
wird schon angewendet. |
| |
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|
Bauteile
eines Wärmezählers |
Quelle:
Allmess GmbH |
|
Zu den
neuesten Varianten gehört der Kompaktwärmezähler,
der das bewährte Messkapselsystem
und die innovative Ultraschalltechnologie
vereint. Er besteht aus einer Ultraschallmesskapsel
(1), in der sich keine beweglichen Teile befinden.
Der Zähler ist somit verschleißfrei
im Einsatz. Das abnehmbare Rechenwerk
(2) kann mittels Halterung bequem an der Wand
befestigt werden, was jederzeit eine gute Ablesbarkeit
des Displays (3) ermöglicht.
Fest angeschlossene Temperaturfühler
mit Wendelkabel (5) können
sowohl direktmessend (bei Neuanlagen)
als auch in Tauchhülsen
im Bestand eingebaut werden. Das neue Allmess
EAT für Direktmessung
(4) komplettiert die neue Generation der Wärmezähler.
der die Einbindung in Fernauslesesysteme
wie M-Bus, Funk oder in alle auf Impulsen beruhenden
Systeme ermöglicht.
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Einbau
eines WMZ/Speicherzähler |
Quelle:
Allmess GmbH |
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Trinkwasser-Sicherheitsventil |
Vor jedem geschlossenen
Trinkwassererwärmer (TWE/Speicher) ist ein Membran-Sicherheitsventil
entsprechend DIN 1988 und 4753, Teil 1 und TRD 721 einzubauen.
Diese Armatur öffnet selbsttätig bei dem Überschreitung
eines festgelegten Betriebsüberdruckes (6, 8, 10 bar) und
nach einer Druckabsenkung schließt es wieder selbsttätig. |
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Sicherheitsventil-Nennweiten |
Quelle:
SYR - Hans Sasserath & Co. KG |
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Jeder geschlossene
Trinkwassererwärmer muss mit mindestens
einem Sicherheitsventil ausgerüstee werden (Ausnahme:
Durchflußerwärmer mit einem Nennvolumen
< 3 l). Bis 5000 l Nennvolumen dürfen
nur federbelastete Membransicherheitsventile
verwendet werden. Die Nennweite der Sicherheitsventile
richtet sich nach dem Nennvolumen des Speichers. |
Für den
Einsatz von Sicherheitsventilen in geschlossenen Trinkwassererwärmungsanlagen
gelten folgende Vorgaben: |
- die Sicherheitsventile
müssen in die Kaltwasserleitung eingebaut
werden
- zwischen Sicherheitsventil
und Wassererwärmer dürfen keine Absperrarmaturen,
Verengungen oder Schmutzfänger liegen
- es muss gut zugänglich
sein
- es muss in der Nähe
des TWE's angeordnet sein
- die Zuleitung zum
Sicherheitsventil muß mind. die Nennweite
des Ventils haben
- Abblaseleitung vorsehen
- die Mündung
der Abblaseleitung muß sichtbar und mit
einem Abstand von 20 – 40 mm über einen
Entwässerungsgegenstand oder einem Einlauftrichter
innerhalb des Gebäudes angeordnet sein
- Korrosionsschutz und
Einfriergefahr bei der Abblaseleitung beachten
- Sicherheitsventil möglichst
oberhalb des TWE's anbringen, damit beim Austausch
nicht der Speicher entleert werden muss (aber
keine Stagnationsleitung)
- in der Nähe der
Abblaseleitung bzw.am Sicherheitsventil ist ein
Schild anzubringen mit folgender Aufschrift:
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Während
der Beheizung kann aus Sicherheitsgründen
Wasser aus der Abblaseleitung austreten!
Nicht verschließen!
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Ungünstige
Anordnung des Sicherheitsventls,
weil zur Wartung der Speicherentleert werden muss |
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Falsche
Anordnung des Sicherheitsventls,
weil in der Leitung Stagnationswasser entsteht |
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Der Kaltwasseranschluss
an einem druckfesten Trinkwassererwärmer
(Speicher) sollte immer über der höchsten Stelle
des Speichers angeordnet sein, damit bei der Wartung des Sicherheitsventils
der Inhalt nicht entleert werden muss. Der Grund, dass das Sicherheitsventil
nicht regelmäßig gewartet wird, liegt meistens in der
falschen Anordnung und einem fehlenden Ablauftrichter,
über dem das Wasser in das Abwassersystem geleitet wird.
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| Ein Wasseranschluss nach DIN 1988
hat folgende Bauteile: |
- 2 Absperrventile
- Rückflußverhinderer
- baumustergeprüftes Membran-Sicherheitsventil
mit Ausblaseleitung in einen Trichter (offener
Auslauf)
- Manometeranschluss
- Prüfventil
- Druckminderventil (> 6 bar Wasserdruck
- eine Anordnung am Hauswasseranschluss ist sinnvoller)
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| In kleineren Anlagen werden
die vorgeschriebenen Bauteile in einer Sicherheitsgruppe
zusammengefasst. |
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Die Sicherheitsgruppe
dient zur Absicherung von druckfesten Trinkwassererwärmern
nach DIN 4753 Teil 1, DIN 1988 und DIN EN 1488. Es
handelt sich um Kompaktarmaturen, bei denen alle zur
Absicherung geforderten Armaturen wie Rückflussverhinderer,
Absperrventile, Prüfstutzen und Membransicherheitsventil
zusammengefasst sind. Das Sicherheitsventil schützt
den nachgeschalteten Wassererwärmer durch selbsttätiges
Öffnen und Schließen. Der Rückflussverhinderer
verhindert das Rückdrücken, Rückfließen
und Rücksaugen von verunreinigtem Wasser. |
| Funktion
der Sicherheitsgruppe
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Zuerst wird
der Rückflussverhinderer durchströmt.
Dabei wird bei Durchfluss ein Ventilkegel gegen eine
Federkraft in Offenstellung gedrückt. Das nachgeschaltete
Sicherheitsventil ist ein direkt wirkendes Sicherheitsventil.
Das heißt, einer Öffnungskraft wirkt eine
mechanische Kraft (Feder) entgegen. Die Absperrventile
dienen dazu, den Rückflussverhinderer zu prüfen
bzw. zu warten. |
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| Kaltwasseranschluss
FriWa und DLE (Auszug aus einer Installationsanweisung)
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In der Kaltwasserzuleitung
zur Frischwasserstation (FriWa) und zum Durchlaufwassererwärmer
(DLE) ist gemäß DIN 4753 Teil 1 - Wassererwärmer
und Wassererwärmungsanlagen für Trink- und Betriebswasser
- der Einbau eines Sicherheitsventils
erforderlich. Bis zu einer maximalen Heizleistung von 75 kW muss
es DN 15 haben. Auf das Sicherheitsventil kann
nur dann verzichtet werden, wenn ein bauteilgeprüfter
Strömungswächter die Wassertemperatur auf 95
°C begrenzt. Das Ventil muss für einen Abblasedruck ausgelegt
sein, der dem zulässigen Betriebsüberdruck entspricht.
Bei 10 bar und höherem Wasserleitungsdruck hinter dem Wasserzähler
ist ein Druckminderer einzubauen. |
Wenn die Frischwasserstation
ohne Wasserabnahme aufgeheizt wird, tropft,
je nach vorhandenem Wasserdruck, Wasser aus dem
Sicherheitsventil. Dieses Wasser muss über einen Siphontrichter
auffangen und abgeleitet werden. Zwischen Sicherheitsventil
und Frischwasserstation darf keine Absperrung vorhanden sein.
Das Sicherheitsventil ist gemäß DIN 4753 regelmäßig
1 - 2 mal im Monat durch Anlüften auf Funktion zu
prüfen. Die Ausblasöffnung darf nie geschlossen
oder eingeengt sein. In die Kaltwasserleitung ist nach dem Stand
der Technik ein entsprechender Wasserfilter zu
installieren und in Betrieb zu nehmen. Dieser kann zentral am
Hauswasseranschluss oder vor dem Wärmetauscher eingebaut
werden. |
| Bei Kalt- und Warmwasseranschlüssen
sollten Spülanschlüsse vorgesehen werden. |
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Durchflusswassererwärmer
(FriWa, DLE) mit einem Nennvolumen unter 3 Liter
bilden die Ausnahme der Regel.
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(Komischerweise
zeigen die Schaltschemen keine Sicherheitsventile in den Kaltwasseranschlüssen
und auch der Hinweis auf die Ausnahmeregelung fehlt) |
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Quelle:
Heatspan Inc. |
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Die Erwärmung
des Trinkwassers mit Gas
begann 1894 mit den Patenten von
Hugo
Junkers (Patentschrift zum "Flüssigkeitserhitzer"
und wies als Erster auf die Nutzung der Abgaswärme
mittels Kondensation hin. Das Junkers-Kalorimeter
erweist sich als die Grundlage des Junkers-Gasbadeofens)
und .Johann
Vaillant bekommt die Annahme des
Patentes für den "Gas-Badeofen
- geschlossenes System". |
Ein Boiler
ist ein ungedämmter Trinkwassererwärmer,
der eine festgelgte Wassermenge für eine
Zapfstelle auf eine sehr hohe Temperatur
(90 bis 100 °C) erwärmt. Auf Grund der
hohen Temperatur wird dieser TWE Boiler (boil >
kochen, sieden) genannt. |
Ein Boiler
wird normalerweise in offener Ausführung ausgeführt,
das bedeutet, dass das Ausdehnungswasser bei der
Beheizung abtropft. |
Der Boiler
hat die Vorteile, dass nur die
Wassermenge erwärmt wird, die auch wirklich
ver/gebraucht wird und das Badezimmer zum Zeitpunkt
der Nutzung (Baden bzw. Duschen) eine höhere
angenehme Raumtemperatur hat. |
Nachteilig
ist, dass der Boiler rechtzeitig vor der Nutzung
beheizt werden muss. Auch der Kalkausfall auf Grund
der hohen Temperatur ist nachteilig. |
Typische
Boiler sind der Badeofen und nichtgedämmte
Behälter. Beide können mit Öl,
Gas, festen Brennstoffen und elektrisch beheizt
werden. |
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Badeöfen |
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Quelle:
MH-Anlagentechnik GmbH |
Quelle:
Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG |
Quelle:
Kaldewei |
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Durchlauferwärmer
/ Durchlauferhitzer (DLE) |
Elektrische
Durchlauferwärmer (Durchlauferhitzer)
eignen sich je nach der elektrischen Leistungsaufnahme
(18, 21, 24 und 27 kW) für eine oder mehrere Auslaufarmaturen.
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Klein-Durchlauferhitzer - MCX SMARTRONIC® |
Quelle:
Clage GmbH |
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Klein(Mini)-Durchlauferwärmer
(Steckergerät 3,5 kW; Festanschlussgeräte
4,4 und 5,7 kW bzw. 7,5 kW) sind nur für
eine Auslaufarmatur und bis
45 °C geeignet. Diese Geräte
sind für Druck- oder Niederdruckarmaturen
geignet. Sie können das Wasser in bis zu
25 K erwärmen, wobei die
Zapfmengen 2,0 l/min bis 3,3
l/min betragen. |
Bei diesem
Gerät können drei Wunschtemperaturen
(35 °C, 38 °C oder 45 °C) ausgewählt
und daurch muss kein Wasser an
der Armatur zumischt werden.
Der elektronisch geregelte Durchlauferhitzer
(Untertischgerät) mit Blankdraht-Heizsystem
IES® mit auswechselbarer Heizkartusche ist
zur Versorgung eines Waschbeckens geeignet. |
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| Elektrische
Durchlauferwärmer mit hydraulischer Steuerung
gehören zu den einfachen DEL's. Die Erwärmung des durchfließenden
Wasser kann bis zu drei Heizleistungsstufen erfolgen.
Da zum Einschalten eine Mindestdurchflussmenge
erforderlich ist, können kleinere Wassermengen nicht erwärmt
werden und das Zumischen von kaltem Wasser ist nur in Grenzen
sinnvoll. Wenn zu wenig warmes Wasser gezapft wird, schaltet
der Durchlaufererwärmer vollständig ab. |
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Durchlauferhitzer
DSX |
Quelle:
Clage GmbH |
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Die elektronischund
vollelektronisch geregelten DLE ermöglichen
eine dynamische Durchfluss-mengenregelung.
Hierbei regelt die Elektronik die Leistungsaufnahme
in Abhängigkeit von der Zulauftemperatur und
dem Durchfluss, um die eingestellte Auslauftemperatur
zwischen 20 und 60 °C konstant zu halten. |
Bei Geräten
mit einer zulässigen Zulauftemperatur
bis zu 70 °C können diese
Geräte auch in ein Konzept der solaren
Trinkwassererwärmung einbezogen werden.
Dies ist besonders wichtig, wenn die solare Energieernte
nicht ausreicht, das Pufferwasser auf eine ausreichende
Warmwassertemperatur zu erwärmen. |
Die DLE
wird in die Leitung des erwärmten Trinkwassers
eingeschleift. Eine Umgehung ist im Normalfall nicht
notwendig. Sollte die Reduzierung
der Warmwassertemperatur erst am
Auslaufventil stattfinden, so muss
das Gerät eine Umgehung haben, wenn die Temperatur
über 70 °C kommen kann. |
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Display |
Quelle:
Clage GmbH |
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Diese Geräte haben
nicht nur einen höheren Komfort, sondern
auch einen besseren Wirkungsgrad, der sich gegenüber
hydraulischen Durchlauferhitzern in einer Energieeinsparung
bis 20 % niederschlägt. Außerdem können
auch kleine Wassermengen auf die Wunschtemperatur erwärmt
werden, wobei die Erwärmung stufenlos erfolgt. |
Das Wasser
wird direkt bei dem Umspülen der Heizdrähte
(Blankdrahtheizelement) oder indirekt von Rohrheizkörper
erwärmt. Diese Heizdrähte haben den
Vorteil einer wesentlich kürzeren Reaktions-
und somit eine kürzere Aufheizzeit, was
einen besseren Wirkungsgrad ergibt. Eine Überhitzung
der Heizdrähte durch Lufteinschlüsse
und Dampfblasenführen können sich nachteilig
auswirken. |
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Wenn ein Gasanschluss
vorhanden ist, dann ist ein Gas-Warmwasserthermen (Gas-Durchlauferhitzer
/ Gas-Durchlaufwasserheizer)
eine kostengünstige Alternative zur Warmwasserbereitung
mit Strom. In vielen Bestandbauten
(Altbauten) und hier besonders in den Wohnhäusern
gibt es noch Etagenheizungen,
die in jeder Wohnung eine Heiztherme haben. Hier
bietet sich aus wirtschaftlichen Gründen und Platzgründen
eine dezentrale Wassererwärmung an. Gas-Durchlauferhitzer
sind in der Lage, auch größere Entnahmestellen
(Badewanne, Dusche) zu versorgen. Die neue Gerätegeneration
kann durch eine Leistungsvorwahl für einen
konstanten Warmwasserdurchfluss sorgen. Bei einer
Modernisierung bzw. Sanierung
von Altbauwohnungen können die neuen Geräte
bei einem Austausch an ein Luft-Abgas-System
angeschlossen werden, damit ist die Luftdichtheit
der Wohnungen gewähleistet. |
Diese Gasgeräte
gibt es in den verschiedensten Ausführungen. So unterscheidet
man raumluftabhängige und raumluftunbabhängige
Geräte ohne oder mit Ventilator, die an einen Schornstein
angeschlossen werden können oder direkt nach Außen
durch das (Flach-)Dach oder die Außenwand
geführt werden. |
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Anordnungsmöglichkeiten
von Gas-Durchlauferhitzer |
1
Abgasführung über Außenwand (A) -
2 Abgasführung über Schrägdach (AM)
- 3 Abgasführung über Dachgaube (AM) - 4
Abgasführung über Flachdach (AM)
- 5 Waagrechte Abgasführung (AM) - 6 Kamin (K) |
Quelle:
Bosch Thermotechnik GmbH Junkers Deutschland
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| Kamingeräte
(K) Verfügt die Wohnung oder
das Haus über einen Schornsteinanschluss, können
Kamingeräte eingesetzt werden. Diese Geräte
entnehmen die zur Verbrennung notwendige Luft dem
Aufstellraum (raumluftabhängiger Betrieb).
Die Abgase werden durch den Schornstein über
das Dach abgeführt. Kamingeräte sind mit
einer Strömungssicherung und einer Abgasüberwachung
ausgestattet. |
Außenwandgeräte
(A) Steht kein Schornstein zur
Verfügung bzw. ist dieser zu weit vom Montageort
entfernt, werden Außenwandgeräte gewählt.
In diesem Fall erfolgt die Gerätemontage an
einer Außenwand. Hierzu wird ein Mauerkasten
montiert, durch den sowohl die Verbrennungsluft
angesaugt als auch die Abgase nach außen ins
Freie geleitet werden (raumluftunabhängiger
Betrieb). |
Gebläsegeräte
(AM) Bei Gebläsegeräten
kann die Abgasführung sowohl über die
Außenwand, das Dach oder den Luft-Abgas-Schornstein
(LAS) erfolgen. |
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W-Gerät
mit thermoelektrischer Zündsicherung
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Gerät
mit Zündung durch einen hydrodynamischen
Generator |
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Quelle:
Bosch Thermotechnik GmbH Junkers Deutschland |
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Die alten
bzw. einfachen Geräte
mit einer Zündflamme gehören
eigentlich der Vergangenheit an.
Neben der Piezozündung mit
einer thermoelektrischen
Zündsicherung setzen sich
immer mehr Geräte mit neuen Zündtechniken
(elektronische Zündung mit
Batterieanschluss und Zündung
durch einen Generator) durch. |
Bei beiden
Zündsystemen ist ein Netzanschluss
nicht notwendig. Zum Betrieb ist entweder eine Batterie
oder ein Generator im Kaltwasseranschluss
erforderlich. Bei der hydrodynamischen
Zündung wird duch die Wasserkraft
nach dem Öffnen der Warmwasserzapfstelle der
Wasserstrom beschleunigt und die im Generator vorhandene
Turbine zündet das Direct-Startsystem.
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| Die einfachen
Geräte mit einer Zündflamme,
die durch einen Piezo-Zünder
gezündet und über eine thermoelektrische
Zündsicherung abgesichert wird, sind
für die dezentrale Versorgung einzelner
Zapfstellen (Küchenspüle, Handwaschbecken)
gedacht. Sie werden in den Leistungsstufen 8 kW,
7-17 kW bzw. 7-21 kW (5-10-13-14 l/min.)
und können als Außenwandgerät
(mit automatischer Leistungssteuerung ausgestattet)
oder für den Kaminanschluss
(mit Strömungssicherung inklusive
Abgasüberwachung) eingesetzt. |
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| Arbeiten
an Gasgeräten sind nur von
zugelassenen Fachbetrieben zulässig! |
Die
Errichtung einer Trinkwasserinstallation
und wesentliche
Änderung
an diesen dürfen
nur von Installationsbetrieben
durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis
eines WVU eingetragen sind. |
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Die Erwärmung
des Trinkwassers mit Gas begann
1894 mit den Patenten von Hugo
Junkers (Patentschrift zum "Flüssigkeitserhitzer"
und wies als Erster auf die Nutzung der Abgaswärme
mittels Kondensation hin. Das Junkers-Kalorimeter
erweist sich als die Grundlage des Junkers-Gasbadeofens)
und .Johann
Vaillant bekommt die Annahme des Patentes für
den "Gas-Badeofen - geschlossenes System".
Der Stand-Gasbadeofen wird 1905 auch als Wandausführung
geliefert und unter dem geschüzten Namen "Geyser"
in allen Erdteilen bekannt. 1908 werden von Vaillant
die ersten Geräte unter der Wortmarke "Auto-Geyser"
hergestellt. 1961 führt Vaillant
die "Gas-Umlaufwasserheizer" ein. |
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Frischwasserstation |
Quelle:
Wagner & Co Solartechnik GmbH |
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Eine Frischwasserstation
ist der Wärmeerzeuger für eine zentrale
Trinkwassererwärmung und kommt immer dann zum
Einsatz, |
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| Kaltwasseranschluss
FriWa und DLE (Auszug aus einer Installationsanweisung)
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In der Kaltwasserzuleitung
zur Frischwasserstation (FriWa) und zum Durchlaufwassererwärmer
(DLE) ist gemäß DIN 4753 Teil 1 - Wassererwärmer
und Wassererwärmungsanlagen für Trink- und Betriebswasser
- der Einbau eines Sicherheitsventils
erforderlich. Bis zu einer maximalen Heizleistung von 75 kW muss
es DN 15 haben. Auf das Sicherheitsventil kann
nur dann verzichtet werden, wenn ein bauteilgeprüfter
Strömungswächter die Wassertemperatur auf 95
°C begrenzt. Das Ventil muss für einen Abblasedruck ausgelegt
sein, der dem zulässigen Betriebsüberdruck entspricht.
Bei 10 bar und höherem Wasserleitungsdruck hinter dem Wasserzähler
ist ein Druckminderer einzubauen. |
Wenn die Frischwasserstation
ohne Wasserabnahme aufgeheizt wird, tropft,
je nach vorhandenem Wasserdruck, Wasser aus dem
Sicherheitsventil. Dieses Wasser muss über einen Siphontrichter
auffangen und abgeleitet werden. Zwischen Sicherheitsventil
und Frischwasserstation darf keine Absperrung vorhanden sein.
Das Sicherheitsventil ist gemäß DIN 4753 regelmäßig
1 - 2 mal im Monat durch Anlüften auf Funktion zu
prüfen. Die Ausblasöffnung darf nie geschlossen
oder eingeengt sein. In die Kaltwasserleitung ist nach dem Stand
der Technik ein entsprechender Wasserfilter zu
installieren und in Betrieb zu nehmen. Dieser kann zentral am
Hauswasseranschluss oder vor dem Wärmetauscher eingebaut
werden. |
| Bei Kalt- und Warmwasseranschlüssen
sollten Spülanschlüsse vorgesehen werden. |
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Durchflusswassererwärmer
(FriWa, DLE) mit einem Nennvolumen unter 3 Liter
bilden die Ausnahme der Regel.
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(Komischerweise
zeigen die Schaltschemen keine Sicherheitsventile in den Kaltwasseranschlüssen
und auch der Hinweis auf die Ausnahmeregelung fehlt) |
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