Luftleitungen

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik

Abkürzungen im SHK-Handwerk

Luftleitungen gibt es in den verschiedensten Formen, Materialien und Ausführungen. Sie werden hauptsächlich in kleineren Lüftungsanlagen (KWL) und in größeren Anlagen als Stichleitungen zu den Luftein- und auslässen verwendet. Und hier sind es dann flexible Rohre aus Aluminium oder Kunstststoff. Für alle Rohre und Systeme gibt es passende Formteile (T-Stücke, Übergangsstücke, Reduzierungen). Diese Rohre werden mit normalen Rohrbefestigungen verlegt.
Alu-Flexrohr
Kunststoff-Schlauch
Alu-Flexrohr, gedämmt
Alu-Flexrohr, flach
Quelle: Westaflex werk GmbH
Flexible Rohre, Schläuche
Diese Luftleitungen werden in Lüftungs- und Klimaanlagen hauptsächlich zum Anschluss von Luftein- und auslässen verwendet. Sie sind einfach und schnell zu verarbeiten. Je nach dem vorhandenen Platz werden runde oder flache Leitungen (oval oder viereckig) eingesetzt. Besonders eignen sie sich bei Abzweigen von Hauptkanälen und zum Anschluss von Geräten.
Die Verbindung untereinander oder mit Geräten kann durch Rohr- oder Schlauchschellen auf Steckmanschette aus Blech erfolgen. Sie werden dann durch das Umwickeln mit selbstklebendem Band oder Schrumpfmanschetten abgedichtet. Dabei eine flexible Kunststoffmanschette mit einer Brennerflamme erwärmt und  schrumpft auf die Verbindung.
Bei diesen flexiblen Rohren sind die technischen Eigenschaften, so z. B. Biegeradius, Durchhang und Scheiteldruckfestigkeit, zu beachten.
Zu einem Lüftungssystem gehören nicht nur das passende Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, sondern auch das passende Leitungssystem. Dabei ist die Frage, wo und wie die Leitungen eingeplant werden. Diese können in der Rohbetondecke, auf der Rohbetondecke, in der abgehängten Decke, in der Hohlwand oder sogar auf der alten Außenhaut eines frisch gedämmten Gebäudes angebracht werden.
 
Leitungssysteme - Schrag GmbH
Verschiedene Kanalsysteme
Quelle: Schrag GmbH
Quelle: LBG Luftkanäle und Blechprofile Gotha GmbH
Montage-Handbuch  - Lindab
Wickelfalzrohr  - Aumayr GmbH
Wickelfalzrohr
Diese runden oder flachovalen verzinkten Rohre haben einen spiralförmig um das Rohr laufenden Falz (Wickelfalz). Sie werden bis zu Nennweiten von DN 1250 als Verteil- und Stichleitungen in Lüftungsanlagen eigebaut. Die Lieferlängen betragen 3000 mm bzw. 6000 mm. Die Formteile (T-Stücke, Übergangsstücke, Reduierungen) sind aus dem gleichen Material. Diese Rohre werden mit normalen Rohrbefestigungen verlegt.
Die Verbindung dieser Rohre kann durch Muffen oder Steckverbindungen erfolgen. Die Abdichtung wird durch Klebebänder oder Gummis, die bei kleinen Durchmessern in die Krümmer gepreßt werden vorgenommen. Bei größeren Rohrweiten werden die Verbindungen   gefalzt und gebördelt. Es gibt auch Systeme mit Schnappverschluss. Zur Abdichtung der Verbindungen können auch Schrumpfbänder oder dauerelastische Kitte verwendet werden.
Für spezielle Anwendungen werden Kanäle aus verbleitem Blech (bei säurehaltigen Gasen), Aluminium- oder Kupferblech eingesetzt.
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Quelle: Lindab GmbH
Luftleitungen - Normen

Zur Verringerung von Wärmeverlusten, zur Kondenswasserbildung bei Taupunktunterschreitungen und zur Verringerung der Schallabstrahlung müssen Luftkanäle und Luftleitungen gedämmt werden. Normalerweise werden die Anlagenteile nach der kompletten Montage mit dem Dämmmaterial versehen. Sollte dies aus Platzgründen nicht möglich sein, so werden vorgedämmte Bauteile eingesetzt.
Bei der Dämmung von Luftkanälen und Luftlleitungen unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Anwendungsfällen:
1. Außen- und Fortluftkanal
Um Kondensat auf der Außenseite der Rohrleitungen zu vermeiden, muss der Kanal mit dampfdiffusionsdichter Dämmung ummantelt werden (z.B. Armaflex). Es kann auch diffusionsoffenes Material (z. B. Mineralfaser) mit einer reißfesten dampfdichten abgeklebten Ummantelung eingesetzt werden. Eine Dämmschichtdicke von ca. 15 mm kann hier ausreichend sein.
Quelle: Missel
2. Zu- und Abluftleitung durch kalte Räume
Hier müssen die Kanäle vor Wärmeverlusten geschützt und verhindert werden, dass auf der Innenseite der Abluftleitung Kondensat entsteht. Eine Durchfeuchtung der Dämmung ist nicht zu befürchten. Es können auch nicht diffusionsdichte Materialien verwendet werden. Die Dämmschichtdicke hängt von der Umgebungstemperatur ab. Wenn es sich um Aussentemperaturen (z. B. ungedämmter Dachboden) sollte eine Dämmung von ca. 50 mm angebracht werden. In unbeheizten Räumen (z. b. unbeheizten Keller) kann die Dämmung dünner ausgelegt werden.
3. Warme Luft in warmer Umgebung
Hier ist eine Wärmedämmung nicht notwendig, aber ein Schutz der Kanäle vor den chemischen Bestandteilen des Putzes an Wand- und Deckendurchführungen und eine Schallentkopplung durch eine dünne reißfeste Dämmung ist hier vorgeschrieben.

Reinigung - Luftkanäle/Luftleitungen
Quelle: Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH
Wenn eine Reinigung mit einem leistungsstarken Staubsauger nicht ausreicht, werden Kanalabschnitte der Lüftungsanlage, z.B. mit Absperrballons, abgedichtet. Danach wird eine bis zu 20 m lange flexible Welle eingeführt, an deren Ende eine rotierende Reinigungsbürste (Rotationsbürste) befestigt ist; die von einem elektronisch geregeltem Motor (Rechts-/Linkslauf) angetrieben wird. > mehr

Lüftungskanäle und Formstücke
Luftleitungen und Kanäle
Lindab Safe® Click - Montage mit nur einem Klick
Auslegung Lüftungstechnischer Anlagen - Aerotechnik E. Siegwart GmbH
Luftleitungen - aktuelle Anforderungen in Normen und Richtlinien
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Kontrollierte Wohnungslüftung - KWL
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