Schall

Feuerstätte/Lüftung
Blower-Door-Messverfahren
Hybridlüftung
Dezentrale_Wohnungslueftung
Das Fachgebiet "Akustik", die Lehre vom Schall, ist sehr umfangreich (Schall, Klänge, Töne, Geräusche, Lärm). Im Folgenden soll nur ein Ausschnitt dargestellt werden, der sich hauptsächlich auf die Haustechnik bezieht.

Der Schall besteht aus mechanischen Druckwellen, die von Schallquellen ausgehen und sich bei einer konstanten Temperatur in einem Stoff geradlinig ausbreiten. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit (Schallgeschwindigkeit) ist von dem Stoff (festen Stoffen [Metall, Beton, Mauerwerk, Holz], Wasser und Luft), der Frequenz, der Wellenlänge und der Temperatur abhängig. Die Schallgeschwindigkeit ist in der Luft am kleinsten (343 m/s), bei Wasser (1.480 m/s) und in festen Körpern (z.B. Polystyrol 1.800 m/s, Beton 3.100 m/s, Kiefernholz 3.600 m/s, Stahl 5.050 m/s) am größten. Die Angaben beziehen sich in der Regel auf 20 °C.
Bei den Schallquellen unterscheidet man zwischen Nutzschallquellen (z. B. Sprache, Musikinstrumente) und Störschallquellen (z. B. Geräteschwingungen [Kompressor, Ventilator, Motor], Strömungsgeräusche, Knackgeräusche, Straßenverkehr). Das menschliche Ohr hört nur den Schall, dessen Frequenz zwischen 16 Hz und 20.000 Hz liegt und die Lautstärke über der Hörschwelle und unter der Schmerzschwelle liegt (Hörschall). Unhörbarer Schall hat Frequenzen kleiner als 16 Hz (Infraschall) und Frequenzen über 20 .000 Hz (Ultraschall). Besonders der tieffrequente Schall wird aber von Personen wahrgenommen.
Der Schall wird reflektiert, gebrochen oder absorbiert (aufgenommen) und Schallwellen werden gebeugt und interferieren (überlagern, überschneiden).
Wenn Schall auf eine Fläche trifft, dann wird er reflektiert. Je glatter die Oberfläche ist, desto stärker ist die Reflexion. Dabei ist der Einfallswinkel und Reflexionswinkel gleich groß.
Wenn Schall auf eine aufgeraute und poröse Oberfläche (z. B. Schaumstoff) trifft, dann wird nur ein geringer Teil des Schalls reflektiert, der größte Teil jedoch absorbiert (aufgenommen). Das ist die Grundlage zur Schalldämmung und Schalldämpfung.
Außerdem treten bei dem Schall auch die wellentypischen Erscheinungen der Beugung (Umlenkung) und Interferenz (Überlagerung, Überschneidung) auf. Bei der Beugung breitet sich der Schall z. B. um Ecken und Kanten herum aus. Man hört den Schall aus Bereichen, die man nicht einsehen kann.
Wenn zwei Schallquellen (z. B. Ventilator- und Kompressorgeräusch) zur gleichen Zeit vorhanden sind, dann können sich die Schallwellen überlagern (interferieren). Dabei treten Bereiche der Verstärkung (größere Lautstärke) und der Abschwächung (kleinere Lautstärke) auf. Hier setzt die Gegenschall-Technik (Antischall-Technik) als Schalldämm- bzw. Schallschutzmaßnahme an.


Hörbereich zwischen 16 Hz und 20.000 Hz (20 kHz)

Tieffrequente Geräuschemissionen (Frequenzbereich von 60 Hz bis 100 Hz) führen zunehmend zu Nachbarschaftsstreitigkeiten, die vielfach zu Beschwerden und Klagen führen.
Geräusche im Frequenzbereich von 20 Hz bis ca. 60 Hz sind bei einem entsprechenden Pegel hörbar, aber die Tonhöhenempfindung ist nur sehr schwach. Es sind nur Schwebungen wahrzunehmen. Hier klagen die Betroffenen oft über ein im Kopf auftretendes Dröhn-, Schwingungs- oder Druckgefühl. Die Geräusche sind nur bedingt von der Lautstärke abhängig und sind auch bei 0 Dezibel (dB) vorhanden. Sie werden auf Dauer als unerträglich beurteilt und sind starke Belästigungen.
Störschall (Störquellen) im Frequenzbereich unter 16 Hz bis 20 Hz (Infraschall) kann der Mensch kaum ohne Hilfsmittel hören, er ist aber bei hohen Schalldrücken wahrnehmbar. Die Hörschwelle wurde bis zu ca. 1 Hz gemessen. Der Schalldruckpegel hat 0 Dezibel (dB). Diese überschwelligen Immissionen werden überwiegend als Pulsationen und Vibrationen wahrgenommen.
Der Infraschall ist ein tieffrequenter Schall (Frequenzbereich von unter 16 Hz bis 100 Hz), der von den Betroffenen als Ohrendruck gespürt und sie klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Außerdem wurde eine Herabsetzung der Atemfrequenz festgestellt. Sichtbare und hörbare Belästigungen können z. b. ein Rütteln von Fenstern und Türen oder Gläserklirren, sowie spürbare Vibrationen von Gebäudeteilen und Gegenständen sein.
Geräusche bei tiefen Frequenzen können sich über große Entfernungen kilometerweit nahezu ungehindert ausbreiten.

Frequenz und Wellenlängen von tieffrequentem Luftschall
Frequenz (Hz)
1
5
10
15
20
25
50
100
150
200
Wellenlänge (m)
343
68,6
34,3
22,9
17,2
13,7
6,9
3,4
2,3
1,7

Das geheime Schwingen der Städte - Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
Spezial-Mikrofon - Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

Der Ultraschall ist ein hochfrequenter Schall (Frequenzbereich über 20.000 Hz), der von Menschen in der Regel nicht hörbar ist bzw. nicht wahrgenommen wird. Der Schall wird in vielen Bereichen der Technik (z. B. Durchfluss- und Entfernungsmessung, Ultraschallschweißen, Füllstandsmessung, Echolot, Sonar, Fernbedienung), Medizin (z. B. Ultraschallbilder, Sonografie, Ultraschalltherapie, Ultraschall-Schneiden) und in der Tierwelt (z. B. Echoortung und Kommunikation der Fledermäuse und Delfine, Kommunikation bei Mäusen und Ratten) angewendet.
Ultraschall (Geräusche und Töne) entsteht, wenn der Luftdruck an einem Ort beim Durchlaufen einer Schallwelle sehr schnell pendelt. Bei diesen Schwingungen entfernen sich die Luftmoleküle voneinander und werden wieder aneinandergepresst. Dabei wechselt der Druck mehrere hundert oder tausend Mal pro Sekunde zwischen zwei Werten. Die Schwingungen pro Sekunde (Frequenz) werden mit der Einheit Hertz (Hz - m/s) angegeben. Je nach Lebensalter hören die Menschen den Schall zwischen den Basstönen ab ca. 20 Hz und den Hochtönen bei ca. 10.000 bis 20.000 Hz.
Auch in Feststoffen und Flüssigkeiten können Moleküle und Atome wie in der Luft schwingen. Diese Schallwellen breiten sich in alle Richtungen aus. Wenn der Schall auf Gegenstände trifft wird er reflektiert.

Anwendungsbereiche des Ultraschalls
· Ultraschall-Messgeräte
· Zerstäubung von Flüssigkeiten (Luftbefeuchter, Raumluftbefeuchter)
· Erwärmung von Festkörpern und Flüssigkeiten (z.B. Wasser)
· Ultraschall-Sensorik - Automatisierungstechnik
· Piezokeramische Sensoren (Füllstandsmessung, Bewegungssensor, Einparkhilfen)
· Sonaranlagen  (Echolot)
· Sonographie (Ultraschalluntersuchung)
· Ultraschallschweißen, Ultraschallschneiden, Ultraschallmikroskop
· Ultraschallprüfung als Qualitätskontrolle, Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
· gezielte Stoffveränderung oder -zerstörung (Zahnsteinentfernung)
· Ultraschalltechnologie (Homogenisieren, Desintegrieren, Sonochemie, Entgasen, Reinigen)

Messung mit Sensoren, montiert mit Anklemmschuhen und Messumformer, befestigt mit einer QuickFix-Rohrbefestigung

Ultraschall-Messgeräte
Immer öfter wird eine Durchluss- oder/und Wärmemengenmessung in vorhandenen Anlagen (Heizung, Solar, Kühlung) gewünscht. Wenn kein Einbau eines Messgerätes machbar bzw. gewünscht wird oder nur eine vorübergehende Messung, z. B. für den hydraulischen Abgleich, notwendig wird, dann bietet sich ein mobiles Ultraschall Energie-Messgerät zum Aufschnallen an.

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Laufzeit
Luftbefeuchter auf Ultraschall-Basis
Quelle: Long Life for Art
Ultraschallbefeuchter / Vernebler

Mit Ultraschall können feinste Wasseraerosole erzeugt werden. Diese Zerstäubungsmethode hat folgende Vorteile:
-
geringer Energiebedarf
- kleinste Aerosole > 1 mm und damit kurze Vermischungsstrecke
- mineralfreie Befeuchtung durch Einsatz von vollentsalztem Wasser
- geringer Raumbedarf
- hohe Hygieneansprüche durch Bakterienabtötung

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Funktionsprinzip der Ultraschallbefeuchtung
Quelle: STULZ GmbH

Das Funktionsprinzip der Ultraschallbefeuchtung
Das Prinzip der Ultraschallbefeuchtung beruht auf einer Überlagerung von zwei Effekten:
1. Implosion von Kavitationsblasen
Durch den Amplitudenwechsel des Schwingers entstehen hohe Druckstöße, durch die kleinste Kavitationsblasen freigesetzt werden. Durch die Implosion der Blasen an der Oberfläche werden kleinste Wasser-Aerosole an die Umgebungsluft abgegeben.
2. Kappilarwellen-Theorie
Durch die Ultraschallschwinger werden im Wasserreservoir regelmäßig geformte Rayleighsche Oberflächenwellen erzeugt. An den Kämmen dieser Wellen werden ebenfalls kleinste Wasser-Aerosole an die Umgebungsluft abgegeben.
Durch eine Überlagerung dieser beiden Effekte kann beim Einsatz von Ultraschall-Luftbefeuchtern mit minimalstem Energie-Einsatz ein homogener Aerosol-Nebel erzeugt werden! Quelle: STULZ GmbH

ich arbeite dran

Schall - Univ.-Prof. Dr. Max J. Setzer / Uni Duisburg-Essen / Institut für Bauphysik und Materialwissenschaft


In vielen Bereichen der Haustechnik und im Wohnungsbau werden in den Verordnungen Schallpegelgrenzen vorgegeben. Solange es im selbstgenutzten Haus zu laut ist, ist das eine Sache, mit der man selber zurechtkommen muss bzw. man muss Maßnahmen ergreifen, die den Schall mindern. Wenn aber Dritte, so z. B. Mitmieter oder Nachbarn von den Geräuschen, die z. B. von einer Trink- oder Abwasserinstallation ausgehen, betroffen sind und sich gestört fühlen, muss etwas unternommen werden.

So fühlen sich z. B. viele Nachbarn von den Geräuschen, die von den Außeneinheiten der Wärmepumpen ausgehen, gestört oder belästigt. Ob diese Mangelanzeigen wirklich berechtigt sind, muss in vielen Fällen durch ein Gutachten eines Sachverständigen mittels einer Schallpegel- und Frequenzmessung festgestellt werden. Oft sind es aber auch persönliche Gründe (Neid, Missgunst), die zu Beanstandungen führen.
Es können aber auch tieffrequente Geräuschemissionen (Frequenzbereich von unter 16 Hz bis 100 Hz) sein, die zunehmend zu Nachbarschaftsstreitigkeiten und vielfach zu Beschwerden und Klagen führen.

Dieses Thema ist auf der Seite "Lärm nervt und macht krank" beschrieben.
Die Anforderungen der DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" sollen sicherstellen, dass Menschen, die sich in Wohn- und Arbeitsräumen innerhalb von Gebäuden aufhalten, vor "unzumutbaren Belästigungen" durch Schallübertragung geschützt werden. Bei Einhaltung der Anforderungen der DIN 4109 sind Belästigungen durch Geräusche aus benachbarten Wohnungen, von haustechnischen Einrichtungen und Installationen nicht auszuschließen. Ein wirksamer Schallschutz lässt sich mit Hilfe der VDI 4100 "Schallschutz von Wohnungen" erreichen.
Typische Schallpegel bekannter Geräusche in dB(A)
Quelle: Stadt Stuttgart
Der Schalldruckpegel gibt die Stärke einer Geräusches an, wie er auf die Umgebung wirkt. Der Schallleistungspegel gibt dagegen die Stärke einer Geräuschquelle an. So würde zum Beispiel ein (zu lauter) Gerät mit einer Schalleistung von 100 dB(A) in fünf Meter Abstand einen Schall(druck)-pegel von ca. 75 dB(A) erzeugen, in 100 Metern Abstand wären es noch rund 45 dB(A).
Schallwellen breiten sich in Luft bei 20 °C mit einer Geschwindigkeit von rund 340 Meter pro Sekunde (Schallgeschwindigkeit) aus. Das gilt für alle Frequenzen und hat die Folge, dass die Wellenlänge eines hohen Tons kleiner ist als die eines tiefen. Der auch als Kammerton bezeichnete Normstimmton a1 (440 Hz) hat z. B. in Luft von 20 °C eine Wellenlänge von rund 78 cm.
Für die Beugung des Schalls an Hindernissen ist die Wellenlänge von Bedeutung. Schall kleiner Wellenlänge kann durch Hindernisse gut abgeschirmt werden, da sich dahinter ein Schattenbereich ausbildet. Bei großen Wellenlängen ist keine scharfe Abgrenzung des Schattens mehr gegeben, denn der Schall wird zu einem Teil um das Hindernis herum gebeugt. Für die Schallausbreitung spielt das Frequenzspektrum eine wesentliche Rolle; so lässt sich ein tieffrequenter Schall nicht so gut abschirmen wie höherfrequenter Schall.
Begriffe

Schalldruckpegel Lp - Der Schalldruckpegel (Schallpegel) gibt an, wie laut ein Geräusch ist.

Der Schalldruckpegel wird in Dezibel (dB) angegeben. Ein Dezibel ist der zehnte Teil eines Bels. Das Bel ist keine physikalische Größe. Der Schalldruck ist es das Verhältnis des Schalldrucks im Vergleich zu einem Bezugsschalldruck - der Hörschwelle.

 

Zwei Schallpegel können nicht einfach arithmetisch addiert werden. Wie ändert sich der Schallpegel, wenn sich die Anzahl der Schallquellen erhöht oder verringert.

  • Verdoppelung der Anzahl der Schallquellen: + 3 dB
  • Verfünffachung der Anzahl der Schallquellen: + 7 dB
  • Verzehnfachung der Anzahl der Schallquellen: + 10 dB
  • Halbierung der Anzahl der Schallquellen: - 3 dB
A-bewerteter Schalldruckpegel LA - Um der unterschiedlichen Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs für unterschiedlich hohe Töne Rechnung zu tragen, wird aus dem Schalldruckpegel der sogenannte A-bewertete Schalldruckpegel gebildet. Die A-Bewertung kann vom Messgerät automatisch durchführt werden.

Wahrnehmung von Schallpegelunterschieden - Für Schallpegelunterschiede sonst gleichartiger Geräusche im Bereich über 40 dB können folgende Lautheitseindrücke zugrundegelegt werden:

  • 1 dB - kaum wahrnehmbar
  • 3 dB - deutlich wahrnehmbar
  • 10 dB - etwa doppelt so laut
Energieäquivalenter Dauerschallpegel LA,eq - Der Schalldruckpegel gibt an, wie laut ein Geräusch zu einem gewissen Zeitpunkt ist und weist im Allgemeinen zeitliche Schwankungen auf. Mit dem Schalldruckpegel variiert auch die mit dem Schall transportierte Energie. Der energieäquivalente Dauerschallpegel wird so gewählt, dass er - als konstanter Schalldruckpegel betrachtet - den gleichen Energieinhalt transportieren würde. Der energieäquivalente Dauerschallpegel dient dazu, die Lärmbelastung für einen Zeitraum anzugeben.
Lärmindizes Lday, Levening und Lnight - Die mit der EU-Richtlinie 2002/49/EG eingeführten Lärmindizes entsprechen den energieäquivalenten Dauerschallpegeln für den Tag-, Abend- und Nachtzeitraum. Die genaue Festlegung der Zeiträume erfolgt innerhalb des in der Richtlinie vorgegebenen Rahmens durch den Mitgliedstaat. In Österreich wurden die Zeiten auf 6:00-19:00, 19:00-22:00 und 22:00 bis 6:00 Uhr festgelegt.

 

Tag-Abend-Nacht-Lärmindex Lden - Der Tag-Abend-Nacht-Lärmindex wurde ebenfalls mit der EU-Richtlinie 2002/49/EG eingeführt. Er ist ein Mittelungspegel aus den Lärmindizes für den Tag-, Abend- und Nachtzeitraum. Im Lden ist die Dauer der Zeiträume berücksichtigt. Für den Abend- bzw. den Nachtzeitraum werden 5 bzw. 10 dB dazugerechnet.
 
Basispegel LA,95 und mittlerer Spitzenpegel LA,1 - Als zwei weitere wichtige Größen zur Beschreibung von Geräuschsituationen sind der Basispegel und der mittlere Spitzenpegel anzuführen. Der Basispegel ist jener Schalldruck-pegel, der zu 95 % des Beurteilungszeitraumes überschritten ist. Der mittlere Spitzenpegel ist der in 1 % der Zeit überschrittene Schalldruckpegel.
Die Frequenz ist die Anzahl der Druckschwankungsperioden pro Sekunde und wird mit Hertz (Hz) angegeben.
Ein hoher Ton hat eine kleine Periode und eine hohe (große) Frequenz, während ein tiefer Ton entsprechend eine große Periode hat und eine niedrige (kleine) Frequenz.
 
Quelle: AT - Umweltbundesamt GmbH

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Ein digitales Schallpegelmessgerät erlaubt eine automatische oder manuelle Messung in sechs Messbereichen von 30 bis 130 dB. Hintergrundgeräusche werden unterdrückt, so dass selbst in lauter Umgebung eine genaue Messung des Schallpegels möglich ist. Das Gerät verfügt über eine PC-Schnittstelle zur kontinuierlichen Datenübertragung.
Vorteile
  •  Genauigkeitsklasse 3 L
  •  verschiedene Messbereiche und Abtastraten
  •  Hold-Funktion zum Einfrieren des Messwerts
  •  PC-Schnittstelle (seriell RS 232) für kontinuierliche Datenübertragung
  •  Stativanschluss

Anwendungen

  •  Schallentwicklung an Abgasanlagen
  •  Lärmmessung an Arbeitsplätzen
  •  Beurteilung des Schallpegels in Büro- und Wohnräumen
.
Luftschall - Körperschall
Um geeignete Maßnahmen für die Auswahl des richtigen Schallschutzes zu planen, ist es notwendig, zu wissen, um welche Schallart es sich handelt. Außerdem muss herausgefunden werden, ob die Bewohner von Außenlärm  oder durch Geräusche aus benachbarten Räumen belästigt werden.
Luftschall und Körperschall
Luftschalldämmung durch Kapselung
Quelle: Geberit
Luftschall-Wellen breiten als Druckschwankungen im Raum aus. Der Luftschall beschränkt auf den Frequenzbereich des menschlichen Gehörs und liegt zwischen 16 Hz und ca. 20 Hz. Der Luftschall wird durch Menschen, Tieren und Maschinen, sowie durch Körperschall-Übertragung erzeugt.
Wenn in einem Raum Luftschall entsteht, so werden die Wände und Decken in Schwingungen versetzt, die wiederum die Luftteilchen des Nachbarraums zu Schwingungen (Luftschall) anregen. Diese Luftschall-Übertragung muss gemindert werden.
Eine Reduktion von Luftschall kann z. B. durch Kapselung (Verkleidung) oder auch geeignete Dämmstoffe erfolgen. Dabei muss das Schalldämm-Maß der die Schallquelle (z. B. ein Abwasserfallrohr) umschliessenden Wände bekannt sein.
Schallübertragung
Quelle: Geberit
Am häufigsten tritt Körperschall in Form von Biegewellen entlang einer Baukonstruktion auf. Diese Biegewellen bewirken eine Luftschall-Abstrahlung und werden dadurch hörbar. Der Körperschall kann nur durch Vibrationen oder Erschütterungen wahrgenommen werden.
Der Körperschall kann durch Luftschall oder durch eine mechanische Einwirkung (z. B. Klopfen durch einen Gegenstand oder Schwingungen durch Rohrbefestigungen) angeregt werden. Diese Körperschall-Anregung der Wand führt dann zu einer Körperschall-Übertragung in den Nachbarraum. Bevor Schallschutz-Massnahmen vorgenommen werden können, muss also abgeklärt werden, in welcher Form der Körperschall entsteht.
Durch eine geeignete Entkoppelung (elastische Befestigungen) der Schallentstehungsquelle vom Gebäude kann der Körperschall reduziert werden. Die Körperschall-Dämmung muss fachgerecht ausgeführt werden, denn eine einzige kleine Schallbrücke kann ein Schallschutzkonzept in Frage stellen.
Quelle: STS Schwingungstechnik Schuster GmbH + Schwingungsdämpfer Dresden GmbH
Trittschall-Dämmung
Quelle: Saint-Gobain ISOVER Austria GmbH
Treppe mit schallentkoppelter Verankerungstechnik
Quelle: Treppenmeister GmbH

Trittschall

Trittschall ist eine Form von Körperschallübertragung. Dieser entsteht durch das Begehen von Fußböden, Stuhlrücken, aufschlagende Gegenstände, Betrieb von Haushaltsgeräten und spielenden Kindern in Verbindung mit fehlerhafter Verarbeitung des Estrichs bzw. der Bodenbelege und falsch ausgeführter Dämmung. Eine mangelhafte Trittschalldämmung ist in vielen Fällen ein Streitpunkt, vor allen Dingen in Altbauten.

Bei der Auswahl der Dämmstoffe sollte nicht nur der Wärmeschutz, sondern auch ein guter Schallschutz ein Kriterium für hochwertige Bauten sein. Der Schallschutz wird durch Baugesetze und den dort vorgegebenen Verordnungen bzw. DIN-Normen (Energieeinsparverordnung [EnEV], DIN 4108 Teile 1-10, DIN 4109 Beiblatt 1 und 2, DIN EN 13163, DIN 18560 Teil 2, DIN EN 13813) festgelegt.
Eine Trittschallübertragung hängt von der Güte des Dämmstoffes und der Entkopplung der einzelnen Bauteile (Estrich, Bodenbelag, Mauerwerk) ab. Die üblichen Dämmmaterialien sind Mineralfaser, Polystyrol, Blähglas und Kork.
Besonders im Treppenbau, ein Schwachpunkt bei dem Trittschallproblem, wurde in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend Wert auf einen angemessenen Schallschutz gelegt. Hier setzt man zur Verringerung des Trittschalls auf weich federnde Stufenbeläge sowie auf eine Entkopplung der Auflagerpunkte von angrenzenden Wänden und Decken.

Schall- und Wärmedämmung  - Fußboden + Trittschalldämmung - Saint-Gobain ISOVER Austria GmbH
Die Treppe mit Schallschutzgarantie - Treppenmeister GmbH

 

Gehschall
Im Gegensatz zum Trittschall (Körperschall) wird der Gehschall (Luftschall), der durch das Begehen (hartes Schuhwerk, Stöckelschuhe) eines Fußbodens (Bodenplatten, Laminat), Rücken von Einrichtungsgegenständen, aufschlagende Gegenstände, Betrieb von Haushaltsgeräten und spielenden Kindern entstehende Schall, im selben Raum wahrgenommen. Der Gehschall kann durch anderes Schuhwerk, schallschluckende Bodenbeläge und/oder Wandbeläge gemindert werden.
Das Europäischen Komitee für Normung (CEN) hat eine Normung beantragt und daraufhin wurde die DIN EN 16205 beschlossen. Diese Norm hat ein Verfahren zur Messung von Gehschall auf Fußböden durch ein Norm-Hammerwerk von einer Deckenauflage auf einer Bezugs-Betondecke abgestrahlten Geräusche im Prüfstand entwickelt. Das Geräusch wird in dem Raum gemessen, in dem sich die Deckenauflage befindet und die Anregung erfolgt.

Gehschall - Gesellschaft für Akustikforschung Dresden GmbH

Immer wieder treten Schallprobleme bei Luft-Wärmepumpen auf. Streitigkeiten mit den Nachbarn sind oft vorprogrammiert. Der Einsatz wirksamer Schalldämpfer muss eine Lösung bringen.
Luftansaugfilter und Luftausstoßschalldämpfer
Quelle: Hessen-Zarge GmbH
Der Luftansaug-Filter und der Luft-Ausstoß-Filter ist vom Aussehen gleich, im Inneren befindet sich ein Naturprodukt, das als Schalldämpfer dient.
Das Luft-Ausstoß-Geräusch wird auf ca. 46 dB gemindert, wodurch auch der Nachbar nicht mehr in seiner Nachtruhe gestört wird.
Auch bei einem Kellerfenster- oder Kellerwand-Durchbruch lässt sich der Filter sowohl als Ansaug - als auch als Luft-Ausstoß-Gehäuse mittels Eckwinkel montieren.
Wenn es sich aber um Körperschall und damit verbundenen tieffrequenten Schall handelt, dann müssen zusätzlich andere Maßnahmen (Schwingungsdämpfer, Gegenschall - Technik) vorgenommen werden.
Schallsituation bei Luft/Wasser-Wärmepumpen - Peter Hubacher dipl. Ing. HTL
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