Bei dem zunehmenden Trend hin zu Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen stellt sich die Frage, ob eine zentrale oder dezentrale Trinkwassererwärmung geplant oder eine vorhandene Anlage geändert werden sollte. Besonders dann, wenn eine Solarelektrische Trinkwassererwärmung möglich ist. Sollten wirklich alle Armaturen bzw. Zapfstellen über eine zentrale Trinkwassererwärmung (besonders mit großem Speicher) versorgt werden? Die Praxis zeigt in viele Fällen, dass eine zentrale Erwärmung, besonders dann, wenn eine Zirkulationsleitung notwendig ist, nicht wirtschaftlich und oft nicht hygienisch ist.
Mit dem zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen und eigenen Photovoltaikanlagen, also die Abkehr von fossilen Brennstoffen, sollten die Tempraturen bei der Erwärmung niedrig, der Wasserinhalt in den Warmwasserleitungen zu den Armaturen gering und möglichst ohne große Wasserspeicherung vorhanden sein. Daraus ergibt sich die Frage, ob alle weit entfernten und/oder selten genutzte Armaturen in ein zentrales Warmwasserleitungsnetz eingebunden werden müssen.
Reicht es nicht aus, nur die Badewanne und die Dusche über eine Frischwasserstation (FWS) oder einen elektrischen Durchlauferwärmer (DLE) zu versorgen? Und reicht unter der Küchenspüle, den Waschtischen oder Waschbecken und im Gäste-WC nicht ein Klein-Durchlauferwärmer oder ein Klein-Speicher aus? Auch in gewerblichen Räumen bieten sich an den Entnahmestellen einer Teeküche und an Handwaschbecken einfache Kochendwassergeräte über der Spüle oder ein 5 Liter-Elektrospeicher über bzw. unter dem Waschtisch an.

Probleme gibt es in Bestandanlagen, wenn zentrale Anlagen zurückgebaut werden sollen. Hier müssten alle Warmwasser- und Zirkulationsleitungen total aus dem System rausgenommen oder umgebaut werden, damit keine Stagnationsleitungsteile in der neuen Anlage liegen bleiben.

Durchlauferwärmer / Durchlauferhitzer (DLE)
Elektrische Durchlauferwärmer(Durchlauferhitzer) eignen sich je nach der elektrischen Leistungsaufnahme (3,5 kW, 4,4 und 5,7 kW, 7,5 kW, 18, 21, 24 und 27 kW) für eine (dezentrale TWE) oder mehrere (zentrale TWE) Auslaufarmaturen.
Klein-Durchlauferhitzer - MCX SMARTRONIC®
Quelle: Clage GmbH

Die Klein(Mini)-Durchlauferwärmer MCX (Steckergerät 3,5 kW; Festanschlussgeräte 4,4 und 5,7 kW bzw. 7,5 kW) sind nur für eine Auslaufarmatur und bis 45 °C geeignet. Diese Geräte sind für Druck- oder Niederdruckarmaturen geignet. Sie können das Wasser in bis zu 25 K erwärmen, wobei die Zapfmengen 2,0 l/min bis 3,3 l/min betragen. Bei diesem Gerät können drei Wunschtemperaturen (35 °C, 38 °C oder 45 °C) ausgewählt und daurch muss kein Wasser an der Armatur zumischt werden. Der elektronisch geregelte Durchlauferhitzer (Untertischgerät) mit Blankdraht-Heizsystem IES® mit auswechselbarer Heizkartusche ist zur Versorgung eines Waschbeckens geeignet.
Die Geräte sind solartauglich und somit auch für eine Nacherwärmung geeignet (Zulauftemperatur = 70 °C). Außerden kann auch per Tablet oder Smartphone (ab iOS 9* und Android-OS 4.4) gesteuert werden (hierfür ist ein FXE Funkadapter, ein CLAGEHome Server und die App »Smart Control« erforderlich.


E-Klein-Durchlauferhitzer MBH

Quelle: Clage GmbH

Elektrische Durchlauferwärmer mit hydraulischer Steuerung gehören zu den einfachen DEL's. Die Erwärmung des durchfließenden Wasser kann bis zu drei Heizleistungsstufen erfolgen. Da zum Einschalten eine Mindestdurchflussmenge erforderlich ist, können kleinere Wassermengen nicht erwärmt werden und das Zumischen von kaltem Wasser ist nur in Grenzen sinnvoll. Wenn zu wenig warmes Wasser  gezapft wird, schaltet der Durchlaufererwärmer vollständig ab.

Durchlauferhitzer DSX
Quelle: Clage GmbH

Die elektronisch und vollelektronisch geregelten DLE DSX ermöglichen eine dynamische Durchfluss-mengenregelung. Hierbei regelt die Elektronik die Leistungsaufnahme in Abhängigkeit von der Zulauftemperatur und dem Durchfluss, um die eingestellte Auslauftemperatur zwischen 20 und 60 °C konstant zu halten.
Bei Geräten mit einer zulässigen Zulauftemperatur bis zu 70 °C können diese Geräte auch in ein Konzept der solaren Trinkwassererwärmung einbezogen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn die solare Energieernte nicht ausreicht, das Pufferwasser auf eine ausreichende Warmwassertemperatur zu erwärmen.
Die DLE wird in die Leitung des erwärmten Trinkwassers eingeschleift. Eine Umgehung ist im Normalfall nicht notwendig. Sollte die Reduzierung der Warmwassertemperatur erst am Auslaufventil stattfinden, so muss das Gerät eine Umgehung haben, wenn die Temperatur über 70 °C kommen kann.

Durchlauferhitzer DSX - Clage GmbH

Warmwasser-Guide für den Hausbau - Clage GmbH

Dezentrale Warmwasserversorgung im Energie-Nachweis nach GEG und BEG-Förderung - Clage GmbH

Diese Geräte haben nicht nur einen höheren Komfort, sondern auch einen besseren Wirkungsgrad, der sich gegenüber hydraulischen Durchlauferhitzern in einer Energieeinsparung bis 20 % niederschlägt.  Außerdem können auch kleine Wassermengen auf die Wunschtemperatur erwärmt werden, wobei die Erwärmung stufenlos erfolgt.
Das Wasser wird direkt bei dem Umspülen der Heizdrähte (Blankdrahtheizelement) oder indirekt von Rohrheizkörper erwärmt. Diese Heizdrähte haben den Vorteil einer wesentlich kürzeren Reaktions- und somit eine kürzere Aufheizzeit, was einen besseren Wirkungsgrad ergibt. Eine Überhitzung der Heizdrähte durch Lufteinschlüsse und Dampfblasenführen können sich nachteilig auswirken.
Elektrische Warmwasserbereitung - Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG
Klein-Durchlauferhitzer miniVED - Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG
Mini-Durchlauferhitzer, Kleindurchlauferhitzer - Stiebel Eltron GmbH & Co. KG
Klein-Durchlauferhitzer MTE 350 - AEG Haustechnik - Stiebel Eltron GmbH & Co. KG


Kleinspeicher AEG Huz 5 ÖKO Comfort

 

Kleinspeicher AEG Huz 5 ÖKOHuz 5 ÖKO Comfort

Quelle: AEG Haustechnik - Stiebel Eltron GmbH & Co. KG

Klein-Speicher (Untertisch-Boiler)
Wenn an der Armatur eine höhere Temperatur (>45 °C) gewünscht oder benötigt wird, dann kommen Klein-Speicher bzw. Untertisch-Boiler zum Einatz. Kleinspeicher für eine Armatur gibt es nur in offener bzw. druckloser Ausführung (5 Liter-Gerät). Diese sind so konstruiert, dass sie nicht unter Wasserleitungsdruck stehen und benötigen eine spezielle Armatur (Niederdruckarmatur).

Moderne Kleinspeicher bieten für jede Aufgabe die richtige und energiesparende Lösung. Dazu gehört eine regelbare Temperatur bis 80 °C, ein DropStop und ein ThermoStop.
Über einen gut zugänglichen Temperaturwähler kann die Wassertemperatur auf 45 °C, 55 °C, 65 °C und (80 °C) begrenzt werden. Mit der Temperaturbegrenzung auf 45 °C ist ein Verbrühschutz möglich, was besonders wichtig ist. wenn Kinder im Haus sind.
Mit der DropStop-Technologie wird ein Abtropfen an der Armatur des offenen Untertischboilers verhindert. Dies wird durch ein patentiertes DropStop-System erreicht, das das Ausdehnungswasser im Gerät speichert und beim nächsten Zapfvorgang wieder abgibt. Das spart Trinkwasser, eine Menge Energie und unnötige Kosten für die Beseitigung von Kalkablagerungen an Armaturen und im Spülbecken. Das Ausdehnungswasser, das beim Aufheizen entsteht, wird in einem Zylinder mit flexibler Kunststoffmembran gesammelt. Beim nächsten Zapfvorgang entleert sich der Zylinder über die Düse wieder. Damit ist der Raum für den nächsten Aufheizvorgang wieder frei.
Mit der ThermoStop-Technologie wird eine Wärmezirkulation durch die Temperierbatterie verhindert. Konstruktionsbedingt besteht bei offenen Temperierbatterien eine Verbindung zwischen Kalt- und Warmwasseranschluss. Durch die Schwerkraft fließt auch zwischen den Zapfvorgängen ständig warmes Wasser zur Armatur und wird abgekühlt. Das ThermoStop-System besteht aus einem kleinen Siphon, der die Luftbläschen, die sich beim Aufheizvorgang am Heizkörper bilden, sammelt. Durch die entstehende Luftblase wird die Wärmezirkulation zur Armatur unterbrochen und die Wärme bleibt im Kleinspeicher.
Auch Kleinspeicher sollten eine verwirbelungsarme Entnahme haben. Mit einem besonderen Konstruktionsprinzip kann eine möglichst hohe Warmwassermenge zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist der Kaltwasserzulauf so ausgelegt, dass die beim Aufheizen gebildete Warmwasserschichtung nur minimal verwirbelt wird. Dabei bleibt die Temperatur des ausströmenden Wassers beinahe bis zum Aufbrauchen des Warmwasservorrats konstant hoch.

Kleinspeicher - AEG Haustechnik - Stiebel Eltron GmbH & Co. KG
Kleinspeicher SNU 5 SL - Stiebel Eltron GmbH & Co. KG.

Elektrische Warmwasserbereitung - Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG

Wasser/Wasser-Booster
Mit der dezentralen Kleinwärmepumpe (Wasser/Wasser-Booster 21 - COP von 4,4 [W25/W50]) gibt es eine weitere Möglichkeit zur dezentralen Trinkwassererwärmung. Die wandhängende Wasser/Wasser-Wärmepumpe erwärmt das Trinkwasser verbrauchsnah (z. B. in den Wohnungen bzw. Apartments eines Mehrfamilienhauses). Dadurch werden die Energie- und Zirkulationsverluste in der Wärmeverteilung minimiert. Das Gerät wird mit einem 180-l-Warmwasserspeicher kombiniert und durch die geringe Geräuschemissionen von nur 37 dB (A) verhält sich der WWB 21 dort auch flüsterleise.
Die Wärmequelle für die einzelnen WWB 21-Geräte ist das zentrale Niedertemperatur-Heizungsnetz (20 bis 42 °C). Der zentrale Wärmeerzeuger kann neben der Wärmepumpe auch Alternativen (z. B. Fernwärme oder Solarthermie) genutzt werden. Eine Umwälzpumpe der Effizienzklasse A zur heizungsseitigen Speicherbeladung und ein Luxtronik 2.0 Wärmepumpenregler sind integriert.
Mit dem Regler kann jeder Nutzer selbst einstellen, wann und mit welchen Temperaturen er Warmwasser erzeugen möchte. Es können Warmwassertemperaturen bis zu 65 °C eingestellt werden. Er lässt sich auch direkt an das Heimnetzwerk anschließen und über einen Browser einstellen. Auch mit einer I-Phone-App kann auf die Steuerung zugegriffen werden. Die Netzwerkschnittstelle ermöglicht dem Fachhandwerker vielfältige Möglichkeiten die Geräte über das Internet zu warten.


Quelle: Alpha-InnoTec
Betriebsanleitung WWB 21

Dezentrale Trinkwassererwärmung

Die dezentrale Trinkwassererwärmung findet in der Nähe von der Zapfstelle(n) statt. Das kalte Trinkwasser im Durchflussprinzip in einem Elektro-Durchlauferwärmer (Durchlauferhitzer [DLE]), Gas-Durchlauferhitzer Gas-Durchlaufwasserheizer) oder Wohnungsstationen (Plattenwärmetauscher) auf die gewünschte Warmwassertemperatur erwärmt. Der Verbrauch lässt sich einfach und exakt über integrierte Wärme- und Wasserzähler erfassen. Die Anlagen mit dezentraler Trinkwassererwärmung sind von der Legionellen-Untersuchungspflicht befreit (3-Liter-Regel). Die dezentrale Trinkwassererwärmung wird von Installateuren und TGA-Fachplanern als unbedenklich bezüglich des Legionellenwachstums in Trinkwasseranlagen angesehen. Diese Ansicht ist aber unter Experten schon immer umstritten.
Es kommt immer wieder zum Legionellenvorkommen in dezentralen Trinkwassererwärmern und den Leitungen incl. Armaturen. Daraus ergibt sich die Frage, ob diese Installationsart auch weiterhin als sicher angesehen werden kann. Aber solche Fälle werden nur selten bekannt. Dabei liegt es jedoch weniger an der hygienischen Sicherheit von Durchlauferhitzern oder Wohnungsstationen. Der Grund ist vielmehr die fehlende Datenbasis, da solche Trinkwasserinstallationen üblicherweise nicht beprobt werden.
So meint z. B. das Umweltbundesamt (UBA), dass es nicht mehr zulässig ist, auf die bisher gängige Praxis bei dezentraler Trinkwassererwärmung auf eine regelmäßige Legionellenuntersuchung zu verzichten. Der Hintergrund ist eine UBA-Mitteilung:
"Bislang werden dezentrale Trinkwassererwärmer als sicher im Hinblick auf eine Legionellenkontamination angesehen. Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass es auch in dezentralen Trinkwassererwärmern und in den dahinterliegenden Leitungen zu einer Legionellenvermehrung kommen kann. Bei der Abklärung von Legionelleninfektionen sind auch dezentrale Trinkwassererwärmer in die Ursachensuche einzubeziehen."
Die Grundlage für diese UBA-Mitteilung ist die Anhörung der Trinkwasserkommission (Fachkommission des Bundesministeriums für Gesundheit):
"Eine Untersuchung in einer Appartementanlage mit 84 Wohneinheiten, durchgeführt vom Medizinaluntersuchungsamt und Hygiene am Universitätsklinikum Kiel, bestätigt zum Beispiel die Notwendigkeit der zitierten UBA-Position: In der Appartementanlage versorgen in jeder Wohneinheit Durchlauferhitzer die Bewohner mit PWH. Die 3-l-Regel zur Bemessung des längsten zulässigen Leitungswegs vom Trinkwassererwärmer bis zur Entnahmestelle gemäß DIN 1988-200 und DVGW-Arbeitsblatt W 551 wurde eingehalten. Demnach wäre keine Beprobung notwendig. Als jedoch in allen Wohnungen Proben aus dem Kalt- und Warmwasser entnommen und unter anderem auf KBE20, KBE36 und Legionellen gezogen wurden, war das Ergebnis alarmierend. Die Untersuchungen auf Legionellen ergaben in 54 % der Wohnungen Konzentrationen oberhalb des technischen Maßnahmenwertes, in 12 % der Wohnungen sogar oberhalb des Gefahrenwertes von 10 000 KBE/100 ml. Selbst bei Temperatureinstellungen am Durchlauferhitzer von über 50 °C wurden teilweise hohe Belastungen mit Legionellen festgestellt."
In den untersuchten Wohneiheiten wurden aber nicht die immer einzuhaltenden Grundprinzipien der Trinkwasserhygiene für sämtliche Installationsarten von Trinkwasseranlagen (also auch bei der zentralen und dezentralen Erwärmung) eingehalten (Die Rohrverlegung bzw. Dämmung wurde nicht angegeben und viele Wohnungen hatten keinen regelmäßigen Wasseraustausch):

  • Einhaltung der Temperaturgrenzen im Trinkwasser kalt (PWC) < 25 °C (hygienisch empfohlen < 20 °C) und Trinkwasser warm (PWH) > 55 °C
  • regelmäßiger Wasseraustausch an jeder Entnahmestelle der Trinkwasserinstallation unter Beachtung der bei der Anlagenplanung zugrunde gelegten Betriebsbedingungen (Entnahmemengen, Volumenströme und Gleichzeitigkeiten)
  • Einsatz geeigneter Werkstoffe und Materialien
Biologische Prozesse in Trinkwassersystemen
Die Legionellen sind die Grundlage für die Biofilmbildung. Bakterien sind durchaus in der Lage, in Trinkwasserstemen zu existieren, denn in jedem Wasser (Flüssigkeit) ist Leben. Alles Biologische in einer Anlage wird als Bakterium bezeichnet, auch wenn es Pilze oder Algen sein können.
Bakterien benötigen eine Energiequelle. Das kann Wärme oder (was von ihnen bevorzugt wird) eine bestimmte chemische Reaktion sein. Sie nisten sich in Unebenheiten oder Poren ein, um dort Kolonien zu bilden. Sie bevorzugen vor allem ölige Oberflächen, Kunststoffe und Härtebeläge. Bakterien benötigen eine gewisse Konstanz der Lebensbedingungen, vor allem zu Beginn der Ansiedlung. > mehr

Neues zur dezentralen Trinkwassererwärmung
Beprobungspflicht bei dezentraler Trinkwassererwärmung
Beprobungspflicht bei dezentraler Trinkwassererwärmung - "Zu Unrecht negativ belastet"

Wohnungsstation
In Mehrfamilienhäusern gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten die einzelnen Wohnungen mit Heizwärme- und Warmwasser zu versorgen. Bei den konventionellen Systemen werden die Wohnungen durch getrennte Heizungs- und Warmwasserleitungen von einem zentralem Kessel und einem Trinkwassererwärmer (Speicher) direkt versorgt. Bei dem Einsatz von Wohnungsstation gibt es eine zentrale Wärmeerzeugung (Kessel, Solaranlage, Wärmepumpe, BHKW - Pufferspeicher) und einer Verteilungsleitung für die Heizungswärme und eine für Kaltwasser. Das Warmwasser wird in den Wohnungen mit einer dezentraler Trinkwassererwärmung (Frischwasserstation [Plattenwärmetauscher]) in der Wohnungsstationen bereitet. > mehr
 
 
Kaltwasseranschluss FriWa und DLE (Auszug aus einer Installationsanweisung)
In der Kaltwasserzuleitung zur Frischwasserstation (FriWa) und zum Durchlaufwassererwärmer (DLE) ist gemäß DIN 4753 Teil 1Wassererwärmer und Wassererwärmungsanlagen für Trink- und Betriebswasser - der Einbau eines Sicherheitsventils erforderlich. Bis zu einer maximalen Heizleistung von 75 kW muss es DN 15 haben. Auf das Sicherheitsventil kann nur dann verzichtet werden, wenn ein bauteilgeprüfter Strömungswächter die Wassertemperatur auf 95 °C begrenzt. Das Ventil muss für einen Abblasedruck ausgelegt sein, der dem zulässigen Betriebsüberdruck entspricht. Bei 10 bar und höherem Wasserleitungsdruck hinter dem Wasserzähler ist ein Druckminderer einzubauen.
Wenn die Frischwasserstation ohne Wasserabnahme aufgeheizt wird, tropft, je nach vorhandenem Wasserdruck, Wasser aus dem Sicherheitsventil. Dieses Wasser muss über einen Siphontrichter auffangen und abgeleitet werden.  Zwischen Sicherheitsventil und Frischwasserstation darf keine Absperrung vorhanden sein. Das Sicherheitsventil ist gemäß DIN 4753 regelmäßig 1 - 2 mal im Monat durch Anlüften auf Funktion zu prüfen. Die Ausblasöffnung darf nie geschlossen oder eingeengt sein. In die Kaltwasserleitung ist nach dem Stand der Technik ein entsprechender Wasserfilter zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Dieser kann zentral am Hauswasseranschluss oder vor dem Wärmetauscher eingebaut werden.
Bei Kalt- und Warmwasseranschlüssen sollten Spülanschlüsse vorgesehen werden.
Durchflusswassererwärmer (FriWa, DLE) mit einem Nennvolumen unter 3 Liter bilden die Ausnahme der Regel.
(Komischerweise zeigen die Schaltschemen keine Sicherheitsventile in den Kaltwasseranschlüssen und auch der Hinweis auf die Ausnahmeregelung fehlt)

Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV)
Änderung der Trinkwasserverordnung vom 19.6.2020

HaustechnikDialog-News - Themenserie "Trinkwasser - mit Sicherheit"
Welche Trinkwassersysteme gibt es und wie effizient sind sie?
Welche Gesetze und Normen müssen beachtet werden?
Wie berechnet man eine Trinkwasserversorgungsanlage?
Wie schützt man sich am besten vor Legionellen und anderen Keimen?
Trinkwasserversorgung in Zeit von Corona
Zentrale Trinkwassererwärmung – Technologien, Vor- und Nachteile
Dezentrale Trinkwassererwärmung – eine Übersicht
Dezentrale Trinkwassererwärmung – Durchlauferhitzer, Vor- und Nachteile
Dezentrale Trinkwassererwärmung – Frischwasserstationen, Vor- und Nachteile

Von April bis September sollte die Heizungsanlage nicht zur Trinkwassererwärmung benutzt werden
WW-Wärmepumpen sind die bessere Lösung > Fa. Ochsner - Fa. Aermec - ?
Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Veränderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.

Arbeiten an und in elektrotechnischen Anlagen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines Energieversorgersunternehmens (EVU) bzw. Verteilungsnetzbetreibers (VNB) eingetragen sind. Eine Elektrofachkraft (EFK) darf im eingeschränktem fachbezogenen Bereich Bauteile anschließen.

Betreiberpflichten - Kurzfassung

das neue Videoportal von HaustechnikDialog mit vielen interessanten Informationen und Anleitungen aus der Haustechnik
Videos aus der SHK-Branche
SHK-Lexikon
Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.