Boiler - Speicher |
| ein
kurzer Erklärungsversuch |
| nach dem
Motto > ein Boiler beulert und ein Speicher speichert :>)) |
| Vielleicht
hat jemand eine bessere Erklärung, dann hier meine
E-Mail |
Wenn man Fachbegriffe
(Fachausdrücke) verwendet, dann sollten sie auch stimmen bzw. das
richtige ausdrücken. Komischerweise sind nicht einmal die Fachleute
aus Handwerk und Industrie in der Lage, die richtigen Fachbegriffe einzusetzen. |
||||||||||||||||
So ist z. B. ein Gliedermaßstab
ein Zollstock, ein Schraubendreher ein Schraubenzieher,
erwärmtes Trinkwasser
kein Brauchwasser und eine Dämmung
ist keine Isolierung. Zoll ist die Bezeichnung für
ein Whitworthgewinde
und keine Nennweitenangabe (DN) und eine Wärmepumpe ist eine Kältemaschine.
So kann ein Klempner ein Heizungsbauer, Gas-Wasserinstalleur
(neu: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik)
oder wirklich ein Klempner
sein. Auch sollte ein Fachmann zu einem Wasserzähler
nicht Wasseruhr sagen. |
||||||||||||||||
Diese Begriffe haben sich in
unseren Sprachgebrauch derart eingenistet, dass das schon als "normal"
angesehen wird. So wird z. B. eine Beißzange auch
Kneifzange genannt. |
||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||
| So ist z. B. ........ | ||||||||||||||||
Brauchwasser
(Nutzwasser) ist richtig ausgedrückt Nichttrinkwasser,
das für technische, gewerbliche oder landwirtschaftliche Anwendungen
dient, so z. B. auch Regenwasser. Nichttrinkwasser ist nicht für
den menschlichen Genuss vorgesehen, sollte jedoch einer gewissen Mindesthygiene
entsprechen. |
||||||||||||||||
Trinkwasser ist
Süßwasser mit einem hohen Maß an Reinheit (festgelegt
in der Trinkwasserverordnung), das für den menschlichen Gebrauch
geeignet ist. Der Begriff "Kein
Trinkwasser" (Schild an Zapfstellen) bezeichnet
Trinkwasser, das aufgrund von Stagnation
aufgekeimt ist und nicht zum Duschen oder Trinken verwendet werden sollte. |
||||||||||||||||
Genauso verhält es sich mit
dem Begriff "Boiler". In 99 % aller Fälle
ist hier mit Sicherheit ein Speicher gemeint. |
||||||||||||||||
| |
||||||||||||||||
| Der Badeofen ist ein nichtgedämmte Behälter, der mit Öl, Gas, festen Brennstoffen und elektrisch beheizt werden kann. Da die Temperatur bis ca. 100 °C erreichen kann, wird der Badeofen auch "Boiler" genannt. Er sollte aber nie über 80 °C erwärmt werden. Badeöfen als Druckbehälter haben eine thermische Ablaufsicherung (TAS). | ||||||||||||||||
Die drucklosen Öfen
verdrängen bei der Aufheizung das Wasser nach dem Überlaufprinzip
zum Auslaufventil. Bei dem Aufheizen des Wassers dehnt es sich aus und
das überschüssige Wasser tropft über den dauernd offenen
Auslauf der Mischbatterie aus. Deshalb darf die Verbindung zwischen Auslauf
und Wasserbehälter nicht abgesperrt werden. |
||||||||||||||||
Da der Badeofen nur für eine Badewannenfüllung
ausgelegt wird, hat er je nach der Füllmenge der Wanne einen Inhalt
von 80 bis 110 Liter. Das Wasser wird kurz vor der Nutzung
von Hand (Kohle, Holz) oder automatisch (Öl, Gas, Strom) in Betrieb
gesetzt. Da die Öfen nicht gedämmt sind, wird das Badezimmer
gleichzeitig aufgeheizt. Dies ist ein Grund, warum diese Öfen, besonders
als Bad-Zusatzheizung,
wieder eingesetzt werden. Hier kann dann eine Fußbodenheizung als
Grundlast betrieben werden und im Sommer bzw. in den Übergangszeiten
auf eine Heizung verzichtet werden. |
||||||||||||||||
Die ersten Badeöfen wurden aus Kupferblech
(ab 1894 von Vaillant und Junkers) hergestellt. Die neueren Modelle sind
aus emailliertem Stahlblech oder Edelstahl.
Aber auch die Kuper-Badeöfen kommen auf Antik getrimmt wieder in
Mode. |
||||||||||||||||
| Aufbau und Funktion | ||||||||||||||||
Unter einem senkrecht stehenden Wasserbehälter
ist eine Brennkammer angeordnet, wobei das Rauchrohr
durch den Behälter geführt wird. Im unteren Bereich des Wasserbehälters
befindet sich eine Mischbatterie, die bei dem Öffnen
des WW-Auslaufventils kaltes Wasser in den Behälter leitet und das
heiße Wasser strömt in die Badewanne. Über das Zumischen
von kaltem Wasser wird die gewünschte Wasser- bzw. Duschtemperatur
erreicht. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Badeofen
mit Konvektionsklappe -
Anton Eder GmbH |
||||||||||||||||
Badeofen
mit gleichzeitiger Raumheizung - Eisenwerk Wittigsthal GmbH |
||||||||||||||||
Öl-Badeofen
- ZEBA Gerätebau GmbH |
||||||||||||||||
Emailierter
Badeofen - Kaldewei |
||||||||||||||||
Trinkwasser-Sicherheitsventil |
||||||||||||||||
Vor jedem geschlossenen Trinkwassererwärmer
(TWE/Speicher) ist ein Membran-Sicherheitsventil
entsprechend DIN 1988 und 4753, Teil 1 und TRD 721 einzubauen. Diese Armatur
öffnet selbsttätig bei dem Überschreitung eines festgelegten
Betriebsüberdruckes (6, 8, 10 bar) und nach einer Druckabsenkung
schließt es wieder selbsttätig. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
| Allgemeines
zu Sicherheitsventilen - SHKwissen |
||||||||||||||||
Kaltwasseranschluss |
||||||||||||||||
Der Kaltwasseranschluss
an einem druckfesten Trinkwassererwärmer (Speicher)
sollte immer über der höchsten Stelle des Speichers
angeordnet sein, damit bei der Wartung des Sicherheitsventils der Inhalt
nicht entleert werden muss. Der Grund, dass das Sicherheitsventil nicht
regelmäßig gewartet wird, liegt meistens in der falschen Anordnung.
|
||||||||||||||||
| Ein Wasseranschluss nach DIN 1988 hat folgende Bauteile: | ||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
| In kleineren Anlagen werden die vorgeschriebenen Bauteile in einer Sicherheitsgruppe zusammengefasst. | ||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Dezentrale Erwärmung |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Pufferspeicher -
alternate-energy.de |
||||||||||||||||
Wärmespeicher -
Haase |
||||||||||||||||
Speicher-Spezialist
- Austria Email AG |
||||||||||||||||
Speicher
- Wassererwärmer - Viessmann Deutschland GmbH |
||||||||||||||||
In dem Thermosiphonspeicher
(Schichtenladespeicher) wird das Funktionsprinzip
ausgenutzt, dass warmes Wasser eine geringere
Dichte hat als kaltes und daher leichter ist und nach oben steigt.
Um den Wärmetauscher (Solar- oder Heizungsanlage)
ein Wärmeleitrohr angeordnet. Das Wärmeleitrohr
ist unten mit einer Öffnung versehen, durch die das zu erwärmende
Trinkwasser einströmt. Das Wasser erwärmt sich und steigt im
Wärmeleitrohr nach oben, ohne sich mit dem umgebenden kälteren
Wasser im Speicher zu vermischen. Im oberen Bereich dieses
Wärmeleitrohrs sind in regelmäßigen Abständen Ausströmöffnungen
mit temperaturgesteuerten Rückschlagklappen eingesetzt,
durch die das erwärmte Wasser in die Schicht des Speichers mit gleicher
Temperatur gelangt. |
||||||||||||||||
Ein Lastausgleichsbehälter
(LAB) nimmt die überschüssige
Energie auf, wenn der Wärmebedarf (Heizlast) unter die minimale
Kesselleistung absinkt. Das kann bei allen Brennstoffen der Fall sein,
die nicht sofort die Wärmeabgabe
stoppen können, so z. B. Pellet-
und Holzkessel (Ausbrand), die ohne Pufferspeicher
in Betrieb sind, Aber auch Öl- und Gaskessel,
die noch einige Zeit von den heißen Wärmeübergabeflächen
im Kessel Wärme an das Heizungswasser abgeben. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Die Ladung eines
Warmwasserspeichers (Trinkwassererwärmung) kann
herkömmlich über einen in dem Speicher eingebauten Wärmetauscher
(Rohrbündel) oder durch einen externen Plattenwärmetauscher
(PWT) erfolgen. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
| Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass gegenüber der Rohrschlangenwärmeübertragung die Speichergröße kleiner gewählt werden kann. Dadurch werden auch die Bereitschaftsverluste und Legionellenproblematik reduziert. |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
SUN
SAVE Standardspeicher - ein multifunktionaler druckloser
Pufferspeicher |
||||||||||||||||
Mischarmatur |
||||||||||||||||
Eine thermostatische
Mischarmatur wird dann notwendig, wenn das erwärmte
Trinkwasser eine hohe Speichertemperatur hat. Dies ist besonders
der Fall, wenn der Speicher über eine thermische
Solaranlage aufgeheizt wird. Aber auch in Mehrfamilienhäusern
muss die Speichertemperatur aus hygienischen
Gründen auf > 60 °C gehalten werden.
Diese Armatur regelt die Wassertemperatur zu den Zapfstellen auf ca.
40 °C runter. |
||||||||||||||||
Die Armatur kann zentral
am Trinkwassererwärmer oder dezentral vor den Zapfstellen
eingebaut werden. Eine dezentrale Anordnung wird immer dann notwendig,
wenn in der Anlage Zapfstellen vorhanden sind, die eine höhere Warmwassertemperatur
verlangen (z. B. Küchen). |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
| Thermostatischer
Wassermischer mit Verbrühschutz - Honeywell
GmbH |
||||||||||||||||
Thermostatisches
Mischventil - Danfoss GmbH |
||||||||||||||||
Eine wirkungsvolle Wärmedämmung
von Trinkwasser- und Pufferspeichern
ist besonders wichtig, um die mit mehr oder weniger Aufwand und Kosten
erzeugte bzw. "geerntete" Wärme über einen längeren
Zeitraum möglichst verlustfrei zu speichern. Dies trifft gerade dann
zu, wenn die eingespeicherte Wärme nicht am gleichen Tag genutzt
werden kann. Auch die Hinweise (sogar von Fachleuten), dass die
Wärmeverluste dem Haus unmittelbar zugute kommen, rechtfertigen eine
nachlässige Dämmung nicht, da die Wärme unkontrolliert,
nicht regelbar an Räume, die nicht unbeding beheizt werden sollen,
abgegeben wird. |
||||||||||||||||
So nutzt z. B. die
beste thermische Solaranlage oder Wärmeerzeugungsanlage
nichts, wenn der Warmwasser- und/oder Pufferspeicher hohe Wärmeverluste
hat. Ein Speicher zur kombinierten Warmwasser-bereitung und Heizungsunterstützung
muss so effizient gegen Wärmeverluste gedämmt werden, dass die
Wärme auch 5 Tage später noch genutzt werden kann. |
||||||||||||||||
In vielen Fällen reicht die vom Hersteller angebrachte Dämmung nicht aus. Auch sollte bedacht werden, dass Rohrleitungs- und Anschlussverluste, aber auch eine falsche hydraulische Anbindung, zu erheblichen Verlusten führen können. Über die noch vertretbaren Verluste wird in Fachkreisen immer wieder gestritten. Allgemein besteht die Meinung, dass ein Speicher mit 60 °C max. 4 K und mit 90 °C max. 6 K in 24 Stunden abkühlen darf. |
||||||||||||||||
| Um diese Werte zu erreichen, muss ein gutes Dämmkonzept vorliegen . Dieses besteht aus | ||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Die üblichen
Dämmaterialien für Speicher bestehen PU-Weichschaum,
PU-Hartschaum, Melamin (Harzschaum), EPP (Partikelschaumstoff) und EPS
(Polystyrol > Styropor). Die Wärmeleitfähigkeit
von PU-Weichschaum ist um bis zu knapp 60 %, die von PU-Hartschaum und
Melamin um bis zu 10 % und die von EPP um bis zu 25 % größer
als die von EPS. Eine Aluminiumfolie vermindert den Strahlungsaustausch
zwischen der Speicherwandung und der Dämmung. Viele Speicher, die
in Eigenbau nachträglich verkleidet und gedämmt werden, bekommen
eine Dämmung aus Schüttdämmstoffen (Einblasdämmstoffe)
z. B. Zelluloseflocken, Silikatleichtschaum, Steinwolle-, Perlit- oder
EPS-Granulat. |
||||||||||||||||
Der Speicherboden
kann mit zu einem Wärmeverlust des Speichers (bis
zu 25 %) beitragen. Im ungedämmten Keller oder in Räumen
außerhalb der beheizten Gebäudehülle können auch
bei gut schichtenden Speichern verhältnismäßig große
Wärmeverluste zum Fußboden entstehen. Die Wärmeverluste
über den Speicherboden kommen zu einem großen Teil aus der
Wärmeleitung über die Stahlfüße
oder den Standring. Deswegen sollten diese wenigstens
aus Kunststoff bestehen. Besser wäre auf jeden Fall
eine tragfähige Dämmplatte unter dem Speicher. |
||||||||||||||||
Dass auch die Speicheranschlüsse
und Armaturen mit dicken Dämmaterial bzw. Dämmschalen
versehen werden, sollte selbstverständlich sein. So kann eine Verschraubung
oder ein Ventil aufgrund der großen Oberfläche etwa die Wärmemenge
eines 2 bis 5 m langen ungedämmten Rohres abgeben. Studien über
dieses Thema sind in Arbeit. |
||||||||||||||||
Alle vom Speicher abgehenden
Rohrleitungen sollten während der Stillstandszeit
möglichst nicht warm werden. Das kann nur erreicht
werden, wenn in den Rohren keine Mikrozirkulation (Eigenzirkulation)
entsteht. Hier wirkt eine gute dicke Wärmedämmung dem Effekt
entgegen. Aber je nach den Gegebenheiten muss trotztdem eine Schwerkraftbremse,
ein Thermosiphon
oder Magnetventile eingesetzt werden. Viele Speicherhersteller
haben schon in die Speicheranschlüsse solche Bremsen
eingebaut, die aber je nach dem auftretenden Umtriebsdruck
der Anlage nicht wirksam sind. |
||||||||||||||||
| . |
||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Datenschieber
- Trinkwasserzirkulation - Oventrop |
||
Schemensammlung
- Solarbayer® GmbH |
||
. |
||
|
||
Hinweis!
Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website
aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines
unnötigen Rechtsstreites, mich
umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig
Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere
Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter
kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen
Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen
Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne
der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen. |
| Videos
aus der SHK-Branche |
SHK-Lexikon |