Zertifizierungen

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik

Abkürzungen im SHK-Handwerk

Bosy-online-ABC

Am 23. August 1887 wird das Label "Made in Germany" (Hergestellt in Deutschland) eingeführt. Das Label wurde in zuerst in Großbritannien eingeführt, um sich gegen den Import ausländischer Produkte zu schützen (britisches Gesetz - Merchandise Marks Act von 1887). Der ursprünglich negativ besetzte Begriff "Made in Germany" wandelte sich aber in sein Gegenteil und entwickelte sich zu einem besonderen Qualitätszeichen. Das Label als geografische Ursprungs- und Qualitätsbezeichnung für die in Deutschland hergestellten Waren ist national und international geschützt. Diese Ursprungsbezeichnung ist bis heute ein Markenzeichen für Qualität. Durch die Globalisierung werden viele Teile, die in Produkten mit "Made in Germany" enthalten sind, nicht in Deutschland hergestellt. Hier geht man aber weiterhin davon aus, dass bei einem Anteil bis 50 % das Label noch gerechtfertigt ist. Eine andere Meinung basiert darauf, dass alleine die Tatsache, dass hinter dem Produkt eine deutsche Firma steht, das Label rechtfertigt.

CEN

Das CEN (Comité Européen de Normalisation / Europäische Komitee für Normung) ist ein Anbieter von europäischen Standards und technischen Spezifikationen. Es ist die einzige anerkannte europäische Organisation im Sinne der Richtlinie 98/34/EG für die Planung, Ausarbeitung und Annahme von europäischen Standards in allen Bereichen der wirtschaftlichen Tätigkeit mit Ausnahme für Elektrotechnik (CENELEC) und Telekommunikation (ETSI).
31 nationale Mitglieder arbeiten zusammen, um freiwillige Europäische Normen (EN) zu entwickeln, die dann national umgesetzt werden (DIN EN, ÖNORM EN). Diese Normen werden in den verschiedenen Industrie- und Dienstleistungsbereichen entwickelt, damit in Europa ein Binnenmarkt für Güter und Dienstleistungen durch den Abbau von technischen Handelshemmnissen verwirklicht werden.

ISO (International Organization for Standardisation / Internationale Organisation für Normung)

DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.)
Die Bezeichnung "DIN" steht für "Deutsches Institut für Normung" (also nicht für "Deutsche Industrie-Norm" oder "Das ist Norm") und ist ein freiwilliger Standard, der unter der Leitung des Deutsches Institut für Normung e.V. durch einen Arbeitsausschuss erstellt wird. Sie sind neben den Internationalen (DIN ISO) und Europäischen Normen (DIN EN) Bestandteil des Deutschen Normenwerks.
Die DIN-Normen beinhalten gesicherte Ergebnisse aus der Technik und Wissenschaft und Erfahrungen aus der Praxis. Sie müssen nicht beachtet werden, da es sich um private Regelwerke handelt, die nur Empfehlungen sind. Sie müssen nicht dem Stand der Technik entsprechen, was aber oft angenommen wird. Aber, sie werden vom Gesetzgeber in Gesetzen und Verordnungen vorgegeben und sind dann zu beachten.
Da die DIN-Normen eine Grundlage für gleiche Bedingungen sind, werden sie für technischen Festlegungen, in Ausschreibungen und Baubeschreibungen benutzt bzw. schriftlich aufgeführt.

DIN Spec (Deutsches Institut für Normung e.V. - Standard Performance Evaluation Corporation)

ich arbeite dran


ÖNORM (ASI - Austrian Standards Institute)

Das CE-Kennzeichen (= Communautés Européennes = Europäische Gemeinschaft) gibt an, ob das Produkt, das dieses Logo trägt, mit den EU-Richtlinien in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit dem europäischen Standard entspricht. Die Marktüberwachungsbehörden der EU-Länder können davon ausgehen, dass diese Produkte die grundlegenden Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien erfüllen.
CE-Zeichen ohne Kenn-Nummer
Der Hersteller führt selbst die Fertigungskontrolle durch.
CE-Zeichen mit Kenn-Nummer
Eine behördlich anerkannte Stelle überwacht die Produktionsphase, ohne aber dem Hersteller die Verantwortung für das Produkt abzunehmen. > mehr

Das GS-Zeichen ist ein freiwilliges Zeichen. Der Hersteller oder sein Bevollmächtigter entscheidet darüber, ob ein Antrag auf Zuerkennung des GS-Zeichens gestellt wird.
Das GS-Zeichen zeigt an, dass bei der bestimmungsgemäßen Verwendung oder vorhersehbaren Fehlanwendung des gekennzeichneten Produktes die Sicherheit und Gesundheit des Verwenders nicht gefährdet und das Produkt, einschließlich seiner Gebrauchsanweisung, auf Sicherheit geprüft wurde. > mehr

Das VDE-Prüfzeichen kennzeichnet geprüfte elektrotechnische Produkte und bestätigt deren elektronische Sicherheit. Alle Geräte mit dem VDE- oder VDE-GS-Zeichen auf dem Typenschild wurde vom VDE-Prüfinstitut geprüft und die Fertigung überwacht.

Das VDE-Prüfzeichen wird für elektrotechnische Erzeugnisse, auch Produkte im Sinne des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) und Medizinprodukte im Sinne des Medizinproduktegesetzes (MPG) verwendet.  > mehr

 

DVGW-Zeichen
Quelle: DVGW e.V.
Produkte mit dem DVGW*-Zeichen gelten als Nachweis der Konformität mit dem DVGW-Regelwerk. Diese Produkte haben eine umfassende und neutrale Qualitätsprüfung, die auf dem bestehenden europäischen und nationalen Regelwerk basiert, bestanden. Sie sind in hygienischer und mechanischer Hinsicht konform zu den allgemein anerkannten Regeln der Technik und werden zusätzlich regelmäßig überwacht. In Verbindung mit der CE-Kennzeichnung sind diese Produkte für den innereuropäischen Warenverkehr geeignet
* Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. > mehr

Typenschild Ölkessel

Typenschild

Alle technischen Gegenstände müssen von den Herstellern oder Importeuren mit einem Typenschild (Leistungsschild) versehen und gut ablesbar angebracht werden. Diese Kennzeichnung muss alle beschreibenden, identifizierenden und klassifizierenden Daten enthalten. In vielen Branchen gibt es gesetzliche Vorschriften zum verpflichtenden Inhalt und zum Aussehen der Typenschilder > mehr


Das DIBt (Deutsche Institut für Bautechnik) erteilt als deutsche Zulassungsstelle allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) für Bauprodukte und Bauarten und europäische technische Zulassungen (ETA) für Bauprodukte und Bausätze. Das DIBt ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Länder zur einheitlichen Erfüllung bautechnischer Aufgaben auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts. Dies sind insbesondere:

  • Erteilung europäischer technischer Zulassungen für Bauprodukte und -systeme
  • Erteilung allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassungen für Bauprodukte und Bauarten
  • Anerkennung von Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen für Aufgaben im Rahmen des Ü-Zeichens und der CE-Kennzeichnung von Bauprodukten
  • Bekanntmachung der Bauregellisten A und B und der Liste C für Bauprodukte
Jedes Jahr werden ca. 2000 nationale Zulassungen erteilt. Auf europäischer Ebene steht das DIBt im Wettbewerb mit den europäischen Zulassungsstellen und ist führend bei der Erteilung von europäischen technischen Zulassungen. Das Institut ist für Unternehmen tätig, die ihre Produktmärkte in Deutschland, in Europa sowie international haben.
Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen werden für solche Bauprodukte und Bauarten im Anwendungsbereich der Landesbauordnungen erteilt, für die es allgemein anerkannte Regeln der Technik, insbesondere DIN Normen, nicht gibt oder die von diesen wesentlich abweichen. Sie sind zuverlässige Verwendbarkeitsnachweise von Bauprodukten bzw. Anwendbarkeitsnachweise von Bauarten im Hinblick auf bautechnische Anforderungen an Bauwerke.
Europäische technische Zulassungen werden für Bauprodukte im Anwendungsbereich des Bauproduktengesetzes erteilt; sie dokumentieren verlässlich die Brauchbarkeit eines Bauproduktes.
Beispiel - Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung von Lüftungsgeräte

Eine Baumusterprüfung (EG-Baumusterprüfung) dient zur Feststellung, dass die zur Prüfung eingereichten Geräte oder Produkte mit den einschlägigen internationalen und nationalen Fachnormen (z. B. DIN, EN, ISO, IEC), IMO-Resolutionen und SOLAS-Bestimmungen übereinstimmen. Letztendlich muss jedes Gerät bzw. Produkt bei einer zugelassenen bzw. beauftragten Einrichtung eingereicht, geprüft und zugelassen werden. Darüber wird eine Bescheinigung ausgefertigt.
Die EG-Baumusterprüfung ist das Verfahren, bei dem eine Benannte Stelle feststellt und bescheinigt, dass ein repräsentatives Muster einer in Anhang IV (Anhang IV Maschinen-Richtlinie) genannten Maschine (im Folgenden als „Baumuster“ bezeichnet) die Bestimmungen dieser Verordnung (bzw. der Maschinen-Richtlinie) erfüllt.
1. Für jedes Baumuster erstellt der Hersteller oder sein Bevollmächtigter die in Anhang VII Teil A (Anhang VII Teil A der Maschinen-Richtlinie) genannten technischen Unterlagen.
2. Der Hersteller oder sein Bevollmächtigter reicht bei einer Benannten Stelle seiner Wahl für jedes Baumuster einen Antrag auf EG-Baumusterprüfung ein.
Der Antrag muss Folgendes enthalten:
- Namen und Anschrift des Herstellers und gegebenenfalls seines Bevollmächtigten,
- eine schriftliche Erklärung, dass derselbe Antrag bei keiner anderen Benannten Stelle eingereicht worden ist,
- die technischen Unterlagen.
Außerdem stellt der Antragsteller der Benannten Stelle ein Baumuster zur Verfügung. Die Benannte Stelle kann weitere Baumuster verlangen, wenn sie diese für die Durchführung des Prüfungsprogramms benötigt.
3. Die Benannte Stelle
3.1. prüft die technischen Unterlagen, überprüft, ob das Baumuster in Übereinstimmung mit ihnen hergestellt wurde, und stellt fest, welche Bauteile nach den einschlägigen Bestimmungen der zutreffenden harmonisierten Europäischen Normen (Anhang XIV dieser Verordnung bzw. Artikel 7 Absatz 2 der Maschinen-Richtlinie) konstruiert sind und welche nicht;
3.2. führt die erforderlichen Prüfungen, Messungen und Versuche durch oder lässt sie durchführen, um festzustellen, ob die gewählten Lösungen die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen dieser Verordnung (bzw. der Maschinen-Richtlinie) erfüllen, sofern die zutreffenden harmonisierten Europäischen Normen (Anhang XIV dieser Verordnung bzw. Artikel 7 Absatz 2 der Maschinen-Richtlinie) nicht angewandt wurden;
3.3. führt im Falle der Anwendung der zutreffenden harmonisierten Europäischen Normen (Anhang XIV dieser Verordnung bzw. Artikel 7 Absatz 2 der Maschinen-Richtlinie) die erforderlichen Prüfungen, Messungen und Versuche durch oder lässt sie durchführen, um festzustellen, ob diese Normen korrekt angewandt wurden;
3.4. vereinbart mit dem Antragsteller den Ort, an dem die Untersuchung, ob das Baumuster nach den geprüften technischen Unterlagen hergestellt wurde, sowie die erforderlichen Prüfungen, Messungen und Versuche durchgeführt werden sollen.
4. Wenn das Baumuster den Bestimmungen dieser Verordnung (bzw. der Maschinen-Richtlinie) entspricht, stellt die Benannte Stelle dem Antragsteller eine EG-Baumusterprüfbescheinigung aus. Die Bescheinigung enthält Namen und Anschrift des Herstellers und seines Bevollmächtigten, die für die Identifizierung des zugelassenen Baumusters erforderlichen Angaben, die Ergebnisse der Prüfung und die Voraussetzungen für die Gültigkeit der Bescheinigung. Der Hersteller und die Benannte Stelle bewahren eine Kopie dieser Bescheinigung, die technischen Unterlagen und alle dazugehörigen wichtigen Dokumente nach der Ausstellung der Bescheinigung 15 Jahre lang auf.
5. Wenn das Baumuster den Bestimmungen dieser Verordnung (bzw. der Maschinen-Richtlinie) nicht entspricht, lehnt es die Benannte Stelle ab, dem Antragsteller eine EG-Baumusterprüfbescheinigung auszustellen, und gibt dafür eine detaillierte Begründung. Sie setzt den Antragsteller, die anderen Benannten Stellen und den Mitgliedstaat, der sie benannt hat, davon in Kenntnis. Ein Einspruchsverfahren ist gemäß § 14 Abs. 6 vorgesehen.
6. Der Antragsteller unterrichtet die Benannte Stelle, in deren Besitz sich die technischen Unterlagen zur EG-Baumusterprüfbescheinigung befinden, von allen an dem zugelassenen Baumuster vorgenommenen Änderungen. Die Benannte Stelle prüft die Änderungen und bestätigt dann die Gültigkeit der vorhandenen EGBaumusterprüfbescheinigung oder stellt eine neue Bescheinigung aus, falls durch die Änderungen die Übereinstimmung des Baumusters mit den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen oder seine Eignung für die bestimmungsgemäße Verwendung in Frage gestellt werden könnte.
7. Die Kommission, die Mitgliedstaaten, in Österreich die zuständigen Behörden und die anderen Benannten Stellen können auf Verlangen eine Kopie der EG-Baumusterprüfbescheinigung erhalten. In begründeten Fällen können die Kommission und die Mitgliedstaaten, in Österreich die zuständigen Behörden auf Verlangen eine Kopie der technischen Unterlagen und der Ergebnisse der von der Benannten Stelle vorgenommenen Prüfungen erhalten.
8. Unterlagen und Schriftverkehr im Zusammenhang mit den Verfahren für die EG-Baumusterprüfung sind in der/einer Amtssprache der Gemeinschaft des Mitgliedstaats abzufassen, in dem die Benannte Stelle ihren Sitz hat, oder in jeder anderen von der Benannten Stelle akzeptierten Amtssprache der Gemeinschaft.
9. Gültigkeit der EG-Baumusterprüfbescheinigung:
9.1. Die Benannte Stelle hat laufend sicherzustellen, dass die EG-Baumusterprüfbescheinigung gültig bleibt. Sie unterrichtet den Hersteller über alle wichtigen Änderungen, die Auswirkungen auf die Gültigkeit der Bescheinigung haben können. Die Benannte Stelle zieht Bescheinigungen zurück, die nicht mehr gültig sind.
9.2. Den Hersteller der betreffenden Maschine trifft die laufende Verpflichtung sicherzustellen, dass die Maschine dem jeweiligen Stand der Technik entspricht.
9.3. Der Hersteller beantragt bei der Benannten Stelle alle fünf Jahre die Überprüfung der Gültigkeit der EGBaumusterprüfbescheinigung. Stellt die Benannte Stelle fest, dass die Bescheinigung unter Berücksichtigung des Standes der Technik gültig bleibt, erneuert sie die Bescheinigung für weitere fünf Jahre. Der Hersteller und die Benannte Stelle bewahren eine Kopie der Bescheinigung, der technischen Unterlagen und aller dazugehörigen wichtigen Dokumente nach der Ausstellung der Bescheinigung 15 Jahre lang auf.
9.4. Wird die Gültigkeit der EG-Baumusterprüfbescheinigung nicht erneuert, darf der Hersteller die betreffende Maschine nicht mehr in Verkehr bringen.
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EG-Baumusterprüfung
Sicherheitstechnische Aspekte bei der EG-Baumusterprüfung von Brennstoffzellen-Heizgeräten
EG-Baumusterprüfung nach der Maschinen-Richtlinie
Modul B (EG-Baumusterprüfung) - Druckbehälter -

Mit einer Bauartzulassung wird gewährleistet, dass ein Gerät oder Produkt, das für einen bestimmten Zweck hergestellt wird, den für diesen Zweck geltenden Vorschriften entspricht. Hierzu werden die technischen Beschreibungen und Zeichnungen geprüft, ob die Konstruktion und Beschaffenheit zu dem vorgegebenen Ziel führen. Wenn ein Mustergerät- bzw. Musterprodukt (Baumuster) eine Zulassung erhalten hat, muss nicht jedes neue baugleiche Gerät oder Produkt nicht mehr einer neuen Bauartzulassung unterzogen werden. Jede Veränderung an diesen zugelassenen Geräten oder Produkten ist nicht zulässig. Jede Änderung bedarf einer neuen Überprüfung, damit eine neue Bauartzulassung erstellt werden kann.

Die Bauartzulassung wird von entsprechenden Behörden oder beauftragten Prüfeinrichtungen durchgeführt. Man unterscheidet
  • Innerstaatliche Bauartzulassung
  • EWG-Bauartzulassung
  • EG-Bauartzulassung (NAWI-Richtlinie)
  • EG-Baumusterprüfbescheinigung (MID)
  • EG-Entwurfsprüfbescheinigungen (MID)
Bundes-Immissionsschutzgesetz - § 33 Bauartzulassung

(1) Die Bundesregierung wird ermächtigt, zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen sowie zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen nach Anhörung der beteiligten Kreise (§ 51) durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates
1. zu bestimmen, dass in § 3 Abs. 5 Nr. 1 oder 2 bezeichnete Anlagen oder bestimmte Teile von solchen Anlagen nach einer Bauartprüfung allgemein zugelassen und dass mit der Bauartzulassung Auflagen zur Errichtung und zum Betrieb verbunden werden können;
2. vorzuschreiben, dass bestimmte serienmäßig hergestellte Anlagen oder bestimmte hierfür serienmäßig hergestellte Teile gewerbsmäßig oder im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmungen nur in Verkehr gebracht werden dürfen, wenn die Bauart der Anlage oder des Teils allgemein zugelassen ist und die Anlage oder der Teil dem zugelassenen Muster entspricht;
3. das Verfahren der Bauartzulassung zu regeln;
4. zu bestimmen, welche Gebühren und Auslagen für die Bauartzulassung zu entrichten sind; die Gebühren werden nur zur Deckung des mit den Prüfungen verbundenen Personal- und Sachaufwandes erhoben, zu dem insbesondere der Aufwand für die Sachverständigen, die Prüfeinrichtungen und -stoffe sowie für die Entwicklung geeigneter Prüfverfahren und für den Erfahrungsaustausch gehört; es kann bestimmt werden, dass eine Gebühr auch für eine Prüfung erhoben werden kann, die nicht begonnen oder nicht zu Ende geführt worden ist, wenn die Gründe hierfür von demjenigen zu vertreten sind, der die Prüfung veranlasst hat; die Höhe der Gebührensätze richtet sich nach der Zahl der Stunden, die ein Sachverständiger durchschnittlich für die verschiedenen Prüfungen der bestimmten Anlagenart benötigt; in der Rechtsverordnung können die Kostenbefreiung, die Kostengläubigerschaft, die Kostenschuldnerschaft, der Umfang der zu erstattenden Auslagen und die Kostenerhebung abweichend von den Vorschriften des Verwaltungskostengesetzes vom 23. Juni 1970 (BGBl. I S. 821) geregelt werden.
(2) Die Zulassung der Bauart darf nur von der Erfüllung der in § 32 Abs. 1 und 2 genannten oder in anderen Rechtsvorschriften festgelegten Anforderungen sowie von einem Nachweis der Höhe der Emissionen der Anlage oder des Teils abhängig gemacht werden.

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Prinzipieller Ablauf des Zulassungsverfahrens - DIBt
Bauartzulassung / Baumuster- / Entwurfsprüfung - Physikalisch-Technische Bundesanstalt
Innerstaatliche Bauartzulassung - Beispiel Kältezähler - Physikalisch-Technische Bundesanstalt
CE-Zertifizierung Reisepass für Gasgeräte - DBI-GastechnologischesInstitutg GmbH Freiberg

DIN-Prüf- und Überwachungszeichen
Für alle Produkte in der Heiz- und Raumlufttechnik müssen bestehende DIN-Normen eingehalten werden. Ob diese Normen eingehalten werden, wird vom Hersteller gewährleistet. Aber ob die Normen wirklich eingehalten werden, sollte auch von unabhängigen Stellen (z. B. TÜV, Dekra, DVGW, Warentest) überprüft und bestätigt werden.
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DIN-Prüf- und Überwachungszeichen
Quelle: DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH
An die Produkte in der Heiz- und Raumlufttechnik werden besonderen Sicherheitsanforderungen gestellt. Durch die EU-Richtlinien liegt der Nachweis dieser Anforderungen in der Regel allein in der Verantwortlichkeit der Hersteller. Der Hersteller prüft seine Produkte und erklärt eigenverantwortlich die Übereinstimmung mit den grundlegenden Anforderungen der Richtlinie und den darin zitierten Normen.
Ao prüft z. B. d ie Einrichtung „DIN CERTCO“ (TÜV Rheinland), ob diese Anforderung und Leistungswerte eingehalten werden, registriert die Daten und stellt im Rahmen eines Überwachungsverfahrens fest, ob die einmal festgestellten Kennwerte auch langfristig eingehalten werden.
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Blauer Engel
Der Blaue Engel ist die erste und älteste umweltschutz-bezogene Kennzeichnung der Welt für Produkte und Dienstleistungen. Heute tragen ca. 11.700 Produkte und Dienstleistungen in ca. 120 Produktkategorien den Blauen Engel.
Blauer Engel - Logo
Quelle: RAL gGmbH

 

Das Logo des Blauen Engels besteht aus folgenden drei Elementen:
  1. Dem Umweltzeichen der Vereinten Nationen in Form eines blauen Ringes mit Lorbeerkranz und einer blauen Figur mit ausgebreiteten Armen im Zentrum.
  2. Die Umschrift mit dem konkreten Hinweis auf die wichtigsten Umwelteigenschaften des damit gekennzeichneten Produkts z.B. weil energiesparend und geräuscharm.
  3. Der Hinweis auf das jeweils zentrale Schutzziel des Produktes z.B. "schützt die Ressourcen". Die Produktgruppen werden derzeit in vier verschiedene Schutzziele (Umwelt und Gesundheit, Klima, Wasser, Ressourcen) eingeordnet.
Um Emissionsminderungen für Heizungen wurde bereits 1981 der Blaue Engel für emissionsarme Ölbrenner und 1987 für emissionsarme konventionelle Heizkessel und Niedertemperaturkessel für Gas und Öl eingeführt. Danach wurde der effiziente Umgang mit diesen fossilen Brennstoffen durch energiesparende Gasbrennwerttechnik bewertet. Dazu wurde seit 1990 besonders effiziente Gasbrennwertgeräte durch den Blauen Engel unterstützt. 10 Jahre später begann neben der verbrennungsabhängigen Emissions- und Effizienzbewertung die Betrachtung des Stromverbrauches von Heizkesseln.
Seit 2002 können besonders effiziente Mini BHKW für die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme den Blauen Engel tragen. Bis 2005 sind 4 weitere Vergabegrundlagen für emissionsarme Holzpelletfeuerungen, die gesetzliche Feinstaubvorgaben deutlich unterschreiten, und Wärmepumpen entstanden. Seit 2006 erhalten auch energiesparende Warmwasserspeicher den Blauen Engel wegen ihrer Bedeutung bei der Kopplung von Wärmeerzeugungsanlagen mit Solarkollektoren.
Blauer Engel
Quelle: RAL gGmbH
Sonnenkollektoren (RAL-UZ 73)
Vorteile für die Umwelt und Gesundheit
Nutzung erneuerbarer Energien
CO2-freie Energiequelle
hohe Energieeffizienz
Wassersparende Spülkästen (RAL-UZ 32)
Vorteile für die Umwelt
Schonung der Ressource Wasser
finanzielle Entlastung des Verbrauchers
Blauer Engel
Quelle: RAL gGmbH
Umweltzeichen - Wärmeerzeugung in Gebäuden

CE-Kennzeichnung
GS-Zeichen + VDE-Prüfzeichen
DVGW-Zeichen
Technische Überwachungsvereine
DVGW - Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
GS-Zeichen-Datenbank der BauA
Verband Deutscher Elektrotechniker e. V.
Blauer Engel - RAL gGmbH
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Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
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