Rohrnetzberechnung

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik

Abkürzungen im SHK-Handwerk

Im folgenden die alte "Zufußberechnung". Aufgrund des Fortschrittes der Computertechnik sollte man die Berechnung des Rohrnetzes mit einem Berechnungsprogrammes (z.B. ELROND von ConSoft) machen, da es einfacher geht, unnötiges Nachrechnen entfällt und gleichzeitig alle Daten des hydraulischen Abgleiches, Ventilauswahl, Masseauszug und ein Strangschema zum Ausdrucken erstellen kann.

Jeder, der eine Rohrnetzberechnung mit irgendeinem Programm durchführt, sollte mindesten 10 "Zufußberechnungen" durchgeführt haben. Wer nur Zahlen anklickt bzw. eingibt und nicht weiß, was diese bedeuten, wird in vielen Fällen Schiffbruch erleiden. Auch hier wird oft am falschen Ende gespart.

Am bittersten bereuen wir Fehler, die wir am leichtesten vermieden hätten

Anregungen und neue Unterlagen sind erwünscht

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Arbeitsschritte

1

Bestimmung der Einzelwiderstände (z-Werte) für die Teilstrecken.

Genauen Rohrverlauf überlegen (hilfreich ist eine isometrische Handskizze oder ein Strangschema)

 

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2

Eintragung der Teilstrecken-Werte – Wärmeleistung und Länge für jede TS in die Skizze und in das Formblatt

 

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3

Berechnung der Teilstrecken-Heizwasserströme und eintragen

 

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4

            Festlegung der Rohrnennweiten

 (nach festgelegtem R-Wert oder Geschwindigkeit)

 

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5

Nachberechnung der tatsächlichen Wassergeschwindigkeiten und R-Werte mit den ausgewählten Rohrweiten

 

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6

Berechnung von [R *  l  +  Z] und für jeden Stromkreis addieren

 

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7

Berechnung und Festlegung des Druckverlustes des Thermostatventils (Ventilautorität beachten [40 – 70%])

 

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Gesamt-Druckverlust Dp des Stromkreise bestimmen

 

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Für die weiteren Stromkreise können die schon berechneten [l * R + Z]-Werte übernommen werden

 

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Bestimmung des zu drosselnden Druckes in Abhängigkeit vom größten Druckverlust für die einzelnen Stromkreise und Eintragen der Voreinstellwerte

 

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Der erforderliche Pumpendruck (Einstellen bei regelbaren Pumpen) ergibt sich aus dem größten Druckverlust  (incl. Thermostat-Ventil) im ungünstigsten Stromkreis und dem Druckverlust anderer Bauteile ( evtl. Mischventil, Filter, Wärmemengenzähler)

 
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Anfertigen einer Montagezeichnung (Strangschema) und Eintragen der für den Monteur wichtigen Angaben (Heizkörpergröße, Anschlussgröße, Voreinstellwert des Thermostatventils, Heizwasserstrom oder Wärmeleistung)

(die Seiten lassen sich durch Anklicken vergrößern)

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Tabelle 1

Tabelle 2

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Rohrnetzberechnung (Word-Datei)

Auszug aus "Zentralheizungs- und Lüftungsbau, Gehlen Verlag

Rohrnetzberechnung (Excel-Tabelle)

Die Formel des Wärmestroms


QPunkt = Wärmestrom in Wh/h entspricht Heizlast
mPunkt = Massenstrom in kg/h
cp = spez. Wärmekapazität für Wasser (1,163 Wh / kg K)
delta theta = Temperaturdifferenz von (ThetaV - ThetaR) in K

wird umgestellt und ergibt den Massenstrom:

 
Je größer die Temperaturdifferenz
desto kleiner der Massenstrom.
 
Der Heizkörperexponent n beschreibt den nicht linearen Zusammenhang zwischen der Leistungsabgabe und der mittleren Übertemperatur eines Heizkörpers bzw. einer Heizfläche. Hierbei ist die Verschiebung zwischen Strahlung- und Konvektionsanteil der Leistungsabgabe bei unterschiedlichen Betriebstemperaturen von Bedeutung. Heizflächen mit hohem Strahlungsanteil haben einen niedrigen Heizkörperexponent.
Der Heizkörperexponent n

• bei Fußbodenheizungen n = 1,0 bis 1,05
• bei Plattenheizkörper n = 1,26 bis 1,33
• bei Rohre/Handtuchheizkörper n = 1,20 bis 1,30
• bei Rippenrohr n = 1,25
• bei Radiator n = 1,30
• bei Konvektoren n = 1,25 bis 1,45

Die Anschlussart eines Heizkörpers, ein veränderter Heizmittelstrom, die Bauhöhe und die Reihenzahl bei Plattenheizkörpern verändern den Exponent. Bei den Berechnungen werden diese Faktoren nicht berücksichtigt.

 
Ventilautorität - wichtig für eine richtig funktionierende Regelung
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Gewinderohr, mittelschwer DIN 2440 > DIN EN 10255
Gewinderohr, schwer DIN 2441 > DIN EN 10255
Nahtlose Stahlrohre (Siederohr) DIN 2448 > DIN EN 10220
Geschweißte Stahlrohre DIN 2458 > DIN EN 10220
Das MiniCombiVentil (MVC) für Radiatoren, Fan Coils und Kühldecken (25 bis 483 l/h ) erspart einen hydraulischen Abgleich, muß aber genau ausgelegt werden
 
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