thermische Bauteilaktivierung

thermische Betonkernaktivierung

die Geschichte der Heizungstechnik

Abkürzungen im SHK-Handwerk

Bosy-online-ABC

Beispiele für oberflächennahe Bauteilaktivierung

Quelle: Uponor GmbH

Die thermische Betonkernaktivierung, (thermische Bauteilaktivierung), bezeichnet Systeme, die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Diese Systeme werden zur Heizung und Kühlung verwendet, indem Rohrleitungen (Kunststoffrohre) in Massivdecken oder auch in Massivwänden verlegt werden, durch die Wasser als Heiz- bzw. Kühlmedium fließt. Die gesamte durchflossene Massivdecke bzw. -wand wird dabei als Übertragungs- und Speichermasse thermisch aktiviert. Das System kann als Grundlast oder zur vollen Beheizung und Külung eingesetzt werden.
Die aktivierten Bauteile nehmen über ihre gesamte Fläche je nach Heiz- oder Kühlfall Wärme auf oder geben sie wieder ab. Durch die vergleichsweise großen Übertragungsflächen können die Systemtemperaturdifferenzen niedrig gefahren werden, sodass das Medium nicht so stark erwärmt werden muss, wie z. B. das Wasser einer herkömmlichen Zentralheizung mit Heizkörpern. Aufgrund dieser geringeren Vorlauftemperaturen können zum Heizen z. B. Wärmepumpen besonders effizient eingesetzt werden. Zum Kühlen eignen sich alternative Energien, wie z. B. die freie Rückkühlung über Erdwärmetauscher, Grundwasserkühlung oder Kaltwassersätze.
Die massiven Bauteile nehmen aber auch die Wärme vom Medium oder von den Räumen auf, diese wird gespeichert und gibt sie zeitversetzt an den Raum oder das Medium weiter. Dadurch kommt es zu einer Phasenverschiebung zwischen der Energieerzeugung und -abgabe. Die Tagesleistungsspitzen werden dadurch abgeflcht, d.h. diese Lastspitzen werden abgesenkt und teilweise verschoben, zu Zeiten, in denen keine Raumnutzung vorliegt. Im Sommer wird z. B. die Nachtabkühlung zur Kühlung des Mediums genutzt und dem Bauteil Wärmeenergie entnommen. Tagsüber werden die Räume durch Wärmefluss in die nun abgekühlten Wände gekühlt. Die Kühlung erfolgt somit bedarfsgerecht am Tage, die maximale Tagestemperatur wird gesenkt und diese tritt zu einem späteren Zeitpunkt auf, also ohne Kühlung. Dadurch ist die thermische Bauteilaktivierung besonders für Bürogebäude geeignet.
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Schwedenplatte - Bodenplatte
Quelle: Schwedenplatte
Eine bekannte Art der Bodenplatte ist die "Schwedenplatte". Die Vorteile des Fundaments sind
  •  Wärmegedämmte Bodenplatte mit integrierter Niedertemperatur-Fußbodenheizung
  •  Abwasser- und Trinkwasserleitungen sind bereits in der Bodenplatte integriert
  •  Keine Dehnungsfuge (bei Fliesenbelag sehr wichtig)
  •  Zeiteinsparung beim Weiterbau, da Estrich nicht mehr erforderlich ist
  •  Höchste Genauigkeit durch Lasereinbau
  •  Oberkante Platte ist bereits fertig für den Bodenbelag (Teppich, Parkett, Fliesen etc.)
  •  Keine Nässe- und Schimmelproblematik
  •  U-Wert 0,17 W/m² K (Passivhaus 0,10 W/m² K möglich)
  •  Wahlweise für Massivhaus, Fertighaus, Gewerbe oder Blockhaus bis 2½-geschossig
  •  Hohe Kosten- und Zeiteinsparung beim Weiterbau, Bauzeit der Bodenplatte 2–5 Tage je nach Größe und Form
  •  Statik sowie Heizkreisverteiler, Steuer- und Regulierausrüstung, Stellantriebe sowie Thermostate sind bereits im Grundpreis enthalten
 
 
Thermische Aktivierung von Speichermassen mittels Heiz- bzw. Kühlwasserdurchflossener Rohrsysteme
Quelle: WYRICH ENERGIE GmbH
Zur Klimagestaltung von Gebäuden wird das wasserführende Heiz-/Kühlrohrsystem BETONTHERMIX in die Betondecken installiert. Wyrich-Energie entwickelte diese neuartige Fertigteilelementdecke mit einer geringen Höhe von nur 6 cm. BETONTHERMIX wird hierbei werkseitig direkt unter der Unterbewehrung angebracht und gewährleistet somit eine effektive Betonkernaktivierung.
 
 
thermische Bauteilaktivierung - Prof. Dr.-Ing. habil. Bernd Glück - 220 Seiten geballte Infos
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