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Unter
Erdwärmekollektoren versteht man flache, oberflächennahe Erdwärmenutzungssysteme,
die in Tiefen bis 5 m die „Erdwärme“ nutzen. Der Leitfaden
gilt auch für erdberührte Betonbauteile, die als Teil eines
Bauwerks horizontal oder vertikal Energie entnehmen oder abgeben. Zur
Regeneration des Erdspeichers können auch Sonnenkollektoren in
das System mit eingebunden werden. Die einzelnen Sondenkreise der Erdwärmekollektoren
haben meist eine Rohrlänge zwischen 100 m und 150 m. Der Wärmeentzug
erfolgt generell unterhalb der Frostgrenze ab 1 m unter Geländeoberkante.
Sie können zum Heizen und Kühlen verwendet werden und sollten
aus energetischen Gründen nicht überbaut werden. Die höchsten
Entzugsleistungen haben sie beim Einbau in feuchte wasserspeichernde
Gesteine bzw. in Gesteine mit durchströmtem Grund- bzw. Niederschlagswasser.
Tiefenbedingt haben sie in der Regel jedoch keinen direkten Kontakt
zum Grundwasser. Geringe Entzugsleistungen zeigen sich durch die geringe
Wärmeleitfähigkeit in trockenen (wasserfreien) Gesteinen.
Eine andere Art von "Kollektor" ist die "Erdwärmesonde". Dieser Erdwärmeentzug fällt aber in den Bereich "Tiefen-Geothermie". und unterliegt besonderen Vorschriften.
Erdwärmekollektoren ohne
Kontakt zum Grundwasser und außerhalb von Wasserschutzgebieten
werden als flache Erdaufschlüsse anzeigefrei errichtet. Materialauswahl
und Herstellung unterliegen grundsätzlich den allgemein anerkannten
Regeln der Technik. Der Bodeneingriff ist vergleichbar mit der Errichtung
eines unterkellerten Gebäudes. Bei geringen Grundwasserflurabständen
kann dies zu einem Eingriff ins Grundwasser führen, der anzeige-pflichtig
ist und eine wasserrechtliche Erlaubnis erfordert (§ 3 Abs. 1 Nr.
5 und Abs. 2 WHG). In Wasser- und Heilquellenschutzgebieten
gilt die jeweilige Schutz-gebietsverordnung. Geothermische Anlagen sind
nach § 19 Abs. 2 WHG in Verbindung mit der jeweiligen Schutzgebietsverordnung
in den Wasserschutzgebietszonen I und II sowie in wasserwirtschaftlichen
Vorrangflächen. Diese Regelungen können in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich sein.
CO2-Diffusion
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