Waschbeckenanlagen
Spülbeckenanlagen
Badewannenanlagen
Wannenträger
Geschichte der Badewanne
Whirlwanne-Whirlpool
Whirlwanne-Whirlpool
Duschwannenanlagen
WC
Bidet
Urinal
Ablaufventile
Rattensperre
Geruchsverschlüsse
Ablaufventile
Perlator
Rückflussverhinderer
Mengenregler
Zubehör
Bad-Zusatzheizung
Dezentrale Trinkwassererwärmung
Badeofen
Dunstabzughaube
Dunstabzughaube
Dunstabzughaube
Staubfreie_Badsanierung

Ein Bad, ob Neubau oder Sanierung, ist ein in sich zu erstellendes Kunstwerk. Alle Teile müssen miteinander abgestimmt werden. Eine Investition für die nächsten 20 bis 30 Jahren sollte immer mit einem erfahrenen Fachmann geplant werden. Dieser wird mit Sicherheit auch Referenzen vorweisen können. Im Zeitalter des Internets wird man schon einmal eine Vorauswahl treffen können.
Hier ein paar wertungsfreie Beispiele  >  Beispiel 1  +  Beispiel 2  +  Beispiel 3 + Beispiel 4  + Beispiel 5 + Beispiel 6 + Beispiel 7 + Beispiel 8 + Beispiel 9 + Beispiel 10 + Beispiel 11 + Beispiel 12 + Beispiel 13 + Beispiel 14 +
Richtige Fachleute haben auch vor einem vorinformierten Bauherren  keine Angst . Ob der Weg in eine Fachausstellung ohne vorheriges Gespräch, in dem die Wünsche des Bauherrens erfragt werden, sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln, weil dort nur Wünsche geweckt werden, die oftmals nicht in den eigenen Finanzierungsrahmen passen. Frust ist auf beiden Seiten vorprogrammiert.
Geberit ProPlanner  - Geberit Vertriebs GmbH
Quelle: AQUABAD GMBH
Staubfreie Badsanierung
Viele Altbaubaubesitzer schrecken von einer Badsanierung zurück, weil sie mit erheblichen Staubverunreinigungen in der restlichen Wohnung rechnen. So wird es wohl von vielen Bekannten berichtet worden sein. Eine kompetente Fachfirma wird schon im Angebot eine staubfreie Sanierung anbieten. Nun liegt es bei dem Auftraggeber, ob er den Mehrpreis für eine staubfreie Badsanierung bezahlen will.
Die Grundlage für eine staubfreie Sanierung ist ein Gerät (z. B. AirClean), das alles aus der Raumluft ausfiltert, was sich im Wasser binden lässt.
Umluft und Unterdruckbetrieb
Unterdruckbetrieb über ZipLess® Staubschutzfenster
Unterdruckbetrieb über ZipLess® Staubschutztür
Quelle: AQUABAD GMBH
Der AirClean wird immer in einem mit Wasser befülltem Behälter stehend betrieben. Die staubige Raumluft wird von dem Ventilator, der sich im oberen Bereich des Gerätes befindet, angesaugt und in das Innenrohr geführt. Am Boden des Innenrohres ist eine Schmutzwasserpumpe befestigt, die das Wasser aus dem Behälter nach oben zu einer Düse befördert, die sich unterhalb des Ventilators befindet. Die erzeugten Aerosole (Wassertröpfchen) stellen im Innenrohr einen Wassernebel her, in dem der mitgeführte Staub im Wasser gebunden wird. Die so gereinigte Luft wird von dem Innenrohr in einen Raum zwischen Innen- und Außenrohr geführt und von dort durch die Ausblasöffnung ausgeblasen.
Die Reinigung der Raumluft kann im Umluft- oder Unterdruckbetrieb eingesetzt werden.
Umluftbetrieb
Da es sich bei diesem Gerät nicht um einen Staubsauger handelt, wird der Staub nicht an der Entstehungsquelle abgesaugt. Der Arbeitsraum ist nicht staubfrei, denn der entstehende Staub befindet sich im Arbeitsraum und wird im Umluftbetrieb zum größten Teil angesaugt und ausgewaschen. Der nicht angesaugte Staub wird von der entstehenden Luftfeuchtigkeit angefeuchtet und setzt sich am Fußboden ab. Wichtig ist, dass der Staub den Raum, in dem gearbeitet wird, nicht verlassen kann und sich nicht auf den Möbeln und anderen Wohnungseinrichtungen absetzt. Je nach Staubanfall müsen die in dem Raum arbeitenden Personen eine Staubschutzmaske tragen, denn die Fenster und Türen müssen geschlossen bleiben (ein Fenster auf Kippstellung ist möglich).
Unterdruckbetrieb
Im Unterdruckbetrieb ist gewährleistet, dass kein Staub in die Nachbarräume gelangen kann, weil die Luft aus diesen Räumen angesaugt wird.
Das Gerät wird in dem Raum in der Nähe eines Fensters, in dem der Staub erzeugt wird, aufgestellt. Die staubige Raumluft wird über einen Schlauch, der an eine Öffnung im Staubschutzfenster angebracht wird, nach außen abtransportiert. Wichtig bei dieser Betriebart ist, dass ausreichend Zuluft dem Raum zugeführt wird.
Bei der Außenaufstellung muss beachtet werden, dass die Anlage nur bis zur 1. Etage durch ein Fenster möglich ist, da der Schlauch zu schwer wird. Hier und bei fensterlosen Räumen ist der Einsatz einer Staubschutztür möglich. Dabei wird das Gerät im Treppenhaus, Flur oder auf einem Balkon aufgestellt.
roomclean - Konzept
Vor allen anderen Arbeiten sollten
  1. Die Kunden informieren, was Sie alles schützen wollen und sollen.
  2. Überziehschuhe anziehen, solange der Boden nicht abgedeckt ist!
  3. Schutzvlies auslegen (Tipp: rotes Schutzvlies im Eingangsbereich als „roterTeppich“!)
  4. Besonders zu schützende Bereiche abkleben.
  5. Rahmenschutzleisten über die Türstöcke klemmen.
  6. Staubschutz-Türe(n) einsetzen und verschließen.
  7. Staubfresser aufstellen, und auch dem Kunden erklären!
"roomclean-TRIO"
Quelle: Werkzeuge mit Ideen Grundler GmbH
Lichtkamin®
Quelle: TALIS Tageslichtsysteme GmbH
Besonders in innenliegenden Sanitärräumen, aber auch in Räumen, die durch Außenbeschattung oder Büroräume mit großer Raumtiefe kein oder sehr wenig Tageslicht bekommen, gibt es die sog. "Lichtkamine". Da konstant gleichbleibendes Licht auf Dauer als unangenehm empfunden wird, kann durch diese Technik die Beleuchtungsstärke abhängig vom Sonnenstand und Wetter beeinflusst werden. Dieses wechselnde Licht gibt den Bewohnern bzw. den im Büro arbeitenden Personen Informationen über die Lichtsituation im Freien, was die Leistungsfähigkeit und Kreativität steigert.
Durch eine durchsichtige Acrylglaskuppel (Plexiglas) auf dem Dach fällt das Tageslicht in eine oben offene Röhre (30 cm Durchmesser). Diese Röhre ist innen mit einer hochreflektierenden optischen Schicht (Reflex98 -Gesamt-reflexionsgrad 98 % pro Spiegelung) versehen. An dieser Schicht wird der Lichtstrom immer wieder gespiegelt und nach unten reflektiert. Am unteren Ende der Röhre befindet sich die sogenannte Streulinse. Das bis dahin .... > weiter
Gäste-WC
Duschad
Badezimmer
Badezimmer - WC + Bidet + Urinal + Waschtisch + Badewanne + Duschwanne + Handtuchtrockner
Badezimmer - WC + Bidet + Urinal + Doppel-Waschtisch + Badewanne + Runddusche + Badmöbel + 2 Handtuchtrockner
Maße in der Küche
Bei der Küchenplanung bzw. dem Einbau sind die Arbeitsbereiche (Vorrat + Aufbewahrung + Vorbereitung + Zubereitung + Reinigung + Entsorgung) festzulegen und für die Berechnungen der optimalen Arbeitshöhen sind die auszuführenden Arbeiten und die Körpergröße der Personen die Hauptgrundlagen. Die ideale Arbeitshöhe für die Vorbereitung beträgt 95 cm. Die optimale Höhe für eine Spüle liegt bei 91 cm. Die normale Höhe zum Arbeiten bei 86 cm. Zum Kochen wird eine leicht abgesenkte Höhe von 81cm empfohlen. Die Sitzhöhe beträgt 72 cm. Problematisch wird es, wenn die in der Küche arbeitenden Personen unterschiedlich groß sind. Hier gibt es höhenverstellbare Arbeitsplatten.
Die Tiefe von An- und Einbauküchenmöbeln beträgt einheitlich 60 cm und in Breiten von 30 cm, 40 cm, 45 cm, 50 cm, 60 cm, 80 cm, 90 cm, 1,0 m und 1,2 cm. Der Abstand zwischen gegenüberliegenden Küchenzeilen sollte ca. 1,2 m eingehalten werden. Oberschränke werden in einer Höhe von ca. 50 cm über der Arbeitsfläche angebracht. Die Höhe der Unterschränke und Arbeitsplatten beträgt 80 cm bis 95 cm, je nach Körpergröße.
Waschbeckenanlagen
 
 
Quelle: Keramag
Waschbeckenanlagen dienen zur Körperpflege. Nach der Größe unterscheidet man Waschbecken ( Breite < 55 cm) hauptsächlich zum Händewaschen in WC-Räumen und Waschtische (Breite > 55 cm) in Badezimmern.
Waschbecken- oder Waschtischanlagen bestehen aus
  •  einem sanitären Einrichtungsgegenstand, z. B. ein Waschbecken aus Sanitärporzellan
  •  einer Auslaufarmatur, z. B. einer Thermostat-Mischbatterie mit Eckventilen
  •  einer Ablaufarmatur (Ablaufventil und Geruchverschlus)
  •  einer Ablage
  •  einem Handtuchhalter
  •  einem Spiegel
Auslaufarmaturen
Waschbecken in WC-Räumen erhalten meistens nur einen Kaltwasseranschluss. Die Waschtische in Badezimmern oder Duschräumen werden zusätzlich mit einem Warmwasseranschluss ausgegestattet. Als Auslaufarmaturen verwendet man Wand-, Stand- und Untertischarmaturen.
Bei der Wandbatterie wird der Auslauf 140 bis 180 mm über dem Beckenrand angeordnet. Durch diese Anordnung behindern sie die Reinigung des Beckens nicht. Bei Reparaturen oder beim Austausch der Armatur muss die Wasserzufuhr zentral abgesperrt werden.
Eine Stand- oder Untertischbatterie wird über Eckventile unter dem Waschtisch durch biegsamen Anschlussrohre oder flexible Schläuche angeschlossen.
Ablaufarmaturen
Die Ablaufarmaturen bei Waschbecken- oder Waschtischanlagen bestehen aus einem Ablaufventil und einem Geruchverschluss.
Die Ablaufventile werden zum Absperren des Ablaufs der Waschbecken oder Waschtische und zum Anschluss des Geruchverschlusses benötigt. Der Ablauf wird entweder mit einem an einer Kette befestigten Stopfen oder durch einen Hebel oder einer Zugstange am Ventilteller geschlossen und geöffnet.

Die Geruchverschlüsse gibt es in Rohr-, Flaschen- und Unterputzausführung. Sie haben eine Sperrwasserhöhe von mindestens 50 mm und sollen verhindern, dass Gase aus der Abwasserleitung in den Raum gelangen. Die Geruchverschlüsse
werden über ein Tauchrohr an das Ablaufventil angeschlossen. Damit der Geruchverschluss montiert werden kann und die Länge des Tauchrohrs ausreicht, muss der Abwasseranschluss nach genormten Installationsmaßen gesetzt werden.

Weitere Ausstattungsgegenstände, so z. B. Waschtischsäulen, Ablagen, Spiegel, Leuchten, Zahnputzglashalter, Seifenhalter und Handtuchhalter, die in Form und Farbe zusammenpassen sollten, werden auch nach den Istallationsmaßen angebracht.

Maße - Beispiel - Waschtisch
 
 
Spülbeckenanlagen
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Quelle: BLANCO GmbH + Co KG
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
Zur Vorbereitung von Speisen (z.B. Waschen von Gemüse oder von Salaten, Ausgießen von Schmutzwasser) und zum Geschirrspülen werden Spülbeckenanlagen benötigt.
Eine Spülbeckenanlage besteht aus
  •  Spülbecken (Einzel- oder Doppelbecken)
  •  Zulaufarmatur (Spültisch-Einhand-Mischbatterie)
  •  Ablaufarmatur (Stopfenventil)
  •  Fertigablaufgarnitur zum Anschluss an die Abwasserleitung
Spülbecken

Je nach dem Verwendungszweck gibt es Spülbecken mit einem Becken, mit Doppelbecken, mit oder ohne Abtropffläche und mit oder ohne zusätzliche Ausgussmöglichkeit. Sie werden in den unterschiedlichsten Formen und verschiedensten Werkstoffen (hauptsächlich rostfreiem Edelstahl, emailliertem Stahlblech und Verbundwerkstoff aus Acrylglas und Steinmehl) hergestellt.

Die Spülbecken gibt es in verschiedenen Einbauformen
  •  Einbauspülen
  •  Auflagespülen
  •  Flächenbündige Spülen
  •  Unterbaubecken
  •  Spülmodule
In einer "normalen" Küche sind zwei Spülbecken mit Abtropfflächen vorhanden, damit man in einem Becken vorspülen, in dem anderen Becken klarspülen und das gespülte Geschirr abtropfen oder trocknen lassen kann. Ein zusätzlicher Ausguss ist immer sinnvoll.

Das Material der Spülbecken wird nach dem Verwendungszweck ausgewählt. So werden z. B. in privaten Haushalten, in Großküchen und in Krankenhäusern rostfreier Edelstahl eingesetzt, weil es ein schlagfestes Material und gegen die übliche Säuren und Laugen beständig ist. Glasartige Oberflächen sind abriebfest und widerstandsfähig, aber nicht schlagfest. Verbundwerkstoffe (z. B. Acrylglas und Steinmehl - 30 % Acrylglas und 70 % Silikatquarz) haben eine harte und porenfreie Oberfläche, sind schlagfest und temperaturbeständig bis etwa 230 °C und können, wie auch emaillierter Stahl, farbig herstellgestellt werden.

Auslaufarmaturen

An den Spülen werden Mischbatterien mit schwenkbarem Auslauf und idealerweise mit ausziehbarer Schlauchbrause eingesetzt. Dann muss die Armatur gegen das Rücksaugen von Schmutzwasser in die Trinkwasserinstallation gesichert sein. Diese Sicherung besteht z.B. aus einem automatischen Umsteller von Brause auf Auslauf oder einer Sicherungskombination, aus zwei Rückflussverhinderern. Die Armaturen gibt es als Wand- oder Standbatterien. Besondere Spültischarmaturen haben ein integriertes Absperrventil zum Anschluss einer Geschirrspülmaschine.

Wenn die Trinkwasser-Erwärmung über drucklose Untertischspeicher durchgeführt wird, dann sind spezielle Mischarmaturen einzubauen.
Ablaufarmaturen
Wenn Ablaufventile mit Stopfen verwendet werden, dann muss am Becken eine Überlaufmöglichkeit vorhanden sein. An das Ablaufventil wird eine Ablaufgarnitur, bestehend aus einem Geruchverschluss, Überlauf-, Doppelbecken und Geschirrspül- oder Waschmaschinenanschluss, angebracht und an die Abwasserleitung angeschlossen.
Zubehör
Das Zubehör für Spülbeckenanlagen ist vielfältig. So gibt es schiebare Abeitsplatten, Einlegeroste, Einlegekörbe aus Kunststoff oder rostfreiem Edeistahl zum Schutz des Geschirrs und des Spülbeckens.
Für Hand- und Geschirrtücher sind Handtuchhaken oder mehrarmige Handtuchhalter vorzusehen. Und natürlich gehören Schränke für Putzmittel,
Seife und Mülleimer zu einer Spülbeckenanlage.
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Küchenspülen - Blanko - Videos
Badewannenanlagen


Badezuber
Quelle: Salzmuseum-Heimatkunde-bsa

Zuber - Buderus-Museum

Quelle: Villeroy & Boch AG

Goccia Badewanne
Quelle: Sanikal KG des Konrad Folie & Co.

Wannenformen
Quelle: Keramag
Keramische Werke GmbH

Beispiele - Maße und Abstände

Badewanne - Unterputzinstallation

Badewanne - Aufputzinstallation
Quelle: Hansgrohe AG, Schiltach

Badewannen werden zur Pflege des ganzen Körpers und für medizinische Anwendungen verwendet. In den meisten Fällen wird die Wanne nicht nur Baden, sondern auch zum Duschen benutzt. Großwannen-Badeanlagen können auch mit einer Whirlpool-Einrichtung ausgerüstet werden.

Noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde ein Holzbottich oder Zuber mit lauwarmem Wasser gefüllt und alle Familienmitglieder konnten sich nacheinander waschen. Die Badewanne dient heute nicht nur mehr der Körperreinigung. Aus dem einstigen Bad im Holzbottich wurde die freistehende Badewanne.
Ein Badezimmer wird immer mehr zur "Wohlfühloase". Eine professionelle Badplanung berücksichtigt Design- und Materialvorlieben ebenso wie Lichtverhältnisse, Farben und Kontraste. Es werden auch gerne Spanndecken eingesetzt, die dem Raum eine besondere Note geben. Wenn es die Maße des Badezimmers erlauben, wird eine freistehende Badewanne zum Mittelpunkt des Raumes, mit einer freistehenden Badarmatur kombiniert, wird sie zum Hingucker im Bad.

Badewannenanlagen bestehen aus
  •  Badewanne
  •  Wannenfüßen oder Wannenträger
  •  Auslaufarmatur (Wannenfüll- und Brausebatterie, dem
  •  Überlauf als Ablaufarmatur
  •  Wannenablauf
  •  Haltegriff
  •  Handtuchhalter
  •  Seifenschale
  •  evtl. Duschgarnitur mit Vorhang oder Duschtrennwand
    als Spritzschutz
Badewannen gibt es in vielen Formen und Ausführungen
  •   Normal-, Groß- und Spezialwannen
  •   frei stehende und eingebaute Wannen
  •   Parallel- und Körperform, Oval-, Rund-, Eck- und Sonderformen
  •   mit Whirlpool-Einrichtung
  •   metallische Wannen (emailliertem Stahlblech, Stahlguss, Mineralguss, Kupfer)
  •   Kunststoffwannen aus Acryl, Acryl-Leichtbeton, Polyester
  •   mineralisches Material (Steingut, Stein, Marmor, Granit, Onyx, Sandstein, Kalkstein, Basalt, Corian, Glas)
  •   Holz
Material
  •  Stahlblech > Die meisten Badewannen werden aus ca. 2 mm und 3,5 mm dicken emailiertem Stahlblech gefertigt, wobei diese hauptsächlich im soziale Wohnungsbau und Mietwohnungen eingebaut werden. Im Laufe der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhundert verdrängten diese Wannen die Holzzuber und verzinkten Stahlblechwassen. Durch die moderne Stanz- und Tiefziehtechnik werden auch neben der klassichen rechteckigen Form, Sechseck- oder Eckbadewannen hergestellt . Bei besonderen Beschichtungen (z. B. Perlup-Beschichtung) wird die Reinigung der Wanne erleichtert, aber es kann Probleme bei dem Beseitigen von Kratzern und abgeplatztem Email geben. Diese Wannen wurden 1906 von dem Brühler Rankewerk weltweit als erstes Unternehmen produziert und wurden dann im Laufe des Jahrhunderts von gusseisernen Wannen zunehmend vom Markt verdrängt. Sie sind aber wieder die am häufigsten eingebauten Badewannen.
  •  Stahlguss > Badewannen aus Stahlguss werden nur noch von wenigen Herstellern angeboten.
  •  Acryl > Acryl in Plattenform ist die qualitativ hochwertigste Variante des Sanitäracryls. Die Plattenstärke für die Badewannenfertigung beträgt zwischen 3 bis 5 mm. Da der Preis solchen Acrylplatten am Ölpreis angelehnt ist, kann er stark schwanken.
    Bei acrylbeschichtete ABS- Platten handelt es sich um Kunststoffplatten aus ABS- Kunststoff, die mit einer dünnen Acrylschicht überzogen sind. Dieses Material wird hauptsächlich für Schürzen von Eckbadewannen geformt.
    Bei dem Recycling-Acryl handelt es sich um ein Gemisch von Kunststoffen, die aber auch als Sanitäracryl gehandelt werden.
  •  Fieberglas > Fieberglaswannen bestehen aus einer Farbschicht (Gelcoat) und mehreren Lagen Fieberglasmatten, die mit Kunstharz in einer Form gearbeitet werden. Der Boden wird mit einer Spanplatte verstärkt. Dieses Verfahren ist relativ aufwendig, was aber den Vorteil hat, dass diese Wannen in allen denkbaren Formen, Farben und Farbeffekten hergestellt werden können.
  •  Holz > Holzbadewannen werden meisten nur noch als Designerstücke angeboten, weil sie in Handarbeit gefertigt werden und dadurch teure Einzelstücke sind.
  •  Holzzuber waren mindestens seit dem Mittelalter üblich. Seit dem 19. Jahrhundert waren Badewannen aus verzinktem Eisenblech Standard.
  •  Kupfer > Kupferwannen werden auch nur noch als Designerstücke angeboten und gerne in Verbindung mit Badeöfen aus Kupfer verwendet.
Auslaufarmaturen
Eine Badewanne hat eine Wannenfüll- und Brausebatterie mit Wanneneinlauf, die als Aufputz-Wandbatterie oder Unterputzbatterie mit UP-Ventilen eingebaut wird. Die Armaturen haben einen Anschluss einer Duschgarnitur werden als Eingriff-, Zweigriff- und Thermostatbatterie eingesetzt.

Wenn die Armatur eine Schlauchbrause hat, so besteht die Gefahr des Rücksaugens von Schmutzwasser in die Trinkwasserleitung. Wenn keine Sammelsicherung vorhanden ist, dann muss die Armatur eigensicher sein. diese haben einen selbsttätigen, hydraulisch gesteuerten Rücksteller, der die Armatur nach jedem Duschvorgang sofort in den Wannen-Füllbetrieb umschaltet und zusätzlich einen Rückflussverhinderer oder Rohrbelüfter im Anschluss des Brauseschlauchs. Eine weitergehende Absicherung benötigen Wannenrandbatterien mit einem in die Ab- und Überlaufgarnitur integrierten Zulauf. Dieser könnte bei einer Verstopfung des Ablaufs im Schmutzwasserbereich liegen. Deshalb sind diese Armaturen mindestens mit einem Rohrunterbrecher zu sichern. Der Rohrunterbrecher muss 150 mm über dem Wannenrand montiert werden. Eigensichere Armaturen benötigen diese Sicherung nicht.

Ablaufarmaturen
Ab- und Überlaufgarnituren gibt es als Ablaufventil mit einem Stopfen und Kette oder mit einer Bowdenzug-Betätigung. Dieser wird mit einem Drehknopf betätigt, der den Wannenüberlauf verdeckt, ohne ihn zu verschließen.
Weiteres Zubehör
  •  eine Badewannenanlage benötigt einen Wannengriff zur Sicherheit gegen Ausrutschen oder Untertauchen
  •  einen Handtuchhalter, der auch als zusätzlicher Haltegriff benutzt werden kann
  •  eine Seifenschale
  •  wenn in der Wanne geduscht werden soll, ist eine Duschstange mit verstellbarem Halter für die Handbrause und ein Spritzschutz (Duschvorhang oder eine Schiebe-, Falt- oder Klapptüre)
Wannenträger
Wannenträger haben schon die Form, die zur Bade- oder Duschwanne passt. Hier muss also nicht die Wannenschürze (Wannenverkleidung) für die Form der Wanne und /oder dem entsprechenden Verwendungszweck angepasst werden, was besonders bei runden und vieleckigen Wannen von Vorteil ist.
Um besser in die Wanne ein- und aussteigen zu können, wird die Schürze ein- oder zweiseitig angeschrägt. Schürzen mit Untertritt werden gewählt, wenn Personen in der Wanne gepflegt werden müssen.
Die Vorteile der Wannenträgersysteme:
  •  Saubere, schnelle und einfache Montage und passgenau
  •  Für alle Acryl- und Stahlwannen geeignet
  •  Toleranzen werden durch Individualfertigung aufgefangen
  •  Ab- und Überlaufgarnitur ist passgenau im Wannenträger integriert
  •  Kein Abmauern
  •  Direkte Verfliesung auf dem Wannenträger
  •  Schalldämpfung und Wärmedämmung

Die Wanenträger müssen zu der jeweiligen Bade- oder Duschwanne passen, damit die Standfestigkeit und der Schallschutz gewährleistet ist.

Wannenträger mit verschiedenen Wannenschürzen
Schürze - gerade
Schürze - 1 Schräge
Schürze - 2 Schrägen
Schürze - Untertritt
Füllelemente
Heizkörper  (Konvektoren) in die Wannenverkleidung (Wannen-schürze) einzubauen, ist heutzutage nicht mehr üblich, obwohl diese Anordnung besonders dann eine bessere Möglichkeit (gegenüber Handtuch-Heizkörper) ist, die fehhlende Heizlast, die über die Fußbodenheizung nicht erbracht werden kann, zu ergänzen. Diese Heizkörper könnten auch in die Niedrigsttemperatursysteme eingebunden werden, wenn hier PC-Lüfter eingesetzt werden. Dadurch würde man die nur kurzzeitig gewünschte höhere Raumtemperatur schnell erreichen.
Leider wird diese Heizkörperanordnung nicht mehr angeboten, obwohl es besonders in fertigen Wannenträgern ohne Probleme machbar wäre.
Quelle: HaustechnikDialog
Wannenträger mit System - Claus Pfennig GmbH
Bade- und Duschwannenträger - Kunststofftechnik Schedel GmbH

Die ersten größeren Badeanlagen gab es im alten Ägypten (2700 - 2200 vor Chr.) und in den Städten der Indus-Kultur (2500 - 1900 vor Chr.). Die Wasserversorgung erfolgte über Brunnen.

Der Ursprung der Badestuben (1.000 vor Chr.) und kleineren Badeanlagen lag im antiken Griechenland. Hier gibt es kleine Badeanlagen (5./4. Jahrhundert vor Chr.), die meistens einem Gymnasium oder einer Palästra angeschlossen sind (heizbare Bäder in Olympia mit Sitzwannen, offenem Becken und Schwitzbad). Diese Räume wurden schon durch Lüftungsanlagen belüftet.

Die ersten Aquädukte wurde 312 vor Chr. gebaut. Diese sog. "Aqua Appia" hatte eine Länge von über 15 Kilometern und verlief meist unterirdisch. Bis 226 nach Chr. entstanden 12 weitere Wasserleitungen mit einigen hundert Kilometern Netzlänge und einer Leistung von bis über 200.000 Litern Frischwasser pro Stunde. Außerdem wurden die ersten Wasserleitungen aus Holz in die Wasseranlagen eingebunden, die dann auch die Bäder mit Wasser versorgten.

Das römische Badewesen hatte eine hohe Badekultur. Die Badeanstalten waren jedermann zugänglich. Sie waren oft sehr großzügig angelegt und mit einem unbeschreiblichen Luxus (vergoldete Wasserhähne, die Wände mit kostbaren Mosaiken und Fresken versehen) ausgestattet. Hier gab es auch Schwimmbäder mit Becken aus Stein (die Vorgänger der heutigen Badewannen). Die Fußböden und Wände waren mit einer Hypokaustenheizung  versehen.

Im Mittelalter (12. und 13. Jahrhundert) waren Badezuber aus Holz, Kupfer oder Messing in Badehäusern üblich. Diese Badekultur gab es bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Im 19. Jahrhundert wurden die Badewannen aus verzinktem Stahlblech, verzinntem Kupfer und gusseisernen Wannen angefertigt. 1906 fertigte das Brühler Rankewerk weltweit als erstes Unternehmen emaillierten Stahlbadewannen auf den Markt brachte. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden immer mehr Badewannen aus Kunststoff (Acryl oder GFK) angefertigt. Aber die Stahl-Email-Wannen haben immer noch den größten Marktanteil.

Bis zum Ausbau des Wasserrohrnetzes (Mitte des 19. Jahrhunderts) in Mitteleuropa wurden die Badewannen mit Wassereimern gefüllt und das Wasser mit heißen Steinen erwärmt. Mit der Erfindung der Wassererwärmer (Badeöfen für feste Brennstoffe [Holz, Kohle], Gas-Badeofen [1894 meldet Hugo Junkers seine Patentschrift zum "Flüssigkeitserhitzer" an und Johann Vaillant bekommt die Annahme des Patentes für den "Gas-Badeofen - geschlossenes System"] und ab 1905 Gas-Warmwasserthermen). Nur in Gegenden mit heißen Quellen wurden/werden die Badehäuser mit heißem Quellwasser versorgt.

Römer-Bad
Badezuber
Handgetriebene Kupfer-Badewanne, innen verzinkt
freistehnde Guss-Wanne
Quelle: FFW-Bad Bertrich
Quelle: Salzmuseum-Heimatkunde-bsa
Quelle: Nevobad
Quelle: Das Wohnbad
Badarten
Das Baden in warmem oder kaltem Wasser diente schon immer der Körperreinigung, der Gesundheit und dem Wohlbefinden. Die ersten größeren Badeanlagen gab es in der Indus-Kultur (um 2500–1900 v. Chr.), die nicht nur zur Körperreinigung, sondern auch zu rituellen Zwecken verwendet wurden. > mehr
Whirlwanne + Whirlpool


Whirlwanne

Whirlpool
Quelle: Graf Wellness-Design


Portabler Whirlpool

Quelle: RivieraPool Fertigschwimmbad GmbH

 

Whirlwannen sind Wasserbecken, in denen Luft durch Düsen eingeblasen werden (Sprudelbad). Die Luftblasen sollen eine sanfte und flächige Massage herstellen. Außerdem kann über andere Düsen Wasser in das Becken gedrückt werden. Die eine kräftige und punktuelle Massage bewirken. Das Wasser wird nach jedem Badegang abgelassen. Somit kann die Whirlwanne ohne Wasseraufbereitung betrieben werden.
Whirlpools gibt es in runder, quadratischer, rechteckiger und ovaler Ausführung. Sie haben neben den Luftdüsen eine oder mehrere Wasserdüsen.Sie werden im privaten und gewerblichen Bereich (Wellnesshotels, Krankenhäusern, Kurkliniken) zur Erholung (Wellness) oder für therapeutische Zwecke bzw. zur medizinischen Therapie eingesetzt.
Das warme Wasser eines Whirlpools bleibt für längere Zeit im Becken stehen und wird zur nächsten Benutzung wieder aufgeheizt. Dadurch ist es der beste Nährboden für Keime aller Art (Bakterien, Pilze). Durch den Sprudeleffekt entstehen Aerosole (kleinste lungengängige Wassertröpfchen), die Legionellen transportieren können. Wenn diese eingeatmet werden, kann es für bestimmte Personengruppen (Kleinkinder, ältere und/oder kranke Personen) u. a. zu einer Legionärskrankheit oder zum Pontiac-Fieber kommen.
Der Whirlpool im heimischen Badezimmer wird meist nur von den Besitzern oder deren Partnern benutzt. Doch manchmal werden private Whirlpools auch mit Gästen geteilt, vor allem wenn das Warmsprudelbecken auf der Terrasse oder an einem ähnlichen Ort zu finden ist. Wichtig ist, dass eine gute Filter- und Heizanlage eingebaut sind und das Wasser im Pool kein enthärtetes ist. Auch auf den pH-Wert sollte Acht gegeben werden, ideal ist er bei 7,8. Gerade wenn mehrere Menschen einen Whirlpool nutzen muss das Wasser unbedingt desinfiziert werden. Dafür gibt es spezielle Chlortabletten. Das Becken selbst muss natürlich auch regelmäßig gereinigt werden. Whirlwannen bieten den Vorteil, dass das Wasser nach jeder Nutzung wie bei einer normalen Badewanne abgelassen wird um somit weniger Reinigungsintensiv sind.
 
 
Duschwannenanlage
Eck-Duschwanne
Flache Duschwanne
Duschwannenformen
Quelle: Keramag
Da die Reinigung des Körpers in einer Duschwannenanlage unter fließendem Wasser durchgeführt wird, ist diese hygienischer als ein Wannenbad und spart bei richtiger Benutzung und Ausstattung mit wassersparenden Armaturen Wasser und Energie.
Duschanlagen bestehen aus
  •  Duschwanne mit Wannenfüßen oder Wannenträger
  •  Zulaufarmatur / Thermostatbatterie mit Schlauchbrause
  •  Wandstange
  •  Ablaufarmatur
  •  Seifenschale
  •  Duschabtrennung oder einem Duschvorhang als Spritzschutz
Duschwannen
Duschwannen sind aus
  •   emailliertem Stahlblech
  •  Acrylglas
  •  keramische Plattenbeläge (Fliesen)
Die Wannen werden folgendermaßen eingeteilt
  •  tiefe Duschwannen mit einem Überlauf wie bei Badewannen
  •  flache Duschwannen mit einer Höhe von etwa 150 mm
  •  Flachwannen werden in die Bodenkonstruktion eingebaut und haben keinen Überlauf
  •  bodengleiche Wannen werden aus Fliesen hergestellt und haben meistens eine Duschrinne. Diese Konstruktion muss gut abgedichtet werden
Auslaufarmaturen
Zum Einregulieren der Duschwassertemperatur werden Zweigriff-, Eingriff- oder Thermostat-Mischbatterien eingebaut. In der Praxis haben sich aus Sicherheits- und Komfortgründen Thermostat-Mischbatterien durchgesetzt. Diese haben ein Verbrühungsschutz und weil sich die gewünschte Duschtemperatur automatisch einstellt, wird Wasser gespart. Die Eingriff- und Thermostat-Mischbatterien können in Unterputz- oder Aufputzausführung eingebaut werden.
Bei Unterputzarmaturen werden die Mischwasserleitungen in der Wand verlegt. Damit können Kopf- und Seitenbrausen und über einen Wandanschlussbogen angeschlossene Brauseschläuche mit Handbrausen montiert werden.
Die Umschaltung wird durch Mehrwegeumstellarmaturen auf die einzelnen Ausläufe durchgeführt.
Auch diese Anlagen müssen gegen das Rücksaugen des Schmutzwassers in die Trinkwasserinstallation geschützt werden, weil die Handbrausen im Schmutzwasser liegen können.
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Duschrinne
Quelle: DALLMER GmbH + Co KG
 
Beispiel - Duschwanne - Unterputzinstallation
Beispiel - Duschwanne - Aufputzinstallation
Ablaufarmaturen
Welche Ablaufarmatur für die Duschanlage verwendet werkann, richtet sich nach der Form der Duschwanne. Bei einer tiefen Duschwanne mit einem Überlauf wird eine Ab- und Überlaufgarnitur, wie sie bei Badewannen üblich sind, eingesetzt.
Flache Duschwannen und Flachwannen haben keinen Überlauf. Der Ablauf wird über einen Geruchverschluss direkt an die Abwasserleitung angeschlossen. Hier besteht auch die Möglichkeit, den Ablauf ohne Geruchverschluss an die Leitung eines Bodenablaufes anzuschließen.. Teilweise werden auch Ablaufgarnituren, bei denen das Tauchrohr des Geruchverschlusses nach oben herausgenommen und gereinigt werden kann. Hier braucht man keine Revisionsöffnung vorgesehen.
Bodengleiche Duschen aus Fliesen haben spezielle Bodenabläufe mit angeformten Flanschen zur Abdichtung gegenüber dem Estrich und der Decke. Durch ein höhenverstellbares Aufsatzstück kann dieser Ablauf an die verschiedenen Stärken des Fußbodenaufbaus angepasst werden. In letzter Zeit werden sog. Duschrinnen eingesetzt, die sich formschön dem Boden anpassen.
Zubehör
Eine Seifenschale kann an die Wand geschraubt, an die Duschstange gehängt oder als Fliesenformteil in die Wand eingesetzt werden.
Der Duschvorhang ist heutzutage die Einfachstausführung eines Spritzschutzes. Duschtrennwände und Duschkabinen werden immer mehr als Standard angesehen. Diese bestehen aus eloxierten oder lackierten Aluminiumprofilrahmen mit Einsätzen aus glasähnlichem Kunststoff oder aus Sicherheitsglas. Aber auch Vollglasabtrennungen werden angeboten.
 
 
Lotus-Effekt®
Das Problem der Schmutz- und Kalkablagerungen auf den Armaturen und Sanitärgegenständen (Waschtisch, Bade- und Duschwanne, Duschabtrennung) ist allgemein bekannt. Der Handel bietet hier Easy-to-Clean-Produkte an, die das Reinigen erleichtern sollen.

Lotosblume (Nelumbo)

In der Natur gibt es eine Wasserpflanze (Lotosblume - Nelumbo) deren Blätter und Blüten nicht von Wasser und anderen Flüssigkeiten benetzt werden können. Der Lotusblüteneffekt (Selbstreinigungseffekt) entsteht mithilfe der hydrophoben Beschichtung der Lotosblattoberfläche und dem Kontaktwinkel von über 160°. Das Wasser und auch der aufliegende Schmutz perlt ab und reinigt die Oberfläche selbst.
Die Anwendungsbereiche weiten sich immer mehr aus. Zur Zeit gibt es selbstreinigende Dächer, eine Fassadenfarbe (Lotusan®) und schmutzabweisende Textilien. An Sprays für Glasbeschichtungen und an polymere superhydrophobe mikro- bis nanostrukturierten Folien und Kunststoffteile wird geforscht. Dies ist notwendig, weil der Einsatz von "Nanopartikel" strittig diskutiert wird.

Der Easy-to-Clean-Effekt (ETC-Beschichtung [Easy Clean Coating]) erleichtert die Reinigung von Gegenständen, die mit einem Easy-to-Clean-Produkt behandelt wurden. Dieser Effekt wird durch die hydrophoben (wasserabweisenden) und oleophoben (fettabweisenden) Eigenschaften des Produkts erreicht. Die Oberfläche wird wasser- oder ölabweisend, aber nicht selbstreinigend, sie sind aber leichter zu reinigen. Dieser Effekt hat nichts mit dem Lotus-Effekt® und Photokatalytischen Effekt (Beschichtung mit Nanopartikel) zu tun.

Funktionsprinzip des Lotus-Effekts - Prof. Dr. Wilhelm Barthlott
3M™ Easy Clean Coating

Anti-Fingerprint-Effekt
Fingerabdrücke auf Oberflächen (Kupfer, Aluminium, polierte, gebürstete, gestrahlte Edelstahloberflächen, Verbundmetalle, Glas) bewirken, dass sie schnell gebraucht, alt und unhygienisch werden. Auch eine erhöhte Korrosionsgefahr kann durch Fingerabdrücke bestehen. Durch eine permanente Anti-Fingerprint-Beschichtung (AF-Beschichtung > lipophile [fettlösliche] und lipophobe [fettabweisende] Einstellung des Beschichtungsmaterials) bleibt die Oberfläche des Materials länger erhalten, da die Fingerabdrücke kaum oder gar nicht sichtbar sind.
 
 
Wasser-Klosettanlagen - WC
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Tiefspül-WC
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Flachspül-WC
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Hock-WC
Quelle: Villeroy & Boch AG
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Hock-WC
Quelle: Voss Sanitärtechnik GmbH
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Beispiel - WC
Quelle: Japanwelt
In Wohngebäuden werden Wasserspülklosetts (WC) eingebaut. Diese beseitigen menschliche Ausscheidungen (Fäkalien und Urin). Essenreste dürfen nicht in die Kanalisation eingebracht werden.
Klosettanlagen unterscheidet man in
  •  Sitz-WC
  •  Hock-WC

Sitz-WC

Sitz-WC's werden sitzend benutzt. Die Montage- oder Sitzhöhe muss auf die Benutzer abgestimmt werden. Die Normalmaße sind bei WC-Becken ohne WC-Sitz ca. 400 mm.
Nach Montageart unterscheidet man
  •  bodenstehende WC-Becken (Stand-WC)
  •  wandhängende WC-Becken (Wand-WC)
Wandhängende WC-Becken haben auf Grund ihrer Bodenfreiheit den Vorteil, dass der Fußboden besser gereinigt werden kann und sind dadurch hygienischer. Die Befestigung muss mit den zu der Wand passenden Befestigungen (Montagerahmen oder passende Wanddübel und Schrauben) und nach den Herstellerangaben durchgeführt werden.
Nach der Art des Beckens und der Form des Geruchverschlusses unterscheidet man
  •  Tiefspül-WC
  •  Zungen-WC
  •  Flachspül-WC
In innenliegenden Sanitärräumen und WC-Anlagen in Bädern sollten mit Tiefspül-WC's ausgestattet werden. Da die Fäkalien in eine flache, mit wassergefüllte Mulde (Geruchsverschluss/Siphon) fallen, ist die Geruchsbelästigung sehr gering.
Bei dem Zungen-WC wird durch die spezielle Form der Wand am Siphon (Zunge) ein Zurückspritzen des Wassers aus dem Geruchsverschluss gemindert.

Bei Flachspül-WC fallen die Fäkalien in eine flache, mit wenig wassergefüllte Mulde. Dieses WC-Becken verursacht eine starke Geruchsbelästigung und sollte nur in WC-Räume eingesetzt werden, die gut zu lüften sind. Sie werden aber auch eingesetzt, wenn der Stuhl z. B. im Krankheitsfall beobachtet werden muss.

Hock-WC
Hock-WC's sind eher in südlichen Ländern verbreitet. Sie werden in hockender Stellung benutzt und da dabei kein unbekleidetes Körperteil das WC-Becken berührt, sind sie sehr hygienisch. Deswegen werden sie WC's zunehmend auch in öffentlichen Toilettenanlagen und Rasthäusern eingesetzt.
Außerdem gibt es auch Dusch-WC's, bei denen an der Hinterseite der Toilette eine Düse angebracht ist. In diesem Fall ist seine Benutzung auf die Reinigung der Genitalien und des Afters beschränkt. Diese Dusch-WC's können auch beheizte Sitzflächen und/oder einen eingebauten Lufttrockner haben, der nach der Reinigung die Genitalgegend trocknet. Es gibt auch eine Ausführung mit Geruchsabsaugung.
Ein Dusch-WC wird im privaten Bereich dann eingebaut, wenn kein Platz für ein Sitzwaschbecken (Bidet) vorhanden ist. Auch in Krankenhäusern und Altenwohnheimen werden sie zunehmend eingebaut.
WC-Spüleinrichtungen
WC-Becken können durch Druckspüler oder Spülkästen entleert werden. Welches Spülsystem zum Einsatz kommt,  hängt vom WC-Typ und den Anforderungen (Platzbedarf, sofortige Spülwiederholung) ab.
Ein Druckspüler benötigt außerdem zur zuverlässigen Funktion einen Mindestfließdruck. Ein Druckspüler für WC-Becken muss mindestens DN 20 haben. Damit der WC-Sitz und Deckel in hochgeklappter Stellung stehen bleibt, muss ein bodenstehende WC-Becken weit genug vor der Wand montiert werden.

Wenn ein kurzzeitiger, hoher Spülstrom verlangt wird, dann werden Spülkästen verwndet. Dazu muss ausreichend Platz vorhanden sein. Auch muss mit einer längeren Wartezeit bis zur nächsten Spülung gerechnet werden. Aber hier kann das Rohrnetz kleiner dimensioniert werden.

Spülkästen gibt es in
  •  Aufputzausführung (aufgesetzt, tiefhängend, halbhoch und hochhängend)
  •  Unterputzausführung (Vorwandinstallation)
Zubehör
Zu einer WC-Anlage gehören
  • WC-Sitz, mit oder ohne Deckel
  • WC-Papierhalter
  • WCBürste mit Schmutzwasserschale
WC-Sitze (aus thermoplastischen, duroplastischen oder aus Holzwerkstoffen) müssen stabil, sehr widerstandsfähig gegen Urin und aggressive Reinigungsmittel sein. Die Befestigung kann modellabhängig mit durchgehenden Schrauben oder mit einer verdeckten Dübelbefestigung erfolgen.
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Dusch-WC - AquaClean
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
 
 
 Geschichte der Toilette
Vom Loch in der Erde bis zur japanischen Toilette

Im 15. Jahrhundert wurde dann aus dem Donnerbalken das Plumpsklo, das meist mit einem Häuschen versehen außerhalb und weit weg vom Haus, wegen der Geruchsbelästigung, seinen Platz hatte. Vorher war das stille Örtchen auch als Nische oder Erker (Retirade*) Teil des Wohnhauses.
*"Retirade, Rückzug, Zufluchtsort, ein Zimmer, wohin man sich begibt, wenn man allein seyn will. Bey Festungen ist Retirade dasjenige Retranchement, welches einen einwärts gebogenen Winkel hat, und zu dem Behufe angelegt wird, sich hinter demselben noch wehren zu können, wenn man dem Feinde einen vordern Posten hat überlassen müssen. Auch der Abtritt oder Nachtstuhl wird in der Sprache der gesellschaftlichen Höflichkeit zuweilen die Retirade genannt." Quelle: Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz

1596 konstruierte John Harrrington aus Stepney das sog. Hebersystem, eine genial einfache Art der WC-Spülung mit ventillosem Auslauf, die auf dem Unterdruckprinzip basiert. Auf dem Kontinent hingegen, wo das WC zwei Jahrhunderte später quasi noch einmal erfunden wurde, dominiert seit jeher die Spülung mit dem Auslaufventil.
1842 wurden die ersten zentralen Anlagen zur Abwasserableitung und -reinigung in Hamburg und 1856 in Paris gebaut. Aber die Toiletten waren immer noch Trockenklos.
Noch bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es auf dem Lande und in den Städten immer noch das "stille Örtchen" außerhalber der Gebäude.
Ein Dusch-WC, das neben der Spültechnik auch den Genitalbereich mit Wasser reinigen und mit Warmluft trocknen kann, wird auch heute noch als Luxus angesehen. In Japan gibt es sogar WC's (Japanische Toilette), die in der Lage sind, neben dem Spülen, Reinigen und Trocknen auch die Hinterlassenschaften auf Krankheiten zu untersuchen.
 
Plumpskloerker
Englisches Spül-WC
Zentrale Abwasserableitung
 

 

 
Dusch-WC - AquaClean
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
Quelle: Japanwelt
Wissenswertes über das Klo - Elisabeth Rindke
 
 
 
Bad- / WC-Lüftung - WC-Geruchsabsaugung
In Wohnungen ohne kontrollierte Wohnungslüftung mit fensterlosen Bädern oder WC-Räumen ist aus hygienischen Gründen eine Be- und Entlüftung notwendig. Da es sich im Regelfall um kleinere Räume oder Gäste-WC's handelt sind einfache Lösungen gefragt.


Sanit WC Absaugung
Quelle: Sanitärtechnik Eisenberg GmbH

In Gäste-WC's, aber auch in Bädern mit WC, bietet sich eine WC-Direktabsaugung direkt am Entstehungsort an. Dadurch kommen Gerüche gar nicht erst in die Raumluft. Natürlich hilft auch ein Tiefspül-WC einem Geruch entgegenzuwirken. Die Luftansaugung über den WC-Sitz wird an das Spülrohr des Spülkastens eingebaute oder über einen seperaten Ventilator (Radialventilator) in ein Entlüftungsrohr abgegeben. Die Fortluft kann durch die Außenwand oder besser übers Dach abtransportiert werden. Bei einem System wird die Fortluft in das Abwassersystem (Be- und Entüftungsleitung) geleitet werden. Hier muss sich vorher aber der Fachmann die Örtlichkeit auf Eignung prüfen. In allen Fällen muss ausreichend Zuluft in den Raum geführt werden können.
Lüfterauslösung kann manuell über einen Schalter oder über eine automatische Personenerfassung erfolgen.

MEPA Air-WC
WC-Geruchsabsaugung

 

 


Sanicontrol Air-WC
mit manueller Lüfterauslösung

Quelle: MEPA – Pauli und Menden GmbH

Kleinraumventilator
Quelle: Maico Elektroapparate-Fabrik GmbH
Auch bei den Kleinraumventilatoren muss man nicht auf Komfort verzichten. Sie haben, je nach Ausführung, einen integrierten Timer für die Einschaltverzögerung und die Nachlaufzeit, eine Steuerung über einen Lichtsensor, eine Bewegungsmelder-Funktion und eine vollautomatische Feuchtesteuerung.

Kleinraumventilatoren - Helios Ventilatoren GmbH + Co KG

 

Wenn die Ventilatoren gemeinsam mit einer Feuerstätte (Kaminofen) betrieben werden, müssen besondere Vorschriften eingehalten werden. Hier bieten sich Lösungen an, die die Geruchsstoffe im Umluftbetrieb mit Aktivkohlefilter beseitigen. Diese Lüftungsart ist aber für innenliegende Sanitärräume (fensterlose Räume) als Alleinlüftung nicht zulässig.
DuoFresh
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH

Wenn keine Raumentlüfung vorhanden ist, dann kann der unangenehme Geruch dort abgesaugt werden wo er entsteht – direkt aus der WC-Keramik. Die Steuer- und Lüftereinheit sitzt hinter der Sigma40 Betätigungsplatte im oberen Teil des Spülkastens. Über einen Schalter am oberen Rand der  Betätigungsplatte wird der Lüfter aktiviert, die LED im Schalter leuchtet auf.
Durch einen seitlichen Lüftungskanal rechts am Spülkasten wird die verunreinigte Luft über das Spülrohr des Spülkastens direkt aus der WC-Keramik abgesaugt. Der unangenehme Geruch wird über einen Aktivkohlefilter gereinigt und anschließend über seitliche Schlitze an der Betätigungsplatte wieder dem Raum zugeführt.
Über ein erneutes Betätigen des Schalters kann der Lüfter wieder deaktiviert werden. Die Laufzeit des Lüfters ist auf 10 min. begrenzt.
Die Haltbarkeit des Aktivkohlefilters beträgt ca. 1 Jahr in einem 4 Personenhaushalt; blinkt die LED im Schalter, muss der Filter ausgetauscht werden.

Diese Lüftungsart ist für innenliegende Sanitärräume (fensterlose Räume) als Alleinlüftung nicht zulässig.

Belair 3000®
Quelle: Belair Solutions AG

Wenn in einem Bad mit WC oder in einem Gäste-WC "nur" Gerüche beseitigt werden sollen, dann kann anstelle des bisherigen WC-Rings ein Ring (WC-Aufsatz) mit einem integrierten Ventilator und Aktivkohlefilter eingesetzt werden. Durch einen eingebauten Taster wird bei dem Belasten des Geräts automatisch die Filter-Funktion ausgelöst. Nach der Benutzung läuft der Ventilator ca. 30 Sekunden weiter und stellt dann selbsttätig ab.
Die WC-Ringe sind so ausgelegt, dass sie auf alle gängigen WC-Schüsseln passen.
Diese Lüftungsart ist für innenliegende Sanitärräume (fensterlose Räume) als Alleinlüftung nicht zulässig.

 
 
Bidet - Sitzwaschbecken
Bidet mit Mischarmatur
Bidet mit Sprühdüse
Quelle: Keramag
Einbaumaße
Ein Bidet ist ein Sitzwaschbecken und ist hauptsächlich für eine schonende Anal- und Genitalhygiene nach der Toilettenbenutzung gedacht. Es wird aber auch zum Füßewaschen benutzt. Für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit und ältere Personen ist ein Bidet eine sehr gute Einrichtung zur persönlichen Hygiene.
Das Bidet ist mit einem Waschbecken oder einer kleine Badewanne zu vergleichen.
Bidets gibt es in verschiedenen Bauformen. Eine Möglichkeit ist, über eine Mischarmatur Wasser in ein Porzellanbecken zu füllen. Andere Bidets besitzen eine Düse, aus der das Wasser zur Reinigung gesprüht wird.
Außerdem gibt es auch Dusch-WC's, bei denen an der Hinterseite der Toilette eine Düse angebracht ist. In diesem Fall ist seine Benutzung auf die Reinigung der Genitalien und des Afters beschränkt. Diese Dusch-WC's können auch beheizte Sitzflächen und/oder einen eingebauten Lufttrockner haben, der nach der Reinigung die Genitalgegend trocknet. Es gibt auch eine Ausführung mit Geruchsabsaugung.
Bidets sind besonders im südlichen Europa und in den arabischen Ländern verbreitet. Hier sind sie in 90 % aller Haushalte eingebaut. Moslemischen Glaubensgemeinschaften haben eine jahrhundertelange Tradition in Bezug der Reinigung des Anal- und Intimbereiches mit Wasser.
In einigen Ländern ist eine besondere Form eines "Bidets" üblich. Hier ist in der Nähe des WC's ein spezieller Duschschlauch zur Reinigung des Intimbereichs angeordnet.
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Dusch-WC - AquaClean
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
 
 
Urinal - Pissoir
Einfaches Urinal
Unterputz-Urinal für den öffentlichen Bereich
Urinal für das private Badezimmer
Quelle: Keramag
Ein Urinal (Pissoir oder Pinkelbecken) ist ein wandhängendes Toilettenbecken, das nur zur Aufnahme und Entsorgung von Urin gedacht ist. Urinale sind für das stehende Urinieren konzipiert. Es ist hauptsächlich zur Benutzung von Männern vorgesehen, aber es gibt Urinale für Frauen, die bisher aber kaum Verbreitung gefunden haben. Da Urinale Wasser sparen, weil sie nur einen geringen Spülstrom benötigen, werden sie auch immer häufiger in privaten Bädern eingesetzt.
Urinalanlagen gibt es als Einzelbecken-, als Reihen-, Wand-, Stand- und Rinnenurinale. Zu einem Urinalen gehört eine Spülarmatur, ein eingebauter oder separater Geruchverschluss als Ablauf und Anschlussstück an die Abwasserinstallation.
Man unterscheidet:
  •  Urinale mit angeformtem Geruchverschluss oder einem in der Regel verdeckten, separaten Geruchverschluss aus Kunststoff von hinten
  •  Urinale mit einem sichtbaren Spülrohranschluss von oben oder mit einem verdeckten Anschluss
  •  Urinale mit ablaufendem oder absaugendem Geruchverschluss (Absaugeurinale)
Rinnenurinale sind Urinale mit einer in entsprechender Höhe montierten Rinne.
Wandurinale bestehen aus einer mit robusten Fliesen verkleideten Wand und einer Bodenrinne mit Ablauf und Geruchverschluss.
Urinalstände oder Standurinale werden hauptsächlich in öffentlichen Toiletten eingebaut. Sie bestehen aus einer Bodenrinne und einem Wandsegment. Sie werden aus rostfreiem Edelstahl hergestellt.
Die Urinal-Spüleinrichtungen müssen gewährleisten, dass bei dem Spülvorgang der gesamte innere Urinalbeckenbereich bzw. die Urinalrinne abgespült und der Urin abtransportiert wird. Dazu werden Urinal-Druckspüler, Spülkästen und automatische Spüleinrichtungen, so z. B. opto- oder radar-elektronisch gesteuerte Urinal-Spülarmaturen. Aus hygienischen Gründen und um Ablagerungen von Urinstein zu verhindern, sollten automaische Spüleinrichtungen eingesetzt werden, damit nach jeder Benutzung wirklich gespült wird.
 
Einbaumaße - Aufputz - Anschluss unten
 
 
Einbaumaße - Unterputz
 
Frauenurinal
Quelle: Deutsche Sphinx Sanitär GmbH
Frauenurinale (Damenurinale) eine noch relativ unbekannt. Die Urinale sind der weiblichen Anatomie angepasst. Uriniert wird in einer Hockposition. Eine flächendeckende Verbreitung von Damenurinalen scheitert aber immer noch an dem Schamgefühl, das trotz der Trennwände zwischen den Urinalen immer noch vorhanden ist.

Auf Grund der Vorteile, so z. B. schnelle, hygienische Benutzung (kein Körperkontakt zum Sanitärgegenstand), der geringere Wasserverbrauch (der Wasserbrauch reduziert sich etwa zur Hälfte) und weniger Platzbedarf (keine geschlossenen Kabinen notwenig), wird sich auch dieses Urinal vor allen Dingen in öffentlichen Toiletten durchsetzen.

Eine Alternative ist das Hock-WC, wie sie in südlichen Ländern verbreitet sind. Sie werden in hockender Stellung benutzt und da dabei kein unbekleidetes Körperteil das WC-Becken berührt, sind sie sehr hygienisch, aber gewöhnungsbedürftig. Diese WC-Art wird zunehmend auch in öffentlichen Toilettenanlagen und Rasthäusern eingesetzt.

 

Besonders bei Massenveranstaltungen haben Frauen das Problem, eine öffentliche Toilette zu benutzen.
• Es bilden sich meterlange Warteschlangen mit minutenlangen Wartezeiten vor den WC's. Ganz offensichtlich gibt es in diesem Moment zu wenig WC-Kabinen, wenn man am dringendsten "muss".
•Dazu kommt, dass durch die Toilettenkörper verunreinigt sind und die Kabinen unangenehme Verschmutzungen aufweisen.
• Es besteht ein Ekel, sich auf eine unsaubere Toilettenbrille zu setzen, weil die Angst vor unhygienischen Kontakten besteht.
• Der Grund liegt in dem "anonyme Verhalten" hinter einer geschlossenen WC-Tür, dass zu einem rücksichtsloses Verhalten führt.
Aufgrund dieser Tatsachen wurde eine effektivere, komfortablere und vor allem hygienischere Lösung mit dem "Lady P. Gesamtkonzept" erstellt.
Das relativ "offene" Gesamtkonzept von Lady P. wird die Benutzerinnen in eine neue, stimmungsvolle Situation bringen. Gerade die halboffene / halb-transparente Lage, in der sie sich nun befinden, wird auch neue ungewohnte Reaktionen bei ihnen auslösen. Tests haben gezeigt, dass sich nicht nur die Benutzungszeiten verkürzen, sondern dass auch viel mehr Sorgfalt beim sozialen Verhalten gezeigt wurde. Die komfortablere Schwebehaltung über dem Urinal erhöht deutlich das Gefühl für hygienische Sicherheit. Die ideale Plazierung von Papier, Einwurfmöglichkeit für Tampons bzw. Binden, die Taschenablage und der Kleiderhaken unterstreichen das komplette Erscheinungsbild dieser neuartigen Damentoilette.
Auch nach intensiven Informationen und Bewerbungen dieses Konzeptes haben sich die Frauenurinale nicht durchsetzen können. Oder man spricht nicht so gerne über dieses Thema, wodurch der Umfang des wirklichen Einsatzes nicht bekannt ist.
 


Damenurinal
Quelle: Deutsche Sphinx Sanitär GmbH
Wasserlose Urinale benötigen keine Spüleinrichtung.

Man unterscheidet Urinale

      •  mit einem Gummiventil als Sperre
      •  mit einem Auftriebskörper als Sperre
      •  mit Sperrflüssigkeit
Urinale mit einem Gummiventil benöfigen keine Elektronik, da ein auswechselbares Ventil als Geruchsverschluss eingesetzt wird. Die eingebaute Gummimembran kann sich zusetzen oder an Elastzität verlieren, deswegen ist ein regelmäßiger Wechsel des Ventils erforderlich.
Quelle: Ökonal
Urinale mit Auftriebskörper werden durch eine Elektronik gesteuert, die bei dem Annähern über einen Sensor eine Elektrospule aktiviert und den Auftriebskörper nach unten zieht. Nach der Benutzung wird dieser durch eine Polumkehr der Spule wieder nach oben gedrückt und schließt den Ablauf.
A - Geruchsverschluss-Einsatz
B - zylinderförmige Innenstück des Siphons
C - Überlaufraum
D - flexible Dichtlippe
E - Gehäuse
F - Elektrospule
Quelle: URIMAT
Urinale mit Sperrflüssigkeit haben einen speziell geformten Geruchverschluss, der ist mit einer besonderen Sperrflüssigkeit gefüllt Diese Flüssigkeit ist spezifisch leichter als Urin, nicht wasserlöslich und biologisch abbaubar. Der Urin fließt durch diese Sperrflüssigkeit und den Geruchverschluss. Da immer ein Teil mitgeschwemmt wird, muss sie entsprechen der Nutzung ergänzt werden. Das Urinalbeckens muss mit einem speziellen Reiniger gepflegt werden,
Quelle: Schoof
 
 

Ablaufventile
Ablaufventile gibt es je nach dem Einsatzort bzw. -zweck in den verschiedensten Ausführungen. Sie verbinden einen Sanitärgegenstand über den Geruchsverschluss mit der Abwasserinstallation.
einfache Ablaufventile
Siebventil
Siebventil mit Stöpsel + Ring
Siebventil mit Stöpsel + Kette
Siebventil mit Standrohr
Ablaufventil mit Exzenter-Zugstange

Die einfachste Ausführung ist ein nicht absperrbare Siebventil, bei dem  aus hygienischen Gründen das Schmutzwasser sofort abfließen kann (Handwaschbecken in öffentlichen Sanitärräumen).
Soll der Ablauf verschlossen werden können, so verwendet man Stöpselventile (Stopfenventile), bei denen der Stöpsel per Hand über einen Ring oder einer Kette geöffnet wird. Diese Ventile werden hauptsächlich bei Küchenspülen, Ausgussbecken und Badewannen eingesetzt. Ablaufventile mit Standrohr werden dort eingesetzt, wo das Spülbecken oder die Duschwanne keinen Überlauf hat. Hier fließt das überschüssige Wasser über das Standrohr ab.

Ablaufventile mit Ventilteller sind formschöner und hygienischer. Sie werden  über einen mit Zugstange oder Seilzug betätigt. Damit muss man nicht mit der Hand in das Schmutzwasser greifen.
Ablaufventil für eine Küchenspüle mit Siebkorb mit Überlauf
Ablaufventil für eine Küchenspüle mit Siebkorb + Raumsparanschluss
Ablaufventil für eine Küchenspüle mit Exenterseilzugventil für Doppelbecken
Ablaufventil für eine Küchenspüle mit Ventilteller + Exenterseilzugventil
Quelle: TG Kunststoffverarbeitung GmbH

Die Ablaufventile für Badewannen und Duschanlagen sind in den meisten Fällen ein Bestandteil kompletter Ab- und Überlaufgarnituren. Badewannen und tiefe Duschwannen benötigen neben einem Ablaufventil auch einen Überlauf. Für Badewannen gibt es auch Zu- und Ablaufgarnituren. Hier wird die Wanne über ein spezielles Auslaufventil besonders leise gefüllt.
Flache und superflache Duschwannen besitzen keinen Überlauf und werden über einen Geruchverschluss direkt an die Abwasserleitung angeschlossen. Diese Abläufe haben ein Tauchrohr, das nach oben herausgenommen wird, wenn der Geruchverschluss gereinigt werden muss. Duschwannen aus Fliesen (bodengleiche Duschen) erhalten spezielle Bodenabläufe oder Duschrinnen mit angeformten Flanschen zur Abdichtung gegenüber dem Estrich und der Decke. Durch ein höhenverstellbares Aufsatzstück kann der Ablauf an verschiedene Dicken des Fußbodenaufbaus angepasst werden.

Wannen-Zu- und Ablaufgarnitur
Badewannenablauf
Duschablauf
Quelle: HANSA Metallwerke AG
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
Quelle: Duravit AG
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
 
 
Rattensperre
Rattensperre - senkrecht
Quelle: Sanitärtechnik Eisenberg GmbH
Diese Anschlussteile mit eingebauter mechanischer Rattensperre sind auf der Rückseite der Klappe durchbisssicher mit Edelstahl verkleidet.
Die Rattensperre ist verriegelbar und kann zur manuellen Reinigung per Hand betätigt werden.
Diese Klappen gibt es für WC-Anschlussstutzen DN 90 und DN 100.
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Rattensperre - waagerecht
Quelle: Sanitärtechnik Eisenberg GmbH
Rattstop - wandhängendes WC
Quelle: InventTech GmbH Patentmarketing
Diese mechanische Sicherungsklappe gegen Rattenbefall, wird an dem WC-Becken befestigt. Bei einem wandhängenden WC ist aus funktionstechnischen Gründen ein Anschlußstück mit zweifacher Lippendichtung erforderlich. Eine eingesetzte Edelstahlfeder gewährleistet auch bei vertikalem Einbau für eine sichere Schließung.
In einigen Städten werden diese Klappen für ganze Stadtteile eingesetzt.
Rattstop - waagerechter Abgang
Quelle: InventTech GmbH Patentmarketing
Eine relativ einfache Lösung ist diese Rattensperre, die verhindert, dass Ratten über die Abwasserrohrleitungen der Sanitärbereiche in die Wohnungen gelangen. Die Rattensperre wird in der Fallleitung im Kellerbereich eingebaut.
Voraussetzung zum Einbau ist ein Rohrdurchmesser von 100 mm. Ansonsten kann jede Rohrart angeschlossen werden.
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Rattentrichter

Quelle: Carla Kemmerling

 
 
Geruchsverschlüsse (Siphon/Sifon/Trap)
Röhren- oder Rohr-Siphon
Trichtersiphon
Flaschen- oder Tassen-Siphon
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Röhrengeruchs-verschluss mit Tropfwasseranschluss
Quelle: Kludi GmbH & Co. KG
Unterputz-Siphon
Wannensiphon
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Quelle: Kludi GmbH & Co. KG
Quelle: OTTO HAAS KG
Glochengeruchsverschluss
Quelle: DALLMER GmbH + Co KG
Quelle: Kessel AG
Quelle: Dallmer GmbH + Co KG
Alle Sanitärgegenstände müssen durch einen Geruchsverschluss von der Abwasserinstallation getrennt werden. Diese Bauteile verhindern das Austreten von Kanalgasen durch eine Wassersperre.
Geruchsverschlüsse gibt es je nach dem Einsatzzweck bzw. Einsatzort in den verschiedensten Ausführungen. Die Sperrwasserhöhe aller Geruchsverschlüsse ist nach DIN 1986-100 genormt und ist bei Schmutzwasserabläufen 50 mm und bei Regenwasserabläufen 100 mm.

Geruchsverschlussarten

  •  Röhren- oder Rohrgeruchsverschluss
  •  Flaschen- oder Tassengeruchsverschluss
  •  Doppelzungengeruchsverschluss zur UP-Montage
  •  Glockengeruchsverschluss
  •  Sperrwandgeruchsverschluss
  •  Kondensatgeruchsverschluss
Alle Geruchverschlüsse an Wasch-, Spül- und Ausgussbecken werden über ein Tauchrohr an das Ablaufventil angeschlossen. Damit ein Geruchverschluss fachgerecht angebracht werden kann, muss der Abwasseranschluss in einer entsprechenden Höhe angeordnet sein. Für alle Sanitärinstallationen gibt es genormte Installationsmaße. Deshalb sind bei der Rohinstallation der Abwasserrohre die Maßzeichnungen der Hersteller zu beachten.
Der Röhren- oder Rohrgeruchsverschluss wird auf Grund seiner Form auch U- oder S-Bogen genannt. Sie werden auf Grund iher Einfachheit am häufigsten eingebaut und werden oft durch einen Beckenunterschrank oder eine Beckensäule verdeckt.
Der Flaschen- oder Tassengeruchsverschluss wird wegen seiner geringen Bautiefe aus optischen Gründen besonder für moderne Bäder verwendet.
Das Problem der Unterputz-Siphone ist die Reinigung bzw. die Beseitigung einer Verstopfung. Diese Siphone sollten demontierbar sein oder eine Reinigungsvorrichtung (Bild) haben. Mit dieser Vorrichtung wird ein Einlaufen von Wasser in die Wand verhindert.
Der Doppelzungengeruchsverschluss wird hauptsächlich zur Unterputz-Montage verwendet.
Die Glocken- und Sperrwandgeruchsverschlüsse Werden in Bodenabläufen in Badezimmern eingesetzt.
Für die nachfolgenden Einsatzfällen gibt es den sog. "Multistop".
  •  Selten benutzte Abläufe, bei denen das Sperrwasser verdunstet, z. B. in privaten Bädern
  •  Umgebungen mit hohen Temperaturen, bei denen das Sperrwasser in den Abläufen verdunstet, z. B. in Räumen mit Fußbodenheizung, "Heizräumen", Gewerbebetrieben
  •  In frostgefährdeten Bereichen wie Balkonen, Terrassen, Kellerabgängen und Lichtschächten
  •  Räume mit sehr hohen Hygieneanforderungen, z. B. in Betrieben in denen Lebensmittel verarbeitet, hergestellt oder gelagert werden, Kühlräumen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen
  •  Räume mit Infektionsgefahr, in denen ein Überdruck gegen den Keimeintrag erzeugt wird, z. B. in Reinsträumen in Krankenhäusern
  •  Bodenabläufe, bei denen über Zuläufe von Waschmaschinen o.ä. sehr
    viel Schaum entstehen kann
  •  Entwässerungssysteme mit sehr schwankenden Über- und Unterdruckverhältnissen, besondern in Altbauten
  •  In Bodenabläufen ohne Wasservorlage bei erhöhter Abflussleistung
 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
Quelle: Paul Wärmerückgewinnung GmbH
Trockensiphon
Immer wieder wird darüber geklagt, dass der Siphon austrocknet, z. B. in selten genutzten Abläufen oder ein Siphon, in den das anfallende Kondenswasser einer WRG einer KWL oder eines Erdwärmetauschers über den Kondensatablauf abgeleitet wird. Hier sollte ein sog. Trockensiphon eingesetzt werden. Bei Verwendung eines Trockensiphons wird auch bei ausgetrockneter Sperrflüssigkeit keine Luft eingesaugt. Dieser Siphon kann auch bei Luftkühl-Wärmetauscher in Klimaanlagen eingesetzt werden, weil auch hier unregelmäßig bzw. wenig Kondensat anfällt.
 
Prinzip eines Trockensiphons
Quelle: Paul Wärmerückgewinnung GmbH

 

wirksame Sperrwasserhöhe
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Sperrwasser
Ein Geruchsverschluss (Siphon) mit Sperrwasser gefüllt, ist der beste Schutz gegen eindringende Kanalgase*. Dabei ist die Mindest-Sperrwasserhöhe die Vorraussetzung zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen in Gebäuden.
Die Sperrwasserhöhe ist die Höhe der Wassersäule, die wirklich das Austreten von Kanalgasen verhindert. In Gebäuden sollten Abläufe mit Geruchsverschluss eine Sperrwasserhöhe von mindestens 50 mm haben.
Ist in Außenbereichen kann auf Geruchsverschlüsse verzichtet werden, wenn Geruchsbelästigung durch aufsteigende Kanalgase nicht störend ist. Aber bei Regenrohren oder bei Balkonabläufen, die vor Fenstern enden bzw. angeordnet sind, ist  der Einbau von Geruchsperren trotzdem sinnvoll.
Bei Altbausanierungen kann es wegen der niedrigen Fußbodenaufbauhöhen bei Badabläufen mit einer niedrigeren Sperrwasserhöhe zu Problemen kommen. Hier sind evtl. andere Maßnahmen zu planen oder auf einen Ablauf muss verzichtet werden.
*Kanalgase sind übelriechende Ausdünstungen aus Abwasserkanälen, die über die Entlüftung der Abwasserinstallation abgeführt werden müssen. Die Gas entstehen aus den Abwässern, Exkrementen und Küchenabfällen, die sich in den Rohren ablagern. Normale Ausdünstungen sind nicht schädlich. Erst wenn Abfallstoffe durch Stagnation in den Leitungen verfaulen, entstehen gesundheitsschädliche Gase (z. B. Schwefelwasserstoff, Kohlensäure, Ammoniak).
Damit diese Gase nicht in die Räume eines Gebäudes gelangen, sind alle Sanitärgegenstände mit einem Geruchsverschluss (Siphon) anzuschließen. Außerdem sind die Gase einer Abwasserinstallation durch die Entlüftung über das Dach abzuführen.
Kondensat-Siphon - Wandeinbau + Schema
Quelle: DALLMER GmbH + Co KG
 

 

Kondensatgeruchsverschluss
Nicht nur bei Klimageräten, sondern auch bei Brennwertgeräten, können je nach den Betriebsbedingungen mehr oder weniger Kondensat anfallen. Teilweise sind die Geräte längere Zeit nicht in Betrieb. Wenn die Kondensatmenge zu gering bzw. nicht vorhanden ist, dann kann das Sperrwasser in dem Geruchsverschluss austrocknen. Die Folge ist das Austreten von Kanalgasen.
Da diese Geräte oftmals in Nebenräumen installiert sind, ist ein regelmäßiges Überprüfen des Sperrwasser nicht gewährleistet oder wird vergessen. In diesen Fällen ist der Einbau eines Siphons, der über ein eingebautes Schwimmventil den die Verbindung zum Kanalanschluss verschließt. Geruchsbelästigungen werden zuverlässig verhindert.

Diese Kondensat-Siphons gibt es zur Montage in der Wand (UP) und auf der Wand (AP). Der Siphon hat ein Gehäuse mit herausnehmbarem Siphoneinsatz und eine Abdeckplatte. Der Siphoneinsatz ist transparent und alle Innenteile sind problemlos zugänglich, sodass der Siphoneinsatz gereinigt oder ausgetauscht werden.

Einsatzmöglichkeiten
  •  Brennwertanlagen
  •  Klima-Splitgeräten
  •  Zentral-Klimaanlagen
  •  Klimatruhen
  •  Raumluft-Entfeuchtern
  •  Weinkeller-Kühlgeräten
Sifon-Montage und Montagemaße - Geberit Vertriebs GmbH
 
 
Auslaufventile / Auslaufarmaturen
Man unterscheidet zwischen Küchen-, Waschtisch- bzw. Waschbecken-, Dusch- und Badewannenarmaturen. Außerdem gibt es noch die Außenzapfstelle.

Waschtisch-Auslauf-Armaturen
Vergleichsbetrachtung des Wasserverbrauches von Waschtisch-Armaturen
PURIS = hydraulisch gesteuerte Selbstschluss-Armatur
PURIS E = elektronische Waschtisch-Armatur
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Armaturen für Waschtische in privaten, öffentlichen, halböffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen gibt es in vielfältigen Ausführungen. Welche Armaturen eingesetzt werden, hängt stark von dem Einsatzbereich und Verwendungszweck ab. Besonders im öffentlichen und gewerblichen Bereich werden automatische Armaturen eingesetzt, weil diese hygienisch, wassersparend und vandalensicher sind. Außerdem werden diese Anlagen mit vorgemischtem Warmwasser oder nur mit Kaltwasser betrieben.
Folgende Betätigungsmethoden werden eingesetzt:
  •  Einhebel-Armatur
  •  Selbstschluss-Armatur
  •  Infrarot-Armatur
  •  Piezo-Taster-Armatur
  •  PowerFluid-Armatur
  •  CoolTouch®-Armatur

 

Einhebel-Armatur
Einhebel-Armatur
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Bei den Einhebel-Armaturen wird der Wasserfluss mechanisch ausgelöst und geregelt. Die Armaturen sind für den Dauerbetrieb mit Warm-, Misch- und Kaltwasser ausgelegt und mit einem druckunabhängigen Strahlregler auf 5 l/min eingestellt. Die Keramikkartusche hat eine Heißwasser-begrenzung. Das Bauteil wird auch Einhebelmischer genannt, wnn das warme und kalte Wasser erst in der Armatur von Hand gemischt wird.
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CoolTouch©-Armatur
Quelle: GROHE Deutschland Vertriebs GmbH
Besonders in Anlagen mit hohen Speichertemperaturen (thermische Solaranlagen) kann das erwärmte Trinkwasser sehr warm werden. Wenn kein zentrales Mischventil eingebaut ist, kann eine GROHE CoolTouch®-Armatur das Risiko einer Verbrühung an den heißen Chrom-Oberflächen verhindert werden.

Dies wird durch die innenliegende Wasserführung erreicht, die eine Barriere zwischen dem heißen Wasser innen und der Oberflächen außen bildet. Der Messing-Körper der Armatur wird deshalb nicht durch heißes Wasser auf eine unangenehme Temperatur aufgeheizt. Besonders wertvoll ist diese Einrichtung für Kinder, die oftmals noch nicht richtig einschätzen können, was sie gefahrlos berühren können, und was nicht.

Selbstschluss-Wandauslauf-Armatur
Selbstschluss-Wandauslauf
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
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Die Selbstschluss-Wandauslauf-Armatur ist überall dort, wo kaltes oder vorgemischtes Wasser gut erreichbar sein muss, einsetzbar. So wird diese Armatur vor allen Dingen an Waschbecken oder Spültischen für Reinigungszwecke, zum schnellen Händewaschen zwischen Arbeitsabläufen und zum Füllen von Behältern verwendet. Besonders in öffentlichen, halböffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen ist diese vandalensichere Armatur angebracht.
Die hydraulisch gesteuerten Selbstschluss-Automatik spart bei kurzer Laufzeiteinstellung erhebliche Mengen Wasser und bietet außerdem Schutz vor Manipulation (Raumüberflutung durch unentdeckten Wasserlauf). Auch ermöglicht die Armatur das Befüllen von Behältern ohne Aufsicht und beendet den Wasserfluss nach der voreingestellten Laufzeit; diese kann zwischen 6 und 15 Sekunden gewählt werden. Das Wasser wird mit einem Fließdruck zwischen 0,8 und 5,0 bar aus dem Leitungsnetz direkt in die Armatur geführt. Der diebstahlsichere Strahlregler funktioniert dabei druckunabhängig und regelt unabhängig vom Fließdruck.den Durchfluss (5 l/min) konstant, Die Auslaufmenge wird über die Laufzeiteinstellung festgelegt. Je nach Modell ist die Laufzeiteinstellung von 6 bis 15 Sekunden möglich. Die werksseitige Einstellung beträgt 7 Sekunden.
Kunststoff-Kartusche
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Infrarot-Armatur
Infrarot-Armatur
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Besonders in öffentlichen, halböffentlichen und gewerblichen Sanitärräumen werden aus hygienischen Gründen Armaturen mit berührungsloser Sensortechnik eingesetzt. Diese elektronischen Waschtisch-Armaturen sind mit einem Infrarot-Sensor ausgestattet, der den Wasserstrom bedarfsabhängig und berührungslos steuert. Dadurch wird eine Keimübertragung an die Armaturen und entsprechend an Dritte ausgeschlossen.
Je nach der Ausführungsart der Armatur verfügt die Elektronik über 4 bzw. 5 einstellbare Programme, so z. B. Stagnationsspülung alle 24 Stunden nach der letzter Nutzung, Reinigungsstopp, zuschaltbare Legionellenspülung.

Die Armaturen gibt es für Netz- oder Batteriebetrieb, für Mischwasser oder kaltes bzw. vorgemischtes Wasser.

Piezo-Taster-Armatur
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG

Die batteriebetriebenen, elektronischen Selbstschluss-Armaturen mit Piezo-Elektronik werden in stark frequentierten Sanitärräumen eingesetzt. Der Öffnungsimpuls bei dieser Armatur wird über ein Piezo-Element, das vandalensicher im Kopfteil integriert ist, ausgelöst. Durch leichtes Antippen des Piezo-Tasters werden die Start- und Stopfunktion gesteuert. Der Wasserfluss kann unabhängig vom Wasserdruck auf 4 bis 120 Sekunden begrenzt werden.

Außerdem kann eine Stagnationsspülung alle 24 Stunden nach letzter Nutzung programmiert werden.
PowerFluid-Armatur
powerFLUID-Wasserarmatur
Wirkprinzip
Quelle: wbk - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Mini-Kraftwerk in einer Wasserarmatur

Automatische Armaturen benötigen Strom, damit die Lichtschranke den Wasserfluss auslösen kann. Dieser Strom kommt bisher aus dem Stromnetz oder aus einer Batterie. Doch schon bald könnten automatische Armaturen in Serie gehen, die ihren eigenen Strom erzeugen. PowerFluid heißt das Projekt, an dem ein Armaturenhersteller mit Projektpartnern arbeitet. Das Ziel ist, eine Armatur zu entwickeln, die ihre eigene Energie erzeugt.

Das PowerFluid Prinzip nutzt die Energie, die das Wasser beim Abfließen selbst erzeugt. Dies ist vergleichbar mit der Stromerzeugung in einem Wasserkraftwerk, bei dem fließendes Wasser eine Turbine antreibt. Der erzeugte Strom wird dann in einen neu entwickelten Speicher geleitet, aus dem die Energie für die elektrische Steuerung und das Magnetventil entnommen wird. Eine zusätzliche Solarzelle liefert die Energie für den Sensor zur Betätigung. Auf diese Weise ist die Armatur auch über Jahre vollkommen unabhängig von externen Stromlieferanten. Ein Netzanschluss oder eine Batterie sind nicht mehr nötig. Das spart nicht nur Energie, sondern vermeidet auch die aufwändige und umweltschädliche Entsorgung von Batterien. Damit bietet die PowerFluid Technologie gerade im öffentlichen Bereich, wo viele automatische Armaturen im Einsatz sind, deutliche Vorteile hinsichtlich der Wasser- und Energieeinsparung gegenüber herkömmlichen Armaturen.

powerFLUID - Entwicklung und Umsetzung energieautarker Funktionsmodule in der Fluidtechnik

 

 

 

 
 
Eckventil
Diese kleine unscheinbare Armatur unter den Waschbecken oder Waschtischen, aber auch an WC-Spülkästen oder Bidets, an die die Auslaufarmaturen angeschlossen werden, hat verschiedene Aufgaben. Damit das Ventil auf Dauer funktionsfähig bleibt, sollte hier kein Billigprodukt eingesetzt werden. Üblich ist heutzutage ein wartungsfreies totraumfreies Ventil mit Fettkammer und O-Ringdichtungen, die bis 90 °C Wassertemperatur beständig sein sollten.
Eckventil mit Filter
1 selbstdichtendes Anschlussgewinde - 2 3-teilige Messing-Konus-Quetschverschraubung mit Längenausgleich - 3 Griff - 4 wassergeschützte
Messingspindel - 5 Fettkammer - 6 doppelte O-Ring-Abdichtung - 7 Schubrosette
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Die Ventile müssen aus trinkwassergerechte Werkstoffen nach DIN 50930/6 und DIN 50930/6 (Legierungsbestandteile) gefertigt sein, damit sie den Anforderungen der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entsprechen.
Das Eckventil übernimmt mehrere Funktionen
  • Absperren bei Reparaturen, Wartung, Armaturenaustausch. Ein dauerhaft leichtes Öffnen, Drosseln und Schließen gewährleisteti eine Fettkammer, die die Messingspindel vor Kalkablagerungen schützt.
  • Regulieren der Durchflussmenge bei unterschiedlichem Druck. An den Eckregulierventilen können die Durchflussmengen von Kalt- und Warmwasser reguliert und unterschiedliche Leitungsdrücke ausgeglichen werden. Richtig einreguliert kann der Wasserverbrauch ohne Komfortverzicht bis zu 40 % veringert werden. Dabei bleibt der Schallpegel < 20 dB (A) bei einem Fließdruck von 3 bar.
  • Abdichten mit selbstdichtendem Anschlussgewinde (ASAG) machen das Eindichten mit Hanf oder Teflonband überflüssig. Dabei bleibt bei dem Eindrehen des Eckventils über den ASAG-Ring hinaus bis zum Gewindeende die Verbindung auch nach dem Ausrichten durch Zurückdrehen dicht.
  • Filtern von Schmutzpartikel und Kalkrückstände aus dem Leitungsnetz, die nicht nur störend und unhygienisch sind, sondern auch Schäden an Auslaufarmaturen verursachen können. Der im Eckventil sitzende
    Filter hält die schädlichen Partikel zurück und kann leicht gelöst und unter fließendem Wasser gereinigt werden.
  • Rückflussverhinderer können bei einigen Modellen auch eingesetzt werden und erfüllen damit eine Einzelsicherung.
  • Wiederverwendbare lösbare Verbindungen zum Austausch der Armaturen durch Spezial-Konus-Quetschverschraubungen mit Längenausgleich für Kupferrohre bzw. flexible Schläuche.
  • Anschlusstoleranzen durch evtl. Montagefehler ausgleichen. Der Schubschaft des Eckventilschaftes und die Schubrosette gleichen
    bis zu 18 mm aus.
Eckventile - SCHELL GmbH & Co. KG
Kugel-Eckventil
Quelle: CONTI Sanitärarmaturen GmbH
Kugel-Eckventil
Bei den Eckventilen mit der Kugelhahntechnik, die nur zum Öffnen und Schließen eingesetzt werden sollen, gibt es keine festsitzende Spindel mehr und der Durchfluss des Wassers durch das Ventil wird durch den vollen Querschnitt gewährleistet. Bei dieser Konstruktion werden Ablagerungen und Korrosion auf ein Minimum reduziert. Dadurch lässt sich das Ventil auch nach Jahren noch problemlos betätigen. Außerdem haben diese Armaturen keine Toträume.
 
 
Probenahmeventile

Quelle: Wilo SE

Die Vorgaben für die fachgerechte Probennahme im deutschen Einheitsverfahren zur Untersuchung auf Einhaltung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung  (TrinkwV) sind in der DIN 38411 Teil 1 und der DIN 38402-ff beschrieben.
Vor der Probennahme sind alle mit dem Trinkwasser in Berührung kommenden Teile durch Abflammen des Entnahmeröhrchens zu desinfizieren, damit keine Verfälschung der Entnahmeprobe stattfindet. Eine fachgerechte Probenahme ist nur mit geeigneten Probenahmeventilen möglich.

Quelle: Wilo SE

Probennahmeventil


Easytop Probenahmeventil
Für die Beprobung optimale senkrechte Ausrichtung möglich dank drehbarem Ventilgrundkörper und Auslaufrohr
Quelle: Viega GmbH & Co. KG

In öffentlichen Gebäuden sind Kontrollen der Wasserbeschaffenheit nach DVGW-Arbeitsblatt W 551 (chemisch und mikrobiologisch) regelmäßig vorgeschrieben. Damit diese Probenahmen fachgerecht durchgeführt werden können, sind geeignete Probenahmestellen mit speziellen Entnahmearmaturen (Entnahmeventil) zu installieren. In weitverzweigten Installationen ist es sinnvoll, im Bereich der Kellerverteil- und Steigleitungen Probenahmestellen vorzusehen.  Da mikrobiologische Probleme oftmals ausschließlich die Entnahmearmaturen vorhanden sind, sollten auch Entnahmestellen an den Stockwerksverteilungen angeordnet werden.
Bei der Probenahme treten die meisten Verfälschungen der Wasserproben auf. Deshalb sollten grundsätzlich spezielle Probenahmeventile eingeplant bzw. verwendet werden. Bei diesen Ventilen ist die Betätigungseinheit beflammbar und somit für die Sterilisation im Autoklaven geeignet. Damit diese Beprobung unter labornahen Bedingungen stattfinden kann, ohne eine Verfälschung der Parameter durch äußere Einflüsse, sollten nur dies Ventile verwendet werden. Sie sind fest installiert und totraumfrei und haben eine aufsteckbare, sterilisierbare Betätigungseinheit, die nur für den einmaligen Entnahmevorgang verwendet wird. Alle wasserberührten Teile der Betätigungseinheit sind aus Rotguss und können deshalb zur Desinfektion im Autoklaven temperaturbehandelt oder vor Ort beflammt werden.
In dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 wird die sinnvolle Verteilung von Probenahmestellen aufgezeigt, damit im Bedarfsfall evtl. Kontaminationen genauer lokalisiert werden können.
Probenahmen erfolgen an den vorbereiteten Stellen (Probenahmeventilen) der Installation, ohne Verwendung von Werkzeugen.
Arbeitsschritte

  • Schutzkappe des Entnahmeventils entfernen und durch Beflammen für die Probenahme vorbereiten
  • Betätigungseinheit auf das Entnahmeventil stecken und in der Endposition mit Federbügel sichern
  • Probe durch Öffnen des Handrades der Betätigungseinheit entnehmen
  • Nach der Probenahme Handrad schließen, Federbügel entsichern und die Betätigungseinheit abziehen
  • Betätigungseinheit möglichst sofort sterilisieren und bis zur erneuten Verwendung unter Laborbedingungen steril aufbewahren
  • Entnahmeventil bis zur nächsten Probenahme mit Kunststoffkappe verschließen

Fachgerechte Probenahme – an jeder Stelle! - Gebr. Kemper GmbH + Co. KG, Olpe

 

 


Probenahmestelle für das Wasser des Versorgers
Quelle: Seppelfricke Armaturen GmbH

Da die vom Versorger angegebenen Wasseranalysen nicht den aktuellen Zustand des gelieferten Wassers anzeigen, muss eigentlich bei jeder Beprobung einer Trinkwasserinstallation auch unmittelbar am Wasserzähler eine Probe entnommen werden. Erst dann kann festgestellt werden, ob das gelieferte Wasser keim- und virenfrei ist und eine evtl. festgestellte Aufkeimung in der Kundenanlage aufgetreten ist.

 

Anordnung der Entnahmeventile für orientierende und weitergehende Untersuchungen
Sammel- und Entleerungsleitungen sind, soweit noch vorhanden, ebenfalls zu beproben
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Empfohlene Probenahmeorte
Kaltwasser
  • Übergabestelle in jedem einzelnen Gebäude
  • Außenzapfstellen
  • Stellen unzureichender Durchströmung
Warmwasser
Orientierende Untersuchung:
  • Austritt bei Trinkwassererwärmern (TWE)
  • Eintritt des Zirkulationsrücklaufes bei TWE
  • Jeder Steigestrang, möglichst weit entfernt vom zentralen TWE
Weitergehende Untersuchung:
  • Austritt bei TWE
  • Eintritt des Zirkulationsrücklaufes bei TWE
  • Jeder Zirkulationsstrang
  • Jeder Steigestrang
  • Einzelne Stockwerksleitungen
  • Leitungsteile, die stagnierendes Wasser führen (Be- und Entlüftungsleitungen bei Sammelsicherungen, Membranausdehnungsgefäße, selten benutzte Entnahmestellen)
Fachgerechte Probenahme – an jeder Stelle! - Gebr. Kemper GmbH + Co. KG, Olpe
Probenahme-Eckventil
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Das Probenahme-Eckventil wird für systemische Untersuchungen an Auslaufarmatur eingesetzt. Da das Eckventil häufig durchströmt wird, kann hier eine Aussage über die Wasserqualität innerhalb der Trinkwasserinstallation getroffen werden. Die Montage erfolgt unauffällig unter den Waschbecken auf der Warm- und/oder Kaltwasserseite.
Da es für Probenahmen direkt an Duschköpfen keine Probenahmen-ventile gibt und dadurch ein Abflämmen des Duschkopfes wegen der integrierten Kunststoffeinsätze nicht möglich ist, können spezielle Adapter eingesetzt werden.
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Probenahme-Adapter für Duschköpfe
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
   

 

 
 
Gerätearmatur


Gerätearmaturen
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG

Für den Anschluss von Haushaltsgeräten (Wasch- und Spülmaschinen) gibt es spezielle Armaturen, die entweder separat oder am Eckventil im Bad, in der Küche, im Keller und im Garten eingesetzt werden. Sie müssen den Vorgaben der TrinkwV 2011 (Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch), DIN 50930Teil 6 (Beeinflussung der Trinkwasserbeschaffenheit), DIN EN 1717 (Schutz des Trinkwassers) und KTW-Leitlinie (Leitlinie zur hygienischen Beurteilung von organischen Materialien im Kontakt mit Trinkwasser) entsprechen.

Man unterscheidet
· Auslaufventile
· Geräteventile
· Nebenanschluss-Ventile
· Spültischventile
· Außenventile

Geräteanschluss-Armaturen - SCHELL GmbH & Co. KG

 

 
 
Wandscheibe
Doppelwandscheibe (oben), Wandscheiben-T-Stück (links unten), Doppelwandscheibe (rechts unten)
Quelle: Viega GmbH
Die Innengewindeanschlüsse für Auslaufarmaturen und Eckventile in einer Trinkwasserinstallation werden Wandscheiben genannt. Diese werden hauptsächlich aus Messing oder Rotguss gefertigt. In älteren Anlagen mit verzinktem Stahlrohr wurden Temperguss-Wandscheiben eingesetzt.

Die Wandscheiben sollten mit der gefliesten Wand abschließen, schallentkoppelt und verdrehungssicher montiert werden. Für jedes Rohrsystem gibt es die passenden Fittings. Heutzutage sollten nur noch durchströmte Wandscheiben bzw. T-Stücke für Reihen- oder Ringleitungssyteme verwendet werden. Diese haben geringen Einzelwiderstände und ermöglichen niedrige Druckverluste in den Etagenverteilungen.

 

 

Wandscheiben-Schallschutz
Quelle: Uponor GmbH
Besonders bei Wandscheiben in der Trinkwasserinstallation wird oftmals auf eine schallentkoppelte Befestigung verzichtet. Hier treten dann extreme Geräusche auf, die nicht nur störend sind, sondern auch nicht hinzunehmen sind.
Alle Systemhersteller bieten passende Schallschutzsets an, die der DIN 4109 entsprechen. Eingemauerte oder mit Schnellbinder oder Gips eingesetzte Wandscheiben entsprechen nicht den anerkannten Regeln der Technik (aRdT) und sind als Mangel anzusehen und müssen nachgebessert werden.
 

 

schallentkoppelte Wandscheibe
 
 
Eckventil-Thermostat

Nach der DIN EN 806-2, DIN 1988-200 und dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 müssen zentrale Trinkwassererwärmer – Speicher- oder Durchflusssysteme, bzw. kombinierte Systeme (Speicherladesysteme) – so geplant, gebaut und betrieben werden, dass am Austritt aus dem Trinkwassererwärmer die Warmwassertemperatur gleich oder größer 60 °C beträgt. Bei der Entnahme von Spitzenvolumenströmen ist mit einem Temperaturabfall im Speicher zu rechnen. Kurzzeitige Absenkungen der Speicheraustrittstemperatur im Minutenbereich sind daher tolerierbar. (siehe z. B. DIN 4708). Systembedingte Unterschreitungen von 60 °C sind unzulässig. Diese Vorgaben gelten grundsätzlich (wird aber in der Regel in Ein- und Zweifamilienhäusern nicht überprüft), aber die Anlagen in Häusern ab 3 Wohneinheiten und das, was in der Trinkwasserverordnung beschrieben wird, ist einzuhalten. Diese Anlagen sind melde- und prüfpflichtig. Hierbei geht es um die Hygiene in der Trinkwasserinstallation.

Zentrale Mischarmaturen in der Trinkwassererwärmungsanlage sind nicht mehr zulässig, weil an den Zapfstellen (Auslaufarmaturen) 60 °C anliegen müssen. Beim Wiedereintritt der Zirkulation in den Speicher darf die durch Wärmeverluste verursachte Temperaturdifferenz höchstens 5 K betragen.
Diese relativ hohe Temperatur wird entweder zentral am Trinkwassererwärmer durch eine Mischarmatur, dezentral am Eckventil (thermostatische Regelventil) oder direkt am Auslaufventil (manuell mit Zweigriff-Mischarmatur oder automatisch mit thermostatischer Mischarmatur) auf die Gebrauchstemperatur (38 bis 40 °C) heruntergeregelt. Dieser Verbrühschutz ist immer notwendig, damit bei einem evtl. Ausfall der Kaltwasserzufuhr, z. B. durch einen defekten Rückflussverhinderer oder einem zugesetzten Filter im Kaltwasseranschluss, die Auslauftemperatur nicht zu hoch ist.
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Das thermostatische Regelventil (Thermostat-Kleinmischarmatur) wird auf das Warmwassereckventil unter dem Sanitärobjekt montiert. Die Einstellung der maximalen Auslauftemperatur ist nur verdeckt mit Werkzeug unter der Schutzkappe möglich. In der Armatur befinden sich ein Dehnstoff-Thermostat nach EN 1111, Filtereinsätze und Rückflussverhinderer (RV).
Das Regelventil versorgt die Auslaufarmatur mit Warmwarmwasser, damit die gewünschte Gebrauchstemperatur manuell einreguliert werden kann. Aber auch eine Versorgung mit einer vorgemischten Temperatur ist möglich. In beiden Anwendungen ist ein Verbrühschutz gewährleistet.

Außerdem besteht die Möglichkeit der thermischen Desinfektion. Dazu hat die  Armatur einen Schnellspannhebel zur Überbrückung des Thermostatventils, um bei einer gewünschten thermischen Desinfektion des Auslaufventils die Temperatureinstellung nicht erneut durchgeführt werden muss. Die thermische Desinfektion muss nach dem Arbeitsblatt W551 mit 70 °C für > 3 Minuten durchgeführt werden.

 
 
Niederdruckarmatur
In der Praxis gibt es viel Fälle, in denen eine zentrale Trinkwassererwärmung nicht wirtschaftlich ist. Wenn z. B. in gewerblichen Räumen an den Entnahmestellen einer Teeküche und an Handwaschbecken warmes Wasser zur Verfügung zu stellen. dann bietet sich ein einfaches Kochendwassergerät über der Spüle oder ein 5 Liter-Elektrospeicher über bzw. unter dem Waschtisch an.
Auch im Wohnungsbau bieten sich deratige Lösungen für weit entferntliegende oder selten genutzte Entnahmestellen (Gartenhaus, Anbau, Gäste-WC) an.
Diese drucklosen (offenen) Warmwasserspeicher dürfen nur mit Niederdruck-Armaturen betrieben werden.
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frostsichere Außenarmatur
Quelle:. Honeywell GmbH
Außenzapfstelle
Die einfachste Möglichkeit, in die Trinkwasseranlage unzulässig einzugreifen bietet jedoch ein Schlauchanschluss, z.B. an einer Außenzapfstelle im Garten. Oftmals als Einzelzuleitung verlegt und nicht als Ringleitung durchflossen, stellen diese Zuleitungen in den späten Herbst- und Wintermonaten klassische Stagnationsleitungen dar. Zudem ist es ein leichtes, jedes erdenkliche Gerät oder Behältnis ....... mehr
 
 
 
Spülarmaturen / Druckspüler
Spülarmaturen
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Die Spülarmaturen bzw. der Druckspüler sind hydraulisch gesteuerte Armaturen, die den Wasserdurchfluss durch den vorhandenen Wasserdruck öffnen bzw. absperren.  In der Regel wird der Durchfluss von Hand ausgelöst und  schließt nach einer bestimmten Zeit selbsttätig (Selbstschlussarmatur). Sie werden hauptsächlich als Spüleinrichtung an WC’s und Urinalen eingesetzt. Die Urinalspüler können auch durch eine Infrarotsensor ausgelöst werden.Die WC-Spülarmaturen werden immer mehr durch Spülkästen ersetzt.
Die Armaturen können je nach Einsatzzweck von 1 bis 12 Liter Durchfluss eingestellt werden. Außerdem haben die meisten Armaturen eine sog. Spartaste, die nur den halben Durchfluss freigibt.
Die moderen Armaturen haben eine Kunststoff-Kartusche, wie sie bei den Selbstschluss-Wandauslauf-Armaturen eingesetzt werden.
Aufbau und Bauteile eines Kolben-Druckspülers
Funktion
Ein einfacher (alter) Druckspüler hat als Hauptventil einen Kolben mit einem eingebauten Entlastungsventil. Durch das Drücken eines Druckknopfes oder Hebels wird das Entlastungsventil geöffnet. Aus der Druckausgleichskammer fließt Wasser in das Spülrohr. Der Kolben wird an der Oberseite vom Wasserdruck entlastet und  durch den Druck des Wassers auf die Kolbenunterseite angehoben. Dadurch öfnnet sich das Hauptventil. Durch das Loslassen der Spülerbetätigung schließt das Entlastungsventil und die Druckausgleichskammer wird über den Druckausgleichskanal gefüllt. Der Kolben wird nach unten gedrückt und schließt langsam das Hauptventil. Die Spüldauer kann durch die Wassermenge, die  durch diesen Kanal in die Druckausgleichskammer strömt, eingestellt. Die Spüldauer ist bei einigen Modellen durch eine Düse fest vorgegeben oder sie wird mit einer Regullerschraube eingestellt.
 
 

 
 

Strahlregler / Luftsprudler / Mischdüse
Strahlregler
Quelle: NEOPERL GmbH
An nahezu allen Auslaufarmaturen von Spülbecken, Waschtischen und Badewannen sind Strahlregler (Luftsprudler, Mischdüse, Perlatoren® ist eine eingetragene Marke) angebracht. Diese Bauteile sind von der Bauart auch "Filter". Deswegen sollten sie regelmäßig gereinigt werden, vor allen Dingen dann, wenn kein Filter am Hauswasseranschluss vorhanden ist. Je nach dem Verwendungszweck gibt es in den verschiedensten Ausführungsarten.
Strahlregler haben folgende Aufgaben
  •  Erzeugung eines weichen, spritzfreien Wasserstrahls
  •  Herstellen einer bestimmten Form des Wasserstrahls
  •  Einsparung von Wasser- und Energiekosten durch die Verminderung der Wassermenge
Strahlformen

Belüfteter Komfortstrahl
Basierend auf dem Grundprinzip der Wasserstrahlpumpe wird dem durch die Armatur strömenden Wasser im Strahlregler Luft beigemischt. Dieser belüftete Strahl entspricht dem Wunsch des Benutzers nach optimaler, voller und angenehmer Wassermenge. Diese Eigenschaften bestehen unabhängig von der Durchflussklasse. Ein unkontrolliertes Spritzen des Wassers wird verhindert.

Kristallklarer Laminarstrahl
Eine Strömung, die ohne Verwirbelung parallel läuft, nennt man in der Physik laminar. Das Strahlbild ist kristallklar, wirkt rein und natürlich – fast luxuriös. Da keine Luft angesaugt wird, kann die Entstehung von Aerosolen minimiert werden. Deshalb ist der Laminarstrahl besonders für klinische Einrichtungen geeignet – also da, wo es auf Hygiene ankommt.

 

Quelle: NEOPERL GmbH

Brausestrahl
Der Brausestrahl ermöglicht an Waschtischarmaturen selbst bei niedriger Durchflussmenge eine kräftige Reinigung der Hände. Zudem macht seine wassersparende Wirkung den Brausestrahl speziell an Waschplätzen mit hoher Benutzungsfrequenz (z.B. in öffentlichen Gebäuden oder in Reihenwaschanlagen) interessant.

 

Durchflussbegrenzer / Durchflussmengenregler
Durchflussmengenregler
Funktionsprinzip
Quelle: NEOPERL GmbH
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, den Durchfluss zu steuern. Die einfache Variante besteht darin, durch die Größe der Durchflussbohrung den Durchfluss so zu begrenzen, dass er bei einem bestimmten Druckbereich (z.B. 3 bar) einem festgelegten Wert genau entspricht. Diese Durchflussbegrenzer haben bei niedrigem Druck einen geringen Durchfluss, bei hohem Druck hingegen ist der Durchfluss oft höher als notwendig.

Integrierte Durchflussmengenregler

Normalerweise nimmt der Durchfluss eines Strahlreglers bei steigendem Fließdruck zu. Werden jedoch bestimmte Anforderungen an die Durchflussmenge gestellt, wie z.B. die Erfüllung von Normen in speziellen Märkten, Wasserersparnis oder geregelte Wasserverteilung, so ist es erforderlich, eine vom Druck unabhängige konstante Durchflussleistung zu erzielen. Hier kommt die PCA® - Technologie zum Einsatz.

Funktionsprinzip

Statischer Zustand (kein Durchfluss, kein oder geringer Druck): Der O-Ring ist entspannt (Position 1).

Dynamischer Zustand (Durchfluss): Sobald Wasser durch den Mengenregler fließt, verformt sich der Präzisions-O-Ring und wird zwischen die Zacken des Regelsterns gedrückt. Dadurch verkleinern sich die Durchtrittsöffnungen für das Wasser (Position 2). Je höher der Fließdruck, desto stärker verformt sich der O-Ring (Position 3). Bei sinkendem Druck nimmt der Präzisions-O-Ring allmählich wieder seine ursprüngliche Form an, wodurch die Wasserdurchtrittsöffnungen wieder größer werden (zurück zu Position 2 und 1).
Quelle: NEOPERL GmbH
Kalkschutz
Zunächst entsteht ein Wasserfilm, der eine Brücke zwischen Innenteil und Mundstück bildet. Hier beginnt die Kalkbildung. Dann lagert sich der Kalk zur Mitte des Siebes hin ab, die Luftansaugschlitze setzen sich zu. Der Strahl wird hart und spritzt.

Bei den CASCADE® Strahlreglern wird die Brückenbildung erschwert. Auf Grund der einzigartigen Struktur verlangsamt sich die Kalkbildung um ein Vielfaches. Selbst nach langer Einsatzdauer entsteht immer noch ein gerader, runder und spritzfreier Strahl.

Die Kalkablagerungen müssen regelmäßig entfernt werden.
Strahlreglerarten - Neoperl GmbH
Quelle: NEOPERL GmbH
Waschbeckenventileinsatz
Quelle: PREVAL Wasser und Energiesparsysteme, Klaus Prenzler

Das Waschbeckenventil ist für den Einbau an druckfesten Sanitärarmaturen geeignet. Die Montage erfolgt durch das Abschrauben des vorhandenen Strahlreglers (M22 Innen- und M24 Außengewinde). Das Innengehäuse mit dem Strahlregler wird herausgenommen und gegen das Waschbeckenventil ausgetauscht. Das Waschbeckenventil kann an alle Standardausläufe montiert werden.

Bei der Entwicklung der Wassersparventile wurden hohe Anforderungen hinsichtlich Wassereinsparung ohne Komfortverlust, Verhinderung von Verkeimung und Verschmutzung erfolgreich umgesetzt.
Am Waschbeckenventil kann jederzeit von außen die Wassermenge mit einem Inbusschlüssel exakt eingestellt werden. Der Wasserverbrauch kann somit sehr einfach um 70 % gegenüber konventionellen Einsätzen reduziert werden. Ein sauberes Strahlbild bleibt bis ca. 3 l/min gewährleistet.

Achtung! Nicht an drucklose Geräte montieren

 

 

 

 

 
 
Durchflussmengenmessung


Messbecher
Quelle: NEOPERL GmbH


Durchflussmengen Messbecher

Durchflussmengen Messschlauch
Quelle: Oras Ltd.

Messbecher
Mit einem Durchflussmengen-Messbecher kann ganz einfach der Wasserdurchfluss an den verschiedenen Sanitärarmaturen gemessen werden. Die Anzeige zeigt den Durchfluss in Liter pro Minute an.

Die Auslaufarmatur wird normal geöffnet und das Wasser läuft in den Becher. Die Größe der Öffnung am Becherboden wird so lange verstellt, bis sich die Höhe des Wasserstandes am oberen Becherrand nicht mehr verändert. Die Ausflussleistung (Durchfluss) kann nun direkt in Litern pro Minute am Becher abgelesen werden.

Wasserdurchflussmengen
Die maximale Durchflussmenge bei Armaturen mit und ohne Laufzeitbegrenzung darf bei einer Küchen- und einer Waschtischarmatur darf nicht mehr als 6 Liter Wasser pro Minute, unabhängig vom Wasserdruck, betragen, aber nicht weniger als 4 Liter pro Minute.

Bei einer Küchenarmatur mit einer Zusatzfunktion für erhöhten Durchfluss (z. B. "Boost-Funktion") kann die maximale Durchflussmenge dieser Funktion bis zu 8 Liter Wasser pro Minute, unabhängig vom Wasserdruck, betragen. Das bedeutet, dass die reguläre Wasserdurchflussmenge bei 6 Litern pro Minute liegt und im Bedarfsfall (z. B. zum Befüllen eines Gefäßes oder des Spülbeckens) auf 8 Liter erhöht werden kann. Anschließend fällt die Wasserdurchflussmenge automatisch wieder auf 6 Liter pro Minute zurück.

Für Armaturen mit Laufzeitbegrenzung gelten zusätzlich die folgenden Anforderungen: Die Voreinstellung ist so definiert, dass eine automatische Abschaltung des Wasserdurchflusses bei Sanitärarmaturen nach maximal 12 Sekunden erfolgt. Eine manuelle Veränderung der Laufzeit durch Fachpersonal ist möglich. Sensorarmaturen müssen so eingestellt sein, dass das Wasser nur so lange fließt, wie der Sensor aktiviert ist. Anschließend erfolgt eine automatische Abschaltung nach einer maximalen Nachlaufzeit von 1 Sekunde.

Durchflussmengen (Richtwerte)
• Waschtische mit Drehgriffarmaturen - 3,5 bis 6 l/min
• Waschtische mit Selbstschlussarmaturen - 10 bis 15 s
• Duschen - 9 l/min
• WC mit Druckspüler - 9 s Laufzeit
• WC mit Spülkasten (Neuanlagen) - 6 l / 3 l
• WC mit Spülkasten (Altanlagen) - 9 l / 3 l
• Urinale - 3 s Laufzeit

Diese Durchflussmengenmessung kann auch mit einem Wassereimer mit Skala und einer Stoppuhr durchgeführt werden. Das bietet sich besonders an, um die Durchflussleistung von Duscharmturen zu messen. Hierbei wird z. B. über einen Zeitraum von 15 Sekunden die Duscharmatur normal geöffnet und das Wasser im Eimer aufgefangen. Die aufgefangene Wassermenge (z. B. 3 Liter) wird mit 4 multipliziert und ergibt dann einen Durchfluss von 12 Liter pro Minute.

Wasserleitfaden - Hamburg


Sanitär-Heizungs-SET Universal Prüfkoffer PR/4000

Stau- und Fließdruckmesser PF/16
Quelle: Matzner Messgeräte

In Trinkwasseranlagen ist der Versorgungsdruck oder der an einem Druckminderer eingestellte Druck der Ruhedruck oder auch statische Überdruck, dabei steht das Wasser still. Der Ruhedruck in diesen Systemen muss so hoch sein, dass an allen Zapfstellen über den Fließdruck die geforderte Wassermenge entnommen werden kann. Dabei muss beachtet werden, dass der Ruhedruck bei jedem Höhenmeter um 0,1 bar geringer wird. Wenn also z. B. eine Auslaufarmatur einen Fließdruck von 1,0 bar benötigt, so muss vor der Armatur dieser Druck mindestens vorhanden sein. Die Höhe des Ruhedrucks am Hauswasseranschluss ergibt sich dann aus dem Mindestfließdruck plus der Widerstände (Rohrreibungsverluste und Einzelwiderstände in den Fittings) im Rohrsystem bis zu dieser Armatur.

Den Überdruck eines fließenden Mediums nennt man Fließdruck. Dieser Begriff wird hauptsächlich in der Trinkwassertechnik verwendet. Der Fließdruck ist der erforderliche statische Überdruck, der an der ungünstigsten Entnahmestelle bei einem Zapfvorgang vorhanden sein muss, damit die geforderte Wassermenge ausfließen kann. Der notwendige Fließdruck ergibt sich aus den Rohrreibungsverlusten und der Summe der Einzelwiderstände bis zur Auslaufarmatur. Damit die Funktion von Armaturen und Geräten gewährleistet ist, sind Mindestfließdrücke einzuhalten. Diese Drücke müssen als Ruhedruck vor der Zapfstelle vorhanden sein.

Beispiele für Mindestfließdrücke > Mischarmatur 1,0 bar; Auslaufarmatur mit Perlator 1,0 bar; Spülkasten 0,5 bar; Brausekopf 1,0 bar; Druckspüler je nach DN 0,4 bis 1,2 bar; Waschmaschine 1,0 bar.

Spezialmessgeräte - Matzner Messgeräte

DIN 1988-300: Grundlagen zur Ermittlung der Rohrdurchmesser von Trinkwasserinstallationen - Peter Reichert Geberit
Vertriebs GmbH

Richtwerte für Mindestfließdrücke und Berechnungsdurchflüsse gebräuchlicher Trinkwasserentnahmestellen (Auszug DIN 1988-300 Tabelle 2)

Mindest-fließdruck
P min Fl

bar

Art der Trinkwasser-Entnahmestelle

Nennweite

Berechnungsdurchfluss bei der Entnahme von

Mischwasser
VRkalt      
  VRwarm
l/s

nur kaltem
oder erwärmtem
Trinkwasser

VR
l/s

0,5
Auslaufventil ohne Luftsprudler
(Ausguß, Zapfventil)
DN 15
-
-
0,30
0,5
DN 20
-
-
0,50
0,5
DN 25
-
-
1,0
1,0
Auslaufventil mit Luftsprudler
DN 15
-
-
0,15
1,0
DN 20
-
-
0,15
1,0
Brauseköpfe für Reinigungsbrausen
DN 15
0,10
0,10
0,20
1,2
Druckspüler nach DIN 3255 Teil 1
DN 15
-
-
0,70
1.2
DN 20
-
-
1,00
0,4
DN 25
-
-
1,00
1,0
Druckspüler für Urinalbecken
DN 15
-
-
0,30
1.2
Druckspüler für WC
DN 20
-
-
0,3
0,5
Füllventil für Spülkasten
DN 15
-
-
0,13
0,5
Haushaltsgeschirrspülmaschine
DN 15
-
-
0,07
0,5
Haushaltswaschmaschine
DN 15
-
-
0,15
1,0
Mischbatterie für Brausewannen
DN 15
0,15
0,15
-
1,0
Mischbatterie für Badewannen
DN 15
0,15
0,15
-
1,0
Mischbatterie für Küchenspülen
DN 15
0,07
0,07
-
1,0
Mischbatterie für Waschtische
DN 15
0,07
0,07
-
1,0
Mischbatterie für Sitzwaschbecken
DN 15
0,07
0,07
-
1,0
Mischbatterie
DN 20
-
-
0,30
0,5
Spülkasten nach DIN 19542
DN 15
-
-
0,13
1,0
Elektro-Kochendwassergerät
DN 15
-
-
0,10

Die Hersteller müssen den Mindestfließdruck und die Berechnungsdurchflüsse auf der Kalt- und Warmwasserseite (bei Mischarmaturen) angeben. Grundsätzlich sind bei der Bemessung der Rohrdurchmesser die Angaben der Hersteller zu berücksichtigen, die zum Teil erheblich von den in der Tabelle angegebenen Werte abweichen können. Dabei ist wie folgt vorzugehen:
Liegen die Herstellerangaben für den Mindestfließdruck und den Berechnungsdurchfluss unter den in der Tabelle genannten Werten, gibt es zwei Optionen:
Ist die Trinkwasser-Installation aus hygienischen und wirtschaftlichen Gründen für die geringeren Werte zu bemessen, muss dieses Vorgehen mit dem Bauherrn vereinbart und die Auslegungsvoraussetzungen für die Entnahmestellen (Mindestfließdruck, Berechnungsdurchfluss) in die Bemesung aufgenommen werden.
Wird die Trinkwasser-Installation nicht für die geringeren Werte bemessen, sind die Tabellenwerte zu berücksichtigen.
Liegen die Herstellerangaben über den in der Tabelle genannten Werte, muss die Trinkwasser-Installation mit den Herstellerwerten bemessen werden.

 
 
Rückflussverhinderer (RV)
In größeren Wohngebäuden wurden die Trinkwasserinstallationen durch Sammelsicherungen (DIN 1988-2-4) abgesichert. Diese bestehen aus Rohrbelüfter (Bauform E oder D), der sich an der höchsten Stelle einer Steigleitung befinfet und einem Rückflussverhinderer (RV) am Fußpunkt der Installation. Durch diese Absicherungsart werden alle angeschlossenen Entnahmestellen bis zur Gefährdungsklasse bzw. Kategorie 3 abgesichert.
In vielen Anlagen werden diese Rohrbelüfter vermehrt demontiert, weil deren Anschluss meistens nichtzulässige Stagnationsleitungen sind. In diesem Fällen müssen alle Zapfstellen mit Einzelsicherungen (RV) ausgestattet sein.

 

 

Rückflussverhinderer
1 Gehäuse 2 Dichtung (außen) 3 Schließsystem – Feder – Kegel & Dichtung –Führungshülse 4 Rastnasen
Quelle: NEOPERL GmbH

Rückflussverhinderer schützen Armaturen und Installationssysteme vor ungewolltem Rückfluss, Rückdruck oder Rücksaugen des verschmutzten Brauchwassers bzw. Schmutzwassers in das Leitungssystem. Sie verhindern zusätzlich, z. B. in Thermostaten, gefährlichen Kreuzfluss, d. h. heißes Wasser kann nicht in die Kaltwasserleitung gelangen oder umgekehrt.

In vielen Ländern schreiben Normen und technische Regelwerke den Einsatz von Rückflussverhinderern oder anderen geeigneten Sicherungseinrichtungen vor, die das Trinkwasser vor Verunreinigungen schützen. NEOPERL® Rückflussverhinderer (RV) werden auch in anderen Anwendungsbereichen eingesetzt. Diese Bauteile sind ausschließlich für die Durchströmung mit Trinkwasser ausgelegt.
Einsatzgebiete
  •   Schutz des Trinkwassers gegen Verunreinigungen durch Rückfluss, Rückdruck oder Rücksaugen (z.B. ausziehbare Küchenbrause oder Duschkopf)
  •  Schutz empfindlicher Geräte gegen mögliche Beschädigung oder Verunreinigung durch Rückfluss (z.B. Wasserzähler, Pumpe oder Filter)
  •  Verhinderung von Trockenlauf bzw. Erleichterung des Wiederanlaufs durch Rückhalten des Wassers im System (z.B. Pumpensysteme)
  •  Verhinderung von Kreuzfluss in Systemen mit unterschiedlichem Leitungsdruck (z.B. Kalt- und Warmwasserzulauf in Thermostatmischern)
  •  Risikominimierung von Rückfluss oder Leckagen beim Ausfall von Ventilen (z.B. Magnetventil an der Zuströmseite einer Anwendung)
  •  Gewährleistung der korrekten Funktionsweise in komplexen Systemen durch Sicherstellen des Durchflusses in nur eine ­Richtung (z.B. großflächige Heizsysteme oder Druckerhöhungspumpen)
Einsatzgebiete von Rückflussverhinderer
Quelle: NEOPERL GmbH
  Funktionsprinzip

Statischer Zustand (kein Durchfluss)
Der Rückflussverhinderer befindet sich in geschlossener Position. Die Feder drückt den Kegel in ihren Sitz und hält die Patrone geschlossen.

 

 

Dynamischer Zustand (Durchfluss)
Der Wasserdruck ist höher als der Druck der Feder. Daher hebt der Kegel aus seinem Sitz ab und lässt das Wasser ungehindert passieren.

 

 

Quelle: NEOPERL GmbH

Rückfluss (Durchfluss in umgekehrter Richtung)
Nimmt der abströmseitige Druck zu (Rückfließen) oder der zuströmseitige Druck ab (Rücksaugen), so dass der Durchfluss sich umkehrt, lässt die Feder den RV-Kegel zurückschnellen und verschließt die Zuströmseite so, dass kein Wasser zurückfließen kann.

Rückflussverhinderer - Neoperl GmbH

Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Der Rückflussverhinderer (RV) mit Prüföffnungen für Trinkwasserversorgungsanlagen verhindert das Rückdrücken, Rückfließen oder Rücksaugen von Trinkwasser. Dieser kontrollierbare RV nach DIN EN 13959 entspricht der Bauform Typ EA, ist totraumfrei und kann bis 95 °C eingesetzt werden.
Da der RV einen geringen Öffnungsdruck (> 10 mbar) hat, kann er auch in Kaltwasserleitungen und in Zirkulationsleitungen als Schwerkraftbremse eingebaut werden. Die Verschlussstopfen an den Kontrollstutzen sind so konstruiert, dass sie Totraumfreiheit gewährleisten.

Rückflussverhinderer mit Prüföffnungen

Einbau der RV
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG

 

 

 


Freistrom-Rückflussverhinderer für den Einbau in Trinkwasserleitungen (KW, WW, ZL)
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

 
Sicherungseinrichtungen - Bezeichnung nach DIN 1988 - Typ nach DIN EN 1717
  • Freier Auslauf - AA-AG
  • Rohrunterbrecher Bauform A1 - DC
  • Rohrtrenner Einbauart 3 - Rohrunterbrecher Bauform A2 - DB
  • Systemtrenner Bauart BA - BA
  • Rohrtrenner Einbauart 2 - GB
  • Rohrtrenner Einbauart 1 - GA
  • Sicherungskombination - HD
  • Rückflussverhinderer - EA-EB
  • Rohrbelüfter Bauform C, D und E - HB (Bauform C)
 
 
Mengenregler
In Trinkwasserinstallationen sollten unabhängig von Druckschwankungen (Druckbereich 1 - 8 bar) an den Entnahmestellen eine bestimmte gleichmäßige Durchflussmenge vorhanden sein. Dazu werden Mengenregler überall dort eingesetzt, wo Wasser gleichmäßig verteilt oder eingegespart werden soll.
Mengenregler sind so gebaut, dass sie direkt in der Entnahmestelle eingesetzt werden können. Dadurch werden zusätzliche Anschlussstücke bzw. Armaturen überflüssig. Sie bestehen aus einem Präzisions-O-Ring, einem Regelstern und einem Gehäuse (bei bestimmten Modellen). Der Spalt zwischen dem O-Ring und den Zacken des Regelsterns ist die Durchtrittsöffnung, durch die das Wasser fließt. Je nach Modell liegen die Durchtrittsöffnungen innerhalb oder außerhalb des O-Ringes.
Bauteile der Mengenregler
Quelle: NEOPERL GmbH
Mengenregler - Funktionsprinzip
Quelle: NEOPERL GmbH

Funktionsprinzip

Statischer Zustand (kein Durchfluss, kein oder geringer Druck): Der O-Ring ist entspannt (Position 1).

Dynamischer Zustand (Durchfluss): Sobald Wasser durch den Mengenregler fließt, verformt sich der Präzisions-O-Ring und wird zwischen die Zacken des Regelsterns gedrückt. Dadurch verkleinern sich die Durchtrittsöffnungen für das Wasser (Position 2). Je höher der Fließdruck, desto stärker verformt sich der O-Ring (Position 3). Bei sinkendem Druck nimmt der Präzisions-O-Ring allmählich wieder seine ursprüngliche Form an, wodurch die Wasserdurchtrittsöffnungen wieder größer werden (zurück zu Position 2 und 1).
Mengenregler sind so gebaut, dass sie direkt in der Entnahmestelle eingesetzt werden können. Sie werden in Auslaufarmaturen, Küchen- und Duschbrausen eingesetzt, um Wasser und Energie zu sparen und um landesspezifische Normforderungen zu erfüllen. Mengenregler können direkt in die Armatur eingebaut oder werden mit dem am Auslaufende montierten Strahlregler kombiniert (PCA® Strahlregler).
Druckregulierender Strahlregler (PCA® Linie)
Kombiniert mit Strahlreglern gewährleisten Mengenregler für einen konstanten Durchfluss (belüftet, laminar oder Spray), unabhängig von Druckschwankungen (Druckbereich 1 - 8 bar). Diese Wassersparer sorgen dafür, dass so viel Wasser wie nötig, aber so wenig wie möglich verbraucht wird. Deswegen ist der Einsatz im Bad, der Dusche oder Küche, in Hotels oder öffentliche Toiletten sinnvoll.
Kombination Mengenregler und Rückflussverhinderer (CV-FR Linie)
In vielen Anwendungen besteht die Notwendigkeit, die Absicherung gegen Rückfluss mit der Regelung der Durchflussmenge zu kombinieren (z.B. bei ausziehbaren Küchenbrausen, Badewannenhandbrausen). Die kompakten zylindrischen Patronen sind mit der Einbaubohrung der DW-Rückflussverhindererpatronen der gleichen Größe kompatibel.
Quelle: NEOPERL GmbH
Dosierung von Wassermengen (z. B. im Magnetventil)
Mit der Kombination von zeitgesteuerten Magnetventilen und druckausgleichenden Mengenreglern, die den Durchfluss konstant halten, lässt sich eine genaue Dosierung von Flüssigkeiten erreichen, wie sie z.B. bei Getränkeautomaten und elektronischen Armaturen notwendig ist.
Festlegen der Wassermenge (Warmwasserbereiter/ Boiler)
Mengenregler gewährleisten einen konstanten Zufluss von Kaltwasser zum Warmwasserbereiter unabhängig von unterschiedlichen Systemdrücken. Dies ist eine Voraussetzung, um eine gleichbleibende Temperatur aufrecht zu erhalten.
Quelle: NEOPERL GmbH
Wasserverteilung
Durch diese Mengenregler-Technologie lässt mit den passenden Einsätzen unabhängig vom Leitungsdruck (Druckbereich 1 - 8 bar) immer eine konstante Wassermenge fließen, so z.B. 6 Liter pro Minute beim Händewaschen oder 12 Liter pro Minute beim Duschen. Dadurch wird Wasser und Energie gespart und gleichzeitig wird das Wasser gleichmäßig verteilt.
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Mengenregler - Neoperl GmbH
Wasserverteilung durch Mengenregler
Quelle: NEOPERL GmbH
 
 
Zubehör
 
 
Bad-Zusatzheizung
Wand-Wärmestrahler
Wärmestrahler mit Dimmer
Quelle: Solamagic
Quelle: Redwell Manufaktur GmbH
Glasheizung
Quelle: imowell GmbH

 

Die heute üblichen Systemtemperaturen der Heizungsanlagen werden immer geringer. Diese Tatsache führt dazu, dass die in den Badezimmern oder Duschräumen die benötigte Heizlast über die Fußbodenheizung nicht mehr erreicht werden kann. Auch ist es schon immer nicht sinnvoll gewesen, die Raumtemperatur in diesen Räumen ständig auf die von der DIN-Norm vorgegebenen 24 °C zu halten.
Damit die gesamte Systemtemperatur nicht nur wegen eines Raumes höher ausgelegt werden muss oder sogar ein eigener Heizkreis eingerichtet wird, ist es mehr als sinnvoll, den Raum nur auf eine Grund-temperatur (z. B. 20 °C) zu heizen und die notwendig höhere Raumtemperatur (z. B. 24 °C) für die kurzen Nutzungszeiten durch eine Zusatzheizung einzubringen.
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten
  •  Badheizkörper (Handtuchtrockner)
  •  Wandflächenheizung
oder externe Zusatzheizungen

Infrarotheizungen können entweder unauffällig oder als Schmuckstücke in die Räume integriert werden. Diese bietet z. B. die Firma imowell GmbH als einfache Glasheizung, mit einer bedruckten Fläche (Bildheizung) oder als Spiegelheizung an.
Die elektrischen Zusatzheizungen haben auch den Vorteil, dass sie die gewünschte Raumtemperatur schnell und auch außerhalb der Heizperiode zur Verfügung stellen.

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Bad-Heizlüfter
Quelle: Honeywell GmbH

 

 

Informationen

Raumwärmer
IR-Heizstrahler
IR- Flächenheizung
Heizlüfter
Infrarotheizung

 
 
Dezentrale Trinkwassererwärmung
Kochendwassergerät
Quelle: AEG
In der Praxis gibt es viele Fälle, in denen eine zentrale Trinkwassererwärmung nicht wirtschaftlich ist. Wenn z. B. in einem Gäste-WC oder in gewerblichen Räumen an den Entnahmestellen einer Teeküche und an Handwaschbecken warmes Wasser zur Verfügung zu stellen ist, dann bietet sich ein einfaches Kochendwasserrgerät über der Spüle oder ein 5 Liter-Elektrospeicher über bzw. unter dem Waschtisch an.
Auch im Wohnungsbau bieten sich deratige Lösungen für weit entferntliegende oder selten genutzte Entnahmestellen an.
Probleme mit alten Anlagen gibt es dann, wenn die zentrale Anlage zurückgebaut werden soll. Das bedeutet, dass alle Warmwasser- und Zirkulationsleitungen total aus dem System rausgenommen werden müssen.
Untertischgerät
Quelle: Stiebel Eltron
 
 
Badeofen
Der Badeofen ist ein nichtgedämmte Behälter, der mit Öl, Gas, festen Brennstoffen und elektrisch beheizt werden kann. Da die Temperatur bis ca. 100 °C erreichen kann, wird der Badeofen auch "Boiler" genannt. Er sollte aber nie über 80 °C erwärmt werden. Badeöfen als Druckbehälter können eine thermische Ablaufsicherung (TAS) haben. Verzinkte Badeöfen dürfen nicht mit einer Kupfer- und Edelstahlinstallation verbunden werden.
Die drucklosen Öfen verdrängen bei der Aufheizung das Wasser nach dem Überlaufprinzip zum Auslaufventil. Bei dem Aufheizen des Wassers dehnt es sich aus und das überschüssige Wasser tropft über den dauernd offenen Auslauf der Mischbatterie aus. Deshalb darf die Verbindung zwischen Auslauf und Wasserbehälter nicht abgesperrt werden.
Da der Badeofen nur für eine Badewannenfüllung ausgelegt wird, hat er je nach der Füllmenge der Wanne einen Inhalt von 80 bis 110 Liter. Das Wasser wird kurz vor der Nutzung von Hand (Kohle, Holz) oder automatisch (Öl, Gas, Strom) in Betrieb gesetzt. Da die Öfen nicht gedämmt sind, wird das Badezimmer gleichzeitig aufgeheizt. Dies ist ein Grund, warum diese Öfen, besonders als Bad-Zusatzheizung, wieder eingesetzt werden. Hier kann dann eine Fußbodenheizung als Grundlast betrieben werden und im Sommer bzw. in den Übergangszeiten auf eine Heizung verzichtet werden. Verkleidete Badeöfen haben eine Konvektionsklappe, die zur Raumheizung beiträgt.
Die ersten Badeöfen wurden aus Kupferblech (ab 1894 von Vaillant und Junkers) hergestellt. Die neueren Modelle sind aus emailliertem Stahlblech oder Edelstahl. Aber auch die Kuper-Badeöfen kommen auf Antik getrimmt wieder in Mode.
Aufbau und Funktion
Unter einem senkrecht stehenden Wasserbehälter ist eine Brennkammer angeordnet, wobei das Rauchrohr durch den Behälter geführt wird. Im unteren Bereich des Wasserbehälters befindet sich eine Mischbatterie, die bei dem Öffnen des WW-Auslaufventils kaltes Wasser in den Behälter leitet und das heiße Wasser strömt in die Badewanne. Über das Zumischen von kaltem Wasser wird die gewünschte Wasser- bzw. Duschtemperatur erreicht.
Badeöfen
Quelle: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG
Quelle: MH-Anlagentechnik GmbH
Quelle: Franz Kaldewei GmbH & Co. KG
Quelle: Radek Zavadil
Quelle: Buderus-Museum
Badeofen - Eisenwerk Wittigsthal GmbH
   
 
Dunstabzugshaube

Unterbauhaube

Inselhaube
Quelle: Miele & Cie. KG

Dachhaube

Wärmegedämmter dichtschließender Mauerkasten
Quelle: Miele & Cie. KG
Dunstabzugshauben (Wrasenabzug) gibt es in den verschiedensten Bauformen, damit sie zu den Küchenbauweisen und Herdtypen passen. Die am meisten eingesetzte Bauform ist die Wand- und Unterbauhaube. Die Inselhauben ist die modernste Ausführung für freistehende Küchenblocks.
Für den Anschlusses gibt es zwei Möglichkeiten:
  •  Bei dem Fortluftanschluss wird die Luft nach dem Strömen durch den Fettfilter durch die Außenwand oder über das Dach nach außen abgeführt. Für eine ausreichende Außenluftzufuhr muss gesorgt werden.
  •  Bei dem Umluftanschluss wird die durch den Filter gereinigte Luft wieder in den Raum geleitet. Hier muss zusätzlich zum Fett- oder Grobfilter ein Aktivkohlefilter integriert werden, der die Geruchstoffe aufnimmt.
Für den Umluft- und Hybridbetrieb wurde der Hybridfilter entwickelt, der wie ein Überdruckventil funktioniert. Dabei wird nur so viel Luft in den Abluftweg gefördert, bis die entstehenden Widerstände den Luftstrom abbremsen. Die übrige sich aufstauende Luft gelangt durch den Hybridfilter gereinigt in den Raum zurück.
Bevor die Wrasen* in den Filter gelangen, müssen sie von Fett (Fettabscheidung) und Gerüchen (Umluftfilter) gereinigt werden.
Hybridfilter
Quelle: berbel Ablufttechnik GmbH
*Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Koch- und Bratdünste als Wrasen bezeichnet. Diese bestehen auch Wasserdampf und Fettbestandteilen. Der Begriff wird auch in der Technik verwendet, so z. B. Dampf, der bei dem Ablöschen von Schlacke entsteht oder aus Fernwärme-Lüftungsschächten (Dampfleitungen) austretender Dampf.

Bei dem Umluftbetrieb wird keine Verbindung nach außen benötigt, was bei der heutigen luftdichten Bauweise auch nicht sinnvoll wäre. Außerdem bleibt die Wärme des Kochvorgangs im Gebäude.
Aber nach Aussage vieler Betreiber auch der Bratgeruch und die Feuchtigkeit, weil in vielen Fällen ein Teil der Wrasen an der Haube vorbei in die Wohnung gelangen.

berbel- Lüfterbausteine

Eine Dunstabzugshaube mit speziellen Fettabscheidern kann auch in eine vorhandene Lüftungsanlage eingebunden werden. Hier wird aber eine fachgerechte Planung vorausgesetzt, damit das Kanalsystem nicht durch Fettablagerungen verunreinigt wird.
Wenn in der Wohnung bzw. im Haus ein Kaminofen betrieben wird, sind besondere Vorschriften zu beachten. Am sichersten ist hier der Umluftbetrieb.
Kondenswasser-sammler
Quelle: Dietmar Grummt
Kondenswasser-abscheider
Quelle: Naber GmbH
Ein besonderes Problem ist das Kondenswasser, das besonders dann entsteht, wenn die Fortluft senkrecht durch einen Dachraum über das Dach abtransportiert wird. Wenn eine Wärmedämmung an den Rohren und Dachdurchführungen fehlt oder unzureichend ist, kondensiert die feuchtwarme Luft an den Rohrwandungen und läuft in das Kanalsystem und in die Abzughaube zurück.
Der Kondeswassersammler (KWS) bzw. Kondenswasserabscheider (KDA) muss senkrecht und möglichst nahe über dem Ausblasstutzen der Dunstabzugshaube positioniert werden.
In größeren Anlagen ist auch der Einsatz eines Kondensatzsammlers mit einem Siphonablauf möglich. Diese Bauteile werden auch in Luft-Erdwärmetauscher eingesetzt.
Wärmegedämmte Dachdurchführung
Kondensat-ablauf mit Siphon
Quelle: Westaflex werk GmbH
Quelle: Maico Elektroapparate-Fabrik GmbH
Wetterschutzklappe
Quelle: Maico Elektroapparate-Fabrik GmbH
Elektrische Verschlussklappe als Wetterschutz und Kaltluftsperre bei abgeschaltetem Ventilator.
Besonders in in windstarken Gegenden ist es sinnvoll diese Klappen in Verbindung mit Dunstabzugshauben einzubauen, damit keine Geräusche auftreten und keine Kaltluft in in das Gebäude kommt.
Die Klappe öffnet und schließt beim Ein-und Ausschalten des Ventilators. Mit einem Endlagenschalter spricht  der Ventilator erst bei vollständig geöffneter Verschlussklappe an.
Für senkrechte Rohrführung werden Verschlussklappen mit Stellmotor in das Rohr eingesetzt.
Verschlussklappe
Quelle: Maico Elektroapparate-Fabrik GmbH
   
 
Spanndecken - Lichtdecken
Den meisten Bauherren und Altbausanierern sind die gestalterischen Möglichkeiten, die eine Spanndecke bietet, nicht bekannt. Vielfach werden diese Decken auch als Luxus angesehen.
Eine Spanndecken kann auf alle herkömmlichen Unterkonstruktionen einfach angebracht (Decke unter Decke) werden, ohne die alte Decke zu beschädigen. Spanndecken werden inzwischen in bis zu 200 Folienfarben mit verschiedenen Oberflächen und Strukturen, unterschiedlichen Dekors (Lack, Matt, Satin, Marmor, Holzdekor [matt, hochglanz, wildlederartig]) und transluzent (für hinterleuchtete Decken, Wände und Lichtkörper) angeboten. In eine Spanndecke kann auch eine lüftungstechnische Anlage (Lüften-Heizen-Kühlen) integriert werden.
Quelle: F.-W. Krischun
Das Deckensystem ist schwerentflammbar B1 nach DIN 4102, wasserdicht, feuchtigkeitsunempfindlich, antistatisch, staubdicht, lichdurchlässig, schalldämmend und wärmedämmend.
Eine Spanndecke besteht aus 3 Teilen:
  • Spezielle Kunststofffolie
  • Randkeder
  • Befestigungsleiste
Die Spanndecke wird nach einem Aufmaß vor Ort in einem Werk genau auf Maß angefertigt. Vor Ort wird zuerst eine Leiste an die Wand oder Decke befestigt und dann die Decke (Folie) eingehängt.
Einbau einer Spanndecke durch einen Fachbetrieb
  • ohne große Schmutz- bzw. Staubentwicklung
  • durch ein Gasheizgerät wird sie vor dem Einspannen erwärmt
  • und dann mit elastischen Kedern in die Profilleisten eingespannt und nach dem Abkühlen der Folie, spannt sie sich von selbst glatt
  • durch das geringe Eigengewicht sind sie leicht zu installieren und können über weite Flächen ohne Unterkonstruktion von Wand zu Wand gespannt werden
  • es reichen ca. 1,5 cm Einbauhöhe aus. Nur bei dem Einsatz von Beleuchtungselemente, Lüfter oder Klimaanlagen ändert sich die Einbauhöhe
  • Sie können jederzeit von einem Fachbetrieb aus- und wieder eingehängt werden (z.B. Trafowechsel)
Lichtdecken sind Spanndecken hinter denen Leuchtmittel angebracht sind. Diese  Lichtflächen schaffen ein schattenarmes Raumlicht. Das Kunstlicht kann durch eine spezielle Steuerungstechnik den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden.
Spezielle Leuchtmittel (weiß, farbig oder wechselnde Lichtfarben) hinter der Decke sorgen für eine gleichmäßige, flächige Ausleuchtung, wobei die einzelnen Lichtquellen dahinter nicht sichtbar sind. Medizinisch-psychologische Studien zeigen, dass das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit in Räumen, die mit Tageslichtdynamik simulierenden Lichtdecken ausgestattet sind, deutlich gesteigert werden. Stress, Ermüdung und negativ empfundene Monotonie treten weniger auf.
Lichtwände haben einen ähnlichen Aufbau, wobei das Abdeckmaterial stabil gegen Beschädigungen beschaffen sein muss.
Licht in Form - Grüneis KG
Lichtdecken - GSP Spanndecken AG
Lichtdecke
Quelle: Grüneis KG
OLED Struktur
Quelle: Erich Strasser / oled.at

 

 

 

 

Auch die OLED Technologie könnte in einer Spanndecke eingeplant werden. Das Grundprinzip der organischen Leuchtdiode (OLED Technologie > Organic Light Emitting Diode) ist der Lumineszenzeffekt. Sie unterscheidet sich von den anorganischen Leuchtdioden (LED) dadurch, dass Stromdichte und Leuchtdichte geringer sind und keine einkristallinen Materialien erforderlich sind.
Die Wissenschaftler unterscheiden verschiedene Arten von Lumineszenz. Forscher haben die dahinter stehenden Grundlagen analysiert und festgestellt, dass einige natürliche Polymere Halbleitereigenschaften haben und somit für den Transport elektrischer Ladungen geeignet sind. Solche konjugierte Polymere können mittlerweile künstlich und genau spezifiziert hergestellt werden. Halbleiter und andere elektrische Bauteile sind also bald nicht mehr auf Kristallstrukturen angewiesen sondern können aus Kunststoffen gefertigt werden. Es lassen sich aber auch andere, von kristallinen Halbleitern bekannte Effekte mit konjugierten Polymeren erzielen.
Quelle: Erich Strasser / oled.at
Die OLED-Technnologie wird vorrangig für Bildschirme (Fernseher, PC-Bildschirme, Monitore) und Displays (Handy's) eingesetzt werden. Aber auch Module, Panels, Leuchten und großflächige Raumbeleuchtungen (z. B. in Spanndecken, Tapeten), biegsame Bildschirme und elektronisches Papier können Anwendungsbereiche sein.
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OLED Anwendungen - OSRAM GmbH

 

 

Quelle: EXTENZO AFC SAS
Das Spanndecken-Climaclick-System verteilt die in den Hohlraum der Decke eingeführte Zuluft einer lüftungstechnischen Anlage durch kleine Luftdurchlässe an den Wänden gleichmäßig mit geringer Geschwindigkeit (ähnlich der Quellauslässe) in den Raum. Ein Nebeneffekt ist der sogenannte Decken- und Kalte-Wand-Effekt. Die Decken- und evtl. einbezogenen Wandflächen wirken als Heiz- bzw. Kühlflächen.
Die 1 cm langen Ausströmöffnungen sind nicht sichtbar, also sieht man nicht, dass dem Raum Luft zugeführt wird. Dieser Effekt erhöht die Akzeptanz einer "Klima- bzw. Lüftungsanlage" enorm. Zumal solche Anlagen auch geräuschlos und zugfrei arbeiten.
   
 
Wasserbett-Heizung
Carbon Heater ®
Quelle: T. B. D. GmbH

Wasserbetten gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Alle Wasserbetten benötigen eine Beheizung, die eine auf die Person zugeschnittene Temperatur erzeugen und halten soll.
Hier unterscheidet man zwischen
- Carbon-Heizelement
- Keramik-Heizelement
- Folienheizung

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Hygiene in Trinkwasserinstallationen
Immer wieder führen Bakterien (Pseudomonas aeruginosa, Legionella pneumophila) und Viren aus dem Trinkwasser zu Infektionen. Da sich die verschiedenen Bakterien im Trinkwasser bei bestimmten Temperaturen vermehren, sollte die Temperatur im Kaltwasser 25 °C nicht über- und im Warmwasser 55 °C nicht unterschreiten. > mehr
   
 
Elektronisch gesteuerte Betätigungsplatte - Spülstation
In öffentlichen und gewerblichen Gebäuden mit Nutzungsunterbrechungen (Krankenhäuser, Hotels, Schulen, Kindergärten, Kitas) sind die hygienische Anforderungen an die Trinkwasserinstallation besonders zu beachten. Hier kann die Stagnation in den Trinkwasserleitungen (Kalt und Warmwasser) von Hand durch den Haustechniker bzw. Hausmeister (Facility Manager) unterbrochen werden. Da hier der Aufwand ziemlich groß ist, weil besonders bei verzweigter Leitungsführung (Einzelzuleitungen oder T-Stück-Installation) jede Auslaufarmatur betätigt werden muss
Betätigungsplatte - Programmierung durch Magnet-Schlüssel
Spülstation im Reihen- und Ringleitungssystem
Quelle: Viega GmbH & Co. KG

Der Einsatz einer elektronisch gesteuerten Betätigungsplatten mit einer Spülstation in Verbindung mit der Reihen- oder Ringleitungs-Installation ist die ideale Lösung, um die Trinkwassergüte an jeder Entnahmestelle sicherzustellen.

Die Betätigungsplatte, die am Ende einer Reihen- oder Ringleitung montiert wird, gewährleistet den bestimmungsgemäßen Betrieb durch eine dezentrale, individuelle Auslöseautomatik, die den Wasseraustausch sowohl zeit- als auch volumenbezogen über eine spezielle Programmierung steuert. Alle Entnahmestellen werden dazu durch eine „eingeschleifte“ Trinkwasserrohrverlegung, z. B. mit Doppelwandscheiben von Armaturanschluss zu Armaturanschluss, installiert.
Die in die Betätigungsplatte integrierte Steuerung registriert die ausbleibende Trinkwasserentnahme und stellt nach einem individuell programmierbaren Zeitraum den bestimmungsgemäßen Betrieb selbsttätig her. Verkeimungen durch Stagnation werden vermieden. Außerdem erfolgt der Wasseraustausch mengenorientiert, d. h. sie entspricht ausschließlich dem erforderlichen Volumen des zu spülenden Installationsabschnitts.
Vorteile
  • kein unnötig erhöhter Wasserverbrauch
  • keine unnötig erhöhten Abwassergebühren
  • uneingeschränkte Stockwerks- und Nasszellenmöglichkeiten durch freie Wahl der Stockwerksleitungsführung (z. B. als Reihen- oder Ringleitungen)
  • hygienische Nutzung durch berührungslose, elektronische Betätigungsplatte „sensitive“ (die Programmierung erfolgt ohne Werkzeug über die Sensorfläche)
  • einstellbare Zeitintervalle: 1-mal, 2-mal, 3-mal wöchentlich, 2- oder 4-wöchentlich
  • einstellbare Spülvolumina [Liter]: 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 9
  • kombinierbar mit UP-Spülkästen mit 2-Mengen-Technik nachrüstbar, sofern 230V-Anschluss, Reihen-/ Ringleitungsinstallation und Leerrohr für Steuerleitung vorhanden sind
Hygienespülung - Geberit Vertriebs GmbH
   
 
Grundrissplanung - Abstandsflächen im Wohnungsbau

Grundlagen für die Grundrissplanung bilden die DIN 18022 Ausgabe 11/89* als Planungsnorm für "Küchen, Bäder und WC's im Wohnungsbau" und eine weitere Planungshilfe ist z. B. die VDI-Richtlinie 6000-1 - Planung und Bemessung von Küchen, Bädern und WCs im Wohnungsbau. Sie enthalten Angaben für den Platzbedarf von Einrichtungen. Da die Sanierung von sanitären Räumen in Bezug auf Abstandsflächen nicht immer zufriedenstellend sein kann, wird dieser Sachverhalt in der DIN 18022 unter Abschnitt 1 so beschrieben: "Bei Aus- und Umbau sowie Modernisierung ist diese Norm unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten anzuwenden".
* diese Norm wurde ersatzlos zurückgezogen

Die Anzahl, Größe und Einrichtungen von sanitären Räumen ist von der Anzahl der Personen (1 - 2, 3 - 4, 5 - 7) abhängig, für die die Wohnungen geplant werden. Aber auch die Gebäudeart (normaler Wohnungsbau, Wohnungsbau mit erhöhten Ansprüchen, Eigentumswohnungen, Eigenheim) wird hier berücksichtigt.
Die VDI-Richtlinie 6000 -1 bildet die Grundlage für Abstandsflächen bei der Planung, Bemessung und Ausstattung von Sanitärräumen wie Bad, Gäste-WC, Küche, Waschküche und Hausarbeitsräume in Miet- und Eigentumswohnungen, Apartments in Ein- und Mehrfamilienwohngebäuden.
Für die Anordnung von Schaltern, Steckdosen, Leuchten und Lüftungseinrichtungen, sowie von Heizkörpern und Warmwasserbereitern, sind folgende seitliche Abstände von Stellflächen zu berücksichtigen:
Bei der Grundrissplanung eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung solltne die Lage und die Größe der Sanitärräume (Badezimmer, Duschbad, Gäste-WC) richtig eingeplant werden. Oft werden diese Räume an der falschen Stelle in der Wohnung eingeplant. Die Sanitärräume und die Küche sollten immer in der Nähe des Technikraumes (und in Mehretagenhäuser entsprechend übereinander) angeordnet werden, um die Rohrleitungslängen möglichst kurz zu halten und auf eine Warmwasserzirkulation verzichten zu können. Außerdem ist ein zweiter direkter Zugang von dem Schlafzimmer sinnvoll.
Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung wird ein barrierefreies Bauen und hier besonders eine barrierefreie Installation zunehmend wichtiger.

Seit dem 1. Mai 2010 gibt es einen Extra-Zuschuss zur Barrierereduzierung bzw. "Altersgerecht Umbauen". Die KfW-Bank erstattet 5 % der förderfähigen Kosten, wenn mindestens 6.000 Euro investiert werden. Der max. Zuschuss pro Wohneinheit beträgt 2.500 Euro. Voraussetzung für die Fördermittelgewährung ist die Durchführung der Maßnahmen durch Fachunternehmen. Der Inhalt der Förderbausteine und die technischen Mindestanforderungen sind auf der Seite der KfW-Bank nachzulesen.

Die Größe des Sanitärraumes ist von der Bewohnerzahl und von den notwendigen Sanitärgegenständen abhängig. Wenn über 2 Personen im Haushalt leben, ist eine zweite WC-Anlage bzw. ein Gäste-WC mit Handwaschbecken einzuplanen. Eine zeitgemäße Ausstattung eines Badezimmers sollte aus einen Waschtisch, eine WC-Anlage, ein Bidet oder Dusch-WC, eine Badewanne oder/und eine Duschwanne bestehen. Außerdem sollte genügend Stauraum (Schränke, Ablagen) für Handtücher und Toilettenartikel vorhanden sein. Leider wird heutzutage ein Bidet und ein Urinal immer noch als Nichtnotwendig bzw. Luxus angesehen.
Eine Waschmaschine und ein Wäschetrockner sollten nur dann in den Sanitärraum eingeplant werden, wenn ein Hauswirtschaftsraum nicht vorgesehen ist und im Technikraum nicht genügend Platz vorhanden ist.
Da die Sanitärräume zunehmend mit einer Vorwandinstallation durchgeführt werden, gibt es für alle Sanitätgegenstände innerhalb eines Installationssystems die passenden Elemente. Diese gewährleisten die richtigen Abstände, den notwendigen Schallschutz.und ermöglichen eine dauerhafte Befestigung der Gegenstände. Außerdem sind dadurch auch Eckmontagen und freistehende Objekte möglich. Die Anordnung der Sanitärgegenstände ist von dem "normalen" Benutzungsablauf abhängig.
 
 
ich arbeite dran
Grundrissplanung - Geberit Vertriebs GmbH
Planungsgrundlagen - MEPA - Pauli und Menden GmbH
   
 
Vorwandinstallation / Installationswände

Für die Planung und Ausführung von Vorwandinstallationen gibt es keine speziellen Vorschriften. Auch bei dieser Installationsart sind die Vorschriften und Normen der Trink-, Abwasserinstallation und Lüftunganlagen zu beachten. Außerdem müssen die EnEV, DIN 4108-2 "Wärmeschutz im Hochbau",  DIN 4109 "Schallschutz im Hochbau" und DIN 18195 -1 bis 10 Bauwerksabdichtungen beachtet werden.

In der Praxis setzt sich im Neubau und besonders bei der Bad- und Küchensanierung zunehmend die Vorwandinstallation durch. Bei Installation der Rohrleitungen (Trinkwasser, Abwasser, Heizung) bleiben die Wände in ihrer Substanz erhalten und die volle Wandstärke gewährleistet weiterhin die Statik, den Schall- und Brandschutz. Außerdem gibt es keinen Bauschutt, keine Staubentwicklung und keine Lärmbelästigung durch das Stemmen oder Fräsen.
Installationssystem GIS
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
Bei dem Einsatz der Installationswände verkürzen sich die Montagezeiten auf der Baustelle, größere Bauvorhaben sind mit weniger Personal durchführbar und die Baunebenleistungen (Mauer- und Putzarbeiten) werden reduziert. Dadurch kann die Installation einschließlich des Trockenbaus und der Gewährleistung aus einer Hand erstellt werden. Außerdem sind viele Installationsprozesse durch die Vorfertigung in Werkstätten durchzuführen. Eine funktions- und maßgerechte Anordnung der Armaturen und eine auf Dauer sicher montierte Sanitärgegenstände werden durch die integrierten Anschluss- und Befestigungsmöglichkeiten gewährleistet. Spätere Instandhaltungskosten werden durch einfachere Schadensfeststellung und Instandsetzung reduziert.
Das umfangreiche Angebot innerhalb der Systeme schafft eine freie Raumgestaltung (nutzbare, großzügige Ablageflächen, auch in abgestuften Höhen, Raumteiler, Eckmontagen).
Vorwandinstallationen / Installationswände bestehen aus
  • einem Traggerüst (z. B. Metallrahmen, Schaumstoffblock), das
    - die erforderlichen Lasten aufnimmt (Widerlager z. B. durch Montageraumabdeckungen oder spezielle Stützfüße),
    - die Halterungen für Sanitärobjekte, Armaturenanschlüsse und Rohrleitungen trägt,
    - bei WC-Bausteinen den UP-Spülkasten bzw. die UP-Druckspülvorrichtung integriert,
    - bei Urinal-Bausteinen die UP-Druckspüler bzw. selbstauslösende Armaturen aufnimmt,
    - mittel- oder unmittelbar als Untergrund für die Verkleidung oder bei Einmauerung als Putzträger dient,
  • Befestigungselementen zur Wand- und/oder Bodenbefestigung (teilweise auch nur zur Montagefixierung) sowie
    zum Höhen- und Tiefenausgleich, meist am Traggerüst montiert oder Bestandteil desselben,
  • Sanitärinstallationen,
    - komplett, so dass nur noch die Verbindungen zum nächsten Element hergestellt werden müssen
    - Teilinstallationen, wie WC-Anschlussbögen
    - ohne Sanitärinstallationen
  • Zubehör (Halteschienen (für Wand- und/oder Bodenbefestigung), Profile, Laschen, Montageraumverkleidungen/
    Abdeckungen)
Da es sich bei Vorwandinstallationen um in sich geschlossene Systeme handelt, passen nur die Elemente eines Systems zueinander. Außerdem unterscheidet man zwischen Trocken- und Nasssysteme.
ich arbeite dran
Vorwand-Systeme - MEPA - Pauli und Menden GmbH
Vorwandinstallation - Knauf Bauprodukte GmbH & Co. KG
Vorwandtechnik - Viega GmbH & Co. KG
Vorwandsystem  - Knauf Bauprodukte GmbH & Co. KG
BIS Sanitärsysteme - BIS Walraven GmbH
   
 

Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Veränderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.

Arbeiten an und in elektrotechnischen Anlagen dürfen nur von Installateurverzeichnis durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines Energieversorgersunternehmens (EVU) bzw. Verteilungsnetzbetreibers (VNB) eingetragen sind. Eine Elektrofachkraft (EFK) darf im eingeschränktem fachbezogenen Bereich Bauteile anschließen.

Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
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